Dienstag, 20. November 2018

Bewerbungsfrist für Anbau von medizinischem Cannabis verlängert

 

 

Cannabisagentur kommt nicht zu Potte

 

 

 

 

Sadhu van Hemp

 

 

Von Flensburg bis Passau verkündet die deutsche Presse, dass heute um 12 Uhr mittags die Frist für die europaweite Ausschreibung des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für den Anbau von medizinischem Cannabis abläuft. Das ist geschwindelt.

Die Wahrheit ist, dass das BfArM ohne Angabe von Gründen die Abgabefrist für die Bewerbungsunterlagen „berichtigt“ hat. Statt des 20. November 2018 wird nun der 11. Dezember 2018 als Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge angegeben.

Was ist da los in Bonn? Warum und wieso wurde die Frist um drei Wochen verlängert? Warum gibt es keine Pressemitteilung?

 

Worum geht’s?

 

Nachdem im März 2018 das erste Ausschreibungsverfahren für den Anbau von 6,6 Tonnen Cannabis gerichtlich gestoppt worden war, weil die Bewerbungsfristen zu kurz waren, baldowerte die Cannabisagentur ein neues, elektronisch durchgeführtes Verfahren aus. Und das richtig schön kompliziert, um gewollt oder ungewollt die Unternehmen zu bevorzugen, die sich eine ganze Armee von fleißigen Wirtschaftsfachleuten und Anwälten leisten können, um die Bewerbungsunterlagen zu erstellen.

Um nicht den Verdacht aufkommen zu lassen, dass die Bundesbeamten der Cannabisagentur  krumme Dinger drehen, soll die Vergabe der Anbaulizenzen nunmehr über ein Losverfahren erfolgen. In der Kurzbeschreibung des BfArM heißt es: „Auftragsgegenstand ist der Anbau, die Verarbeitung, die Lagerung, Verpackung und Lieferung von Cannabis zu medizinischen Zwecken in einer gesicherten Inhouse-Plantage in Deutschland für vier Lieferjahre. Der Auftrag wird losweise in 13 Losen vergeben.“

Der Zuschlag soll noch immer im ersten Halbjahr 2019 erfolgen, so dass die Medizinalhanfblüten „voraussichtlich ab 2020“ in die Apotheken kommen. Ausgeschrieben sind lächerliche 10,4 Tonnen Cannabis, verteilt auf vier Jahre. Bei der ersten Ausschreibung bewarben sich 118 Unternehmen, nun sollen es doppelt so viele sein.

 

Die „Berichtigung“ der Abgabefrist lässt nichts Gutes ahnen. Offensichtlich hat man in den Schlafstuben des BfArM ein ernstes Problem. Welcher Art dieses Problem ist, darüber lässt sich nur spekulieren. Es wird wohl juristischer Natur sein – wie immer. Schließlich hat die Cannabisagentur längst bewiesen, dass sie eine Spielwiese für Dilettanten ist, die aus unerfindlichen Gründen ihren Job nicht ordentlich hinkriegen.

 

 

13 Antworten auf „Bewerbungsfrist für Anbau von medizinischem Cannabis verlängert

  1. R. Maestro

    @Rainer Sikora,
    denke ich auch so . Es wird devinitiv so sein.
    Auch die immensen Preise in den Apotheken, die Haltung der Kassen, der Mediziner und die weitere Gängelung von Patienten, will man es schlicht so lange als möglich aufhalten.
    Und alle werden hingehalten.
    Bis die eigenen Taschen, vor Geld platzen?!
    Wenn man sich ein wenig eingelesen hat, muss man ja was nehmen.
    Anders ist der Mist nur schwer anzuhören.

  2. Harald

    Es geht nicht um das nicht können. Es geht um das nicht wollen. Mangelnder Verstand, mangelnde Compliance, massive Korruption und ein massiv schädlicher Lobbyismus seitens der Alkohol – und Pharmaindustrie sind die Merkmale nicht nur Seitens der Politik, sondern auch seitens der Amtsträger. Wie würde unser Gesundheitssystem aussehen ohne die 74.000 Alkoholtoten pro Jahr und ohne die Toten, die aufs Konto der Pharmaindustrie gehen, z.B. durch die vielfach tödlichen Nebenwirkungen von Schmerzmitteln und Psychopharmaka. Hier sprechen wir nochmals über so viele Tote wie in einem Krieg, aber das Jahr für Jahr. Im Gegensatz zur Cannbismedizin findet hier eine Ungleichbehandlung statt und die Kosten der Auswirkungen verfehlter Politik werden uns als Gesellschaft aufgedrückt. Ich denke es würde sich lohnen diesen Ansatz juristisch aufzuarbeiten und danach Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland einzureichen. Man muss diesem korrupten Dreckshaufen endlich die Flügel stutzen!!!!

  3. Daniel Holler

    Bestimmt für immer in irgeneiner Menge man sich als Paradiesör bei Mama Sonne bewirben kann um dann zu Danken und dann damid in Mooswolke (Milchstraße) in Hoeven kann Surven. fFeldel langweilt.

  4. Egal

    Für mich ist das Wettbewerb widrig!
    Alleine weil nicht jeder mitmachen darf!

    @Harald ich gebe dir lider recht!

  5. Harald de Lamotte

    Bitte, bitte – wenn Ihr Probleme mit Rechtschreibung oder Grammatik habt, benutzt doch bitte ein Office-Programm, bevor Ihr Euren Kommentar Online stellt.
    Es reicht wenn die „BILD“ behauptet: Kiffen macht dumm – Ihr müsst es nicht auch noch beweisen.

  6. R. Maestro

    Am Ende des (Drogen-) Krieges, wird es halt heissen:

    „Das haben wir nicht gewußt“.

    Dass Mitmenschen derart diskriminiert, entrechtet, diffamiert, kriminalisiert. ausgegrenzt
    und was noch alles dazu gehört, wurden.

    Heuchler!!! Götz von Berl…….en.

  7. Otto Normal

    Diese Vergabe von Lizenzen – also das zuschustern der Arbeitserlaubnis nur für einige – verstößt das nicht gegen das Recht auf freie Berufswahl und die Niederlassungsfreiheit?

    Überhaupt riecht das ganze völlig oberfaul.

    6,5 Tonnen Inhouseanbau. RWE wird sich freuen!
    Wieviele Megawattstunden sind das eigentlich?
    Wieviele Tonnen CO2?
    Hat das mal jemand ausgerechnet?
    Wollten wir aus der Braunkohle nicht austeigen?
    Also wird der Hambacher Forst nun doch abgeholzt um woanders andere Pflanzen unter Kunstlicht wachsen zu lassen?
    Die wollen nicht nur die Kiffer einlochen nein die Pflanze darf auch nicht an die frische Luft mit echtem Sonnenlicht. Wird quasi von vornherein eingesperrt, so wie Käfighühner und Mastschweine.

    Wem gehört eigentlich unser Planet Erde und seine Rohstoffe?
    Uns allen oder nur diesen Arschlöchern die uns erzählen wir müßten von ihnen „regiert“ (bevormundet) werden?

    Laßt uns sie zum Teufel jagen!

  8. R. Maestro

    An Cannabis fehlt der Tod, Leid und Selbstvernichtung.
    Deshalb wird diesem, dieses so gut als möglich angedichtet.
    Naja, dass Idioten dagegen arbeiten, gewohnt.
    Wenn die Politik alle verarscht. wann wachen die restlichen Narren auf?
    Cannabis kann vielfach heilen, zumindest helfen.
    Aber wozu? Was die Politik verbreitet, kann ja nur richtig sein?!
    Definitiv, man lässt die Leute lieber verrecken.
    Von einem, geldausgefressenen Pack?
    Auch, wenn man es kapiert haben möchte, Leute, und fast ALLE, ihr werdet verarscht!
    Und der Klientel der älteren: Mit der heutigen Schulmedizin, man bringt Euch um!!!
    Chemo, Opiate, Diazepam und ähnliches.
    Kapiert es, allein das Geld zählt, nicht Euer Leben.
    Lasst Euch, mit dem Segen des Staates töten.
    Mit über 50, bin ich mittendrin, aber der Bezug, zu beiden Seiten, ist vorhanden.
    Aufgrund der Erfahrungen: Lebst, zahl Steuern, stirbst, kostet es möglichst wenig.
    Eine einfache Rechnung.
    Kapiert es. Vom Tod profitiert der Staat halt mehr!
    Aber Unionen werden immer noch gewählt.
    Wacht auf, alt-Unioner!
    Narren!!!
    Perverslinge!

  9. Selbstverwaltung

    Für gutes Cannabis braucht man nur ein paar Samen , Wasser , Luft, Licht und Erde aber keine Bonzen Agentur mit einer Antidemokratischen Staatsbürokratie .

  10. Ralf

    @Selbstverwaltung
    Mehr gibt es dazu eigentlich nichtzu sagen. Unser Wirtschaftssystem ist von Grund auf faschistoid, pervers organisiert, und was seine „Agenturen“ machen ist es damit auch!

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