Dienstag, 31. Januar 2017

Leichen pflastern seinen Weg

 

Präsident der Philippinen will Polizei „säubern“ – und anschließend weiter morden

 

war-on-drugs

von Sadhu van Hemp
 

Seit sieben Monaten führt der philippinische Präsident Rodrigo Duterte einen gnadenlosen Anti-Drogen-Krieg, in dem nach offiziellen Angaben über 2250 mutmaßliche Drogendealer und -konsumenten „extralegal“ hingerichtet wurden. Leichen pflastern seinen Weg. Laut „Human Rights Watch“ (HRW) sollen Polizei und Todesschwadronen gar über 7000 Menschen abgeschlachtet haben. Dutertes Mordbilanz ist nicht von Pappe, lässt aber Zweifel an seiner Planerfüllung aufkommen: Hatte der Mordbube doch versprochen, auf dem Spuren großer Menschenschlächter zu wandeln und bis zum Ende seiner Amtszeit mindestens 100.000 Kriminelle abzumurksen. Selbst wenn Duterte weiterhin monatlich tausend Bürger niedermetzeln lässt, wird er sein Ziel weit verfehlen – sofern er nicht endlich selbst Hand anlegt und seine magere Quote von nur drei selbst begangenen Morden erheblich steigert.

 

Erschwerend kommt nun hinzu, dass die Sondertruppe der Polizei zur Drogenbekämpfung die Lizenz zum Töten zu eigenen kriminellen Aktivitäten missbraucht hat. An sich würde das niemand stören, doch ein kleines Missgeschick hat dabei das Verhältnis zu Südkorea derart getrübt, dass Duterte die Massaker an Btm-Straftätern kurzfristig aussetzen musste.
Im Oktober letzten Jahres war mithilfe eines gefälschten Haftbefehls ein 53-jähriger südkoreanischer Geschäftsmann in Manilas Polizeizentrale verschleppt worden, wo ihm noch am selben Tag der Hals umgedreht wurde. Von der Frau des Ermordeten erpressten die Entführer anschließend etwa 94.000 Euro Lösegeld. Gegen mindestens acht Polizisten wird nun ermittelt. Duterte entschuldigte sich gegenüber Südkorea und beauftragte seinen Polizeichef Ronald Dela Rosa mit der Auflösung der Anti-Drogen-Sondereinheiten. In den eigenen Reihen sollen „interne Säuberungen“ durchgeführt werden, um die Polizei von dem „Gesindel“ zu befreien. Künftig solle die lokale Polizei für Drogenvergehen zuständig sein. kündigte der Polizeichef an. Zudem soll eine Sondereinheit eingesetzt werden, die die Vorwürfe aufklärt.

 

Der stellvertretende Asienchef von HRW, Phelim Kine, hält Dela Rosas Ankündigungen für leere Versprechungen, da offenbar keinerlei Interesse besteht, die Massenmörder zur Rechenschaft zu ziehen. Die Maßnahme, die Mordkommandos aufzulösen, sei nur „eine leere PR-Geste“. Und wie es aussieht, ist die Einschätzung richtig. Bei einem Besuch des nationalen Polizeihauptquartiers am Montag ließ Duterte keinen Zweifel, dass er seinen unerbittlichen Feldzug gegen die Drogenkriminalität bis 2022 fortsetzen wird: „Ich werde den Anti-Drogen-Krieg bis zum letzten Tag meiner Amtszeit verlängern.“ Der praktizierende Christ wird also weiter ungeniert gegen das Fünfte Gebot Gottes verstoßen und dem Katholizismus das Antlitz des Teufels verleihen.

8 Antworten auf „Leichen pflastern seinen Weg

  1. Jemand

    Was habt ihr vom diesem geisteskranken Massenmörder anderes erwartet !? Leider ist dieser Abschaum Duerte kein Einzelfall das psychopatische Bekloppte zum Oberhaupt eines Staates ernannt werden ( * hust * Trump * hust * )
    Die Welt geht nunmal allerdings nicht erdt seit gestern den Bach runter…nur tut keiner was dagegen…das ist doch das einzig wirklich Traurige

  2. Schnatz

    In Deutschland stehen solche Verbrecher ja auch schon in den Startlöchern. Ich sage nur Höcke, Gauland, Petry etc.

  3. Jemand

    @Schnatz Stimmt!
    Ganz zu schweigen von den ganzen Verbrechern die zwar selber direkt kein Blut an den Händen haben aber durch Unterlassen von Hilfe (Flüchtlings“kriese“) die Unterstützung völkerrechtswidrigen Angriffskriegen (Irak Iran Syrien) usw die Verantwortung tragen! Die sitzen nämlich schon im Bundestag (und keine einzige der dort befindlichen Parteien kann sich davon reinwaschen! Auch nicht die Grünen oder die Linken!)
    Eigentlich wird es mal wieder Zeit für eine Revolution aber wir lassen uns von dem neusten Smartphone der neusten Konsole Dschungelcamp „Promi“hochzeiten und halbherzig ausgeführten Geschenken der Politikerkaste wie Mindestlohn und jetzt auch Cannabis als Medizin ablenken während weiter wie gehabt einige wenige geld- und machtgierige Menschen den Rest der Menschheit versklaven und ausbluten lassen!

  4. Noetiker

    Wer zum Schwert greift, der wird durch das Schwert umkommen!
    Das Projektil, in welches der Namen Rodrigo Duterte eingeaviert wurde, wird schon in irgendeinem Magazin stecken. Da brauch ich kein Prophet für sein.

    Gruß Noetiker

  5. U-G

    Guten Abend Hanfgemeinde…

    nach wie vor ist das hier meine politische Heimat, obwohl ich heftig übertrieben hatte fern von Drogenkriegen, muss ich mich wieder melden, denn einige User haben es gecheckt dass viel mehr hinter steckt, als manche glaubten…

    Hier ein Song der für mich, aber auch für Euch spricht und singt…bitte zuhören…

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