Donnerstag, 27. Oktober 2022

Günter Weiglein, der Anwalt und Spendenaktion

Günther-Weiglein-Mathias-Schillow
Foto: Susanne Winter

Günter Weiglein, der Anwalt und Spendenaktion. Er ist ein Cannabispatient, der von seiner Nachbarin verklagt wurde weil er Cannabis auf seinem Balkon konsumiert hat. Günter selbst hat angebaut und hat deshalb ein Strafverfahren hinter sich. Die ganzen Prozesse waren für Günter und seine Familie sehr teuer. Günter möchte aber weiter klagen und bittet um eure Mithilfe. Er postete am 1. Oktober ein Statement auf seinem Facebook-Profil. “Die letzten Prozesse haben meine finanziellen Reserven und die meiner Familie aufgebraucht. Um weiter klagen zu können, bin ich nun leider auf Euch und Euer Geld angewiesen und bitte deshalb um Spenden, um die Anwaltskosten bezahlen zu können. Für mich soll dabei kein Cent übrig bleiben!”

Günters Bitte

Ebenfalls auf dem Facebook-Profil ist ein Flyer angebracht: “Günter hat nach einem schweren Motorradunfall Dauerschmerzen, die er mit Hanfblüten gut im Griff hat. In einem langen Rechtsstreit hat er für sich und für viele andere Patienten erreicht, dass die Medikation mit Hanfblüten von den Krankenkassen bezahlt werden muss. Weil die Versorgung aus der Apotheke nie richtig funktioniert, hat er 2020 wieder selbst angebaut und ist dafür in zwei Instanzen zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden.

Der Rechtsstreit hat Günters Reserven und die seiner Familie aufgebraucht. Und das dicke Ende kommt noch, wenn es bei den Verurteilungen bleibt: die Verfahrenskosten. Aber Günter kann das Blatt in der Revision noch wenden. Prof. Dr. Thomas Fischer, früherer Vorsitzender des 2. Strafsenats des Bundesgerichtshofs, heute Strafverteidiger in der Kanzlei Gauweiler & Sauter hat eine fulminante Revisionsschrift geschrieben. Dieser Prozess kann Rechts geschichte schreiben und wird wahrscheinlich mehr zur Entkriminalisierung des Hanfs beitragen als das schon wieder ins Wanken geratene Vorhaben der regierenden Koalition.

Um das durchzustehen, braucht Günter Geld, Euer Geld. Spenden Sie an Günter auf folgendes Konto:

Sparkasse Mainfranken Guenter im Recht

IBAN: DE 79 7905 0000 0049 4510 65 

PayPal: guenter_weiglein@onlinehome.de

Dort gibt es auch ein Spendenbarometer, das alle Spender nennt wenn Sie nicht anonym bleiben wollen. Und auf alle Spender wartet eine von Günter gestaltete Überraschung.

Weitere Infos auf www.guenter-im-recht.de.

Falls eure finanzielle Situation es erlaubt, würden wir uns freuen, wenn ihr Günter unterstützen würdet. Vielen Dank!

Bisher konnte Günter 5400 Euro durch die Spendenaktion sammeln. Allerdings ist die benötigte Summe alleine für die Kosten von Prof. Dr. Fischer deutlich höher und es wird mehr Geld benötigt.

Günter fühlt sich ebenfalls von seinem alten Anwalt über den Tisch gezogen und war bitter enttäuscht von der Arbeit, die sein ehemaliger Rechtsanwalt leistete. Zum einen beschwert sich Günter über die in seinen Augen “grottige” Arbeitsweise des Anwalts.  Andererseits aber auch über die in seinen Augen “astronomische” Rechnung, die seine Familienkasse stark belastet hat. Dies war nicht das erste Mal, dass ein Cannabispatient vom Justizsystem in die Mangel genommen wurde.

Die Rezension

Wir haben euch das Original zum Nachlesen in den Artikel gepackt: 

“In meinem Fall [Bezug auf Glathe] einfach grottig!

Ich bin einer der ersten Patienten in Deutschland, der Cannabis zu medizinischen Zwecken verordnet bekommt. In den Jahren 2019 – 2020 habe ich Cannabis selbst angebaut und mich damit versorgt, weil ich zu dieser Zeit keinen verschreibenden Arzt hatte und wurde von einer Nachbarin angezeigt. Es fand kein Handel statt, obwohl mir dieser anfänglich unterstellt wurde. Deshalb saß ich 9 Wochen in U-Haft.

Während meiner Inhaftierung riet mir Glathe schriftlich dazu, einen Teilverkauf zuzugeben, der nicht stattgefunden hat und ich diese „Gefälligkeitsaussage“ mit Entsetzen verweigerte.

Bei der Hauptverhandlung ging Glathe miserabel vorbereitet mit der Forderung nach einer Freiheitsstrafe zur Bewährung ins Feld, welche ich dann natürlich auch bekommen hatte. Erst wenige Tage zuvor hatte er aufgrund meiner aktiven Mithilfe die Strategie geändert. Dafür hat Glathe letztendlich einen fünfstelligen Betrag aus der Geldbörse meiner Familie gezogen.

Ja, ich habe Glathe eine Vergütungsvereinbarung unterschrieben. Allerdings saß ich zu dem Zeitpunkt in Haft und hätte ihm in dieser desolaten Situation auch einen Blankoscheck unterzeichnet. Ich ging nicht davon aus, dass sein mir gegenüber gemachtes „Sonderangebot“ letztendlich derart astronomisch hoch ausfällt.

Mein Fazit zu Glathe: Ich möchte das erlebte Trauma mit ihm einfach nur vergessen wollen“, schreibt Günter als Google-Rezension zu seinem Anwalt.

Ein Beitrag von Simon Hanf

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