Mittwoch, 17. Mai 2017

Gegen den Drogenkrieg auf dem Kirchentag

 

Hanf Museum Berlin bietet Platz für unkonventionelles Programm.

 

war on drugs
Foto: marker

 

Vom 24. – 28. Mai treffen sich viele gläubige Protestanten in Berlin zum Zelebrieren des evangelischen Glaubens. Da nur äußerst wenige der heiligen Zehn Gebote während des wütenden Drogenkrieges ungebrochen bleiben, böte sich die Woche des Deutschen Evangelischen Kirchentags eigentlich auch als geeigneter Rahmen an, um über neue Wege im Umgang mit berauschenden Substanzen nachzudenken. Leider scheinen derartige Gedanken bei den Organisatoren des religiösen Treffs jedoch nur bedingt erwünscht, weshalb eine spezielle Veranstaltung im Hanf Museum wohl keine Erwähnung im Programm der evangelisch geprägten Festivitäten erhielt. Auf dem kirchlichen Großereignis lässt sich dennoch etwas gegen das globale Unrecht ausrichten, besucht man die nun wenigstens auf unseren himmlischen Seiten ans beseelte Herz gelegte Veranstaltung.
Gegen den Drogenkrieg auf dem Kirchentag.

 

Unter anderem von dem auch durch den Schildower Kreis bekannten Pfarrer Michael Kleim initiiert, soll der Thementag am Freitag den 26. Mai im Hanf Museum Berlin stattfinden, auf dem argumentativ für eine Reformation der Drogenpolitik geworben werden wird. Die Pressemitteilung – mit einer Bitte um eine baldige Veröffentlichung sowie dem genauen Ablauf des geplanten Programms als Inhalt – folgt daher auf Wunsch der Organisatoren. Ein Besuch im Hanf Museum während des Kirchentags in Berlin, um gegen den Drogenkrieg eindeutige Stellung zu beziehen, sollte dagegen die Folge bei möglichst vielen christlichen Gläubigen sein.

 

„Drogenkrieg soll nach Gottes Willen nicht sein“

 

Ein Programm zur Reformation der Drogenpolitik am Rande des Berliner Kirchentages

 

Am Freitag, dem 26. Mai wird es am Rande des diesjährigen Kirchentages auch ein Programm geben, das sich kritisch mit dem Drogenkrieg auseinandersetzt. Im Hanfmuseum Berlin, Mühlendamm 5/ Nikolaiviertel wird von 11:30 – 17 Uhr Vorträge, Gesprächsrunden, Museumsführung und ein geistlicher Abschluss argumentativ für eine Reformation der Drogenpolitik geworben. Verantwortlich für diesen Thementag sind die Theologen Daniela Kreher, Martin Diaz (beide El Salvador) und Michael Kleim (Deutschland). Der Besuch dieser Veranstaltungen ist auch ohne Kirchentagskarte möglich.

 

Programm:

 

26. Mai Berlin Hanfmuseum (Mühlendamm 5)

 

Christen fordern: Stoppt den Drogenkrieg!

 

Ein unkonventioneller Beitrag zum Kirchentag

 

10:30 Presserunde im Hanfmuseum

 

11:30 Vortrag Pfarrer Michael Kleim, Gera: „Mörderische Nüchternheit – Prohibition und Menschenrechte“

 

12:00 Vortrag Rvdo. Martin Diaz, El Salvador: „Drogenpolitik im Norddreieck“

 

14:00 Gesprächsrunde: „Berührungsängste beim Thema Drogen“ mit Rev .Daniela Deborah Kreher, Deutschland/ El Salvador, Rvdo. Martin Diaz, El Salvador, Pfarrer Michael Kleim, Gera Impulse für Gemeinden und Kirchen

 

15:00 Vortrag Pfarrer Michael Kleim, Gera: „Auf dem Berg der Verklärung – spirituelle und transzendente Dimension außergewöhnlicher Wahrnehmungszustände“

 

16:00 Führung durch das Hanf-Museum

 

17:00 Geistlicher Abschluss

 

Unkonventionelle Beiträge sollen nach dem Willen des Programmchefs auf dem Kirchentag wohl nicht unbedingt sein …
… das könnte man zumindest sofort wieder glauben.

5 Antworten auf „Gegen den Drogenkrieg auf dem Kirchentag

  1. Warpaint

    „Nur wer seine Feinde kennt , kann sie besiegen“ . Cannabis ist eine Medizin und keine Droge und unbesiegbar . Aber der Krieg gegen Tödliche Drogen ,wie Coffein , Nicotin und Alkohol ,werden , wir , gewinnen , weil dieser Krieg auch ein Krieg gegen eine Kultur ist , eine Kultur der selbst und Naturzerstörung . Also , Feuer !

  2. helfende_Hand_statt_Faust

    Man kann keinen Krieg führen gegen Gegenstände egal ob Hanf, Alkohol oder Möbelstücke. Und Konsumenten, von was auch immer, auszugrenzen und zu verfolgen schadet letztendlich der ganzen Gesellschaft. Steuergelder werden verschwendet und Kriminelle subventioniert.

  3. Ernst Schmidbauer

    Ich glaube ja auch, ich glaube das Cannabis eines Tages legal sein wird.

  4. Ralf

    @Warpaint
    “ Aber der Krieg gegen Tödliche Drogen ,wie Coffein , Nicotin und Alkohol ,werden , wir , gewinnen ………..“
    Ein Krieg geht immer gegen Menschen und nicht gegen eine Sache, und er bewirkt Kollateralschäden, die die Unschuldigen treffen. Eines solchen Verbrechens möchte ich nicht schuldig sein, auch nicht gegen Alkohol-,Koffein- oder Nikotinkonsumenten.
    Tatsache aber ist, daß vor zwei Tagen mal kurz (damit es nicht so viele mitkriegen) morgens um 10 Uhr die Nachricht im Ticker eines Nachrichtensenders kam, daß ein Jugendlicher an einer Überdosis Kaffe und Energy-Drinks gestorben ist. Auch meine Oma ist mit 59 an ihrer Kaffeesucht (10 Kannen und mehr am Tag) gestorben. Koffein ist also definitiv eine Droge die töten kann und die Gesundheit schädigt (aber das Volk aus den Betten und an die Arbeit bringt), über Alkohol und Nikotin gibt`s eh nix zu diskutieren.

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