Donnerstag, 21. Dezember 2023

Medizinisches Cannabis: In diesen Städten geht es am einfachsten

Foto:Su/Archiv

Medizinisches Cannabis: In diesen Städten geht es am einfachsten. Das Ergebnis war überraschend. Berlin, Köln und Hamburg lehnten eher ab. Düsseldorf, Münster und Bonn waren deutlich offener für Cannabis. Ein Bundesweiter Ärzte-Check hat herausgefunden, in welchen deutschen Städten man am einfachsten an medizinisches Cannabis kommt. Dazu führt das börsennotierte Unternehmen Cantourage, eine Befragung mehrerer Ärzte durch. Dies berichtet die Frankfurter-Rundschau. 

Das Ergebnis war eher ernüchternd. Von den knapp 400 befragten Hausärzten antworteten 185 gar nicht und 158 meinten, dass eine Therapie mit Cannabis für sie nicht in Frage käme. Nur 27 Ärzte standen dem Thema offen gegenüber. Die Verteilung der Ärzte war auch eher überraschend.

StadtAngenommenAbgelehnt
Düsseldorf43
Münster47
Bonn37
Bremen34
Dortmund27
Köln26
Leipzig27
Berlin110
Bielefeld18
Bochum111
Essen17
Frankfurt110
München110
Nürnberg19
Dresden09
Duisburg06
Hamburg06
Hannover014
Stuttgart06
Wuppertal011

Das Ergebnis war ist sehr ernüchternd. Viele Ärzte lehnen eine Behandlung mit Cannabis ad hoc ab. Wenn man das Glück hat, einen cannabisfreundlichen Arzt gefunden zu haben ist das erst der erste Schritt. Die Krankenkassen lehnen viele der Anträge für medizinisches Cannabis ab. Es sind viele weitere Verbesserungen für Cannabis als Medizin notwendig.

Ein Beitrag von Simon Hanf

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10 Kommentare
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Qi San
2 Monate zuvor

… 27/400 Ärzte standen dem Thema offen gegenüber.

Wahrscheinlich ist, das ALLE den Schwa_z einziehen, sobald es darum geht ein BTM-Rezept zu zücken oder gar bei der Kostenübernahmeantrag (Krankenkasse) zu helfen.

Erfolgsaussichten auf BTM-Rezept + Kostenübernahmeantrag liegt dann ungefähr bei 0,00 %
6 Jahre nachdem JEDER Arzt (per Gesetz) das darf – solange er nicht nur Veterinärmediziner ist.
Meine Quote: 26/0 … von meiner No.27 wusste ich das er anerkannter Substitutionsarzt ist (Heroin, Alk) und versorgt eben dankenswerterweise die armen kleinen kranken Hanffreunde auch noch mit einem Privat-Rezept.

Und da draussen glauben wirklich noch Menschen an eine Legalisierung in Schland – RESPEKT!

Zuletzt bearbeitet 2 Monate zuvor von QiSan
Rogg
2 Monate zuvor

Entspricht in etwa meinen Erfahrungen…in Süddeutschland. Bei Privatrezepten und Alternativmedizinern ist die Chance am größten. Das Hauptproblem ist die unfassbare Unwissenheit und die viel zu kleinen Eier der meisten Allgemeinmediziner. Selbst wenn sie “theoretisch” aufgeschlossen wären, trauen sie sich nicht, aus Angst verklagt zu werden. O_Ton !!. Nur die Legalisierung, oder was davon übrig bleiben “könnte”, ist die Lösung des Problems. Hallo liebe SPD Verräter…was geht..?? Ein Herz für Kranke oder nur für stumpfsinnige Exbullen ??

MicMuc
2 Monate zuvor

Faschismus hat sooo viele Gesichter …

Qi San
2 Monate zuvor

… das ist eben die gelebte deutsche Version von Demokratie:
Deutsche Parlamentarische Ministerien-Lobby-Demokratur für Mächtige und Reiche.

Merke:
Erst wenn du an der Kette deiner Fussfessel ziehst, bemerkt mann/frau wie kurz sie ist!

Namaste

MicMuc
2 Monate zuvor

Zum fortwährenden “War on drugs” habe ich ein treffliches Zitat von Bernard Shaw gefunden:
“Jedes schwankende Regime hat bisher versucht, als letzten Ausweg seine Untertanen durch einen Krieg an sich zu fesseln.”

Fred
2 Monate zuvor

Über das Thema habe ich vor zwei oder drei Jahren mit meiner Ärztin gesprochen. Die Frau, an Bürokratie gewöhnt, hatte für 2 Patientinnen versucht eine Genehmigung durchzubekommen. Hat sie auch geschafft allerdings zog sich das Ganze über Wochen und verursachte mehrere Stunden Aufwand, der von der KK mit einem kleinen Eurobetrag abgegolten wurde.

Seit dem verschreibt sie Cannabis nur noch auf Privatrezept. In meinen Augen absolut nachvollziehbar. So wird es vielen Ärzten gehen. Man kapituliert einfach gegenüber der Bürokratie.

Das soll sich nun mit dem neuen Gesetz ändern.Man wird sehen, wie sich das in der Praxis auswirkt.

Qi San
2 Monate zuvor

@Fred
Die Dokumentationspflicht ist ausgelaufen …
Bei einer erfolgreichen Kostenübernahme würde ich einige hundert Euro für den Spender-Arzt lockermachen. Meine Hanf-Medizin kostet mich zwischen 250 (Sonderpreis) 350 € pro Monat …

Rogg
2 Monate zuvor

@Qi San
Das ist auch der Preis den ich zahlen müsste.
Als normaler Arbeiter kaum zu bestreiten. Das Gramm kostet in der Apotheke 20x mehr als beim Eigenanbau. Das die SPD die Kranken wählen läßt zwischen Essen oder Arznei, ist einer Arbeiterpartei unwürdig.

Fred
2 Monate zuvor

@Qi San

Tja, nur wirst du wohl kaum einen Arzt finden, der das Geld annehmen würde. Zu leicht könnte man daraus einen Vorwurf konstruieren. ” Der verkauft Rezepte ” oder ähnliches.
Aber was die Preise selbst angeht, habe ich neulich von einer Onlineapotheke gehört, die sich preislich unter Schwarzmarktniveau bewegt. Um die 8 Euro.

Ich habe mich allerdings nicht weiter damit beschäftigt, deshalb kann ich nicht zu 100 % sagen, ob die Info stimmt.

Fred
2 Monate zuvor

Bei gruene Blüte gefunden.

Kosten
Wie viel kostet mein Cannabis?
Bei den Preisen für medizinisches Cannabis müssen wir uns an die Arzneimittelpreisverordnung für Rezepturarzneimittel halten. Wir sind gesetzlich verpflichtet uns an die Preisordnung zu halten. Deswegen kostet ein Gramm je nach Sorte zwischen 5 und 22 Euro.

Sollten Sie eine Kostenübernahme Ihrer Krankenkasse haben, wird lediglich eine Zuzahlung von ungefähr 10 Euro pro Verschreibung und Sorte fällig.

Den Preis für Ihr Medikament bekommen Sie direkt nach Hochladen des Rezeptes per E-Mail zugeschickt. Außerdem können Sie die Preise auch gerne direkt per E-Mail oder telefonisch bei uns erfragen.