Montag, 25. Oktober 2021

Wir müssen reden – über Cannabis!

Am morgigen Dienstag streiten sich im RBB-Bürgertalk Jugendrichter Müller und Jugendpsychiater Thomasius über die Cannabis-Legalisierung für Erwachsene

Cannabis

Eine Vorab-Fernsehkritik von Sadhu van Hemp

Sieben Cannabis-FachspezialexpertInnen sind morgen um 20 Uhr 15 ins Fernsehstudio des RBB geladen, um in Abwesenheit der Opfer der Cannabis-Prohibition darüber zu diskutierten, ob der deutsche Michel reif für einen Paradigmenwechsel in der Drogenpolitik ist. Die Gästeliste ist wahrlich bizarr und verspricht dicke Luft im Streit zwischen den Gegnern und Befürwortern einer Cannabis-Freigabe.

Mit dabei sind drei Gäste, die zwar von Tüten und Blasen keine bzw. nur wenig Ahnung haben, sich aber dazu berufen fühlen, im Namen aller Cannabis-Konsumenten zu sprechen und eine kontrollierte Freigabe (für Industriegras) zu fordern. Diesem Wunsch ablehnend stehen die anderen vier Gäste gegenüber, die ebenso keinen blassen Schimmer haben, wie es sich als Cannabis-Konsument anfühlt, stigmatisiert, diskriminiert und kriminalisiert zu werden.

Ein passionierten Kiffer, der seit einem halben Jahrhundert ein Doppelleben führt und trotzdem ein anständiger Mensch geworden und geblieben ist, erhält nicht die Chance, in eigener Sache zu sprechen und die Diskussion zu befruchten.

Die wohl schillerndste Person, die ihr Gesicht in die Kamera halten darf, ist der Bernauer Jugendrichter Andreas Müller (60). Mit rotglühendem Kopf wird er lautstark Anklage erheben gegen alle, die sich für eine Fortsetzung der Kiffer-Hetzjagd aussprechen. Unterstützend zur Seite stehen wird ihm Renate Künast (65), die als grüne Berufspolitikerin seit 1979 so tut, als hätte sie wie Hans-Christian Ströbele („Gebt das Hanf frei“) ein Herz für Kiffer. Profil darf auch ein neues Gesicht zeigen: Maria Krause (33) ist stellvertretende Bundesvorsitzende der neoliberal ausgerichteten „Partei der Humanisten“ (sic) und zugleich Hanfaktivistin. Inwieweit dieses Trio wirklich für die Mehrheit der geächteten Kiffer, Grower, Schmuggler und Dealer spricht, soll mal dahingestellt bleiben. Zumindest setzen sie sich für eine Entkriminalisierung der Konsumenten ein.

Bei der Auswahl der Gäste, die einer Hanffreigabe skeptisch bzw. ablehnend gegenüberstehen, hat die Redaktion des RBB-Bürgertalks auf die üblichen Verdächtigen zurückgegriffen. Als oberster Tugendwächter ist Rainer Thomasius (64) geladen, der in seiner Funktion als Kinder- und Jugendpsychiater der Uniklinik Hamburg-Eppendorf, genau weiß, wie schädlich Haschisch und Marihuana für Erwachsene ist. Eifrig nickend wird das die geladene Mutter Sabine Hinze bestätigen, die sich im staatlich geförderten Verein „Elternkreise Berlin-Brandenburg, Selbsthilfe für Angehörige von Süchtigen“ engagiert.

Doch was ist schon eine Diskussionsrunde über die Hanffreigabe ohne eine Vertreterin der Polizei, die dem betagten RBB-Fernsehpublikum Horrorstorys von schwerstkriminellen Haschgiftrauchern auftischt, die kleine Kinder auf dem Spielplatz ins Gebüsch locken und Graspulver in die Nase spritzen? Zu diesem Zwecke hat der RBB das CDU-Mitglied und die stellvertretende Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Sabine Schumann (56) zum Rapport einbestellt. Um die besorgte Polizistin und Rainer-Wendt-Stellvertreterin mit ihren diffusen Ängsten nicht allein zu lassen, darf noch der Kriminologe Robin Hofmann von der Maastricht University ein bisschen Angst und Schrecken verbreiten. Die Aufgabe des gebürtigen Deutschen wird die Beweisführung sein, dass ausschließlich die böse Cannabis-Duldungspolitik das kleine Königreich der Niederlande zu einem bösen Narco-Staat gemacht hat.

Eine Stunde haben die Kontrahenten  Zeit, sich aufzuplustern und am Thema vorbeizureden. Es wird über Kinder und Jugendliche, statt über Erwachsene gesprochen. Von Mafiaclans, Kokain und synthetischen Drogen wird die Rede sein, und alles wird bunt durcheinander geworfen. Die sieben Gäste werden ihre zugeteilten sechs, sieben Minuten Redezeit dazu nutzen, ihre vorgefertigten Textbausteine abzusondern und optimal zu performen. Zwischendurch wird das Mikrofon kurz ins ausgewählte Studiopublikum gehalten – und schwupp ist‘s auch schon vorbei mit dem Bürgertalk im Rundfunk Berlin Brandenburg.

Die, um die es ging, durften wie immer nicht zu Wort kommen.

20 Antworten auf „Wir müssen reden – über Cannabis!

  1. Hans Dampf

    @Sadhu van Hemp,
    wieder einmal wie von Dir gewohnt absolut treffend formuliert. Das ganze Theater ist reine Stimmungsmache und wird den eigentlichen Themen bzw. Anliegen in keiner Weise gerecht.

    Aber anscheinend brauchen es die braven Bürger und Bürgerinnen auf diese Weise, um zu lernen wie mit beispielsweise Cannabis und deren Freigabe umzugehen ist.
    Sie sind an diese Art von Berichterstattung bereits gewöhnt.
    Wir leben in einer total verdrehten Zeit.

    Hoffentlich findet die ganze Debatte ein annehmbares Ergebnis und endet nicht wieder in einem Trauerspiel.
    Gruß H.D.

  2. Sadhu van Hemp Autor

    @ Hans Dampf,
    es wird wohl ein „Trauerspiel“ werden. Schade, dass Günter Amendt nicht mehr unter uns weilt. Der wäre mit seinem Sachverstand und seiner Gelassenheit jener Fürsprecher, der den Prohibitionisten wirklich Paroli bieten könnte und den Zuschauern die Hanflüge aufzeigt.

    Gruß
    SvH

  3. Haschberg

    Der arme Richter Müller muss wieder einmal seinen klugen Kopf herhalten.
    Er wird erneut zugeballert werden von allen möglichen übertriebenen und verallgemeinerten Klischees seiner prohibitionsbesessenen Gegner, die scheinbar beabsichtigen, dass sich die gefolgstreuen Deutschen lieber mit dem schrecklichen Alkohol totsaufen, als sich mit einer weitaus harmloseren Heilsubstanz, die obendrein das Bewußtsein erweitert, das Leben zu verschönern.
    Aber die Tage dieser unseligen und nicht mehr lernwilligen Anachronisten sind bereits angezählt.

  4. MicMuc

    Und wieder wird medial die Diskursgesellschaft simuliert. Eine dumme, ungebildete, unaufgeklärte und indoktrinierte Gesellschaft soll sich ein Bild machen im „Meinungsstreit“. Dabei hat jede Meinung die gleiche Dignität. Denn meinen kann man viel, selbst Widersinniges. Aber wenn der bedeutenste Kinderpsychologe der Republik oder Vertreter der Polizei, einer Institution die – dank Framing – ein hohes Ansehen genießt (bei den rechtsgescheitelten Spießbürgern) sprechen, dann hat doch bei dieser „Expertise“ eine Meinung per se Gewicht und muß nicht wisenschaftlich interdisziplinär fundiert noch logisch begründet werden. Es reicht, den Teufel nur drastisch an die Wand zu malen, um die Menschen emotional zu manipulieren bis hin zur hysterischen Massenpsychose, um die Masse einerseits gefügig zu machen, andererseit nach dem Motto „divide et impera“ aufzuhetzen, nämlich die Guten gegen die Bõsen (Juden, Herätiker, Schwule, der Erbfeind im Westen, der Untermensch im Osten), Natürlich wähnt sich die jeweilige Gesellschaft im autosuggestiven Wahnheit, weil selbst das irrsinnigste Konstrukt in sich plausibel ist. Es ist wie die Binnenlogik von Psychopathen. Eine „kritische“ Betrachtung kann nur innerhalb dieser Scheuklappen erfolgen. Wenn also die große Masse so denkt, „angesehene“ Meinungsführer diese Masse in einer Endlosschleife das Vorgedachte hyptnotisieren, ein demokratischer Rechtstaat nicht so grundsätzlich und dauerhaft fehlgehen kann (sonst hätte der Staat ein Legitimationsproblem, und die staatsgläubigen Deutschen mūßten ihre Verfūhrbarkeit, Unmündigkeit und Schuld eingestehen; aber dann könnten sie in der sehr deutschen Hybris nicht mehr überheblich auf die anderen zeigen, also die Deutschen von frūher [NZ-Zeit] oder die da drüben [DDR], oder die bõsen Russen),. Das würde das Fundament des Guten, Wahren und Schönen in Frage stellen, die (bürgerliche) ORDUNG. Wer aber die „freiheitlich demokratische Grundordnung in Frage stellt ist ein Feind des Staates. Gegen diese „Wahrheit“, die sich alleine aus der konkreten Ordnung speist, also einer Wirklichkeit dient anstatt diese aus den Prinzipien der Vernunft und des Dialogs zu ordnen, sind Ideen reine Gedankengebäude, also bloße beliebige Meinung. Und wenn sie die öffentliche Ordnung gefährden, umso schlimmer. Darum haben Hitler, Stalin und Mao als erstes die Intelligenzia aus dem Weg geschaft. Der kapitalistische Ordnungsstaat geht da viel subtiler vor: Er ersetzt die breite Bildung zum kritischen, aufgeklärten Bürger durch funktionales Wissen, so daß das Individuum sich definiert aus dem ineinandergreifenden Gefüge eines mechanischen mechanischen Räderwerks, aus dem er nicht mehr auskann.So hat es Buster Keatonschon im Stummfilm beschrieben und so „funktioniert“ auch unsere “ freiheitlich demokratische Grundordnung. Wenn aber der Mensch unserer philosophischen Tradition vom Wese her ein Vernunft- und Freiheiswesen ist, dann offenbart sich die Decadence (Nietzsche) und der Seinsverlust (Heidegger) des animal sociale.. innerhalb einer so im Grunde verkommenen Denkstruktur haben vernüntige Argumente nur soweit Bedeutung und Gewicht, als sie dem Funktionalen dienlich ist. So die unsäglich zynischen Argumente, das Cannabisverbot sei von der Sache her wirkungslos, wūrde Polizei und Justiz ūberlasten und Steuergeld verschwenden. Wer so argumentiert, reduziert sein Denken aud die Ordnungpolitik. Und von da her kommt auch die indiskutable Diskussion einer „Liberalisierung“..In Regensburg stand mal der bedenkenswerte Satz als Grafitti: Freiheit ist mehr als Du darfst“. Und den Vertreter der sogenannten christlichen Parteien sei mitgegeben, daß das Gesetz fūr den Menschen da ist und nicht umgekehrt. Und: “ Die Wahrheit wird Euch frei machen.“ Die „Wahrheiten“ unserer bürgerlichen Gesellschaft knechtet uns. Daher sprach Kant sinnigerweise von der „selbstverschuldeten Unmündigkeit“. Ich denke, Jesus, Kant oder Heidegger zu verstehen ūberfordert ein Denken, das im rein Funktionalen aufgeht. Es sind ganz nette Ideen im Sinne dekorativer Kalendersprüche. Wer nicht radikal denkt, denkt nicht wirklich ….

  5. Greenkeeper

    Solche unsachlichen Laber-Sendungen braucht kein Mensch. Wenn Grüne und FDP bei den nun anstehenden Koalitionsverhandlungen ihre Wähler (immerhin über 26 % zusammen) nicht vergessen, dann wird die Legalisierung kommen müssen – in welcher Form auch immer. Da können die Prohibitionisten sich die Köpfe heiß reden, wie sie wollen. Gut, kann natürlich auch sein, dass Grüne und FDP die Hanf-Fans unter ihren Wählern in Zukunft nicht mehr brauchen, etwa weil sie meinen, auf diese verzichten zu können. Auch möglich, kann man dann auch nicht ändern. Außer bei der nächsten Wahl sein Kreuz woanders machen.

  6. Otto Normal

    @Sadu
    „Die, um die es ging, durften wie immer nicht zu Wort kommen.“
    Das ist doch auch gar nicht gewollt. Schon die lächerliche Sendezeit für solche Themen sagt doch alles.
    Propaganda!

    @MicMuc

    Alle Diktatoren eliminieren zuerst die intelligenten Menschen da sie vor denen Angst haben. Dabei sollte man eigentlich mehr Angst vor den Dummen haben.

    Auch bei uns wird mehr und mehr zensiert. Zunächst begründete man dies mit Kinderpornografie, jedoch ließ man die Kirche bei diesem Thema außen vor um nicht in ein Wespennest zu stechen. Später hieß es Haßkommentare wobei es keine klaren Grenzen gibt ab wann denn ein Kommentar sog. Hatespeech sei. Genau aus diesem Grund unterscheidet unsere Verfassung – sie möge auf dem Müllhaufen der Geschichte in frieden ruhen – erst gar nicht, sondern verbietet vollumfänglich eine Zensur ohne wenn und aber.

    Nach der Verfassung darf JEDER z.B. schreiben „Ich hasse Türken!“
    Dort steht „Eine Zensur findet nicht statt“ – also ehrlich einfacher geht es doch wohl nicht. Man hat unsere Verfassung auch deshalb so einfach wie möglich gehalten, da die Siegermächte sehr wohl um die sehr schwachen kognitiven Fähigkeiten und niedrige kulturelle Niveau der Deutschen bescheid wußten: Ein Volk von Lemmingen!

    Beobachtet man wie mit den sog. „Querdenkern“ verfahren wird, stellt man fest, daß die die bestraft und weggeknüppelt werden, Diejenigen sind die ihre Grundrechte (z.B. auf Versammlungsfreiheit) in Anspruch nehmen, nicht etwa die Verbrecher die unsere Verfassung zerstören wollen – allen voran das dreckige Schweinepack der C-Parteien unter Mittäterschaft (wie kann es anders sein) der Hure SPD, die jetzt wohl bald die Geschäftsleitung (Kanzler) des gesamten „Laufhauses“ übernehmen wird.

    Der Staat und die Privatwirtschaft spielen sich bei der Zerstörung der elementaren Grundrechte unserer „freiheitlichen“ Gesellschaft gegenseitig die Bälle zu. Klar der Staat darf niemanden schlechter behandeln also behandelt man einige Gesellschaftsschichten einfach besser. In der Verfassung ist jedwede Zensur streng verboten, man läßt die Drecksarbeit die Privatwirtschaft (Youtube (DuRöhre) oder Facebook (Fratzenbuch) machen indem man auf diese Plattformen Druck ausübt.

    Der sog. „Etikrat“ (eine Runde aufgeblasener Dummschwätzer die glauben mehr über Moral zu wissen als jeder normal denkende Mensch) sprach sich im ersten Halbsatz dafür aus daß der Staat niemanden benachteiligen darf z.B. wg. Nichtimpfung. Das klingt zunächst mal gut.
    Jedoch im 2. Halbsatz heißt es, daß der Unternehmer frei in seiner Entscheidung sei, mit wem er Geschäfte macht oder nicht, da in der Privatwirtschaft grundsätzlich Vertragsfreiheit bestehen würde.

    Von Sittenwidrigkeit hat das faulige alte Gammelfleisch und auch das dümmliche Frischfleisch welches dieser dubiosen Runde angehört, die keinesfalls demokratisch legitimiert ist, wohl noch nie etwas gehört. Wie weit die „Vertragsfreiheit“ geht kann jeder selbst mal ausprobieren indem man an der Tür ein Schild anbringt: „Zutritt nur für Weiße“ oder „Türken sind hier nicht erwünscht“ oder „Eintritt nur für Männer“.

    Darüber hinaus haben wohl die wenigsten Lämmer des Volkes der Richter und Henker wohl gar nicht bemerkt, daß die meisten Dienste der Daseinsfürsorge längst gar nicht mehr in Staatshand sind, sondern privatisiert. Der Staat kann also im Alltag gar nicht mehr besser oder schlechter behandeln da alles längst in privater Hand ist. Unser Staat wurde bereits längst verhökert um die hohen Politikergehälter zu bezahlen und die unsinnigen Steuergeldverschwendungen die von den Idioten die in der Regierung sitzen (z.B. Verkehrsminister (Be-)Scheuer(t).

    Die Post – die einfachste Sache der Welt – damit man angeschrieben werden kann – könnte als Privatunternehmen die Zustellung verweigern sofern der Empfänger keinen Impfnachweis erbringen kann. Die Bahn – längst ebenfalls ein Privatunternehmen – hat gar keine Beförderungspflicht mehr und kann alles mögliche Verlangen um die auf die öffentlichen Transportmittel angewiesenen zu tyrannisieren, wenn man nach der Logik dieses „Etikrates“ verfährt.

    Übrigens auch die Stromversorgung ist in privater Hand und die Wasserversorgung größtenteils ebenfalls aber niemanden stört daß offenbar.

    Also kommentiert fleißig denn noch könnt Ihr es! In Zukunft wird noch mehr zensiert und weggeknüppelt werden, wartets mal ab da ist noch viel Luft nach oben und der Widerstand schwach, so wie 1933.

    Wenn die Wahrheit nicht frei ist,
    ist die Freiheit nicht wahr.

  7. k3k3

    Als ob es jemanden interessiert, was da für Clowns von sich geben.
    Die Sache ist durch, da können die Prohibitionisten noch so laut lügen. Ich bin gechillt, in einigen Monaten bestelle ich mir dann meine ersten Samen und setze sie in die Erde.

  8. Urfreak'68

    Otto Normal hat Recht – kommentieren so lange es noch geht!
    Unsere Kriegsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat Russland offen mit einem Atomschlag gedroht.
    Bei mir um die Ecke lagern ca.20 dieser alles vernichtenten Bomben die im Ernstfall von der Bundeswehr (Fliegerhorst Büchel) eingesetzt werden sollen. Erst wird es Hell,dann knallt’s, dann kommt Sturm und danach ist RUHE ! Jedenfalls Menschliche Ruhe. Ganz lange.
    Die Schwarzen,CDU und CSU,treten nach wo es nur geht um soviel Verbrannte Erde zu hinterlassen wie möglich. Ich Hasse dieses Pack mittlerweile! Es muss aufgedeckt werden was dieses Korrupte Politiker Gesindel angerichtet hat!

  9. Manfred

    Ich verstehe nicht ganz, wie der Autor zu der Schlussfolgerung kommt, dass „die um die es geht, nicht zu Wort kommen“. Mit Maria ist doch sogar eine versierte Vertreterin des „Deutschen Hanfverbands“ eingeladen. Ich weiß, wie es unserer Sache besser dienen sollte, wenn man zu einer solchen Sendung einen „normalen Kiffer von der Straße“ einlädt, der seine 7min Redezeit ohne Vorbereitung dann vermutlich gar nicht pointiert nutzen könnte. Oder geht es dem Autor vielmehr darum, dass er selbst hätte eingeladen werden wollen? Vielleicht muss der ein oder andere da auch selbst mal wieder lernen, seine eigene Eitelkeit etwas zurückzustellen.
    Grüße
    Manfred

  10. Sadhu van Hemp Autor

    Ahoi Manfred!

    Ja, Du triffst den Nagel auf den Kopf. Jetzt, wo Du das sagst, merke ich auch, dass ich schwer in meiner Eitelkeit verletzt bin, dass die RBB-Redaktion mich, den „Autor“, nicht einbestellt hat. Ich brenne förmlich danach, mich nach fünfzig Jahren erfolgreichen Rumpelstilzchen-Daseins als Hochleistungskiffer, der nicht „pointiert“ sprechen kann, zu outen und sozialen Suizid zu begehen.

    Und nein, Du schwindelst! Eine Haschschwester oder einen Haschbruder lässt der RBB nicht zu Wort kommen. Weder Künast noch Müller gehören zur Community. Auch die eingeladene Hanfaktivistin ist keine von uns, sondern nur eine Trittbrettfahrerin auf der Durchreise – wie man auf Wurths Website nachlesen kann: „… engagiert sie sich seit 2019 bei der wissenschaftlich orientierten Kleinpartei „Partei der Humanisten“ und ist seit 2020 stellvertretende Bundesvorsitzende und Pressesprecherin. Im Rahmen der politischen Tätigkeiten und aufgrund sich häufender Geschichten von Bekannten, die Repressionen erlitten haben, beschäftigte sie sich zunehmend mit dem Thema Drogenpolitik.“

    Also, wo sind die Kiffer, die angehört wollen? Allein im Kommentarbereich des Hanf Journal gibt es etliche Opfer der Prohibition, die aus erster Hand zu berichten wissen, wie sich das so anfühlt, von morgens bis abends auf der Hut zu sein und das Leben eines Aussätzigen zu führen.

    Aber gut, warten wir es ab. Vielleicht verirrt sich ja doch noch eine echte Schwester oder ein echter Bruder als Zuschauer ins Fernsehzentrum des SFB und bekommt das Mikrofon für ein kurzes Statement vor die Nase gehalten.

    Mit freundlichen Grüßen
    SvH

  11. Ramon Dark

    Nun, die Cannabisbefürworter in dieser aus Propagandazwecken als demokratisch inszenierten Diskussionsshow mögen vielleicht selbst nicht konsumieren, aber vom Thema her haben sie zumindest mit Sicherheit ein grosses, theoretisches Fachwissen dazu und stehen auch hinter der Sache. Allerdings zeigt gerade eben das Kräfteverhältnis Pro und Kon Legalisierung von 3 : 4 wo es bei diesem Theaterstück lang geht. Dazu kommt natürlich auch noch die zweifellos beabsichtigte Abwesenheit von Konsument*innen, die eventuell ihre positiven Lebenserfahrungen hinsichtlich Hanf mit einbringen könnten. Und die deutschen Primaten werden wohl wieder in der Mehrheit das Ergebnis der Debatte untertänigst schlucken wie den aktuellen pandemiefördernden Coronaimpfzwang. Hauptsache, Sündenböcke für die breite Masse bleiben erhalten und kurzfristige soziale und finanzielle Vorteile scheinen in greifbarer Nähe. Prost, Mittelalter und Prangerdasein, und natürlich wurde auch schon in der Antike diese Volksverblödungsmethode von den Herrschenden geschätzt, um von den schwerwiegendsten Problemen der Menschen abzulenken sowie die eigene Macht durch Aggressionsablenkung zu sichern. Es gibt in der Neuzeit dazu nur einen wichtigen Unterschied: Die Menschheit beraubt sich inzwischen so ihrer existenziellen Grundlagen. Was gegen diese aktuell global kapitalistisch organisierte Mafia fehlt ist breit und solidarisch organisierter internationaler Widerstand.

  12. buri_see_käo

    Eine Meinung kann man haben, die sollte sich in Argumenten mit Fakten belegen lassen, OK
    Der Wischmop brüllt jedoch wieder (immer die selbe Scheiße) Warnungen raus: „Kiffen Konjunktiv bei Jugendlichen bla, bla, bla…“ Ohne Konjunktiv, kann ich bei den Cannabis-Vorhaben der GRÜNEN & LINKEN nirgends erkennen, dass der Zugang zu Cannabis für Jugendliche so sehr gewährleistet werden soll, wie es die Prohibition erlaubt/ermöglicht.
    mfG  fE

  13. Smile Indica

    Die ganze Diskussion ödet an. Es ging und geht nicht um Gesundheitsvorsorge oder Jugendschutz, sondern einzig und allein um finanzielle Interessen. Die Politik ist korrupt und willfähriger Zahlungsempfänger verschiedener Interessengruppen. Die eine Partei ist dafür und wird bezahlt, die andere dagegen und wird bezahlt und irgendwelche selbsternannten Gutachter schwingen sich dazu auf alles besser zu wissen als der Rest der Menschheit und wetrden dafür bezahlt. Die einzige Option für Freiheit und zwar in allen Bereichen, ist endlich dieses Pack vor die Tür zu setzen und nicht zuzulassen, dass jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird und uns wertvolle Lebenszeit stiehlt. Sie heben mnur Macht weil wir es zulassen, denn in der Realität sind es kleine Pisser, von denen wir im Alltag noch nicht einmal ein Fahrrad kaufen würden, also warum lassen wir sie gewähren????
    In diesem Bereich können wir von den Clans noch eine Menge lernen. Treten wir als Gesellschaft diese Clowns endlich mal richtig in den Arsch.

  14. trec.

    Die Sendung war abwürgend moderiert.
    75% pro zu 25% neg. unrepesablen Wertungen haben a G`schmäckle, ….vei wergli

  15. trec.

    Fundstücknachtrag:
    New York verbietet Cannabis Drogentest auf Arbeit! …aber allein durch den Konsum auf eine Unfähigkeit zum Arbeiten zu schließen und den Drogentest einzufordern ist verboten.

  16. Hans Dampf

    Die Sendung eben auf RBB war wie erwartet, mit Verlaub, große Scheisse. Es ist erschreckend zu sehen auf was für einem Niveau die Diskussion um eine mögliche Freigabe noch immer stattfindet. Die ganze Sendung hätte auch in den 70er oder 80er Jahren laufen können. Im Vergleich dazu ist es heute nicht wirklich besser geworden. Nur verängstigte Mütter und Fachleute die keine sind. Einzig die ,,Kleine“vom Hanfverband kam , meiner Meinung nach gut und kompetent rüber und war dazu noch nett anzusehen. Ansonsten war alles wie gehabt. Richter Müller kämpft aufgeregt und mit hochrotem Kopf für Gerechtigkeit und Legalisierung während sein Erzkontrahent Thomasius den Menschen Angst machen will und Halbwahrheiten auftischt. ES WAR EIN TRAUERSPIEL.
    Zu sehen, wie rückständig viele Leute bzgl Drogen und deren Konsum denken, tut richtig weh.
    Hoffentlich lässt sich die künftige Regierung nicht beirren und hält wie versprochen an den Plänen einer Legalisierung fest.
    Alles andere wäre kalter Kaffee und gehört verworfen.

  17. Haschberg

    Meine vor der Sendung gehegte Befürchtung hat sich leider weitgehend bestätigt.
    Einige der geladenen Gäste wollen einfach nicht verstehen, dass es doch in erster Linie die Prohibition ist, die ihre Kinder ausschließlich mit illegalen mafiösen Schwarzmarkt – Strukturen konfrontiert, welche nicht nur ungeprüftes Cannabis mit Verunreinigungen und unbekannter Stärke anbieten, sondern nicht selten auch andere harte Drogen. Hier liegt doch das eigentliche Problem.
    Gerade deswegen brauchen wir endlich legale Fachgeschäfte, die nicht nur aufklären, sondern wenigstens geprüfte saubere Produkte mit Warnhinweisen anbieten.
    Auch wenn dadurch die Schwarzmärkte sicherlich nicht ganz verschwinden, können wir das Problem wenigstens reduzieren und dem organisierten Verbrechen so zu einem guten Teil das Wasser abgraben.
    Ist es denn nicht schon für jeden Einzelnen ein ungeheurer Gewinn an Menschenwürde, wenn er endlich wie alle anderen Konsumenten auch als anständiger Bürger seine individuelle Substanz rechtmäßig kaufen kann?
    Die Zahlen in den Legalisierungsstaaten zeigen jedenfalls klar, dass dies die wesentlich bessere Lösung ist, als Menschen deswegen unnötig und unverhältnismäßig zu kriminalisieren und ihren Lebensweg zu zerstören.
    Wer Drogen nimmt, darf dafür nicht bestraft werden, denn dies beinhaltet eindeutig faschistoide Züge, die wir eigentlich schon überwunden glaubten.

  18. buri_see_käo

    Hans Dampf +  „Hoffentlich lässt sich die künftige Regierung nicht beirren und hält an der dringend notwendigen Aufholjagd der Gesellschaft fest.“
    Der totale Paternalismus hat aber auch Klappsköppe hervorgebracht. Ich wusste ja schon: „…mal eine(r) sagt, was ich denn machen soll…“, oder aus dem Reise-Katalog: „An Bord betreut Sie eine deutschsprachige Reiseleitung…“
    Wie kann denn an erwachsenen Menschen das gesamte bisherige Leben folgenfrei vorbeigegangen sein, Eltern ???: „…ich wusste nicht, ob das Pubertät oder Drogen-Konsum ist…“ Beim schwarzbraunen Gesochs dürften zum Tod Oswald Kolles (2010) die Sektkorken geknallt haben; warum?, beim Michel hat doch sein Wirken keine Spuren hinterlassen! Aufholjagd der Gesellschaft , wenn dann manche immerhin ,wenigstens Was, merken, dass Kinder in die Welt setzen für sie kein so pralles Vorhaben ist, dann sollten denen durch StGB 218, 219 nicht noch Knüppel zwischen die Beine geworfen werden. Schade, übers Kiffen und Thomasius Lügen habe ich mich garnicht geäußert, scheint mir aber auch das geringere Übel zu sein.
    mfG  fE

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