Mittwoch, 27. Dezember 2017

Kifferwahnsinn an Weihnachten

 

Marihuanaraucher an den Feiertagen an die Falschen gelangt.

 

 

Während an den vergangenen Weihnachtsfeiertagen in allen gutbürgerlichen Stuben nur der Duft von Gänsebraten und Bratäpfeln bei bester Laune verbreitet wurde, fanden sich in düsteren Absteigen bei verlorenen Unterweltlern genügend gute Gründe, den allgemeinen Festivitäten zu trotzen und sich an den teuflischen Gaben der Hanfpflanze zu berauschen. Dass diese schreckliche Sünde aber in christlich regierten Flecken der Bundesrepublik selbst an Jesus Geburtstag nicht unbestraft bleibt und man Kifferwahnsinn an Weihnachten ebenso hart verfolgt wie zu jedem anderen Datum des Jahres, zeigen gleich mehrere Meldungen aus dem gelobten Bavarialand.

 

So wurden schon am Morgen des Heiligen Abends zwei junge Männer am Bahnhof des wunderschönen Ammersees in Schondorf von zwei Zivilbeamten dabei beobachtet, wie sie sich brüderlich einen Joint teilten. Nach der Kontrolle durch die verkleideten Beamten kam weiteres Marihuana zutage, weshalb der 17 Jahre alte Cannabiskonsument aus Schondorf sowie auch der extra angereiste 20-jährige Marihuanaraucher aus Dießen (10 Kilometer Entfernung) nun mit einer Anzeige rechnen müssen, die das Datum des 24.12.2017 nach Christus Geburt ziert.

 

Ein weiterer Sündenfall ereignete sich in der Wohnung eines 47-jährigen Ambergers, der am Abend des ersten Weihnachtsfeiertages anscheinend nicht genügend Gänsebratengeruch verbreitete und somit bei seinen wohlerzogenen Nachbarn auffällig wurde. Giftiger Grasgestank soll aus dem Domizil in derartigem Maße geströmt sein, sodass sich gleich mehrere Parteien des Mehrfamilienhauses verpflichtet fühlten, den gelangweilten diensthabenden Polizeibeamten in Amberg ein verspätetes Weihnachtsgeschenk machen zu müssen und diese daher anriefen. In Rücksprache mit den Anwohnern – und anschließend mit der ansässigen Staatsanwaltschaft – wurde eine Wohnungsdurchsuchung von den angerückten Polizisten als angemessen erachtet, die nach Durchführung unglaubliche 40 Gramm Cannabis zum Vorschein bringen konnte. Dieses Gras war bereits in Form vorgerollter Joints vorzufinden, doch auch andere Paraphernalien, die für den Drogenkonsum geeignet gewesen wären, wurden durch den aufopferungsvollen Einsatz der Amberger Polizei und dank der Superspürnasen der sicherlich in bester Weihnachtsstimmung befindlichen Denunzianten konfisziert. Ein Strafverfahren für den von seinen sorgsamen Mitmenschen überraschten Bewohner wurde selbstverständlich eingeleitet.

 

An der Grenze zu Österreich wurden dafür die Beamten an der Grenzkontrolle Rottal-Ost Zeuge der vorweihnachtlichen Kiffermanie, als ein 18-jähriger Deutscher mit einem 17-jährigen Österreicher am Freitagabend noch schnell den Fahrerplatz im genutzten Automobil wechselte, bevor bei allen drei Insassen – darunter ein 15-jähriges Mädchen aus Sachsen-Anhalt – während folgender Überprüfungen geringe Mengen Cannabis aufgefunden wurden. Bei Blutkontrollen der beiden Fahrer wurde auch der Konsum des verbotenen Hanfrauschmittels festgestellt, weshalb eine Weiterfahrt für die folgenden 24 Stunden untersagt werden musste …

 

In Berlin musste man dagegen am zweiten Weihnachtsfeiertag entsetzt feststellen, dass die Zahl der Drogentoten in der Hauptstadt der Bundesrepublik trotz aller bundesweiten Kampfeinsätze gegen Cannabis nicht verringert werden konnte. Das Gegenteil ist leider der Fall: Mit 146 Todesfällen, die durch Heroin, Amphetamine, Crystal Meth, selbst Kokain und auch andere Arzneimittel hervorgerufen wurden, liegt diese traurige Zahl an der Spree nun um 11,4 Prozent höher als noch in 2016.

 

Legales Cannabis könnte an Weihnachten 2018 wohl eindeutig schönere Nachrichten über die Feiertage servieren.

4 Antworten auf „Kifferwahnsinn an Weihnachten

  1. Rainer Sikora

    Ein Autobahnpolizist der bei mir nach belastendem Material suchte,versicherte mir,daß sich garantiert niemals etwas an diesen Gepflogenheiten ändern wird.

  2. Papa

    Die armen Bubies wenn es tatsächlich irgendwann legal werden soll.
    Dann sind die Tage der leicht verdienten Sternchen vorbei.
    Ooohhhh wie schade !

  3. Ralf

    @Papa
    Da wird sich nichts ändern, denn die sind hochgradig süchtig nach Sternchen und man müßte die Hälfte von diesem unnötigen Schergengesockse rauswerfen und richtig arbeiten lassen, da haben die keinen Bock drauf also werden sie bis aufs Messer weiter diskriminieren und morden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.