Freitag, 15. Februar 2019

Neue Studie warnt vor frühzeitigem Cannabiskonsum

Kiffen führt bei vielen Jugendlichen zu Depressionen und Suizid …


Hat man mit Cannabis als Genusskiffer zu tun, kann einem schon einmal die Hutschnur platzen, da die Ungerechtigkeiten aufgrund der politischen Situation tagtäglich am eigenen Leib gespürt werden und einen zur Verzweiflung bringen können. So wirkt es fast schon wenig verwunderlich, wenn sich ein Befürworter der Legalisierung von Hanf mit Aufmerksamkeit erregendem Aktionismus in die Tiefe des holländischen Parlamentssaals stürzt, um auf die oft unerträglichen Zustände hinzuweisen. Auch wenn Kritiker dieses Verhalten dann sicherlich gerne dem vorhergehenden Konsum der Rauschsubtanz zuschreiben würden, so sagt die Forschung bisweilen, dass der Einsatz von Cannabis zu Genusszwecken kein suizidales Verhalten hervorruft. Nun sorgt jedoch eine neue Studie in alteingesessenen Medienanstalten für Schlagzeile, in der anscheinend das Gegenteil festgestellt worden ist. Die von kanadischen und englischen Forschern angestellte Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass das Kiffen im jugendlichen Alter zu einem erhöhten Ausbruch von Depressionen führe, welche öfters auch zum Freitod bei Betroffenen führen könnten. Die neue Studie warnt vor frühzeitigem Cannabiskonsum, weil Kiffen lebensbedrohlich scheint.

Während erst im Sommer des letzten Jahres aufgrund von Untersuchungen an 909 psychisch erkrankten Personen festgestellt werden konnte, dass der Gebrauch von Marihuana nicht zu einem erhöhten Risiko führe, sich selbst das Leben nehmen zu wollen, keimen nun Vermutungen, dass gesunde Jugendliche unter einem frühzeitigen Cannabiskonsum in häufigerem Maße sehr schwer zu leiden hätten. Elf unterschiedliche Studien, die einen Personenkreis von 23000 Jugendlichen abdeckten, würden darauf hinweisen, dass ein großer Teil der jungen Hanfnutzer vor dem Alter von 35 Jahren an schweren Depressionen erkranken könnten. 37 Prozent der unter achtzehnjährigen Kiffer würden im Laufe des Lebens an derartigen psychischen Problemen leiden, hätten sie im jungen Alter Kontakt mit dem natürlichen Rauschmittel gehabt. Dies würde bedeuten, dass unter 14 Jugendlichen mindestens ein Heranwachsender seine später ausbrechende Depression aufgrund von Cannabiskonsum erleiden würde. Aus den Untersuchungen wurden dazu extra alle Personen ausgeschlossen, welche bereits im jungen Alter unter Depressionen litten, oder derartige Fälle in der Familie besaßen.

Ebenso wurde überprüft, inwieweit der Konsum von Cannabis für den Ausbruch von Angstzuständen oder suizidalem Verhalten verantwortlich gemacht werden könne, wobei festgestellt worden ist, dass statistisch eigentlich keine greifbaren Werte bezüglich der Angstausbrüche gefunden werden konnten. Dagegen sei aber festgestellt worden, dass jugendliche Kiffer eine bis zu dreimal höhere Suizidrate aufweisen würden, auch wenn hier ebenfalls nicht genügend Datenmaterial aufgefunden wurde, welches diese schwerwiegende Behauptung stichfest unterstützen könne. Im Endeffekt ließe sich auch nicht eindeutig Aussagen, dass Cannabis für den Ausbruch von Depressionen verantwortlich sei, da einzig Vermutungen bezüglich dieses Tatbestandes aufgrund von Gehirnuntersuchungen gemacht worden sind. Ein direkter Zusammenhang, der den kausalen Zusammenhang zwischen Marihuana und Depressionen, Angstzuständen und suizidalem Verhalten ziehen könnte, konnte nicht aufgedeckt werden. Um dies wissenschaftlich korrekt anzustellen, müssten schließlich viele Jugendliche unter Beobachtung Cannabis konsumieren, was jedoch aufgrund eines sofort als unethisch geltenden Versuchsablaufes niemals durchgeführt werden könne. Somit schlussfolgert auch der vom BBC zu Rat gezogene Psychiater Prof. Sir Robin Murray vom Kings College London, dass die gesamte Untersuchung nicht als schlüssig betrachtet werden könne, jedoch natürlich die Möglichkeiten existierten, dass das herausposaunte Ergebnis aber dennoch “möglicherweise korrekt” sei.

Bei einer solchen wissenschaftlichen Herangehensweise und der folgenden medialen Aufmerksamkeit könnten auch viele Cannabiskonsumenten, welche erst in späteren Jahren angefangen haben zu kiffen, sich vor lauter Unverständnis und gefühltem Ärger schon manchmal gerne sehr weit weg von diesem Planeten wünschen. Von der ständigen Strafverfolgung, Diskriminierung wie drohenden Sanktionierung einmal vollständig abgesehen …

… da bekommt man Depressionen, mindestens.

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14 Kommentare
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Rainer Sikora
Rainer Sikora
2 Jahre zuvor

Wenn wir nicht wollen,daß Jugendliche kiffen,müssen wir legalisieren.

HJK
HJK
2 Jahre zuvor

Ich bin von dieser Schlagzeile zu tiefst geschockt! Gebt ihr doch glatt den Prohibitionisten von Cannabis auch noch Futter, anstatt ihren Lügengebarden einmal richtig zu widersprechen! > Jemand in meinem privaten Umfeld (ein Legalisierungsgegner) rief mich an. Das Gespräch verlief so: Cannabisgegner: Hast du schon gelesen? DEIN HanfJournal- hat in der Schlagzeile meine Thesen voll bestätigt. Selbst in der zweiten Schlagzeile verteufelt DEIN HanfJournal- sogar den Cannabiskonsum! Ich: Wie? Was steht denn im Artikel geschrieben? Cannabisgegner: Bei der Schlagzeile brauche ich doch den Artikel nicht mehr zu lesen. Die Überschrift spricht doch Bände. Ich: Lass uns doch den Artikel in Ruhe lesen und dann erneut darüber reden. Ich kann mir deine Äußerung, so, gar nicht vorstellen! Cannabisgegner: Das brauche ich… Weiterlesen »

Irgendwer
Irgendwer(@irgendwer)
2 Jahre zuvor

Diesen “Forschern” mit ihrem Sprechdurchfall sollte man mal Windeln am Kopf anlegen!
Es macht immer wieder den Eindruck, daß der dahinter steckende Skandal mit den Psychopillen … logischerweise verdrängt werden soll. Es funktioniert leider auch.
Ist doch auffällig wie oft Jugendliche thematisiert werden….

Und was ist dabei wirklich los ?
Mimimimi … die gefährdete Jugend… soll nicht kiffen
Der Verstand sinkt in den Keller dabei !
Die verarschen mit der Ablenkungstaktik doch die gesamte Öffentlichkeit.
Pharmamafia, Psychopillen und schwerste Abhängigkeit … !

mze
mze
2 Jahre zuvor

@HJK: Nehme deine Kritik zur Kenntnis. Dein Bekannter hat sich jedoch vorzeitig selbst ins Aus geschossen, da er eine Schlagzeile mit Inhalt verwechselt. Wer daraufhin meint, er hätte genügend Wissen zur Kenntnis genommen, entspricht genau dem gemeinen Bundesbürger, der sich auch mit genauerer Information gegen eine Legalisierung aussprechen wird.
Hier sollte heute ganz eindeutig mit den jetzt wohl häufiger folgenden Schlagzeilen auf eingesessenen Nachrichtenportalen in Suchmaschinenkonkurenz gegangen werden – jedoch eine überprüfte Darstellung der Tatsachen angeboten werden. Die Analyse – mit wissenschaftlichem Beispiel in den Links – dürfte jede halbwegs interessierte Person zumindest etwas aufwecken, was die öffentliche Propagandamaschine gegen Cannabis betrifft – zumindest hoffe ich das.

Irgendwer
Irgendwer(@irgendwer)
2 Jahre zuvor

@ HJK
Präsentier deinem Gegner einfach mal die 2 neuesten Kommentare zum Thema “Wird Kiffen gefährlicher” dort https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2019-01/cannabis-konsum-gefahren-wirkstoffgehalt-anstieg?sort=desc#comments
von Syn-dingsda

HJK
HJK
2 Jahre zuvor

Liebe Mitsprecher! Sicherlich ist mir der Text im Artikel mit seiner wohl gewollten Wirkung bekannt. Ich habe nur meine Gedanken zu dem Verhalten meines Freundes mir angeschaut und dazu eine mögliche Alternative dazu aufzeigen wollen. Wir alleine schaffen durch unseren vorgebrachten REIZ (Schlagzeile) die REAKTION (Worte vom Legalisierungsgegner) zu gestallten. Sind wir wissend um die Reaktion, haben wir uns jedoch die Möglichkeit genommen, gemeinsam den Raum zu schaffen, den wir zu einer einvernehmlichen Lösung benötigen. Denn schaffen wir mit der Überschrift Neugierde, also den Reiz den Artikel zu lesen, haben wir schon die ersten Teilschritte zu einer gemeinsamen und lebhaften Diskussion geschaffen. Hier durfte ich nur einmal Aufzeigen, wie ich es erleben durfte. @Irgendwer Schau einmal, ich fragte nach ob… Weiterlesen »

Rainer Sikora
Rainer Sikora
2 Jahre zuvor

Der Roboter auf dem Mars ist vom Staub zerstört worden.Aber ist Marihuana gefährlich?Das können wir nicht beantworten.

Flip
Flip
2 Jahre zuvor

Kiffen lässt Phantom Schmerzen verschwinden

Otto Normal
Otto Normal
2 Jahre zuvor

Schon wieder eine gefakte Studie die nicht das Papier wert ist auf das sie geschmiert wurde? Die Prohibitionsverbecher scheinen ganz schön in Aufruhr. Die Propagandamaschine läuft auf Hochtouren. Ahhhh ich lese da das Kinder durch Cannabis schaden nehmen. Aber das habe ich doch schon vorher gewußt, also kann man die Studie direkt dahin geben wo sie hingehört: in die Altpapiersammlung, denn ich bin längst Erwachsen, also auf mich trifft das nicht zu und ist deshalb kein Grund mich zu kriminalisieren. Auch meine Kinder sind davon nicht betroffen. Die konsumieren alle nicht! Die haben die richtige Erziehung gehabt. Nur das kann unsere Kinder schützen, kein Verbot! Was ich schade finde ist das nie darüber geschrieben wird wer die Studie finanziert hat… Weiterlesen »

Lotus
Lotus
2 Jahre zuvor

Es ist und bleibt ein verlogenes System welches sich mit allen Trix darum bemüht die Menschen soweit wie möglich zu versklaven, es tut mir leid aber mehr Ungerechtigkeit geht nicht, unserer Feinde verraten ihre Intelligenz im Sinne des Kapitalismus… bereitwillig uns alle zu opfern, es herscht Krieg und die Prohobitionnisten werden nicht klein bei geben, es geht immer noch um alles, vergesst das nie bei all den Opfern die bereits dafür erbracht worden sind, deren Lügensystem ist gewieft und extrem durchdacht, nur eine Verschwörungstheorie, klar aber wir betroffenen verliern unser Recht schon seit Jahrzenten, zumindestens ist das die Wahrheit die wir sicher wissen, aber es ist wohl wie Marlene Mortler sagt, die Hanflobby hat sehr viel Macht…Hahaha… ein Beispiel ich… Weiterlesen »

Irgendwer
Irgendwer(@irgendwer)
2 Jahre zuvor

@ Lotus
Das:

Psychotische Störung bei chronischem Cannabis-Missbrauch,
verdacht auf paranoide Schizophrenie

würde ich denen umgekehrt also postwendend in ihren eigenen Rachen schieben !

..weißt ja… Schizophrenie nach Emrich…

Lotus
Lotus
2 Jahre zuvor

@Irgendwer, ja das würde ich sehr gerne ;D interessant ist das nichts davon erwähnt wurde, das ich deutlich gemacht habe das ich in meinen Augen einer von vielen bin die extreme Entzugserscheinuingen von den Psychophaarmaka haben, stattdessen wurde alles an Cannabis festgemacht, das schlimme ist das genau so gegen die Legalisieurng mobilisiert wird, und ein Bild etabliert wie, nee die betroffenen Menschen konsumieren nicht aus medizinischen Gründen , sondern die Krankheit entseht erst durch den Konsum, sprich es ist in meiner Lage wie eine Teufelskreis, zumal ich aus diesem Grund keine Anerkannter Cannabis-Patient werden kann, in etwa wie “du darfst nicht,nimm mal lieber nur Psychopharmaka…” da man mir im Prinzip scheinbar unterstellt ich würde Kiffen um mich zu quählen, was… Weiterlesen »

Irgendwer
Irgendwer(@irgendwer)
2 Jahre zuvor

Schau doch mal da
forum.arbeitsgemeinschaft-cannabis-medizin.de/showthread.php?1842-M-Mortler-via-abgeordetenwatch&p=9568#post9568

…und manche Foren haben ja auch PN-Funktion …