Dienstag, 22. Dezember 2015

Cannabis-Atemtestgerät kurz vor der Serienreife

 

Wie uns die US-Industrie jetzt schon überholt

 

hanf-fuehrerschein-DHV
Nützliche Infos über Cannabis und Straßenverkehr gibt es beim DHV

 

 

Vor ziemlich genau einem Jahr hatten wir über die Entwicklung eines Cannabis-Atemtestgeräts an der Universität von Seattle berichtet. Das steht jetzt kurz vor der Serienreife und auch in Kanada gibt es bereits einen ähnlichen Prototypen. Deutschland verfügt nicht mal ansatzweise über eine vernünftige Regelung zum THC-Gehalt im Blut, geschweige denn über ein solch fortschrittliches Gerät.

 

Wir hatten an dieser Stelle bereits mehrmals darauf hingewiesen, dass das Forschungs- und Entwicklungsverbot auf den Cannabis-Sektor bald schon wirtschaftliche Nachteile mit sich bringen wird. Das Cannabis-Atemtestgerät wäre eines der ersten Beispiele. Alkoholtestgeräte wurden 1953 von der deutschen Firma Dräger erfunden und sind bis heute ein Deutscher Exportschlager. Wie es derzeit aussieht, werden das Rennen um’s Atemtestgerät für THC wohl vorerst andere machen. Die Forscher in Washington sind sogar schon ein Stück weiter und wollen anhand neuer Testgeräte, die den Schweiß von Verkehrsteilnehmenden messen, noch zuverlässigere Werte ermitteln. Der Grenzwert in Washington beträgt fünf Nanogramm THC pro Milliliter Blut, in Deutschland ist es lediglich ein Nanogramm.

6 Antworten auf „Cannabis-Atemtestgerät kurz vor der Serienreife

  1. X-KIFFER

    „…in Deutschland ist es lediglich ein Nanogramm.“

    Das stimmt nicht. In Nazi-Deutschland gelten Null Nanogramm und das sogar auf Lebenszeit rückwirkend.
    Wer z.B. als Student mal auf einer Party gekifft hat und 30 Jahre später kommt das raus, der ist seinen Führerschein sofort los und muß zum Idiotentest (MPU) ganz ohne Drogenfahrt.
    Für mich sind das Null Nanogramm auf Lebenszeit rückwirkend ohne Verjährungsfristen (und ohne Gnade).

  2. Dr.D

    @X-Kiffer
    Das ist so nicht ganz richtig. Eine MPU ist nicht so ohne weiteres möglich wenn man einmal gekifft hat. Für eine MPU muss ein Bezug zum Straßenverkehr gegeben sein oder eben härtere Drogen im Spiel sein.
    Wird der Führerscheinstelle bekannt, dass man Cannabis konsumiert kann diese max. ein ärztliches Gutachten fordern. Kommt dieses dann zu dem Schluss, dass man nicht zum führen eines Fahrzeugs geeignet ist, wird eine MPU verlangt.
    Also bitte immer wenn möglich bei der Wahrheit bleiben und sich evtl. auch mal richtig informieren.

  3. Papa

    Der cuttoff ist bei einem Nanogramm. Bedeutet wenn du nicht 1,1 Nanogramm passiert nichts.
    Grüssle

  4. Ralf

    @Dr.D
    Wer andere belehren will sollte das dann aber auch richtig tun und nicht die Hälfte weglassen . Damit dieses sogenannte Verkehrsmedizinische Gutachten auch von vorneherein negativ ausfällt wird gleichzeitig ein Drogenscreening gefordert, bei dem auf die Abbauprodukte im Blut getestet wird, die sich bekanntlich bis zu 3 Monate halten, So bei mir geschehen. Sollte dabei festgestellt werden daß der zwangsgetestete öfter als „gelegentlich“ z.B. jeden Abend seinen Feierabendjoint konsumiert, was auf die meisten von uns zutrifft, wird er als suchtkrank abgestempelt, und ist fällig zur MPU.

  5. Ralf

    Wer so unverschämt andere Menschen öffentlich, persönlich angreift, verunglimpft und beleidigt ist von vorneherein nicht ernst zu nehmen. Auch wenn dir seine Meinung nicht paßt, hast du ihn nicht mit Schimpfwörtern zu belegen. So etwas ist typisch für NAZIS. Und da wundert es auch niemanden, daß der Rest deines Kommentars so vollkommen unbegründet und ohne Beweise ausfällt. Er besteht aus nichts weiter als unbegründbarem „Rechtsstaatsgeplärre“, und sich dann auch noch auf Volker Pispers zu berufen ist der Gipfel der Ignoranz.

  6. Ralf

    Hab vergessen den Empfänger des Kommentars zu nennen, es ist das mit überragenden Kenntnissen der neueren Geschichte ausgestattete @heupferd. Merkt man aber wahrscheinlich auch so.

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