Dienstag, 23. April 2024

Kaiserslautern erlaubt kiffen auf Volksfesten

Cannabis
Bild: su/Archiv

Kaiserslautern erlaubt kiffen auf Volksfesten. So darf auf der Maikerwe ganz normal Cannabis konsumiert werden.

Kaiserslautern erlaubt das kiffen auf Volksfesten. Die Stadtverwaltung von Kaiserslautern wollt es eigentlich verbieten, der Stadtrat hat jedoch dagegen ein Veto eingelegt. Dies berichtet der SWR. Die Stadtverwaltung wollte sich wohl von der bayerischen Vorgabe inspirieren lassen und Kiffer weiterverfolgen. In dem neuen Bundesgesetz ist ein solches Verbot allerdings nicht vorgesehen und es wäre auch nicht durchsetzbar. Cannabis darf nicht in der Nähe von Kindern und Jugendlichen geraucht werden. So argumentierte die Stadtverwaltung, da Volksfeste Familienveranstaltungen sind, kann es ja sein, dass Kinder mitbekommen, wie jemand kifft. Das wäre ein Skandal. Also kam die Idee auf, einfach die Kiffer zu verbannen. Es könne ja nicht kontrolliert werden, ob in der Nähe von Menschen unter 18 Jahren Cannabis konsumiert werde. Dann müsste Kiffen überall verboten werden. 

Natürlich war die CDU für dieses Verbot. Die FWG sprach sich allerdings auch dafür aus. Es ist durchaus zynisch, sich frei zu nennen und dann die Freiheit von Menschen einzuschränken. Die SPD, Linke und die Grünen hatten allerdings noch gesunden Menschenverstand. Auf Volksfesten darf auch Alkohol konsumiert werden. Ein Verbot für Cannabis folgt logisch nicht. Während die bayerische Landesregierung Regelungen erlässt, die nur juristisch, sondern auch moralisch höchst fragwürdig sind, hat der Stadtrat in Kaiserslautern noch verstanden. So ist kiffen auf den Wiesn verboten.  

Ein Beitrag von Simon Hanf

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10 Kommentare
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Ali
1 Monat zuvor

Tja, in Bayern haben die meisten, die Verantwortung tragen, ihren kümmerlichen Restverstand eh schon versoffen. Von denen erwarte ich mal gar nichts in Sachen Vernunft. Aber ausserhalb Bayerns scheint es doch noch einige vernünftige menschen zu geben. Alk bei Anwesenheit von Kindern erlauben, Cannabis hingegen nicht? Bei denen hakt es wohl! Scheiß verlogene Spießer!

Rainer Sikora
1 Monat zuvor

Die staatliche Gehirnwäsche braucht noch Zeit für ihre Aufllösung.

trec.
1 Monat zuvor

Logik wird überbewertet.
.. Fakt ist:

Unabhängige wissenschaftliche Studien:
Nüchterne verursachen mehr Unfälle als THC-Beeinflusste. Quelle: Terhune / Hausmann et al PDF Abb 4
Nüchterne haben den Wert 1
THC-Beeinflusste den Wert 0,6
Jede andere Substanz und jeder Mischkonsum überschreitet den Wert von Nüchternen mit Wert 1.

Verkehrsüberwachung kann somit THC als Unfallminimierung betrachten und händeln.
THC minimiert das Unfallverursacherrisiko grundsätzlich. Jeder der das negiert ist Mitschuld an vermeidbaren Unfällen.

Zuletzt bearbeitet 1 Monat zuvor von Trec 0.1
Arthritis
1 Monat zuvor

War ja klar, dass in Bayern die Uhren immer noch anders ticken! Wie ich schon in einem anderen Kommentar schrieb, lebe ich leider dort. Jedes andere Bundesland geht damit vernünftiger um, mit dem Cannabis
Konsum. Man stelle sich vor, das was vorm Brandenburger Tor mit 4000 friedlichen Kiffern wäre vor’m Sendlinger Tor gewesen – ich wette das wäre der bayerische Supergau geworden!!!

Fred
1 Monat zuvor

Die Frage ist, ob die Länder ein Verbot überhaupt per Gesetz verordnen dürfen. Der Gesetzgeber hat im CanG klar Regeln zu Verbotszonen und Zeiten aufgeführt. Wenn die Länder mit eigener Gesetzgebung dazwischen funken, verändert man den Willen des Gesetzgebers. Und das steht den Ländern nicht zu. Bundesgesetze dürfen durch Landesgesetze nicht verändert werden. Zumal man sicher auch einem Veranstalter eines Volksfestes nicht vorschreiben kann, Hanfkonsum zu unterbinden. Das kann er von sich aus machen, er hat das Hausrecht. Ihn aber per Gesetz zu zwingen greift mMn unzulässig in die Berufsfreiheit des Veranstalters ein. So wie ich die Sache sehe, wird mal wieder – angeführt von den Bayern – eine Sau durchs Dorf getrieben um die Diskussion ums Gras weiter auf… Weiterlesen »

ToM Siebenäuger
1 Monat zuvor

ICH HEISSE ToM, KOMME AUS STRAUBING/NIEDERBAYERN & BIN TÄGLICH MIT MEINEM E-ROLLSTUHL (SOWIE 1 SCHWARZEN “HANF IM GLÜCK”-TASCHE UM DEN HALS GELEGT!) IN der Stadt UNTERWEGS! VOR EINIGEN TAGEN MEINTEN MEINE MITRAUCHER’INNEN, DASS DIE BULLIZEI NACH MIR GEFRAGT HAT, WEIL ICH KEINE WERBUNG FÜR HANF MACHEN DARF. EY, WAS SOLL DER SCH…NÖDE VERSUCH, HANF ZU KRIMINALISIEREN?

Haschberg
1 Monat zuvor

Ja da lob ich meine wackeren Pfälzer, die neben ihrer Wein(un)kultur auch noch anderen Menschen das Feiern gönnen. Von einer SPD, Grüne und Linksregierung ist halt mehr Fortschritt in Sachen Drogenpolitik zu erwarten, wie von diesen ewig gestrigen pseudochristlichen CSU Banausen in Hinterbayern.
Kiffen wird hoffentlich bald so salonfähig werden, wie dieses verfluchte tödliche Zellgift Alkohol., das ich jeden Tag ein Stück mehr verachte, weil es die Konsumenten größtenteils nur verdummt.

Sven Becker
1 Monat zuvor

Alle “Stoner” zum Volkfest in Kaiserslautern ; Geld dort lassezfür Fahrgeschäfte und die Fressstände leerfuttern. Die werden uns lieben

Ralf
29 Tage zuvor

@Tom Siebenäuger
Was das soll ist ganz eifach, Nazis on Tour. Ohne eine wirkliche Legalisierung die diesen Namen verdient und eine Entschädigung für die Opfer, bei gleichzeitiger Entfernung von Prohibitionsnazis also der Täter aus dem öffentlichen Dienst, bei Streichung ihrer Pensionen und Übertragung an die Opfer wird es immer so weitergehen. Solange diese Schergen noch eine Täter- Opfer Umkerhr betriben dürfen wird es keine Gerechtigkeit geben.

Ralf
29 Tage zuvor

@Haschberg
Dieses Alkohol Zellgift hat meine halbe Verwandtschaft dahingerafft und einen Großteil meiner Freunde dazu. Die meisten von ihnen haben das Rentenalter nicht errreicht. Ich verachte es zutiefst.