Mittwoch, 22. Februar 2017

Rodrigo Duterte entmachten

 

Demonstrationen gegen das Morden auf den Philippinen.

 

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Bild: Archiv

 

Das willkürliche Ermorden von potenziellen Drogenkonsumenten und Händlern auf den Philippinen hat endlich einige Menschen dazu veranlasst, sich gegen den autoritären Präsidenten Rodrigo Duterte aufzubäumen. Neben 280 Bischöfen der katholischen Kirche, die sich bereits vor über einer Woche öffentlich an den Papst wandten, und eine Exkommunizierung Dutertes wünschten, haben nun auch die Katholiken auf dem Inselstaat genügend Glaubenskraft entwickelt, gegen den brutalen Anti-Drogenkrieg zu demonstrieren. Rodrigo Duterte entmachten.

 

Circa zwanzigtausend Gläubige versammelten sich am Samstag den 18.02.2017 in der Hauptstadt Manila, wo man während des „Gang des Lebens“ gegen die „Verbreitung einer Gewaltkultur“ Gebete sprach und Hymnen sang. Die bisher größte Demonstration gegen die außergerichtlichen Todesurteile des durchknallten Präsidenten hatte dabei eine der ältesten und einflussreichsten Glaubensgemeinschaften unter ihren Teilnehmern.

 

In Berlin dürfen alle wütenden Pazifisten am kommenden Freitag ihrem Entsetzen auch etwas Ausdruck verleihen, wenn die Grünen in der Hauptstadt zur öffentlichen Solidarität aufrufen.  In der Kurfürstenstraße 194 sollen sich daher am 24.02.2017 um 14:00 Uhr möglichst viele Menschen vor der philippinischen Botschaft antreffen und unter dem Motto „Stop the Killings“ ein Ende der untragbaren Umstände fordern. Empfohlen wird seitens der Veranstalter, Schilder mit der Aufschrift „I could be a Drugpusher!“ anzufertigen.

 

Dieses Schild könnte sich Rodrigo Duterte möglicherweise bald auch schon selbst umhängen, da ihm aktuell von einem Senator und ehemaligen Marineleutnant belastende Tatsachen vorgeworfen werden, die auf seine vergangene Amtszeit als Bürgermeister zurückführen. Neben übermäßigen Kontobewegungen in vielfacher Millionenhöhe – bei einem Bügermeistersold von 30.000 $ Dollar – bringt auch ein ehemaliger Polizeibeamter Dutertes bisherige Darstellung ins Wanken.
Der zuvor allen aufkeimenden Anklagen vehement widersprechende Mann gestand letztendlich unter Tränen, als Chef einer Anti-Drogeneinheit 2,000 $ Dollar pro Hinrichtung erhalten zu haben, denen dann letztendlich sogar seine Brüder zum Opfer fielen – auf eigenen Tötungsbefehl.

 

Stop the Killings – Demonstration vor der philippinischen Botschaft
Kurfürstenstraße 194
10707 Berlin
Freitag, Februar 24, 2017 – 14:00

 

Rodrigo Duterte entmachten – und zwar sofort!

3 Antworten auf „Rodrigo Duterte entmachten

  1. Littleganja

    War gestern mit meiner Frau beim Hausarzt, habe ihn gebeten 80 Gramm auf ein Privatrezept zu schreiben.
    Meine Frau hat starke PMS (Prämenstruelles Syndrom), ist meiner Meinung nach keine „schwere“ Erkrankung, daher auch vermutlich keine Kostenübernahme durch KK (Privatversichert).

    Nach ca. 30 min war das Gespräch das eigentlich um mich ging beendet. Das Ende vom Lied, ich bekomme wenn es so weit ist 150 Gramm im Monat von der KK bezahlt (BTM – Rezept), meine Frau, falls die Medizin leer ist, kann sich dann auch erneut ein Rezept holen.

    Angenehme Nebenwirkung für meine Frau, falls sie jetzt ihre Medizin nehmen muß einige Stunden später Auto fährt und sie in eine Verkehrskontrolle kommt, ist das Fahren vom Arzt genehmigt also erlaubt!

    Ich empfehle jedem der denkt das Cannabis ihm bei seiner Krankheit hilft, einen Arzt seines vertrauen auf zu suchen und mit ihm vernünftig zu reden.
    Am besten noch Infomaterial mit nehmen wie die Verschreibung genau funktioniert, Sorten, Höchstmenge usw. dann sollte das schon klappen 😉
    Bedenkt an dem Tag an dem ihr euer Privat oder BTM Rezept in der Hand habt, hört für euch die Verfolgung durch den Staat & Co auf.

    Das soll kein Aufruf zum Drogenkonsum sein, ich will nur den unentschlossenen Mut machen, die Ärzte sind auch nicht mehr so wie vor 10 Jahren, mit denen kann man reden.

  2. Littleganja

    Niederlande – Cannabis könnte bald auch großflächig angebaut werden

    Die zweite Kammer des niederländischen Parlaments hat sich am Dienstag mit knapper Mehrheit für die Legalisierung eines umfangreicheren Anbaus von Cannabis-Pflanzen ausgesprochen. 77 Abgeordnete stimmten für die Vorlage und 72 dagegen, wie der Sender NOS berichtete. Die Initiative ging von der Abgeordneten Vera Bergkampf von der Partei D66 aus. Das Gesetz bedarf noch der Zustimmung der ersten Kammer. Dort ist ein Votum vor den Neuwahlen am 15. März aber unwahrscheinlich.

    In den Niederlanden wurde Marihuana zum persönlichen Gebrauch 1976 während der Hippiebewegung entkriminalisiert. Seither dürfen bis zu fünf Gramm in Coffeeshops verkauft und bis zu fünf Pflanzen angebaut werden. Inzwischen gibt es etwa 600 Coffeeshops im Land mit einem Jahresumsatz von mehreren hundert Millionen Euro. Die Coffeeshops locken auch Touristen aus dem Ausland an.

    Das in dem Gesetz vorgesehene System sieht eine staatliche Kontrolle der Cannabis-Zucht vor. „Für die Gesundheit der Bürger wird es besser sein zu wissen, woher die Pflanzen stammen“, sagte Bergkamp. Gegner der Initiative verweisen darauf, dass die Zucht von Cannabis-Pflanzen nicht mit internationalen Rechtsverpflichtungen im Einklang stehe und dazu führen könne, dass es mehr jugendliche Drogenabhängige gebe. Zahlreiche niederländische Kommunen sind dafür, Lizenzen für den Anbau ausgeben zu dürfen, um die Macht krimineller Banden bei der Marihuana-Produktion zu brechen.

    Quelle:welt.de

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