Freitag, 1. April 2022

Suchtbericht 2021: Volkskrankheit Alkoholismus

Auch Suchtprobleme in Verbindung mit Cannabis stiegen an

Suchtbericht

Sachsen lässt nachfragen: Wie steht es mit der Sucht im eigenen Land? Dabei liefer der Suchtbericht jedes Jahr zuverlässige Zahlen. Nach der Auswertung der Ergebnisse des letzten Jahres steht fest: Alkoholismus ist noch immer eine Volkskrankheit. Die Suchtberatungsstellen offenbaren alarmierende Zahlen; beinahe die Hälfte aller Beratungen drehten sich um Probleme mit Alkoholismus – das sind mehr als im Jahr davor. Auch etwa 75% aller Suchtdiagnosen in Krankenhäusern bezogen sich auf Alkoholismus. Das teilte die Sächsische Landesstelle gegen die Suchtgefahren (SLS) mit.

Unter Jugendlichen ist Alkohol noch immer sehr bliebt: Laut einer YouGov-Umfrage konsumieren etwa 19% der deutschen Jugendlichen einmal wöchentlich Alkohol. Doch der Suchtbericht wartete auch mit weiteren beunruhigenden Statistiken auf: Etwa 16,6 der Gespräche drehten sich um Crystal Meth. Auch Cannabis zeigt sich mehr und mehr im Suchtbericht. Seit Jahren steigt der Anteil von Cannabis-bezogenen Suchtdiagnosen, stationär machen diese etwa 4 Prozent aller Suchtdiagnosen aus, ambulant etwa 13 Prozent. In Deutschland führt Berlin weiterhin in Sachen Cannabis: Hier werden beinahe 12 Tonnen Cannabis pro Jahr verkifft, beinahe jeder Dritte hat hier mindestens einmal in seinem Leben Cannabis probiert.

Schnelles Login:



Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
6 Kommentare
Ältester
Neuster
Inline Feedbacks
Alle Kommentare zeigen
Ramon Dark
Ramon Dark
1 Monat zuvor

Bei der Anzahl der Cannabis-Suchtbehandlungen – sei es stationär oder ambulant – ist allerdings die Dunkelziffer der Fälle abzuziehen, die diese Behandlung nur wegen eventueller Straferleichterungen mitmachen und ebenso derjenigen Fälle, die auch so keine Probleme mit Aufhören oder Pause machen haben. Denn nur wer sucht findet überall Sucht.

Franz Fritz
Franz Fritz
1 Monat zuvor
Haschberg
Haschberg
1 Monat zuvor

Wegen Cannabis hatte ich in bislang noch niemals gesundheitliche Probleme, da es eben für mich eine erstklassige und wunderbar dosierbare Heilpflanze ist.
Ganz anders beim gefährlichen und sogar tödlichen Alkohol. Der hätte mir wohl – gäbe es kein rettendes Cannabis – wie sehr vielen anderen Konsumenten auch längst meine Gesundheit ruiniert.

Substi
1 Monat zuvor

Den Kommentaren meiner Vorposter ist nichts hinzuzufügen!

Tom
Tom
1 Monat zuvor

Langsam (nicht wirklich) komme ich mir vor als wäre ich in einem nicht enden wollenden Monty-Python-Film. Besonders der Sketch „Weltmeisterschaft der Idioten“ kommt mir da in den Sinn. Oder „Expedition casting“. Man unternimmt irgend einen Schwachsinn der nichts mit der grundlegenden Problematik zu tun hat und das mit der festen Ansicht dass so alles besser wird. Nur, die Sketche waren wenigsten noch lustig, im Gegensatz zu dem was unsere politiker hier täglich vom Stapel lassen. Das erinnert mehr oder weniger an den „Organspender“-Sketch.

Rainer
Rainer
1 Monat zuvor

Beratungsgespräche für kranke und dumme Kiffer,ist alles was wir bei der Legalisierung zu hoffen und zu erwarten haben.Es bleibt alles wie gehabt,nur das Strafmaß wird verschärft.Meine Prognose.Mit 0.0000Gramm am Tag,darf man den Führerschein behalten.