Samstag, 11. Januar 2020

Stark wirksame Cannabinoide entdeckt

Tetrahydrocannabiphorol und Cannabidiphorol


Erst vor wenigen Tagen hatte das Hanf Journal in einem Artikel über die unbekannteren Cannabinoide der Hanfpflanze berichtet. Cannabigerol, Cannabichromen, Cannabidivarin und andere Stoffverbindungen wurden dort ein wenig näher vorgestellt. Jetzt gibt es Neuigkeiten über weitere Stoffverbindungen, die sich in Cannabis auffinden lassen, betreibt man fachgerechte Forschung, anstatt das Pflänzchen hinter einem Verbot verkümmern zu lassen und dessen Besitzer und Konsumenten strafrechtlich zu verfolgen. In Italien haben nun Forscher stark wirksame Cannabinoide entdeckt, die 2019 noch völlig unbekannt waren, und die vielversprechende Eigenschaften besitzen.

Bis zu 30-Mal stärker als THC soll das in der Atomstruktur äußerst ähnliche THCP möglicherweise sein, vertraut man auf die ersten Ergebnisse, die in Tests mit Mäusen erzielt wurden. Offensichtlich spricht das neu entdeckte Cannabinoid die gleichen Rezeptoren im Gehirn an und verursacht eine vergleichbare Wirkung. Das heißt, die Bewegung verlangsamten sich, die Körpertemperatur sank und die Reaktionen auf schmerzhafte Reize verringerten sich. Die Tiere erreichten diesen Zustand bei relativ geringen Dosen der neu gefundenen Verbindung. Es würde ungefähr doppelt so viel THC erfordern, um die gleichen Effekte zu induzieren. Der Hauptunterschied zwischen THCP und seinem Cousin THC soll in einer Kette von Atomen liegen, die aus der neu entdeckten Verbindung herausragen. Die Untersuchungen legen nahe, dass die hervorstehende Struktur, die als Alkylseitenkette bezeichnet wird, es THC ermöglicht, sich an seinen bevorzugten Rezeptor anzuschließen – CB1. Ein Cannabinoid muss mindestens drei Kohlenstoffringe in seiner Seitenkette tragen, um den Zugang zum CB1-Rezeptor zu erhalten. THC-Verbindungen müssen typischerweise fünf solcher Kohlenstoffringe tragen. Auf dem Papier würde ein Cannabinoid mit mehr als fünf Kohlenstoffringen noch enger in den Rezeptor passen – acht Kohlenstoffringe würden die absolut perfekte Passform liefern und somit wohl die stärkste biologische Reaktion hervorrufen. In der Natur wurden solche Verbindungen jedoch bislang noch nicht entdeckt, wie die Autoren in ihrer Arbeit festhielten. Das neu entdeckte Tetrahydrocannabiphorol weist in seiner Alkylseitenkette sieben Kohlenstoffringe auf. Wurde die Verbindung auf einen in einer Laborschale aufgebrachten provisorischen Rezeptor aufgetragen, konnte beobachtet werden, dass sich die Substanz 30-mal zuverlässiger bindet als THC. Wenn auch im Labor besonders potent, scheint eine ähnliche Wirkung beim Menschen bislang jedoch nicht unbedingt möglich, da THCP nur in geringen Mengen in Cannabis vorhanden ist. Auch ist noch nicht geklärt, ob tatsächlich ein Rauschzustand eintreten würde, da die Beobachtungen eher von schmerzstillenden Wirkungen berichten.

Neben THCP entdeckten die Forscher auch das CBD-ähnliche Produkt Cannabidiphorol (CBDP), dass ebenfalls sieben Kohlenstoffringe besitzt. Das Team der Forscher der Universität von Modena und Reggio Emilia, der Universität von Rom, der Universität von Campania und des Institutes für Nanotechnologie in Lecce stellte fest, dass diese Verbindung weder stark an den CB1-Rezeptor noch an den verwandten Rezeptor CB2 bindet. Während CBD mit entzündungshemmenden, antioxidativen und krampfhemmenden Wirkungen in Verbindung gebracht wird, scheint die Untersuchung dieser Wirkungen bei CBDP laut den Autoren der Studie derzeit noch „keine hohe Priorität zu haben“.

5 Antworten auf „Stark wirksame Cannabinoide entdeckt

  1. Otto Normal

    Nein, viel stärker! Deshalb ist Cannabis ja so extrem gefährlich! 🙂
    Es kann sogar Psychosen bei denen auslösen die es nicht konsumieren (Ludwig) und auch bei den die nie inhaliert haben (Obama). ^^

  2. buri_see_käo

    Hauptsächlich ist aber LSD anders als Gras.
    Cannabis löst irreversible Psychosen bei denen aus, die die Kifferhatz betreiben:
    Zur Verhandlung des Verkaufes von Hanfblütentee durch die Hanfbar in Braunschweig, aber nicht durch Penny in ganz DE, ab die Staatsanwaltschaft zum Besten:
    „…dass der Missbrauch zu berauschenden Zwecken nicht ausgeschlossen werden könne…“.
    Krank was?, Lignin, der Stoff aus dem das Holze ist, oder Vanillin, daraus THC synthetisiert, macht ’n paar Hunnies pro Rauchung… Psychose durch Cannabis-Konsum…, meistens klappt das nicht!, nicht wahr?, liebe Staatsanwaltschafft? Also
    hochachtungsvoll
    fE

  3. Luke

    @Otto: War das nicht Clinton, der nicht inhaliert hat?:-)

    Nur mal kurz aus unserer Lokalzeitung den Söder zitiert, damit der Rest von D mal wieder nen Eindruck davon hat, was der so dauernd von sich gibt.
    Da braucht Ihr Euch bei der Ludwig nicht wundern, die hat er ja installiert…

    „Hätte Sebastian Kurz die Freien Wähler als Option gehabt, hätte er diese sicher vorgezogen. Bei den Grünen kommt es immer darauf an, von welchen Grünen wir sprechen: In Hamburg wollen die Grünen das Vermummungsverbot aufheben, Drogen legalisieren und Enteignungen voranbringen. Das lehnen wir ab. Wir stehen vor wuchtigen internationalen Herausforderungen. Die USA und China wollen unsere Top-Wissenschaftler abwerben. Mit der Hightech Agenda haben wir in Bayern dagegen starke Zeichen gesetzt, aber national müssen wir mehr tun. Daher dürfen wir in der GroKo nicht nur die Zeit absitzen, sondern wir brauchen neue Perspektiven.“

    So siehts aus.

  4. R. Maestro

    Stimmt schon, es war der Clinton.
    Wobei man auch nicht weiss ob Monica Lewinsky im oral office, nach dem Zug an Clintons Zigarre inhaliert hat oder nicht?!

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