Sonntag, 26. Februar 2017

Intelligente Teenager konsumieren Gras und Alkohol häufiger

 

Zigaretten sind bei den Schlauen out.

 

Bild: rob_gonyea / freeimages
Bild: rob_gonyea / freeimages

 

Eine Studie des University College London hat durch die Teilnahme 6000 junger Menschen Ergebnisse hervorgebracht, die etwas Interessantes über den Zusammenhang von guten schulischen Leistungen und dem Konsum von Alkohol, Zigaretten und Marihuana aussagen. Intelligente Teenager konsumieren Gras und Alkohol häufiger als ihre leistungsschwächeren Kameraden, die dagegen lieber an der Zigarette nuckeln.

 

Über einen Zeitraum von knapp zehn Jahren sind die Schüler von der englischen Studie begleitet worden, bei der möglichst ehrliche Antworten über die Konsumgewohnheiten bezüglich Alkohol, Cannabis und Zigaretten via Fragebögen und Zweiaugengesprächen eingeholt werden sollten. Herausgekommen ist nun die Überraschung, dass die besten Schüler wohl am häufigsten in regelmäßigen Abständen zu Flasche und Joint greifen und auch im fortschreitenden Alter noch eine fünfzig Prozent höhere Cannabisaffinität im Vergleich zu ihren weniger begabten Mitschülern besitzen. Dafür rauchten sie seltener als die anderen Gruppen Zigaretten. Durchschnittliche Schüler griffen nach den Forschungsergebnissen hingegen nur noch ein Viertel mal häufiger auf Marihuana zurück als es die am wenigsten erfolgreichen Schulbesucher im Vergleich taten.
Die Forschungsergebnisse decken sich laut den Autoren der Studie mit anderen Erkenntnissen, die man über Erwachsene und deren Konsumverhalten erhielt. Auch hier waren die stärker akademisch angehauchten Personen eher dem Alkohol und Cannabis zugeneigt, als den wenig berauschenden Glimmstängeln aus dem Zigarettenautomaten. Dr. James Williams von der UCL Medical School fügt in englischsprachigen Berichten noch an, dass der frühzeitige Gebrauch der verschiedenen Substanzen aber insgesamt am Sinken sei – auch warnt er, dass die negativen Auswirkungen immer wesentlich spürbarer wären, je eher ein junger Mensch mit deren Einsatz beginne.

 

Wissbegierde und eine geöffnete Denkweise könnten als Grund für den Zusammenhang des häufigeren Cannabisgebrauchs und der erfolgreichen Schullaufbahn gesehen werden. Widersprechen würden die gewonnenen Informationen dagegen der Meinung, dass ein hohes akademisches Potenzial nur mit kurzzeitigen Phasen der Drogenexperimente einherginge: Die älter werdenden Spitzenschüler gebrauchten ihre gewählten Rauschmittel schließlich weiterhin in regelmäßigen Abständen.

 

Kiffen macht Jugendliche dann wohl tatsächlich nicht dumm.

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