Dienstag, 3. Juni 2014

Temperaturen und Zeiten für die Aktivierung von THC

von Dr. med. Franjo Grotenhermen

 

Dr. med. Franjo Grotenhermen Mitarbeiter des nova Institutes, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ACM)
Dr. med. Franjo Grotenhermen, Foto: Archiv

 

Cannabinoide liegen in der Hanfpflanze überwiegend in einer von zwei sauren Formen vor. Durch Erhitzen oder bei längerer Lagerung werden die beiden THC-Säuren (THCA) in neutrales THC umgewandelt. Dieser Vorgang, bei dem ein Kohlendioxid-Molekül von der Säure abgespalten wird, wird Decarboxylierung genannt. Nur das neutrale THC verursacht psychische Wirkungen und die meisten therapeutischen Effekte. Die Erfahrung zeigt, dass wenige Sekunden bei großer Hitze von 800 bis 900 °C, wie sie beim Rauchen von Cannabis in der Glut entsteht, ausreicht, um THCA zu THC zu aktivieren. Bei niedrigeren Temperaturen von 150 bis 160 °C, wie sie beim Backen von Keksen auftreten, wird eine längere Zeit von mehreren Minuten benötigt, um diese Abspaltung von Kohlendioxid zu erzielen. Eine Erhitzung von 5 bis 10 Minuten auf 100 °C, wie sie bei der Zubereitung eines Cannabis-Tees erfolgt, führt dagegen nur zu einer unvollständigen Decarboxylierung der Cannabinoide, wie dies von Dr. Arno Hazekamp von der Universität Leiden in den Niederlanden nachgewiesen wurde, und kann daher nicht empfohlen werden.
Wenn THC bzw. Cannabis allerdings zu lange erhitzt oder an der Luft gelagert werden, dann wird das neutrale THC weiter zu Cannabinol oxidiert. Cannabinol ist ungefähr 100 mal schwächer wirksam als THC. Bei sehr langer Lagerung von Cannabis nimmt der THC-Gehalt und damit die Wirksamkeit über Monate und Jahre langsam ab, während der CBN-Gehalt zunimmt.

 

Was sind also die optimalen Bedingungen, um möglichst viel THC-Säuren in das neutrale THC umzuwandeln, ohne dass viel CBN entsteht?

 

Professor Rudolf Brenneisen von der Universität Bern hatte bereits in den achtziger Jahren festgestellt, dass bei einer fünfminütigen Erhitzung von THC auf 190 °C eine vollständige Decarboxylierung stattfindet, ohne dass relevante CBN-Mengen entstehen. Beim Kongress der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoidmedikamente im Jahr 2013 in Köln stellte er eine Studie zur Decarboxylierung von THC und CBD (Cannabidiol) bei Verwendung von Verdampfern (Vaporizern) vor. Bei einer Temperatur von 210 °C wurden vier Vaporizer getestet, die sowohl THCA als auch CBDA fast vollständig zur Decarboxylierung brachten, beide Substanzen zu mehr als 98 Prozent innerhalb von wenigen Sekunden.
Auch Patente des britischen Unternehmens GW Pharmaceuticals geben Aufschluss über optimale Decarboxylierungsbedingungen. Sie beziehen sich auf niedrigere Temperaturen und eine längere Erhitzung. Es sei das Ziel, mindestens 95 Prozent der sauren Cannabinoide in ihre neutrale Form umzuwandeln und gleichzeitig den Abbau von THC zu CBN auf maximal 10 Prozent zu begrenzen. Danach sollte die Decarboxylierung vorzugsweise in 2 Schritten durchgeführt werden:
Im 1. Schritt wird das Pflanzenmaterial für einen relativ kurzen Zeitraum auf eine erste Temperatur erhitzt, um Restwasser zum Verdampfen zu bringen und eine einheitliche Erhitzung des Pflanzenmaterials zu ermöglichen.
Im 2. Schritt wird die Temperatur für einen längeren Zeitraum erhitzt, bis eine Umwandlung der Säuren in die neutrale Form zumindestens zu 95 Prozent erreicht ist.
Vorzugsweise wird der erste Schritt bei einer Temperatur im Bereich von 100 °C bis 110 °C für 10–20 Minuten durchgeführt. Nach Möglichkeit sollte die erste Temperatur bei etwa 105 °C liegen, und die Erhitzung für 15 Minuten erfolgen. Der zweite Zeitraum sollte vorzugsweise bei 115 °C bis 125 °C liegen, üblicherweise bei etwa 120 °C, und die zweite Zeitperiode vorzugsweise bei 45 Minuten bis 75 Minuten, üblicherweise bei 60 Minuten. Noch besser ist eine Temperatur im 2. Schritt zwischen 100°C und 110°C, üblicherweise bei 105°C, und die zweite Zeitperiode zwischen 60 und 120 Minuten. Bei diesen Temperaturen bleiben auch viele Terpene, die für den Geruch und Geschmack von Cannabis verantwortlich sind, erhalten. Bei höheren Temperaturen verdampfen diese leicht.
Diese Temperaturen sind optimale Temperaturen für die Decarboxylierung von THCA. Soll CBDA in das neutrale CBD umgewandelt werden, so werden für die 2. Phase ebenfalls optimal 120 °C für die Dauer von 60 Minuten angegeben. Noch besser ist eine Erhitzung auf 140 °C für einen Zeitraum von 30 Minuten.
Das so erhitzte Pflanzenmaterial kann dann weiterverarbeitet werden. Es kann beispielsweise als nächster Schritt eine Extraktion der Cannabinoide erfolgen. Das Pflanzenmaterial, welches als Ausgangsmaterial für den Extraktionsprozess benutzt wird, sollte vorzugsweise zerrieben oder gemahlen werden, um eine Partikelgröße von weniger als 2 mm, jedoch nach Möglichkeit größer als 1 mm zu gewährleisten. Das zerbröselte, hochwirksame Pflanzenmaterial mit decarboxylieren Cannabinoiden kann aber auch aus dem Backofen oder mit dem erhitzten Pflanzenöl direkt in einen leckeren Joghurt gerührt werden.

21 Antworten auf „Temperaturen und Zeiten für die Aktivierung von THC

  1. Gasterl

    Sehr interessant! Jedoch werden die meisten Leser dies leider nur als theoretisches Wissen abhaken müssen – denn der Versuch oder gar die Verwendung wären strafbewährt.
    Mir ist langsam wirklich schleierhaft, wie die Bundesregierung weiterhin tatenlos zusieht, wie ein Land ums andere Cannabis endlich wieder für Genuss und als Heilmittel frei gibt und selbst an der Prohibition festhält.
    Mir selbst wurde schon von Ärzten geraten „einmal Urlaub in Holland“ zu machen, um meine Schmerzen zu kurrieren – jedoch sehe ich da das Problem des „Strafrechtsersatzes“ des Führerscheinentzugs bei einer etwaigen Kontrolle, sodass ich bisher immer beim theoretischen Wissen geblieben bin. „Leider“ ist meine Krankheit nicht anerkannt für die Verwendung von medizinischem Cannabis, da es unzählige Medikamente der Schulmedizin gibt, welche angeblich helfen sollen. Nach dem 12ten Medikament habe ich es wegen der Nebenwirkungen unterlassen weiterhin solchen Giftmüll in mich rein zu stopfen – das letzte Medikament färbte mein Blut sogar grünlich – ich mag mir nicht ausmalen, was dieses Zeug mit mir noch so angestellt hätte, hätte ich es weiter genommen.
    Für die Interessierten: Ich leide unter extrem starker Migräne – die Ursache wurde trotz diversen Untersuchungen nicht gefunden. Ich behelfe mich mittlerweile mit Mutterkraut, welches es in der Apotheke gibt – dies lindert zumindest die Schmerzen auf einer Skala von 1-10 von 10 auf ca. 6, Wirklich geholfen ist mir damit auch nicht….laut eigenen Recherchen und Aussagen vieler Ärzte könnte Cannabis mir eine nahezu schmerzfreies Leben ermöglichen. Da ich allerdings aus beruflichen Gründen auf meinen Führerschein angewiesen bin, musste ich bisher auf die Möglichkeit verzichten. Ich habe tatsächlich noch nie in meinem Leben Cannabis konsumiert, würde es aber gerne, sofern es mir ohne Repressalien vom Staat möglich wäre. Es ist eine Schande, was hier abläuft. Patienten wie ich, welche die chemischen Keulen einfach nicht vertragen und dadurch die Nebenwirkungen den eigentlichen Wirkungen überhängen, kann bzw. darf hier in der Bundesrepublik nicht geholfen werden.
    Ich bete mittlerweile schon für eine Legalisierung, obwohl ich nicht wirklich gläubig bin – aber wer ca. 50 Prozent seines Lebens unter enormen Kopfschmerzen leidet, versteht, warum man plötzlich zu beten beginnt, dass das Medikament (welches eigentlich nur eine harmlose Pflanze ist) endlich legal und ohne Führerscheinentzug eingenommen werden kann.

  2. Gasterl

    P.S. Für die ganz interessierten…das Medikament, welches das Blut bei mir grünlich verfärbte enthielt Sumatriptan
    P.P.S. übrigens hat Sumatriptan ausser den Nebenwirkungen bei mir keinerlei positiven Effekt gehabt – nichtmal eine Linderung. Das war bei mir bei der Mehrzahl der Medikamente der Fall. Der Rest hat ein wenig gelindert – ähnlich wie Mutterkraut, jedoch kamen dann die Nebenwirkungen als zusätzliches Übel daher. Mutterkraut hat meiner Erfahrung nach keine Nebenwirkungen, ausser den bescheidenen Geschmack, wenn man das Kraut als Tee zu sich nimmt.

  3. Anon

    Wenn der job und führerschein für dich wertvoller als deine Gesundheit sind zeigt dir das es ein noch viel grösseres Problem in deinem Leben gibt. (In meinem übrigens auch;) )
    Vlt. ist das auch ein Mit- Grund für dein Migräne-Problem? Ich kann dir nur empfehlen auf die Risiken nicht weiter zu achten .(Führerscheinentzug und weitere rechtliche Folgen sind damit gemeint) und cannabis einfach mal auszuprobieren. Wenn es dir am ende gar nicht hilft,weisst du zumindest bescheid und du hast nichts weiter zu befürchten 😉 wenn es dir hilft musst du dich der Frage stellen was dir wichtiger ist und ob du im zweifelsfall mit den konsequenzen leben kannst.

    Lg & Gute Besserung :*

  4. Gasterl

    Das von Dir vorgeschlagene habe ich mehr als einmal überlegt – aber das Risiko dann Arbeitslos zu sein kann ich wegen meiner Verantwortung, meiner Familie gegenüber nicht eingehen. Wäre ich Single ohne Kinder, sehe die Sache sicherlich anders aus. Aber ich kann nicht wegen mir alleine riskieren, meine Familie in den Ruin zu stürzen.
    Du glaubst gar nicht, wie groß die Versuchung ist, gerade wenn die Schmerzen mal wieder extrem heftig sind. Aber dann denke ich immer daran, was passieren würde, fiele mein Einkommen aus. Das kann ich meiner Familie einfach nicht antun. Und das EInkommen würde definitiv ohne Führerschein ausfallen und über kurz oder lang stünde da dann H4.
    Ich gebe Dir Recht! Gesundheit definitiv vor Job! Aber mir gehts nicht um nen dicken Rolls Royce oder so nen Kram, mir gehts darum meine Familie ordentlich zu versorgen, die Hypothek abzuzahlen (damit auch ein Dach überm Kopf ist) usw.
    Es ist „dank“ der Repression und der Verfolgung von Konsumenten/Patienten ein Teufelskreis. Und beratungsresistente Politiker, wie die derzeitige Drogenbeauftragte halten diesen Teufelskreis am Leben!
    Wäre ich schmerzfrei könnte ich sicherlich noch einiges mehr leisten – wenn man gerade irrsinnige Kopfschmerzen hat, leistet man einfach nicht so viel im Job – und somit die Wirtschaft ankurbeln…das Argument, dass Cannabis dazu führen würde, dass man a la „Hasch macht Lasch“ nicht mehr fähig ist seine Arbeit zu erledigen ist also exakt verkehrt herum gedacht.

    LG und Danke für die Wünsche!

  5. Sebastian

    Klär mal mit Deinem Arzt, wie es mit Dronabinol und einem Antrag beim BfArM aussieht. Eine Fahrtüchtigkeit schließt sich nicht zwangsweise aus.

    Du bist ein klassisches Beispiel für die verfehlte Drogenpolitik. Ist doch scheiße, dass es Möglichkeiten der Linderung Deiner gesundheitlichen Probleme gibt und Du sie aufgrund dieser Farce nicht wahrnehmen darfst.

  6. Gasterl

    Hab ich schonmal! Aber um Dronabinol in Bayern verschrieben zu bekommen reicht Mirgäne nicht aus, da muss man schon kurz vorm Abkratzen sein. Und ein Immunologe hat zu mir gesagt, dass Dronabinol und Sativex bei meinen Symptomen eher wenig bringen würden – da wäre die natürliche Variante auf Grund des komplexeren Cannabinoidgehalts (also diverse weitere, zum Teil noch unerforschte Cannabinoide als in Dronabinol enthalten) deutlich besser, da seine Vermutung ist, dass bei mir etwas im Endocannabinoidsystem nicht stimmt und daher die Schmerzen kommen, woher die „Fehler“ im Endocannabinoidsystem bei mir herrühren konnte er mir auch nicht sagen, also weis ich bis heute nur, dass ich Migräne habe (für die, die sich nur Kopfweh darunter vorstellen: Es sind viel höllischere Schmerzen, dazu immer wieder Sehstörungen, Schläfrigkeit und auf Grund der Schmerzen dann noch Übelkeit) – ich weis aber nicht, woher das kommt und als einzige wirklich helfende Medizin wurde mir etwas geraten, was ich leider nur dann als Arznei nehmen könnte, wenn ich z.B. nach Colorado auswandern würde.

  7. Patrick

    @Gasterl

    Ich leide ebenfalls unter akuten Migräneanfällen bis hin zum öfteren Übergeben.

    Cannabis kann die Anfälle erträglich machen, leider kann man (in D!) nicht gezielt Sorten mit bestimmter Wirkstoffzusammensetzung erwerben noch zur medizinischen Selbstversorgung anbauen (gezielt Züchten).

    Ich rauche eigtl. immer um eine stabile Verfassung zu haben und nicht zu aufgedreht zu sein.

    Cannabis kann einen Anfall erträglich machen, leider wie gesagt kann man nicht gezielt Sorten einsetzen welche ggf. den Anfall mindern bis abklingen lassen.

    @Anon
    Ich vermute auch das repressiver Druck suboptimal auf meine Migräne, bzw. bei vielen Anderen auch im Allgemeinen gesundheitlich negative Auswirkungen hat, noch mehr als der eigentliche Cannabis Konsum!

    Aber lieber stetig versorgt und repression als stetig Migräne + Depression + wenn man ständig Anfälle hat und Schmerzen (die einem zu Kotzen bringen) und nicht mehr am Leben teilnehmen kann, dann hat man auch kein Bock mehr auf ein solches 🙁 )

    Ich verzichte auf FS, und steh fest im Job und das sogar sehr erfolgreich, mir steht mein Konsum da nicht wirklich im Wege, daher würde ich im Fall der Fälle alle Instanzen durchklagen um mein Recht auf Selsbtmedikation durchzusetzen! Denn seit dem ich keine repressiven Maßnahmen mehr Erfahren habe geht es stetig Berg auf! Und das lass ich mir nicht wieder Kaputt machen!!!

    Was ich auch nur ganz ganz selten nehme, denn ich will keine pharmazeutischen Produkte (bis auf das notwendigste wie z.b. Antibiotika o.ä.) meinem Organismus zuführen, ist Zolmitriptan das ist bisher das einzige was bei mir wirklich hilft. Was noch lange nicht heisst das es dies bei Dir genauso tut.

  8. Eugen

    Zitat:“Und ein Immunologe hat zu mir gesagt, dass Dronabinol und Sativex bei meinen Symptomen eher wenig bringen würden“

    Egal was ein Arzt zu dem Thema sagt, du wirst erst wissen ob es dir was bringt, wenn du es ausprobiert hast.
    Wenn sich die Migräne auf dem momentanen Niveau hält, nur dann ist die „ordentliche Versorgung deiner Familie“ gesichert. Wenn aber aufgrund „Fehler“ im Endoca…system deine Gesundheit sich so dramatisch verschlechtert(wie es mir ergangen ist), dann nützt auch der beste Job und FS nichts mehr.
    Darum —- nicht warten —- Aktiv werden!

  9. Ralf

    Ich selbst habe von meinem 15 (Eintritt in`s Hamsterrad) bis zu meinem 48 Lebensjahr insgesamt 33 Jahre unter diesen scheiß Schmerzen gelitten, die auch den lebensfreudigsten Menschen sich tatsächlich fragen läßt ob sich dieses verdammte Leben überhaupt noch lohnt. Auch ich habe auf dem 2.Bildungsweg Abitur gemacht,studiert und mich diesem unmenschlichen Leistungssystem untergeordnet. Nichts hat geholfen, keine Pillen und kein Cannabis. (Allerdings habe ich in letzter Zeit schon festgestellt daß die Sorten mit viel Cannabis Indica, wahrscheinlich durch das sehr ausgeprägte leckt-mich-am-Arsch-Gefühl welches z.B. Haschisch aus Afghanistan macht, tatsächlich eine schmerzlindernde Wirkung auch bei Migräne und anderen Kopfschmerzen hat) Dann habe ich diesen ganzen Stress einfach abgeschüttelt und lebte seitdem bescheiden aber Stressfrei und glücklich. Und siehe da, die Schmerzen sind schlagartig verschwunden und 8 Jahre nicht mehr aufgetaucht. Dann kam der schändliche Verrat meiner Exfrau und der damit verbundene Schergenstress der sich über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren hingezogen hat. Plötzlich hatte ich wieder Schmerzen bis zum Erbrechen und Dünnpfiff gleichzeitig.
    Das ist jetzt seit einem Jahr vorbei und meine Schmerzen auch. Diese perverse unmenschliche Stress- und Angst-Gesellschaft macht die Menschen kaputt und ist die alleinige Ursache für diese Folter. Und weil das nicht so sein darf wird die Ursache dafür auch niemals gefunden werden, davon bin ich 100% überzeugt. Wie sonst ist es zu erklären das nach so vielen Jahrzehnten der Forschung außer mir anscheinend, noch keiner auch nur die geringste Ahnung hat was die wahre Ursache dafür ist.

  10. elmo

    wenn dir jetzt noch bewusst wird, dass es eine „Gruppe“(Lobby) gibt, die großes Interesse daran hat, dass die Menschen nicht an der Ursache geheilt werden, sondern am Symptom und du dann feststellst, dass es reihenweise Medikamente gibt, die Symptom A lindern, aber dafür Krankheit Y mitbringen, für die es dann wieder ein Medikament gibt, welches Symptom B lindert, anstatt die Ursache -das miese Medikament- zu entfernen, dann erkennst du, dass du nur 2 Möglichkeiten hast:
    1. In der Sklaverei, genannt „Gesellschaft“ weiter leben und dich von wenigen Geldgierigen Menschenfeinden unterdrücken lassen
    oder
    2. Endlich in die Freiheit ziehen und MENSCH sein, nicht Bürger oder sonst irgendwas. Sei Frei!
    (was auch immer für dich persönlich „frei sein“ bedeuten wird)

  11. X-KIFFER

    Ich hatte seit meinem 20.ten Lebensjahr auch regelmäßig wiederkehrende schwere Kopfschmerzanfälle. Alle Ärzte haben das als Migräne diagnostiziert und auch so behandelt. Ohne Erfolg. 20 Jahre später hat mir dann ein Nervenarzt erklärt das ich gar keine Migräne habe sondern sogenannte „Clusterkopfschmerzen“ (Horton-Syndrom) ein Leiden das nicht wie Migräne eine Störung der Blutgefässe im Kopf und damit der Sauerstoffversorgung im Gehirn ist sondern zur Epilepsie gehört und etwas mit den Nerven zu tun hat.

    Symptomvergleich:

    1. Migräne
    Anfall kommt langsam und hält sehr lange (mehrere Std.) an. Der Schmerz ist eher dumpf, extrem nervig aber nicht so schlimm das man Störungen der Sinne bekommt. Übelkeit kann dabei sein jedoch eigentlich keine Seh- oder Gleichgewichts- oder sonstige Störungen der Sinne. Der Schmerz betrifft meist nur eine Schädelhälfte kann aber in manchen Fällen auch über den ganzen Kopf gehen.

    2. Cluster-Kopfschmerz (Horton-Syndrom)
    Der Schmerz betrifft IMMER nur eine Schädelhälfte und ist ganz klar abgegrenzt. Anfälle kommen innerhalb weniger (1-3) Minuten. Schmerz schwillt auf extrem hohes Niveau an. Am Schmerzhöhepunkt der nach ca. 5 Minuten bereits erreicht ist kann man Seh- und Gleichgewichtsstörungen bekommen, sowie weitere Störungen der Sinne (Rauschen in den Ohren) jedoch hat das nicht jeder. Übelkeit kann auch vorkommen. Die Anfälle halten ca. 15-30 Minuten an (bei jedem verschieden) und verschwinden genauso schnell wie sie kommen inner halb weniger Minuten bis zur völligen Schmerzfreiheit. Anschließend stellt sich eine starke Erschöpfung ein, also man wird extrem müde. Schmerzmittel jeglicher Art sind völlig wirkungslos da der Schmerz direkt im Gehirn im Schmerzzentrum entsteht (Phantomschmerzen).

    Vergleich mal die Symptome. Möglicherweise hast Du gar keine Migräne. Migräne ist bei Männer wesentlich seltener als bei Frauen, Horton-Syndrom dagegen bei Männer erheblich häufiger.

    Cannabis hilft kaum bei Migräne da es sich um ein Gefäßleiden handelt. Bei Horton hilft es ebensowenig da Horton ein Nervenleiden ist welches zu epiletischen Schmerzanfällen führt. Bei Horton kann Kiffen (vor allem wenn mit Tabak geraucht wird) schwere Anfälle sogar auslösen!

    Horton kann nur ein sehr guter(!) Nervenarzt feststellen. Die meisten Ärzte diagnostizieren auf Migräne da sie keine Ahnung haben (leider). Horton mit Migränemitteln zu behandeln ist absolut wirkungslos bis verheerend. Das ist so als wenn man beim Auto einen Ölwechsel macht obwohl die Zündkerzen kaputt sind.

    60% der Horton Patienten verlieren die Krankheit zwischen dem Alter 50-60. Ich hatte die Krankheit 30 Jahre und bin aber seit ca. 3 Jahren frei davon.

    Ich wünsche Dir gute Besserung!

  12. Alain

    @Gasterl
    Du ich leide auch seit Jahren an solchen Kopfschmerzen, wie diese heissen ist mir mittlerweile wirklich egal… Ich habe mich lange damit befasst was es sein könnte oder wie es heisst….Ich halte es so: ein Jonit am Abend bei Bedarf lasse ich mir nicht verbieten! Es gibt Phasen da ich ein-zwei Wochen nichts brauche und dann wieder z.T. jeden Abend. Aber wie du schreibst ist’s mit dem Fahrausweis eben so ne Sache!
    Deswegen werde ich als nächstes CBD Tropfen ausprobieren… CBD ist legal und du kannst das online in Deutschland bestellen. Der THC Gehalt der Tropfen ist unter 0.2% also auch legal. Weiter findest du im Netz enorm viele Berichte über den Nutzen von CBD. Es gibt sogar Bericht über die Wirksamkeit im Zusammenhang mit Epilepsie und wenn dann die Kluster-Schmerzen eine Art Epilepsie sind….warum nicht?

    Ich bestelle die Tropfen bei hanf-zeit.com….

    Liebe Grüsse

    Alain

  13. Robin Hood

    Ich leide unter Morbus Bechterew, eine rheumatische Erkrankung bei der man die Ursachen nicht genau kennt. Nach Jahren der Einnahme von cortisoidhaltigen Medikamenten die lediglich nur die Symptome bekämpfen und dafür andere Organe angreifen, habe ich es mit Cannabis versucht. Und siehe da, ich brauche keine Cortisonprodukte mehr und meine Lebensqualität hat sich um 100% gewandelt! Allerdings ist man aufgrund der „dummen Prohibition“ der blinden Regierenden (die sicherlich die Droge Alkohol als das bessere Medikamnet sehen um ihre Dummheit zu bekämpfen) auf unsauberes Cannabis angewiesen! Die Legalisierung dieser harmlosen und therapeutisch wirksamen Pflanze ist überfällig!!

  14. caused

    „Wir“ haben es ja schon lange hinter uns, aber mit dem rest der geselligen gesellschaft verhält es sich wie mit der „firmenphilosophie“ der brd im allgemeinen… gesellschaftskonformität, kapitalismus und konkurrenzdenken als ideologie!
    komplett den bezug zum !!leben!! als selbstständig existentes Individuum verloren, verdammte …!X!

    aber!
    es wird immer schwieriger die masse dumm zu halten, denn der BEWUSSTSEINSWECHSEL wird einfach passieren, unaufhaltsam… selbst der intuitionsloseste, selbständig und mutwillig fremdbestimmteste mensch unterm himmelsdach hat mittlerweile dank informationszeitalter festgestellt, dass jenes system nicht dem vorteil aller dient und wir alleine gerade schon evolitionär betrachtet, ziemlich verdammt nochmal gut wissen was wir brauchen!

    also: bischen mehr selbstbewusstsein gegenüber unserer macht, die macht auf den wahrheitsgehalt unseres intuitiven wissens zu setzen!

  15. Juergen

    Gut, jetzt habe ich deine Kommentare alle gelesen und muss feststellen du hast die Borreliose, lass dich mal darauf untersuchen, deine Symptome sind bezeichnend.

    Desweiteren, versuch doch mal Cannabis zu vaporisieren und berichte ueber deine Reaktion, wenn du Borreliose hast verschlimmern sich die Symptome kurzfristig, das ist dann dein Indikator.

  16. David Renkl

    Mir stellt sich jetzt die Frage, warum Professor Brenneisen und GW Pharmaceuticals zu verschiedenen Ergebnissen gekommen sind. Haben sie ausschließlich mit THCA gearbeitet oder mit Weed oder gar Haschisch, was auch schwankende Anteile an THC enthalten kann? Und wie schnell wurde alles nach dem Erhitzen wieder abgekühlt? Wurde das THCA direkt in Fett erhitzt, sodass die Oxidierung gehemmt wurde? Solche Daten wären entscheidend und können große Unterschiede ausmachen!
    Schade, dass sich so wenige seriöse Wissenschaftler unter den Kiffern befinden…

  17. Sandro

    Keine Ahnung, ob das hier noch von Dir gelesen wird, da die Diskussion ja schon 2 Jahre alt ist, aber bei Deiner Migräne würde ich sogar eher zu LSD oder Psilocin (Zauberpilze) raten.

    Entweder mal ein paar richtige Trips oder aber zumindest Microdosing. Microdosing bedeutet dass man vom besagten Wirkstoff so wenig einnimmt, dass es nicht psychedelisch zu wirken beginnt (sprich augenscheinlich spürt man sogar kaum was).

    Es gibt aber sehr viele Berichte, die davon Zeugen, dass Menschen damit ihre Clusterkopfschmerzen dauerhaft in den Griff bekommen haben. (Google mal LSD und Clusterkopfschmerzen, da sollten sich sogar Dokus finden lassen).

    Der Vorteil an dieser Stelle wäre der, dass Du um Führerschein und Arbeitsstelle keine Sorge haben müsstest, denn

    1. Wird auf diese Stoffe so gut wie nie getestet, es sei denn man sucht gezielt danach (die sind nämlich sehr teuer)

    2. Ist es nur sehr kurze Zeit im Blut und Urin nachweisbar (anders als bei THC) und

    3. Würde ja eh keiner Verdacht schieben, da Du ja kaum berauscht Auto fahren wirst und man nach der Wirkung davon auch niemanden was ansieht.

    Vielleicht hilft Dir (oder anderen Hilfe suchenden) dieser Tipp ja weiter.

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