Donnerstag, 16. August 2018

Constellation Brands braut bald mit Cannabis

 

Canopy Growth wächst weiter in die Höhe.

 

 

Wie schon November 2016 vom Boss des Corona-Bier brauenden Konzerns vorausgesagt, lässt sich die Legalisierung von Cannabis nicht länger aufhalten und neue Geschäftsmodelle werden seitens der Alkohollobby gezwungenermaßen ausprobiert werden müssen. Wie recht Rob Sands mit seiner Aussage hatte, zeigt sich nun knapp zwei Jahre später. Constellation Brands braut bald mit Cannabis.

 

Nachdem der Corona- und Modelo-Bier herstellende Konzern Constellation bereits im Oktober letzten Jahres mit 245 Millionen Dollar in den kanadischen Grasproduzenten Canopy Growth investierte, hat man nun einen weiteren Schub amerikanische Währung in das bald schon dort legal werdende Geschäftsfeld eingebracht. Mit der Zahlung einer Summe in der Höhe von ganzen vier Milliarden Dollar krallte sich Constellation jetzt 38 Prozent der Anteile der erfolgreich Marihuana wachsen lassenden Canopy Growth. In dem vergangenen Jahr habe man den mit enormen Wachstumspotenzial versehenen Cannabismarkt aufseiten Constellation wesentlich besser verstanden und erkannte die Führungsposition des kanadischen Unternehmens, erklärt der CEO des bisher nur dem Hopfen verbundenen Brauereiunternehmens. „Wir sind zuversichtlich, dass wir Canopy Growth während des Ausbaus ihrer Führungsposition im Medizinalhanf- und Genusskonsumsektor tatkräftig unterstützen können“, betont der Chef Rob Sands dazu in einem Statement. 104.5 Millionen Aktien sind nun im Besitz von Constellation, was den Anbieter berauschender Hopfengetränke jetzt schon zu dem größten Anteilhaber des kanadischen Cannabisproduzenten macht. Zusätzlich erhielt Constellation die Zusage auf weitere Kaufoptionen in den nächsten drei Jahren, welche den Besitz auf über fünfzig Prozent anheben könnten. Schon in 2021 rechne man damit, dass sich die getätigten Investitionen auszahlen könnten, was selbst Analytiker in Wirtschaftsprüfungsunternehmen bekräftigen lässt, wie viel Attraktivität der Cannabismarkt auf lange Sicht tatsächlich besäße.
Auch wenn der Geschäftsbereich des Cannabisanbaus möglicherweise bis zu diesem Zeitpunkt schon den Zenit erreicht haben könnte und eine Überproduktion von Gras die daraus resultierende Folge wäre, so gäbe es noch genügend Platz für berauschende Produkte im Getränkemarkt – oder bei anderen Einschlafhilfen – zeigt sich der CEO der Canopy Growth Bruce Linton nach Abschluss des Riesendeals überzeugt. Würde man zu diesem Zeitpunkt jedoch weiterhin nur den Rohstoff Hanfknospe verkaufen, hätte man die größten Chancen im keimenden Geschäftsfeld bereits verpasst.

 

Also ungefähr kurz nachdem die ersten medizinisch verwertbaren Cannabisernten in Deutschland dann wirklich eingefahren werden …

8 Antworten auf „Constellation Brands braut bald mit Cannabis

  1. Hanfbeton

    Bereits geringe mengen Alkohol verursachen Halluzinationen (Alkoholhalluzinose) . Die Wechselwirkungen zwischen Cannabis und Alkohol sind besonders schädlich . Stark aktivierende oder hemmende Wirkungen sind Folge des Mischkonsums . Die Gesundheitlichen Schäden sind z.b. starke Austrocknung des Körpers,Wärmestau, Überhitzung, agressivität ; sehr gefährlich im Verkehr, Alkoholrausch wird unterdrückt .

  2. Geld aus dem Nichts

    Cannabis ist eine Heilende Medizin , Alkohol ist ein Tötliches Gift . Jeder € für legalen Alkohol , ist ein € gegen legales Cannabis .

  3. Ötzi

    Alkohol wirkt im Gegensatz zum Cannabis nicht Emphatisch , ganz im gegenteil . Ohne Alkohol hätte es der Kapitalismus sehr schwer gehabt , eine von Angst ,Hass und Gewalt geprägte Gesselschaft zu Formen . Obwohl , dieser Tote ,Halbnackte gefolterte Zimmermann, kann auch ziemlich traumatisch wirken .

  4. Konzerndiktatur

    Cannabis fördert im Gegensatz zum Alkohol, Empathie ,die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen.. Cannabis ist ein Empathogen .

  5. buri_see_käo

    Da ist es ja, ich hatte gestern über den Deal beider Konzerne berichtet, erste Meldungen kamen gestern kurz vor 10h, ab ca. 12h30 ging dann die Rakete ab. Ich habe einen Teil meines Geldes in „Wolkenkukuksheim“, daher muss ich immer ein Auge darauf haben (Nachrichtenlage). Aber vorsicht, Canopy ist nun sehr freizeitcannabislastig, d.h. Clearstream wird wahrscheinlich seine Verbannungsliste überarbeiten, Canopy ab ca. Ende Sep. 2018 in Deutschland nicht mehr handelbar sein. Ich hoffe, dass vorerst! Aurora nicht in den selben Strudel gerät, denn in Luxembourg nehmen Bestrebungen zur kompl. Legalisierung langsam ein bisserl Fahrt auf. Wenn ich so an DE denke… Konservative… und die haben partiell den Kapitalismus nicht kapiert… das ist doch ’ne Krankheit, oder?
    Aber zur Fusion zurück, Kiffe und alkoholische Getränke ist doch nur bedingt machbar, es drängt schnell, den Verdauungsweg in retour zu passieren. Ich hatte vor Ewigkeiten mal „Heckenschnaps“ gemacht: ca. 4-fache Rauchmenge an Gras für 2 Schnapsgläser , zur Geschmacksjustage Ysop, Minze, aufputschende Rosmarin, Zucker (also Ziel = Likör), Wasser, Aethylalkohol, den Alkohol & das Wasser auf Ziel ca. 25% Vol. 2 Schnapsgläser davon blieb man unter 0,8 Promille und war vom Gras ca. 5h gut belegt. -> Super-Gesöff, aber Kalle mit der Zahnlücke, der Uneinsichtige, er musste sich ordentlich einschütten, nach 20min. -> Füsse auseinander, Nase zuhalten, und „Höp, höp, höpsala“
    mfG Tabak_Farbe_grün

  6. Greenkeeper

    Hanf und Hopfen stammen aus derselben Pflanzenfamilie (Hanfgewächse/Cannabaceae). Die Frage lautet also nicht „Cannabis oder Bier?“, sondern „Wie kann ich beides zusammenbringen?“. Hier ergeben sich in der Tat interessante Potenziale. Die Bierindustrie wäre gut beraten, den weltweiten Kampf für die Legalisierung von Cannabis zu unterstützen.

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