Montag, 18. Juni 2018

Großbritannien kann Verbot von Cannabis als Medizin nicht halten

 

 

Mutter kämpft um das Überleben ihres unter Epilepsie leidenden Jungen und zwingt die Regierung zum Handeln

 

 

Cannabis

 

 

Anfang März berichtete das Hanf Journal über das traurige Schicksal des sechsjährigen Alfie Dingley, der unter einer seltenen Form der Epilepsie (PCDH 19) mit bis zu 30 Krampfanfällen täglich leidet. Als letztes Mittel setzte die verzweifelte Mutter illegal aus den Niederlanden eingeführtes Cannabis-Öl ein, das tatsächlich half und Alfies Anfälle erheblich abschwächte und verringerte. Das Drama um den Jungen empörte seinerzeit die Öffentlichkeit, die über die Weigerung der konservativen Regierung, das Verbot von Medizinalhanf zu lockern, not very amused war.

 

Nun gibt es in Großbritannien einen zweiten Jungen, der unter Epilepsie leidet und dem das Verbot von Medizinalhanf die Chance auf ein einigermaßen erträgliches Leben raubt. Bei der Einreise nach Großbritannien über den Flughafen Heathrow beschlagnahmte der Zoll letzte Woche im Gepäck der Mutter sieben Fläschchen mit Cannabis-Öl. Charlotte Caldwell, 50, gab zu Protokoll, das Öl für ihren 12-jährigen Sohn Billy in Kanada erworben zu haben. Auch habe sie in voller Absicht gehandelt, da nur Cannabis-Öl helfe, die Anfälle mit den einhergehenden Krämpfen und das Leid ihres Sohnes drastisch zu verringern.

Die Beschlagnahmung des Cannabis-Öl führte schließlich dazu, dass sich die Anfälle verstärkten und Billy ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

 

Das Echo der britische Presse auf die Herzlosigkeit der Behörden zeigte jedoch Wirkung – und das richtungweisend: Mit dem Rücken zur Wand sah sich das Innenministerium gezwungen, sich der Notlage des schwer epileptischen Jungen nicht zu verschließen und erstmalig in der Causa Medizinalhanf Gnade vor Recht walten zu lassen. Am Samstag erteilte Innenminister Sajid Javid dem Jungen eine Sondergenehmigung zur Einnahme von Cannabis-Öl. Die von ganz oben angeordnete Sofortmaßnahme ermöglichte dem Zoll, eines der Fläschchen zurückzugeben. Für die Rückgabe aller Fläschchen muss jedoch ein weiterer Antrag gestellt werden. Charlotte Caldwell bleibt skeptisch: „Billy hat nun 20 Tage lang Antiepileptika. Was passiert danach? Eine weitere Schlacht, wenn das zurückgegebene Cannabis-Öl ausgeht?“

 

Billys Mutter will weiter kämpfen und sich mit den Ministern des Kabinetts treffen, um über das Verbot von medizinischem Cannabis zu diskutieren. „Ich möchte, dass niemand in der Regierung und niemand, der von den massiv überholten Gesetzen betroffen ist, den Eindruck hat, dass nun alles erledigt ist. Das ist erst der Anfang.“ Zugleich bat Charlotte Caldwell eindringlich darum, Cannabis endlich allen Menschen verfügbar zu machen, die es als Medikament benötigen.

Einer dieser Menschen ist Alfie Dingley.

 

3 Antworten auf „Großbritannien kann Verbot von Cannabis als Medizin nicht halten

  1. Lotus

    Was muß noch alles passieren bis die Prohobitionisten verstehen was sie für ein Leid verursachen in dem sie verhindert das Menschen (sogar Kinder) sich in würde medizinisch behandeln dürfen,
    das selbe gillt momentan auch noch für den bereich Cannabis als Medizin in Deutschland,
    während hier so gut wie jeder anerkannt wird,der an seine Religion glaubt (außer z.B. Rastas) und dafür seine Rechte bekommt diesen glauben kulturell auszuleben,
    muß ich Ärzte erst davon überzeugen das Cannabis mir hilft ,
    doch leider reicht das wohl nicht…
    es würde sich zwar belegen lassen,
    aber nein …nicht für Sture Ärzte die sich ohne selbst nachzudenken eine Meinung über
    Cannabis als Medizin durch Lobbyisten/Prohobitionisten bilden lassen,
    wenn das Gesetz Cannabis als Medizin wie angekündigt funktionieren würde,
    würde es einen weit aus höheren nutzen de Gesetztes geben,
    aber 33.000 von denen wahrscheinlich 30.000 privat versichert sind (gefühlte Schätzung),
    oder vielleicht mit einem der wenigen Ärzte Glück hatten die sich bereit erklärt haben mit Cannabis als Medizin zu arbeiten,
    doch der Rest wird es schwer haben einen Art zu finden der Cannabis verschreibt,
    z.B. wird einfach gesagt du mußt Ms oder Krebs haben damit du Cannabis als Medizin verschrieben bekommst…
    Hmmm,also wenn ich mich recht erinnere bekommt der Mischa (Youtuber) z.B. Cannabis als Medizin für seine Kopfschmerzen sowie Kostenübernahme der Kasse,
    bei allem Respekt vor seiner Krankheit,
    aber meine ist als Chroniker mindestens genauso schlimm und würde ich Cannabis als Patient erhalten ,würde es mir sehr schnell ,sehr viel besser gehen,
    aber ich werde als Patient einfach nicht anerkannt und immer wieder abgewiesen ,
    ich fühle mich erniedrigt und diskriminiert ,wie ein Mench zweiter Klasse 🙁
    Komisch…den die Chemie-medikamente mit Nebenwirkungen die Teuer sind für die Krankenkasse,aber nur wenig bis gar keine Verbesserung gebracht haben,bekam ich direkt am ersten Tag in der XXL Packung…
    #Befreit den Hanf

    Peacezeichengruß

  2. COSMO

    @Lotus
    Prohibitionisten interresiert das Leid anderer nicht. Genauso wie Psychopathen. Es geht nur um das auferzwingen eigener Ideale auf andere. Koste es, was es wolle.

    Auch zu Cannabis und meiner Erkrankung habe ich schon viel gepostet. Es ist einfach grausam, wie uns Ärzte behandeln. Es zählt die eigene Überzeugung (man hat ja Medizin studiert und ist somit kompetenter als der Patient… Könnte Geschichten erzählen…)
    Good luck to you.

  3. Lotus

    @Cosmo
    Danke… ich wünsche dir auch viel Glück und Erfolg für deinem Weg 🙂
    #Gute Besserung
    #Wir befreien den Hanf

    Peacezeichengruß

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