Mittwoch, 27. April 2022

Aktueller Suchtbericht: Tabak- und Alkoholkonsum bleiben hoch


Laut aktuellem Suchtbericht bleibt Tabak- und Alkoholkonsum problematisch hoch

Suchtbericht


Laut einem aktuellen Suchtbericht aus Hamm bleibt die Anzahl der Tabak- und Alkoholkonsumenten problematisch hoch. Zwar werden weniger Zigaretten geraucht, aber dafür nimmt der Konsum von Shisha-Wasserpfeifentabak stark zu. Auch geht aus dem „Jahrbuch Sucht 2022“ hervor, dass Deutschland weiterhin ein „Hochkonsumland“ in Bezug auf Alkohol bleibt. Die Folgen des Konsums zeigt sich auch an der Sterberate: Es sterben jährlich bundesweit mehrere Zehntausend Menschen an den Folgen des Rauchens und des Alkoholtrinkens. Experten und Expertinnen betonen die Ernsthaftigkeit des Problems.

Im Jahr 2021 lag der Konsum von Fertigzigaretten bei 71,8 Milliarden Stück, dies fiel nun um 2,8 Prozent. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 863 Zigaretten ist dies der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung. Dafür aber ging der Verbrauch von Pfeifentabak um 40 Prozent rauf und somit auf knapp 8400 Tonnen. Das Wasserpfeifentabak-Geschäft boomt, durch den anhaltenden Trend, vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO gab es in Deutschland allein in einem Jahr 62.000 alkoholbedingte Todesfälle. Diese Zahl jedoch bezieht sich auf das Jahr 2016, da die WHO die Studie unter 195 Ländern nur in größeren Jahresabständen ermittelt. Dennoch ist Alkohol ein Zellgift, bestätigt der Vorstandschef Norbert Scherbaum. Auch die meisten körperlichen Erkrankungen sind dem Alkoholkonsum geschuldet. Nichtsdestotrotz seien Fortschritte bemerkbar. Vor allem in einem längerfristigen Vergleich. 1970 hat jeder Bundesbürger ab 15 Jahren im Schnitt 14,4 Liter Reinalkohol konsumiert. Im Jahr 2019 noch 10,2 Liter. Fakt ist aber jedoch, dass in Deutschland zu viel Alkohol konsumiert wird. Es soll ab dem 14. Mai eine Aktionswoche geben, wo auf die Risiken hingewiesen wird.

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Hans Hanf
Hans Hanf
28 Tage zuvor

Hauptsache es wird nicht legal gekifft, dies wäre der Untergang für unsere faschistisch, kapitalistische Kultur. No Love Make War!!!

Rainer
Rainer
28 Tage zuvor

Ist nicht weiter verwunderlich,wenn legale Substanzen auch konsumiert werden.Dadurch steigt die Vergiftungsrate aber auch nicht an.Wir werden zwar über die Quoten informiert,ärgert oder stört nicht weiter.Ist normal.Falls es Probleme damit gibt,gibt es Einrichtungen,Ärzte oder Krankenhäuser.Spannend sind die jährlichen Suchtberichte in sofern jetzt auch nicht mehr.

Ramon Dark
Ramon Dark
28 Tage zuvor

Hatte ich da nicht irgendwann im Hanfjournal gelesen, dass in Kanada und in Colorado nach der Legalisierung der Alkoholkonsum zurückgegangen wäre? Da Cannabiskonsum selbst keine Todesfälle verursachen kann müsste das in einem korrekten Suchtbericht als positiver Legalisierungseffekt im Vergleich zur hiesigen Prohibition zumindest am Rande vermerkt sein. Sonst werden wichtige Möglichkeiten zur Alkoholismusbekämpfung und der Senkung der dadurch verursachten Todesfälle hierzulande unterschlagen – entweder gezielt durch bewusste Ignoranz oder schludrig durch stümperhafte national engstirnige Recherche.

Haschberg
Haschberg
28 Tage zuvor

Deutschland war schon immer ein dem Alkohol ergebenes Staatswesen.
Leider sind es oft gerade die einseitigen Alkoholiker, die auf eine fast arrogante Weise über Cannabisnutzer hetzen und so tun, als wäre es schlimmer als ihr tödlicher Suff.
Ich erlebe das fast täglich und bin immer wieder aufs Neue entsetzt, über ein solches Maß an geballter Volksdummheit.
Dem Staat scheint es nach wie vor egal zu sein, wieviele seiner Bürger am Suff krepieren.
Hauptsache er verdient gut daran und kann weiterhin in seiner verlogenen Alibifunktion als Tugendwächter friedfertige Hanfkonsumenten zu Straftätern abstempeln.
Beim Tabak sieht es leider ähnlich beschissen aus (wie die Todeszahlen zeigen).