Donnerstag, 4. Januar 2018

400000 Jobs durch Cannabis in den USA bis 2021

 

40 Milliarden Dollar schwere Industrie startet dank der Freigabe von Hanf durch.

 

Foto: Susanne Winter/Archiv

 

Mit der Legalisierung von Cannabis in Kalifornien ist ein großer Schritt in die Richtung zur Beendigung des globalen Hanfverbotes getan. Ein riesiger Markt eröffnete sich im Südwesten der USA, der nach vielversprechenden Vorläufen in anderen Bundesstaaten seinen Teil dazu beitragen wird, dass andere Gebiete ebenfalls umschwenken. 400000 Jobs durch Cannabis in den USA bis 2021 lauten die neusten Prognosen, die alle aktuell eher noch zur Prohibition tendierenden Personen aufhorchen lassen müssten. Eine bis zu 40 Milliarden Dollar schwere Industrie sollte einfach nicht länger unter der Oberfläche der Gesetze florieren.

 

Schon im vergangenen 2017 überstiegen die eigentlichen Geldeinnahmen durch legales Cannabis in den USA die gewagten Vorhersagen, weshalb die Erschließung der Märkte in Kalifornien und folgend in Maine, Massachusetts und weiteren Bundesstaaten in diesem Jahr natürlich großen Einfluss auf die möglichen Umsätze haben wird. Nach neusten Prognosen des Marktforschungsunternehmens Arcview beziffert der mögliche Wert des gesamten Marihuanamarktes im Jahr 2021 daher ganze 40 Milliarden Dollar, wobei auch Einkäufe von Homegrowern und besondere Ausgaben von Konsumenten dazugerechnet wurden – Munchies und Co. Insgesamt würde bis 2021 ungefähr 414000 Menschen durch den legalen Cannabissektor eine Arbeitsstelle geschaffen, wovon allein in Kalifornien durch den just stattfindenden Umschwung ganze 99000 Jobs im Business und insgesamt wohl 146000 Arbeitsplätze geschaffen werden, bezieht man auch indirekte Effekte der Legalisierung in die Prognosen. Dass diese Zahlen aber nicht von irgendwo herkommen, zeigen Werte aus Colorado, wo der bereits erschlossene Markt offensichtlich dafür sorgte, dass die dortige Beschäftigungsquote nun mit zu den höchsten in den Vereinigten Staaten zählt.

 

In Deutschland lässt man dagegen lieber weiterhin Cannabisnutzer über Stunden von durch Steuergeldern finanzierte Polizeibeamte kontrollieren, selbst wenn die betroffene Person sogar eine Genehmigung für den Einsatz der natürlichen Medizin bei sich trägt. Eine funktionierende Arbeitsbeschaffungsmaßnahme in Bayern für einzelne Auserwählte, dank des einfachen Verbotes von Hanf.

9 Antworten auf „400000 Jobs durch Cannabis in den USA bis 2021

  1. COSMO

    Ich kann nur noch weinen, ob der Naivität vieler Menschen in Deutschland bezüglich des Sinnes des Btmg. Es ist ein Verbrechen am Menschen, fördert Terrorismus und die Destabilisierung einzelner Staaten, verhindert Jugendschutz und schafft unendlich viel Leid.
    Abschaffung des Btmg!

  2. thomas reis

    Meine Ganja #Startup Ideen: Tauben am Dach für guten Guano(Dünger) brauchen Wasser, aber auch Hanf Pflanzen am Dach. Wie gewährleiste ich hier, wenn ich keine Regentonnen haben kann, auf Dächern eine Wasserversorgung für Guerilla Pflanzen: Vielleicht mit kleinen PV Modulen gespeisten Mini Entfeuchtern und so aus der Atmosphäre das Wasser ziehen…siehe auch zeromasswater?

  3. Revil O

    @Cosmo
    Stimmt soweit alles was du schreibst.
    Was von dir aber vergessen wurde das Deutsche BtmG bzw. die Prohibition unterminiert seit zig Jahren demokratische Grundrechte und höhlt diese seit Jahren immer mehr aus!!!

    Greetz

  4. Lotus

    @Cosmo…Voll auf den Punkt gebracht,mehr brauch man dazu eigentlich nicht sagen…
    aber es wird wohl leider noch eine Weile Arbeit dauern bis es die Mehrheit verstanden hat,
    und wir uns das Recht erkämpft haben,frei zu sein…
    Aber nur die Hoffnung nicht aufgeben,wenns ganz schlimm wird ,
    einfach mal einen Kurzurlaub nach Amsterdam ,
    das kann wie ein Wunder wirken ;D
    In dem Sinne Peacige Grüße und alles Gute

  5. X-KIFFER

    Alles sehr schön und gut in USA.
    Aber was eine Schande ist:
    Das es nur die Raffgier aufs Geld (in Verbindung mit einem ungezügelten neoliberalen Kapitalismus) schafft, die menschenrechtswidrige Prohibition zu besiegen, anstatt die Rückbesinnung auf unsere Grundwerte.
    ———————
    Immer alle Kommentare schnell lesen bevor sie gelöscht werden.
    Vergeßt nicht:
    Zum 1.1.2018 wurde in Deutschland mit dem „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ die Meinungsfreiheit abgeschafft!

  6. Ruth Sing

    Das eigentliche Dilemma in Deutschland ist doch, das kein Ranking von Drogen stattfindet und dass die meist völlig Uninformierten alle Drogen (bei dem Wort bekommen sie schon Schnappatmung) in einen Topf schmeißen und weder über die Wirkungsdauer, Abhängigkeiten oder medizinale Verwendung über geeignetes Wissen verfügen, aber leider darüber entscheiden dürfen. Genau das führt fataler Weise bei der Jugend zu der Unglaubwürdigkeit, die sie dann auch nicht mehr schützt vor wirklich riskanten Drogen. Nach dem Motto wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Man kann nur eine glaubwürdige Drogenpolitik betreiben, wenn sie sich um Wahrheiten bemüht und nur so verhindern ganze Heerscharen von Kids in Drogen förmlich zu treiben, da dann wirklich irreparable Folgen für sie haben. Und genau das passiert, wenn Jugendliche sich für Drogen aus Angst um ihren Führerschein dann für Substanzen entscheiden müssen, die nur kurz nachweisbar sind, weil man einfach nicht in den Kopf bekommt, dass die jetzt verfolgten THC-Werte nichts, aber auch gar nichts mit einem Rauschzustand zu tun haben. Unsere Politiker bekommen doch gar nicht mehr mit wie viele Familien hier im Familienverband diesen Unsinn bereits ausbaden und wundern sich über Wählerschwund? Ich jedenfalls nicht. Wer glaubt Politik nach der Facon des Mittelalters zu betreiben bekommt die Quittung -wobei zum Thema Cannabis das Mittelalter wohl als noch fortschrittlicher einzuschätzen war.

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