Sonntag, 28. Oktober 2018

Zwei von drei Amerikanern befürworten die Legalisierung von Cannabis

 

36 Prozent Zuwachs in 18 Jahren aufseiten der Befürworter gemessen.

 

Illustration: marker

 

Seit 1969 gibt es in den USA in einer jährlich stattfindenden Umfrage den Themenpunkt Cannabis. Die von der Gallup-Gruppe durchgeführten Datenerhebungen und Analysen dieses Bevölkerungschecks können daher über die Stimmungslage im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Auskunft geben und die Meinung der Allgemeinheit widerspiegeln. Während 1969 erst 12 Prozent von Amerika der Freigabe von Hanf positiv gegenüber eingestellt war, im Jahr 2000 bereits 30 Prozent von den Vorteilen der Legalisierung überzeugt war, so hat die neuste Umfrage ergeben, dass aktuell ganze 66 Prozent der amerikanischen Bevölkerung Cannabis legalisiert sehen will. Zwei von drei Amerikanern befürworten die Legalisierung von Cannabis, wie das hoch anerkannte Markt- und Meinungsforschungsinstitut nun mitteilte.

 

Während 2017 durch das Umfrageergebnis festgestellt werden konnte, dass circa die Hälfte der Amerikaner bereits einmal Kontakt in ihrem Leben mit Cannabis schlossen, so lässt sich aus den neusten Datenerhebungen entnehmen, dass ein größerer Teil der US-Bürger mittlerweile für die Freigabe von Hanf zu Genusszwecken stimmt. Mit 66 Prozent Befürwortern erreichte man den bisherigen Höchstwert in dieser Entscheidungsfrage, welcher in Zeiten erklommen wird, in welchen bereits neun Bundesstaaten Erfahrungen mit der staatlich regulierten Cannabisversorgung machen konnten. Drei Jahre in Folge sind die Zahlen in Richtung liberale Gangart gestiegen; selbst unter der republikanisch eingestellten Schicht stimmte eine Mehrheit von 53 Prozent für diesen Weg. Politisch weniger verkrampfte Amis, die in den Reihen der Demokraten oder freien Wähler aufzufinden sind, entschieden sich in der Gallup-Umfrage sogar zu 75 beziehungsweise 71 Prozent für die Beendigung der Strafverfolgung von friedlichen Cannabisnutzern. Unter den Millennials – den jungen Erwachsenen – stimmten sogar 78 Prozent für die Cannabislegalisierung. Die ältere Generation – ab einem Alter von 55 Jahren und mehr – konnte sich aber auch immerhin mit 59 Prozent für einen Umschwung in der Drogenpolitik begeistern.
Offensichtlich wird bei diesen eingeholten Zahlen, dass die stattfindende Legalisierung von Cannabis – 31 Bundesstaaten bieten in den USA schließlich auch Garantien für Medizinalhanfpatienten – mehr Befürworter als Gegner produziert, was eindeutig für die positiven Effekte dieses Alternativweges zur Prohibition spricht. Wenn jeder siebte Amerikaner als Nutzer der natürlichen Heil- und Rauschsubstanz bereits vollste Akzeptanz für seine Vorlieben in der Allgemeinheit erfährt und auch Menschen ohne direkten Kontakt zu den Pflanzenprodukten die Vorteile der umgesetzten Cannabislegalisierung erkennen, müssen die Auswirkungen für das gesamte Land spürbar von Vorteil sein – auch wenn hierzulande von politisch verkrampfter Seite weiterhin mit unhaltbaren Schauergeschichten vor einem unausweichlichen Verfall von Sitte und Moral gewarnt wird.

 

Am 06. November erhalten die Bewohner von North Dakota und Michigan die nächste Option, sich mit der freien amerikanischen Stimme für eine Verbesserung der gegenwärtigen Zustände zu entscheiden und somit Cannabis auch in ihren Bundesstaaten freizugeben. Dass diese beiden US-Staaten direkt an Kanada angrenzen, könnte die bevorstehende Wahl zusätzlich ein klein wenig beeinflussen. Legalize!

4 Antworten auf „Zwei von drei Amerikanern befürworten die Legalisierung von Cannabis

  1. Rainer Sikora

    Dadurch wird es schwerer die Legalisierung rückgängig zu machen.Was man zweifelsohne versuchen wird.

  2. Schande für Deutschland.

    Ich habe mir mal ein ein-stündiges Cannabis-Video vom Bundestag angeguckt und finde es richtig frech, wie sie versuchen zu verteidigen, dass Cannabis nicht legal sein sollte. Beschämend!
    Ich würde echt gerne alleine aus diesem Grund, dass Cannabis Illegal ist und auch noch Propaganda-Mäßig verteufelt wird, aus diesem Land auswandern! Ich bin es wirklich leid.
    Tut mir leid, wenn ich mich so intensiv hier darüber äußere, ich habe den Bundestag mehrmals angeschrieben und versucht Kontaktaufnahmen zu verschiedenen Politikern zu führen, aber es gab nie eine Antwort auf meine Fakten. Ich habe zum Beispiel geschrieben, dass mein Arzt meine Anfrage auf CBD-Blüten mit großen Augen verneint hat mit diesen Worten: „Nein. Damit kenne ich mich nicht aus!“, auf eine Erklärung hat sie verzichtet. Ich habe absichtlich „erstmal“ nach CBD gefragt. Stattdessen hat sie mir Beruhigungstabletten verschrieben, die mich stark depressiv machten für gut eine Woche.
    Außerdem kann ich mit niemandem darüber reden und wer in Deutschland den „Kiffer-Status“ hat, der findet nicht viele Freunde und oft auch wenig Job-Möglichkeiten.
    Ich erinnere mich wie eine Freundin meiner Mutter sagte: „Ich würde deinen Sohn sehr gerne bei uns aufnehmen, aber ich weiß dass er Gras raucht, so jemanden brauchen wir hier nicht.“
    Das hat mich sehr traurig gemacht, aufgrund der Medizin auch noch in ein schlechtes Bild zu rücken.
    Auf der Straße findet man selten sauberes Gras, was nicht gestreckt wird. von Köln bis Kiel hab ich schon diverse gestreckte verschiedene Sorten gesehen von Zucker bis synthetischen Stoffen war auch alles schon dabei. Ich kenne viele Kinder, die gestrecktes Gras rauchen, die interessiert es nicht einmal. Die sagen mir immer wieder „Knallt aber gut.“ (Da werde ich richtig sauer, bei der Aussage, denn man möchte Aufklären, aber sie sind noch zu jung, um das zu verstehen, wie schlimm das eigentlich ist!!)
    Das Cannabis-Verbot in Deutschland macht die, die drauf angewiesen sind sehr müde.
    Legalisiert Cannabis in Deutschland! Sonst wandere ich noch hier aus…

  3. Ralf

    @Schande für Deutschland
    Als Cannabiskonsument bist du in desem Land vollkommen rechtlos. Wenn du dazu noch in der Hinterpfalz wohnst mußt du damit rechnen, daß deine Nachbarn dich einem Bullen an`s Messer liefern, der selbst alkoholsüchtig und deswegen, zum Innendienst verdonnert, sich auf deine Kosten zu rehabilitieren versucht. Er fotografiert von ihren Balkonen aus deine Pflanzen, womit dein Leben praktisch ruiniert ist. Die Kifferhasser dürfen dich darauf hin ungeschoren nennen was sie wollen (z.B. Sozialschmarotzer, Arschloch), dich beleidigen wie sie wollen (du gehörst ins KZ) dich sogar (auf deinem Grundstück, meine Anzeige wegen Hausfriedensbruch wurde eingestellt, eine andere, über die ich alle Belege habe, einfach verschwinden gelassen) verprügeln wollen, die Durchführung war bei mir nicht ganz so einfach wie sie sich das vorgestellt hatten, und dich am Ende zusammen mit einem NAZI-Staatsanwalt- und NAZI-Richter, weil du dich wehrst, wegen Beleidigung (alles erstunken und erlogen und ein Bagatelldelikt) in 4 Farcen von Verhandlungen zu , mittelalterlich anmutenden fast 2 Jahren Zuchthaus (noch auf Bewährung, um möglichst viele Monate gegen mich anzusammeln und sie dann zu widerrufen wenn die nächste Lüge als Anzeige vorliegt) verurteilen.
    Das ist es, was mich jetzt schon seit Jahren in diesem Land bedroht, welches verschiedenste Vollpfosten immer noch einen Rechtsstaat nennen.
    Ich habe zur Zeit die Wahl, mich in einer aussichtslosen Gerichtsfarce gegen dieses Lügengespinst zu wehren, oder mich nochmals kriminalisieren zu lassen und das Land einfach nur endgültig zu verlassen, wozu ich wohl gezwungen bin, wenn ich weiter leben will. Noch muß ich leider zeitweise hier sein, aber nicht mehr lange, dann ist der Apbtraum Deutschland endlich für mich vorbei.

  4. Schande für Deutschland.

    @Ralf, ich wünsche dir alles Gute und tut mir echt leid für deine Erfahrung, ich kenne das Leid und die Jahrelange Folter.

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