Freitag, 3. Mai 2019

Mondelez erwägt eine CBD-Produktlinie

Oreo-Kekse wollen Cannabidiol-Brüder.


Cannabidiol – kurz CBD – ist derzeit wohl der aufsteigende Stern am Geschäftshimmel bezüglich Cannabis. Öle, Cremes und Nahrungsergänzungsmittel erfreuen sich in der Bevölkerung besonderer Beliebtheit, auch wenn verschiedene Staatsorgane derzeit nicht ganz überzeugt von dem nicht berauschenden Bestandteil der Hanfpflanze scheinen und deshalb vielen Händlern und Herstellern mit einer veränderten Novel-Food-Verordnung Probleme bereiten. Nichtsdestotrotz ist der Bedarf vorhanden, was selbst die größten Produzenten von Nahrungsmitteln erkennen. Aus diesem Grund möchte nun auch ein weiterer Riese aus der Lebensmittelindustrie in den Sektor einsteigen, nachdem schon die Brauerei Anheuser-Busch oder auch Constellation Brands ihren Fuß durch den Türrahmen steckten. Fortan könnte der bekannte Hersteller von Philadephia-Frischkäse, Oreo-Keksen und Milka-Schokolade sein Glück im Cannabidiol-Geschäftsfeld suchen, wie die Chefetage des Giganten am Mittwoch gegenüber dem Sender CNBC bestätigte. Mondelez erwägt eine CBD-Produktlinie.

Wie in Kanada so wird auch in Deutschland von verschiedenen Drogerieketten der nicht psychoaktiv wirkende Bestandteil CBD in unterschiedlichen Produkten der schlendernden Kundschaft feilgeboten, auch wenn hier derzeit einige gesetzliche Hürden die großen Betreiber des Landes zu einem Rückzieher zwangen. Die hierzulande stattfindenden Querelen bezüglich des erfolgreich vertriebenen Naturproduktes hindern den riesigen Mondelez-Konzern aber noch lange nicht, sich nun auch ernsthaft mit der Thematik zu beschäftigen und Überlegungen anzustellen, in das vielversprechende Feld einzusteigen. Firmenchef Dirk van de Put äußerte sich in einem Interview mit den US-Sender CNBC dahingehend, dass man den Markt beobachte und sich bereit machen würde, in den lukrativen Sektor einzusteigen. „Ja, wir machen uns bereit, aber wir wollen natürlich innerhalb des rechtlichen Rahmens bleiben und es richtig angehen“, wird er auf der deutschen Business-Insider-Webpräsenz zitiert. Dabei wolle man aber wohl nicht bestehende Produktlinien mit dem aktuell gehypten Hanfstoff versetzen, sondern liebe komplett neue Marken entwickeln, die das Image der bekannten Produkte nicht verändern. Oreo-Kekse sollen das familienfreundliche Flair nicht verlieren, nur weil man Cannabidiol hinzufüge. Auch muss erst noch die amerikanische Food and Drug Administration eine Änderung der derzeit geltenden Gesetzeslage aussprechen, was eine anschließende Verwendung von CBD in Lebensmitteln in den gesamten USA zur Folge haben sollte. Am 31. Mai wird die erste öffentliche Anhörung betreffend der Thematik erwartet.

Einen Grund für den Einstieg ins Cannabidiol-Geschäft sieht Dirk van de Put aber schon jetzt in jedem Fall gegeben, da man sich die versprochenen Vorteile der Substanz näher angesehen habe und von dem aus Hanf gewonnenen Wirkstoff vollkommen überzeugt worden sei.

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