Mittwoch, 30. Januar 2019

Kiffen in der Türkei

Eldorado oder gefährliches Pflaster?

Von Christian Rausch

Inzwischen tut sich weltweit zum Glück sehr viel in Sachen Cannabis-Legalisierung. In etlichen Ländern entsteht so eine regelrechte Cannabis-Industrie. Die Bundesstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika, in denen auch Recreational Maryjane erlaubt ist, machen es auf typisch amerikanische Art und Weise vor: Bigger is Better! Die THC-Produktpalette, die von Hautpflegecremes über Gummibärchen bis hin zu Smoothies reicht, signalisiert, dass dem potenziellen Einfallsreichtum keine Grenzen gesteckt sind. Während leider in vielen Ländern wie Deutschland noch strikte Cannabis-Verbote herrschen, gibt es auch Staaten, in denen eine Art Grauzone entsteht. So ist in Tschechien insbesondere in den Grenzgebieten, aber auch in der Hauptstadt Prag, ein Fluidum von gesetzlich Erlaubtem, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten zu konstatieren. Heute wollen wir uns einem ähnlich gelagerten Beispiel zu wenden, das bisher in der THC-Legalisierungsdebatte noch nicht allzu viel Aufmerksamkeit erfahren hat. Kiffen in der Türkei.

Es ist beinahe in Vergessenheit geraten, dass Istanbul in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts ein wahres Eldorado für Hippies war, ebenso wie Kabul in Afghanistan, was heute kaum noch vorstellbar scheint. Für Istanbul bedeutete das, dass der Konsum weicher und harter Drogen zwar verboten war. Aber die Polizei kümmerte sich aber ganz bewusst kaum um die Umsetzung dieses Verbots. Also lässt sich festhalten, dass der Konsum von Drogen, der durch die damals zahlreichen in Istanbul lebenden Ausländer exzessiv vorgenommen wurde, von den türkischen Behörden selten bis überhaupt gar nicht geahndet wurde. Das Treiben in der türkischen Metropole ist gut dokumentiert. Einer der besten modernen deutschen Nachkriegsschriftsteller, Jörg Fauser, hat in seinem 1984 mit dem programmatischen Titel „Rohstoff“ erschienenen Roman dieser Epoche ein Denkmal gesetzt. Dabei ist der Titel „Rohstoff“ durchaus ambivalent gemeint und zu verstehen und bedeutet einerseits den Stoff, den das Leben dem Schriftsteller bietet, um dies literarisch zu verarbeiten, aber insbesondere auch bewusstseinsverändernde Substanzen, sprich harte und weiche Drogen. In Fausers Fall, der viele Jahre lang ein „Junkie“ war, geht es meistens um die ganz großen Kaliber, nämlich Opium und Heroin: „Einer goss Sprit auf den Steinfußboden und zündete ihn an, und solange die Flammen etwas Wärme erzeugten, versuchte der andere, eine Vene zu finden. Wir nahmen alles, was wir bekamen, und in der Hauptsache war es Rohopium, das wir aufkochten, Nembutal zum Dämmern, und alle möglichen Weckamine, um in Fahrt zu kommen. Wenn wir in Fahrt waren, mussten wir neuen Stoff besorgen“. (aus „Rohstoff“, S. 7, 2009) Aber auch in Istanbul kehrte nach dem Sommer der Liebe im Jahr 1968 Ernüchterung ein – wie beinahe überall in Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika. Istanbul wurde aber dennoch in den folgenden Jahren von europäischen und amerikanischen Drogentouristen regelrecht überschwemmt: „Im Sommer fielen die Franzosen und die Österreicher in Istanbul ein. Horden von Hippies aus Wien und Paris, Tirol und der Bretagne, die die intime Atmosphäre, die bisher geherrscht hatte, in ein angeblich libertäres Tohuwabohu verwandelten. Sie trieben es in aller Öffentlichkeit in den Parks, sie fingen an zu betteln, sie stahlen und betrogen ohne jedes Raffinement […] Die Love & Peace-Saison war lange vorbei. Wir näherten uns rapide der Hölle.“ (S. 21, ebd.) Was beinahe logischerweise folgte, war Repression durch die türkischen Behörden, dieses Mal nicht selten mit drakonischen Strafen versehen. Die türkischen Behörden drückten nämlich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr länger beide Augen zu, was den gesetzlich verbotenen Drogenkonsum betraf. Ganz im Gegenteil, denn Istanbul wurde in der Folge regelrecht von den ausländischen Drogentouristen gesäubert. Es gab also Ausweisungen, Verhaftungen zu Hauf und sogar: Hinrichtungen.

Nun ist Vergangenes vergangen. Dennoch sollten wir uns in der Cannabis-Legalisierungsdebatte immer wieder auf solche Referenzpunkte, historische Wegmarken sozusagen, zurückbesinnen. Und dennoch ist natürlich die brennendste Frage: Wie sieht denn die Drogenpolitik in der Türkei heute aus? Dazu ist aber aus den oben genannten Gründen ein Blick auf die historisch-kulturelle Inkorporation von Cannabis und Haschisch in den Alltag der Menschen im Hoheitsgebiet der Türkei erforderlich.

Wie vielerorts auch ist der Gebrauch von Cannabis glaubwürdigen Quellen zufolge in der Türkei seit Jahrtausenden bekannt. Bestimmte archäologische Funde legen sogar regelrecht die Vermutung nahe, dass bereits 1.000 v. Chr. hier Cannabis (im großen Stil) angebaut wurde. Während des osmanischen Reichs (1299-1922) war der Konsum von Haschisch sogar regelrecht weit verbreitet und wohl letztlich auch sozial akzeptiert. Darüber hinaus gab es auch religiöse Dimensionen. Bei der muslimischen Sufi-Sekte wurde in diesem Zusammenhang reichlich Haschisch benötigt – aber ebenso war der Haschischkonsum in fortschrittlich-künstlerischen Cafés und Salons gestattet. 1890 wurden jedoch von der Zentralregierung Haschisch und Cannabis gesetzlich verboten. Dieses Verbot besitzt bis zum heutigen Tag seine Gültigkeit.

Die kurdische Arbeiterpartei PKK finanzierte dem Vernehmen nach jahrzehntelang ihre militärischen Offensiven gegen die türkische Zentralregierung, indem sie Cannabis anbaute, dieses zu gutem Haschisch weiter verarbeitete und dieses dann wiederum zum größten Teil nach Europa exportierte. Die durch den Rauschgifthandel eruierten Gewinne wurden in die Besoldung für die zahlreichen Soldaten der PKK, ihre Waffen und Uniformen investiert. Dieses politische Moment ist auch ein maßgeblicher Grund dafür, warum große Teile der türkischen Bevölkerung, die eher national und konservativ eingestellt sind, Haschischkonsum und Cannabisanbau heutzutage kritisch gegenüber stehen. Denn der Cannabis im Allgemeinen steht für diese Menschen unter dem Generalverdacht, etwas mit den separatistischen Bewegungen und den militärischen Operationen der Kurden zu tun zu haben. Es ist also weniger die Angst vor dem Cannabis-Konsum oder den Folgen desselben, sondern mehr die Befürchtung, dass Cannabis an sich dem Umsturz dient und kommunistisch-separatistischen Bewegungen zur Realisierung ihrer Ziele verhilft.

In der Türkei wurden aber in zahlreichen türkischen Provinzen der Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken legalisiert. Um es hier ganz deutlich zu sagen: Cannabiskonsum steht in der heutigen Türkei nach wie vor unter Strafe. Aber Cannabis ist – wie beinahe überall auf der Welt – insbesondere bei der jungen, urbanen Bevölkerung beliebt. Davor schreckt vermutlich auch die rigorose Bestrafung des öffentlichen Konsums herzlich wenig ab. Die jungen Türken rauchen deshalb meistens klandestin zu Hause, wo der Konsum unentdeckt und folglich auch unbestraft bleibt. Fälle, die dennoch von der Polizei bearbeitet werden müssen, haben nicht selten lediglich Geldstrafen zur Folge. Das Aussprechen solcher Geldstrafen gilt in erhöhtem Maße auch für Urlauber – die Rede ist von knapp über 40 Euro. Aber Obacht: Auf eine solche vergleichsweise geringe finanzielle Strafe ist kein Verlass, denn die türkischen Behörden hätten durchaus die juristischen Möglichkeiten, den Erwerb und Konsum von Haschisch stärker zu bestrafen. Besitz, Verkauf und Anbau von Cannabis können je nach Umfang mit vier bis zehn Jahren Gefängnis verhängt werden – wer Drogen exportiert oder importiert kann noch härter bestraft werden.

Konkret: Wie sieht es für Türkei-Urlauber aus, die Cannabis erwerben wollen und sich nicht vor Strafen fürchten? Die Preise für Haschisch variieren zwischen einem Euro pro Gramm und zehn Euros. In jedem Fall ist äußerste Vorsicht beim Kauf geboten. Wer sicher gehen möchte, dass er gute Qualität zu einem fairen Preis erhält, der sollte über Kontakte zum im Land lebenden Freunden/Bekannten/Verwandten besitzen, die „zuverlässige“ Haschischquellen kennen. Sollte ein solcher Kontakt nicht vorhanden sein, so ist es ratsam, vorsichtig in „touristenfreundlichen“ Cafés, Bars oder Clubs nachzufragen; häufig können das Personal und/oder der Inhaber weiterhelfen. Alleine loszuziehen und Unbekannte oder Gruppen nach Cannabis zu fragen, sollte unterdessen lieber unterlassen werden, denn die Unsicherheiten, betrogen, ausgeraubt oder verhaftet zu werden, sind zu groß.

In Istanbul hat sich leider ein Haschisch-Ersatz durchgesetzt, der für die arme Bevölkerung gut erschwinglich ist. Synthetisches Cannabis à la „Spice“ und Konsorten ist insbesondere in armen Stadtteilen von Istanbul weit verbreitet. Hier blüht ein schwunghafter Handel. Systemkritiker unterstellen der türkischen Regierung, dass unliebsame und regierungskritische Stadtviertel unter stillschweigender Duldung der mit dem synthetischen Cannabinoid geradezu überflutet werden. Die Bevölkerung soll nämlich kriminalisiert, sediert und damit wenig kritisch gegenüber den Herrschenden werden. „Spice“ ist günstiger und potenter als Haschisch – das Suchtpotenzial ist ungleich höher. Viele Schicksale gehen ans Herz. Kinder beginnen ihre Drogenkarriere nämlich häufig mit „Spice“ bereits im Alter von 12 Jahren. Häufig endet solch eine Karriere dann mit irreparablen körperlichen Schäden, langjährigen Inhaftierungen oder dem Tod.

Istanbul gilt als säkulare, kosmopolitische und liberale Metropole und ein Großteil der dort lebenden Stadtbevölkerung konsumiert Gras und/oder Haschisch. Haschkonsum trifft dort weitgehend auf soziale Akzeptanz. Auch Touristen sind mehr oder weniger problemlos in Lage, Haschisch erwerben zu können. Sollten sie erwischt werden, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass die türkischen Beamten lediglich eine kleinere Geldsumme (ob als Bußgeld oder Bestechungssumme ist nicht immer ganz klar) fordern, groß. Cannabis ist beinahe überall erhältlich, zum Beispiel im Caddebostan Park und Tarlabasi. Dort rauchen viele junge Menschen – auch öffentlich. Die Ware sollte vor dem Kauf geprüft werden, da es immer wieder – wenig überraschend – zu Betrügereien kommt. Abzuraten ist davon, sich von Verkäufern in dunkle Gassen locken zu lassen.

Wie sieht es zur Zeit mit medizinischem Cannabis in der Türkei aus? Der medizinische Gebrauch von Cannabis ist inzwischen legal, jedoch wurde die genaue Umsetzung der neuen Politikrichtung noch nicht ausgearbeitet. Immerhin gibt es Sativex auf Rezept. Dabei soll es jedoch nicht bleiben. In 19 Provinzen ist es laut Bestimmungen von Seiten der Regierung erlaubt, streng kontrollierte und überwachte Pflanzen anzubauen. Auch für die lizenzierten Anbauer gelten strenge Vorschriften. Beispiele für Regionen, in denen jetzt Cannabis angebaut werden darf, sind, Antalya, Izmir, Kayseri, Tokat und Yozgat.

Eins ist klar: Die Türkei bleibt mit oder ohne Cannabis-Konsum ein wunderbares Reiseland. Es gibt phantastische Strände, ein tolles Meer und rauschende Metropolen. Istanbul sei den Türkei-Reisenden ans Herz gelegt, die City-Trips bevorzugen. Eines sollte auf jeden Fall unterlassen werden: Drogen aus dem Urlaub mit nach Deutschland zu nehmen. Das kann böse ins Auge gehen und muss nämlich auf keinen Fall so glimpflich ablaufen wie beim Schriftsteller Jörg Fauser. Der fliegt in „Rohstoff“ nach einer kurzen Heimkehr nach Deutschland wieder zurück nach Istanbul, ist dann ziemlich enttäuscht von der Metropole, die er kurz zuvor noch so geliebt hat. Er deckt sich dort reichlich mit Drogen ein, um diese in Berlin mit einer hohen Gewinnspanne zu verchecken: „Er war immer noch auf Opium, die alte Routine, den ganzen Tag dösend und sabbernd im Bett […] Ich traf einen anderen Bekannten von der dreckigen Kanüle […] Ich besorgte den Stoff. Er war teurer, als ich angenommen hatte und die Qualität war auch nicht besonders […] Mit dem ganzen Zeug in einem alten verbeulten Koffer bin ich in Frankfurt durch den Zoll. Der Beamte fragte: >>Haben Sie Wurst oder Fleischwaren dabei?“ (ebd. S. 42 f.) Fausers Glück sollte kein Maßstab sein, denn der gründliche deutsche Zoll kann schließlich jeden beliebigen Urlauber zum Gepäckcheck bitten. Und dieses Risiko gilt es auf jeden Fall zu vermeiden.


QUELLENANGABE:  Jörg Fauser, „Rohstoff“ Originalausgabe erschienen 1984 bei Ullstein.

13 Antworten auf „Kiffen in der Türkei

  1. unbeugsam

    Alle ziehen Ihr Cannabisgeschäft hoch.Es sind alles schöne souveräne Staaten in Gegensatz zum besetzten Deutschland,was zum grössten Teil noch nicht einmal die Bevölkerung weiss….und wenn sie es wüste ,denke ich, das das dann eh alles so weiter geht wie gewohnt.
    Und Wenn die Französichen Brüder und Schwestern auf der Strasse von der Polizei und Helfern zerknüppelt werden,dann sind Sie alle Froh über das wunderschöne System Fernsehen,was Gottseidank die Wahrheit ausblendet und irgendwelche Viecher im Zoo zeigt die Baby bekommen haben.
    Ja das Ausland,danach sehne ich mich so sehr,(nicht jetzt die Türkei) aber Hauptsache raus aus Deutschland….und endlich die Medizin Cannabis ohne Auflagen usw konsumieren und den Hauch der Freiheit für einen Moment geniessen.

  2. Flip

    Was schreibt ihr denn da für einen Schwachsinn.. Guckt euch mal Midnigth Express an, das ist die Türkei und nichts sonst.

  3. HJK

    Meinen besten Dank an alle, die sich mit dieser sehr problembasierten, rein machtbezogenen Ansicht über Hanf, Cannabis, Marihuana, Pott, Weed, Shit und so weiter, auseinander setzen.
    Ich habe dazu nicht mehr diesen Elan. Doch ich kann auch etwas dazu beitragen. Das kann jeder! Dazu braucht es nicht noch eine weitere Onlinezeitschrift zu geben. Sondern es reicht doch aus, wenn Jeder einen einzigen Brief schreibt, die Frage zur Legalisierung stellt und diesen dann an seinen MDB aus seinem Kreis schickt. Die Antwort dann, kann z.B. hier gesammelt werden, ebenso könnte diese Antwort auch dem Team um Abgeordnetenwatch herum zugesendet werden. Die sind ganz toll bei ihrer Arbeit und haben insbesondere schon viel erreicht, alleine in Bezug auf Lobbyregister.
    Danke das ihr zu Ende gelesen habt. Es tut gut, wenn alle Worte gelesen werden. Dankeschön!
    Gruß an Dich, der LeserIn

  4. Ralf

    ………..dieses zu gutem Haschisch weiter verarbeitete und dieses dann wiederum zum größten Teil nach Europa exportierte. Die durch den Rauschgifthandel eruierten Gewinne……….
    Seid ihr eigentlich noch zu retten bei Cannabis von RAUSCHGIFTHANDEL zu reden. Man kann euren Mist auch nur selten lesen ohne sich dabei über dilletantische Wortwahlen zu ärgern.
    Zum Junkie Fauser sage ich lieber hier nichts ! Ich kann solche Leute nicht ernst nehmen und schon gar nicht sind sie große Autoren! Ich habe mein Leben lang keine Opiate angerührt und das kann man von jedem intelligenten Menschen erwarten, die Werke von Dummköpfen lese ich nicht.
    @unbeugsam
    Ich bin jetzt raus, hier sind es 20 Grad und ich fühle mich endlich wieder Angst frei und wie ein Mensch!
    @Flip
    100% Zustimmung, ich weiß nicht wer diesen schwachsinnigen Artikel wieder verbrochen hat aber ich habe das Lesen abgebrochen, es sind viele und dann auch noch die falschen, Worte um nichts

  5. mze Autor

    @Flip: Du glaubst nur, was du siehst, gelle – und seitdem es Fernsehen gibt, glaubst du wohl alles. Midnight Express ist ein geiler Film, der zeigt, wie viel Pech man haben kann, wenn man 1970 Cannabis aus der Türkei schmuggeln möchte und dafür im Knast landet. By the way – einer unserer freien Autoren hätte da eigentlich die Hauptrolle spielen sollen, hat sich aber für den Kampf im Untergrund entschieden. Wer? Finde es selbst heraus … im Internet anstatt im TV.

    @Ralf: Name des Autors steht über dem Artikel – er ist belesen, reist viel und genießt so manche Substanz trotz hohem Intelligenzquotienten und hohem Bildungsgrad – du erscheinst hier dagegen wie ein versteifter Prohibitionist und kaust verbittert auf einzelnen Ausdrücken rum. Substanzfaschismus hat im Kampf gegen den „Drogenkrieg“ keinen Platz!

  6. Irgendwer

    Midnight Express ist ein Beispiel für üble Intuition.
    Das Schwitzen und die Nervösität hatte mit dem zu tun was danach alles passierte.
    Nicht klar ?
    Polizei und Zoll arbeiten auch intuitiv.
    Regionale KFZ-Kennzeichen werden vorwiegend ausgelassen.
    Der Erfolg, wenn sie jemanden in die Mangel nehmen, beeinflusst ihr vorheriges rauspicken.
    Auch bei solchen Behauptungen wie Fahrunfähig wegen Ausfallerscheinungen
    ist es eher das Einknicken wenn sie einen nervös machen. Das bedingt die Intuition.
    Es ist jeweils sowas wie ein Deja Vu

    Scheint zwar paradox und erzeugt einen gedanklichen Knoten. Aber es funktioniert.

  7. Ralf

    @mze
    Substanzfaschismus ist immer mit Gewalt gegen den, die Substanz konsumierenden, Menschen verbunden. Das heißt man will denjenigen seiner Freiheit berauben und benutzt dabei staatliche Schergen.
    Das habe ich aber hier nirgendwo auch nur ein einziges mal gefordert oder auch nur in mehrdeutiger Weise zum Ausdruck gebracht. Menschen die man selbst als (sucht)-krank einstuft mit Knast oder dem Verlust des Lebens zu bedrohen, das ist Faschismus der Marke Mengele pur, und nicht wenn man Junkies nicht über den Weg traut, weil man in seiner Jugend mehrmals von ihnen bestohlen oder betrogen worden ist.
    Der Druck, der sie dazu veranlaßt solche Dinge zu tun, kommt natürlich von den Schergen, die ja wollen daß solche Menschen als Kriminelle abgestempelt werden können, damit sie eine weitere Legitimation für ihr faschistisches Vorgehen bekommen.
    Ich glaube darüber sind wir uns einig, und damit wird auch klar wer ein Substanzfaschist ist und wer nicht.
    Möglicherweise bin ich ein wenig über das Ziel hinaus geschossen, indem ich meine Abstinenz von Opiaten als Forderung auf andere Menschen übertragen habe, weil mich die Wortwahl Rauschgifthandel in Bezug auf Cannabis so geärgert hat, sie stimmt allerdings in Bezug auf Alkohol und Heroin, da das ja Gifte sind!
    Ich kaue außerdem nicht auf einzelnen Ausdrücken herum, sondern kritisiere falsche Wortwahl (die korrekte, ist einfach eine Grundvoraussetzung für fehlerfreie Kommunikation) die kontraproduktiv ist, und der Autor sollte sich nicht so billig herausreden, sondern seinen Fehler zugeben und daraus lernen (Drogenhandel hätte ich z.B. akzeptiert, auch wenn dieser Ausdruck von den Prohibitionisten pervertiert wird) , sonst ist jegliche weitere Diskussion ein aneinander Vorbeireden.
    Wer die Geschichte der Nazis kennt, weiß daß sie das niemals erreicht hätten ohne permanente falsche Wortwahl des JURISTEN Göbbels, in ihrer Propaganda.
    Das hast du auch, wie ich aus deinem deinem Kommentar herauslesen kann, immer noch nicht begriffen, denn du verwendest hier den Ausdruck „Drogenkrieg“. Das ist aber eine unzulässige, verharmlosende Verkürzung denn es handelt sich um einen „Drogenkonsumentenkrieg“ da man gegen Sachen keinen Krieg führen kann.
    Ich werde jetzt mit gutem Beispiel vorangehen und den Ausdruck „Junkie“ aus meinem Wortschatz streichen. Er ist diskriminierend und ich werde ihn durch „Opiate konsumierenden“ ersetzen, auch wenn der nicht so bequem zu handhaben ist.
    Ich will nicht daß Drogen nicht in den Knast kommen, sondern ihre User nicht mehr über Freiheitsberaubung kaputt gemacht werden, und das klar zu machen, ist nun mal die Essenz unseres Kampfes.
    Gebt euch ein wenig mehr Mühe, denn die Prohibitionsverbrecher machen das auf perfide Art und Weise auch !

  8. Ralf

    @unbeugsam
    Danke für diesen Satz ohne Neid, und du siehst ja ich denke täglich an euch und hätte euch alle gerne hier an diesen Ort des Friedens!

  9. Irgendwer

    Habt ihr das mit dem FBI und Mangel an fitten IT-Leuten/Hackern
    beim Hanf-Magazin gelesen ?
    Der Brüller des Tages
    😀
    😀
    😀

  10. Irgendwer

    Ein‘ hab ich noch 🙂
    „Mr. Stranger“ in den Kommentaren dort mopo.de/hamburg/wie-schaedlich-ist-die-droge-wirklich–daniel-war-schon-mit-15-abhaengig-von-cannabis-31883402

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.