Freitag, 30. Juni 2017

Gratis Cannabis für Obdachlose

 

Marihuana als Straßenfeger gegen harte Drogen.

 

Bild: Public Domain

 

Auch wenn Cannabis immer wieder fälschlicherweise als Einstiegsdroge bezeichnet wird, wissen aufgeschlossene Menschen mittlerweile, dass eher das Gegenteil der Fall ist. Wer von Zigaretten und Bier auf Marihuana und anschließend andere Suchtmittel umsteigt, hat möglicherweise auch Chancen, Cannabis bei richtiger Anwendung wieder als Ausstiegsdroge einzusetzen. Aus diesem Grund hat auch die Alkoholindustrie ihr Auge auf das medizinisch einsetzbare Genussmittel geworfen und die Pharmalobby hat vor dem Rückgang von ärztlichen Opiatverschreibungen zu fürchten. Nun möchte man in den USA einen Versuch wagen und mit gratis Cannabis für Obdachlose etwas gegen die widrigen Umstände der süchtigen, auf den Straßen San Franciscos lebenden Menschen tun.

 

Amy Farah Weiss, die Gründerin der Saint Francis Homelessness Challenge, arbeitet an einer Strategie, Obdachlosen mit einer Opioidsucht durch gratis abgegebenes Cannabis von der weiteren Nutzung der harten Suchtmittel abzubringen. Heroin, Meth und Crack wären häufig im Gebrauch bei den Süchtigen auf der Straße, die mit den steigenden Risiken einer Überdosis oder der wachsenden Gefahr sich mit Krankheiten zu infizieren, immer häufiger konfrontiert sind. Die Idee, den schweren Drogensüchten mit Cannabis entgegenzuwirken, wurde von einem Bewohner des von Amy Farah Weiss betreuten Projektes ausgesprochen, was die Aktivistin schnell zum Handeln bewegte. Auch wenn das Vorhaben noch in den Kinderschuhen steckt, formiert sich bereits ein Team für die Umsetzung: So hat eine Landwirtin namens Kelly Bradford schon angekündigt Joints und Cannabisöl gratis beizusteuern und die Ärztin Hanya Barth erklärte sich bereit die nötigen Verschreibungen auszustellen, damit die Cannabispatienten ihre Medizin legal einsetzen können.

 

Da Studien bereits die Wirksamkeit von Cannabis gegen durch Crystal-Gebrauch verursachte Löcher im Gehirn bestätigten und auch schon Crack-Süchtigen mit Weed ein Weg zurück ins Leben geebnet werden konnte, klingt gratis Cannabis für Obdachlose nach einem ernst zu nehmenden Ansatz für die Verbesserung der Umstände von Menschen, die täglich kurz vor dem Abgrund stehen.

 

Lasst sie gesunde Wurzeln schlagen.

4 Antworten auf „Gratis Cannabis für Obdachlose

  1. Fred

    Aber was ist mit der Jugend ? Ich muss mal wieder Frau Mortler anrufen und nachfragen !

  2. Littleganja

    Die haben es verstanden Daumen hoch!

    Habe mich schon oft mit Alkoholikern und Heroin abhängigen unterhalten, ich habe immer gefragt ob sie denken dass sie auch hier z.b. am Kiosk stehen würden, wenn es wie in Holland Coffeeshops geben würde? Die Antwort war immer die selbe, wenn es die Option des legalen Kiffen und die Verfügbarkeit wie in Holland gegeben hätte/würde, wäre sie voraussichtlich beim damals Hasch (Weed war früher minderwertig) geblieben. Ebenfalls habe ich mich auch über das Thema Entzugsklinik unterhalten, wenn Gras oder Hasch in großen Mengen und kostengünstiger wie Alkohol oder Heroin zur Verfügung gestanden hätte, wäre der Entzug zu Hause möglich gewesen, da der Entzug dann keine Rolle mehr für den betroffenen spielt oder zumindest in den Hintergrund tritt.
    Mit einem bekannten der schwere Alkoholiker ist, habe ich mal an einem Tag morgens früh angefangen schwarzen Afganen durch die Bong zu rauchen, bis mittags dann ist er ins Bett. Am nächsten Tag morgens bin ich zum weiterrauchen hingegangen, er erzählte mir, er habe den ganzen letzten Tag verschlafen und keinen Tropfen Alkohol getrunken. Es gab keinerlei Entzugserscheinungen, Krämpfe, Erbrechen usw. auch das Verlangen nach Alkohol war nicht vorhanden.

    Free Weed 4 Hobo!

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