Mittwoch, 27. Juni 2018

USA genehmigen erstes Cannabismedikament für Kinder

 

Deutsche Börse wird Handel mit Cannabisaktien einstellen.

 

 

Der Hanfmarkt ist in Bewegung. Ständig erscheinen Meldungen aus den unterschiedlichsten Regionen der Erde, die davon zeugen, dass Cannabis überall eine Neubetrachtung erfährt, welche neben Euphorie auch Ängste hervorruft. Da noch nicht jeder Mensch von den vielen positiven Aspekten des legalen Handels mit Marihuana und anderen aus Hanf produzierten Produkten überzeugt ist, sträuben sich bei Sturköpfen sicherlich die Haare zu Berge, wenn sie von der neusten Entwicklung auf dem amerikanischen Cannabismarkt hören, während sie bejahenden Beifall über gezogene Notbremsen in Deutschland ertönen lassen. Die USA genehmigen das erste Cannabismedikament für Kinder, aber die Börse hierzulande hört mit dem Handel von Cannabisaktien auf.

 

Passend zu den aktuellen Ereignissen in England, hat die amerikanische Regulierungsbehörde dem cannabidiolhaltigen Medikament Epidiolex eine Genehmigung verpasst, sodass die gegen Epilepsie wirksame CBD-Medizin ab Herbst für kranke Kinder ab zwei Jahren legal erhältlich gemacht werden wird. Damit erteilte die US Behörde dem englischen Hersteller GW Pharmaceuticals die allererste Bestätigung für ein auf Cannabis basierendes Medikament für Heranwachsende, das erst einmal künftig nur auf dem amerikanischen Markt angeboten werden wird.  Sprecher der pharmazeutischen Firma äußerten sich nach dem Zuspruch zuversichtlich, dass auch England in Bälde mit diesem über fünf Jahre erforschten Heilmittel bedient werden könne, was man ab dem nächsten Jahr als realistisch betrachte. Epidiolex wird dazu eingesezt werden, die Anfälle zu verringern, welche mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS) und dem Dravet Syndrom bei Patienten ab zwei Jahren in Verbingung gebracht werden.

 

Als leicht krank könnte man dagegen die Entwicklungen auf dem deutschen Aktienmarkt diagnostizieren, nachdem sich Cannabis auf den anderen Märkten als Wertpapier gut durchsetzen konnte. Da das prohibitionistische Deutschland aber wohl selbst nicht mit den stattfindenden legalen Geschäften in Verbindung gebracht werden möchte, hört man nun auf eine Ansage aus Luxemburg und wird Cannabisaktien vom deutschen Index streichen. Die Deutsche-Börse-Tochter Clearstream setzt ab dem 29. September alle mit Cannabis in Verbindung stehenden Unternehmen auf die schwarze Liste und verhindert jeglichen Wertpapieraustausch mit diesen Teilnehmern auf dem heimischen Boden. „Clearstream Banking SA hat in seiner Funktion als Zentralverwahrer von seiner lokalen Aufsichtsbehörde in Luxemburg CSSF Leitlinien für den Umgang mit Cannabis/Marihuana-bezogenen Wertpapieren erhalten“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Börse nach Nachfragen auf einen „Handelsblatt“-Bericht. „Diese Vorgaben führen dazu, dass Clearstream keine neuen Zulassungs- oder Annahmeanträge annehmen kann“, erklärte sie dazu wohl noch ganz unverdrossen.
Knapp 150 Unternehmen – darunter dann wohl auch der die US-Genehmigung innehabende Epidiolex Hersteller GW Pharmaceuticals – sind von dem deutschen Bann aus Luxemburg betroffen.

 

German Angst scheint tatsächlich eine schädliche Schizophrenie.

6 Antworten auf „USA genehmigen erstes Cannabismedikament für Kinder

  1. Irgendwer

    Vielleicht merken jetzt mal einige Anleger, daß der falsche Status BtM
    einfach Dünnschiss ist.
    Der dient nur zum Betäuben des Gewissens bei der Polizei usw.

    Und irgendwie wird sich vermutlich der Bayer-Konzern hintenrum soviel und so günstig wie möglich einheimsen.

  2. Lotus

    Ich denke man will garnicht,
    das Menschen hier auch aus anderen Gründen wie üblich an einer Legalisierung interessiert sind,
    denn spätestens wenns ums Geld geht,denken selbst konservative Prohobitionisten anders,
    aber ein umdenken soll es in Deutschland ja nicht geben,
    man hat schließlich viel Geld und Zeit investiert, das Image von Hanf in Deutschland in die negative Ecke zu ziehen,
    Hanf darf nicht mit Sport oder der Börse in Verbindung gebracht werden,
    denn das würde der Heilpflanze zu einem anderen Image verhelfen und Aufmerksamkeit erregen…
    solange die bestimmen können was die Leute hier sehen,
    können sie auch bestimmen was die meißten Menschen hier glauben…
    würden mal neben den Hanfnutzern auch ein paar andere Stimmen lauter,
    könnte sich der Wind schneller drehen ,als man denkt…
    wie bereits erwähnt,
    die Prohobition ist leider ein Lobbykrieg der auf dem Rücken aller betroffener ausgetragen wird…
    deswegen fordern wir alle ja unser Recht,
    denn wir wollen nicht leiden und diskriminiert werden,
    nur damit alles zugunsten der groß Kapitalisten Lobbys läuft,
    die hier ihr Geschäft mit Alkohol,Tabak, Psychopharmaka,Schlafmitteln,Schmerzmitteln,Krebsmedikamenten etc. machen wollen,aber bei einer Legalisierung im Grunde genommen in vielen Bereichen nur noch Ware zweiter Wahl zu bieten haben und damit Macht/Geld verlieren,
    weil etwas da ist (Hanf) was natürlich ist und besser hilft ohne große Nebenwirkungen…
    so einfach ist das und so schwer haben sie es seid Beginn des War of Drugs den meißten betroffenen Menschen hier in Deutschland gemacht,
    Gesetzte die verrückter nicht sein könnten,
    du darfst konsumieren,aber nicht besitzen,sonst wirst du bestraft…
    in etwas wie du darfst ein Auto fahren,aber nicht besitzen,
    aber das wird schwer solange man kein Dieb ist…
    oder gehört mir auch ein Auto wenn ich es klaue ???
    Ich denke mal nein…und man wird dafür in der Regel auch bestraft,
    sprich der Weg führt immer in die selbe Falle für Nutzer,
    man wird Kriminalisiert,
    obwohl man nur genauso wie alle anderen auch fahren möchte oder muß ,halt eben mit einem Cannabisauto,
    anstatt mit Alk oder anderen Drogen.

    Peacezeichengruß

  3. Irgendwer

    @ Lotus
    Jammer nicht, denn Geschädigten, also Opfern wird gern von Untätigen zum Rausreden unterstellt: „Selber schuld!“
    Und wenn du deinen Verstand von Emotionen befreit und eingerenkt hast, dann erkennst du auch die Möglichkeiten des Zurückschlagens.
    Den Gegnern die Luft rauslassen ! Schau mal bei ärzteblatt de rein.
    Da wurde ein Kommentar gelöscht, aber anstatt darüber einfach nur zu jammern kam das:
    „Zensur zur Unterstützung/Duldung der Freiwildjagd auf Kiffer ?
    Wovor haben denn die Cannabiskritiker Angst… davor, daß man sie schräg ansehen wird und ihnen peinliche Fragen gestellt werden ?
    Die Lösung solcher Angstprobleme: sie können sich irgendwohin begeben wo sie niemand kennt „

  4. apodis

    Bin schon länger stiller Mitleser, eine Frage muss ich euch und auch mir stellen, warum wird hier ständig gemeckert anstatt einfach mal zusammen aktiv zu werden ?

    Ich habe keine Lust weitere Jahrzehnte auf eine Legalisierung zu warten

  5. Lotus

    @Irgendwer
    Sry Bro ich kann dir irgendwie nicht ganz folgen ;D

    @Apodis
    Jeder darf hier frei seine Meinung äußern,Gründe zum „meckern“ gibt es genug…
    außerdem woher willst du denn wissen wer sich hier einsetzt und wer nicht,
    die Leute die hier ehrlich kommentieren (außer die Forenwürmer),
    Bewegen mehr als du mit deiner Kritik im moment …
    jeder tut was er kann,
    es geht ja im Grunde genommen hier darum sich auszutauschen,
    doch du greifst diesen Sinn an und erwartest mehr von uns…Hmm
    Zitat:“Ich habe keine Lust weitere Jahrzehnte auf eine Legalisierung zu warten“
    Yoah,was meinst du denn Warum wir „meckern“ ,wenns nach mir und den meißten hier geht,
    hätte man schon längst vor gut 20 Jahren legalisieren/entkriminalisieren müßen,
    aber daran scheitert ja momentan leider auch alles,
    wir bekommen unsere Recht nicht und finden auch kaum einen Weg aus eigener Kraft etwas zu bewegen
    in dem ganzen…
    Aber nicht aufgeben ist die Devise,
    wenn du für die Legalisierung/Entkriminalisierung von Hanf aktiv werden willst ist das ja eine gute Sache,
    ich wünsche uns allen viel Erfolg 🙂
    #Hanfparade 2018
    #Wir befreien den Hanf

    Peacezeichengruß

  6. Irgendwer

    @ apodis
    was sind denn deine Ideen oder Vorstellungen von:
    „mal zusammen aktiv zu werden ?“

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