Samstag, 25. März 2017

Hacker für das FBI gesucht, die nicht andauernd kiffen

 

Qualifikation wird nicht gemessen.

 

Grafik: marker

 

Eine Nachricht zum Nachdenken schwappt aktuell aus den USA herüber, die nicht nur Erkenntnisse über spezielle Voraussetzungen für einen angesehenen Job beim Federal Bureau of Investigation vermittelt. Auch über den Gebrauch von Marihuana innerhalb einer speziellen Berufsgruppe kann ausführlichere Auskunft eingeholt werden, ohne gleich selbst Spionage betreiben zu müssen. Nach Meldungen fehlen dem FBI viele fähige Mitarbeiter im „IT-Bereich“, da ein großer Teil der Bewerber trotz vorzeigbarer Fähigkeiten nicht ganz dem geforderten Berufsbild entspricht. Es werden schließlich nur Hacker für das FBI gesucht, die nicht andauernd kiffen.

 

Ein Schriftstück über die jüngste Cyber Security Strategie der USA verrate, dass bis zu 40 % Prozent des benötigten Personals beim Bureau fehle, um die bewilligten Posten der eingeplanten US-Regierungs-Hacker zu besetzen. Nicht die mangelnden Qualifikationen der Bewerber wären dabei das Problem des staatlichen Arbeitgebers, sondern die Regelungen den persönlichen Drogenkonsum betreffend stünden einem „Willkommen an Board“ bei 60 % Prozent der Personen im Weg. Da die infrage kommenden Computer-Knacker mindestens drei Jahre kein Cannabis und zehn Jahre keine stärkeren illegalen Substanzen konsumiert haben dürften, fielen von 5000 Bewerbern 3000 fähige Nerds im Vorfeld durch das grobmaschige Raster der FBI-Berufsausbildung. Auch wären Jobs bei privaten Firmen natürlich lukrativer, und die Voraussetzung, amerikanischer Staatsbürger sein zu müssen, schränke die Auswahl auf Computerwissenschaftler ebenso ein; doch die Cannabisaffinität der jungen Arbeitsuchenden sei ein Hauptgrund für den Arbeitnehmermangel in der legalen Hackerbranche der USA. Die „Kids“ würden schon auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch einen Joint rauchen wollen, beklagte der FBI-Chef James Comey, der wohl auch aus diesem Grund ein Gegner der Legalisierung zu sein scheint, bereits 2014.

 

Entgegen der noch immer gern in bunten Blättern veröffentlichten Falschaussage, dass die Legalisierung von Cannabis natürlich einen Konsumboom unter jungen Menschen auslöse (der im Zusammenhang vielleicht sogar zu dem hier beschriebenen Personalmangel beim FBI gesehen werden könnte), ist laut mehreren Studien jedoch kein Anstieg des Gebrauches durch die Freigabe von Marihuana unter jungen US-Erdbewohnern feststellbar. Im Falle der hackenden Computercracks könnte die Ursache ihrer starken Bindung zum Kraut auch ebenso gut aufgrund anderer wissenschaftlicher Studienergebnisse gefunden werden: verfügbares Qualifikationspotenzial möglicherweise.

3 Antworten auf „Hacker für das FBI gesucht, die nicht andauernd kiffen

  1. greenness

    Können „die USA“ sich das leisten?

    Wenn es wirklich so sein sollte, daß viele fähige „Hacker“ viel Cannabis konsumieren, dann fehlen diese einerseits „den USA“, weil sie ihre qualitativ hochwertige Arbeit nicht tun und, diese Leute werden sich Jobs suchen, mit denen sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. Die werden sie dann möglicherweise auf der Gegenseite finden…

    Wie so oft:

    Well done… (Achtung, Ironie)

  2. Rainer Sikora

    Wenn die ihre Vorbehalte und Einwände gegen kiffende Mitarbeiter bezeichnen würden.wäre das ganze verständlicher.

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