Samstag, 11. Februar 2017

Düsseldorf will Cannabis studieren

 

Weiter gehen, als es das Gesetz zu Cannabis als Medizin erlaubt.

 

er läuft & läuft & läuft...
Illu: mark marker (c) 2011

 

Bevor der Bundesrat am Morgen des 10.02.2017 das Gesetz zu Cannabis als Medizin wie erwartet abgesegnet hat, machte sich schon erneut eine kleinere Metropole Deutschlands für die nicht kranken Konsumenten von Marihuana stark. Überraschend stark, wie befürwortende Presseorgane bemerken. Düsseldorf will Cannabis studieren, vor dem vollständigen Legalisieren.

 

Am Donnerstag hat der Gesundheitsausschuss in Düsseldorf darüber beraten, wie man an dem Plan festhalten könne, legale Abgabestellen von Cannabis für Erwachsene einzurichten. Aus diesem Grund holt man sich Berater aus der Suchthilfe zu Rat, die Einschätzungen darüber abgeben sollen, welche Auswirkungen die legale Versorgung mit Cannabisblüten für Konsumenten hätte. Auch gehört dabei zu den Aufgaben der Suchthilfe, zu prüfen, ob der Umstieg von Konsumenten auf härtere Drogen bei einem legalen Angebot verhindert werden könne. Um dies herauszufinden, plant man nun – mittels einer noch zu beantragenden Ausnahmegenehmigung – eine wissenschaftliche Studie mit 500 Teilnehmern voranzubringen. Sollten sich bei Durchführung positive Effekte für die Stadt ergeben, wolle Düsseldorf beim Bundesamt für Arzneimittel einen Antrag stellen, die angewandte Handhabung auf alle erwachsenen Bewohner ausweiten zu können.

 

Die Landeshauptstadt seiner heilen NRW-Welt zusammenbrechen sieht in einem derartigen Fall dann wohl der Polizeipräsident von Essen/Mülheim Frank Richter, der am selbigen Donnerstag auf den Abend zu einer Cannabis-Diskussionsrunde der Jusos in Mülheim geladen war. Dort beklagte er zuerst die vielen Todesfahrten unter übermäßig berauschten Cannabiskonsumenten, um nach Kritik aus dem Publikum die Forderung auszusprechen, man solle doch lieber ein Alkohol- und Tabakverbot fordern, anstatt für die Legalisierung von Marihuana zu plädieren: „Statt die Legalisierung von Cannabis zu fordern, sollten wir lieber sagen: Lasst uns Alkohol und Tabak auch verbieten.“ – Frank Richter – Polizeipräsident Essen/Mülheim – 09.02.2017.

4 Antworten auf „Düsseldorf will Cannabis studieren

  1. Haut rein! ;-)

    Haut rein! 😉

    [… Das beste Geburtstags-, Oster-, Weihnachts- und ebenso Fortbildungsgeschenk, das aufgeklärte Patienten unaufgeklärten Ärzten derzeit machen können.

    >>Cannabis als Medizin>>

    „Start low, go slow“ ist der wichtigste Grundsatz bei der Therapie mit Cannabis. So erreicht man die optimale Dosis und Wirkung bei minimalen Nebenwirkungen. Dieser Leitspruch gilt aber auch für Sie: Bauen Sie Berührungsängste ab und gewinnen Sie Sicherheit bei der Behandlung mit Cannabis!
    Erstmalig haben Sie die Möglichkeit, Cannabis auf Rezept zu verordnen. Alles, was Sie dazu wissen müssen, haben ausgewiesene Fachleute für Sie zusammengestellt:

    – Indikationen
    – Einnahme, Wirkung, Wechsel- und Nebenwirkungen
    – Regularien und Verschreibung
    – Praktische Tipps, z. B. zu Reisen oder zur Teilnahme am Straßenverkehr

    Nutzen Sie Ihre Chance, auch den Patienten zu helfen, bei denen etablierte Therapien bisher versagt haben!
    „Diese Verordnungshilfe werden Ärzte zu schätzen wissen, wenn Patienten nach einer Behandlung mit Cannabis fragen. Durch die Lektüre sind Arzt und Ärztin schnell und umfassend über alles Wichtige und praktisch Relevante rund um das Thema Cannabis und Medizin informiert.“
    Prof. Dr. Kirsten Müller-Vahl

    Die vorliegende Verordnungshilfe mit aktualisierten Fakten und Empfehlungen zu allen Facetten des Cannabis mit seiner komplexen Pharmakologie gehört in jede Arztpraxis, die sich der Herausforderung einer Cannabismedikation stellen will.
    Prof. Dr. Rudolf Brenneisen

    Dieses Werk stellt eine wertvolle Hilfe für Ärzte und Ärztinnen dar, die ihre Patienten mit Cannabis und Cannabinoiden behandeln wollen. Sie werden darin wertvolle Hilfestellungen für die praktische Anwendung finden.
    Prof. Dr. Joachim Nadstawek …]

    https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1873751149572990&id=1643480862600021

  2. Fred

    Solange die derzeit Regierenden nicht aus ihrem konservativen Altersstarrsinn erwachen oder bei der nächsten Wahl aufgeweckt werden, ist das ganze mal wieder zum Scheitern verurteilt.

    Und einem Frank Richter soll gesagt sein, das der Polizeiapparat trotz aller Möglichkeiten, bis hin zu rechtsstaatlich höchst fragwürdigen Methoden, den Drogenkonsum nicht abschaffen konnte. Ein Verbot der Alltagsdrogen Alkohol und Nikotin auch nur im Ansatz kontrollieren zu wollen grenzt an totaler Selbstüberschätzung. Einem denkenden Menschen bleibt da nur Kopfschütteln.

  3. 13/19Banana

    …aber Fred, das nützt doch nix. Wer bleibt oben, wer bleibt an der Macht?? Na, die!!!! Fred, ich sag dir was; Du nennst Sie, die derzeit Regierenden. Ich nenn Sie, die ewig gestrigen!! Wer an Altersstarsinn erkrankt ist oder leidet, der muß unbedingt aus führender Position in einem gut laufenden Betrieb ersetzt werden!! Aufwecken nützt
    da schon lange nichts mehr!!!

  4. Fred

    @13/19Banana

    Du hast völlig recht. Nur mir fehlt der Glaube. Zum Schluss wird es „Mutti “ wieder machen. Und die passt wie ne Glucke auf, das hier keiner kifft. Zumindest nicht ohne Rezept. Und selbst wenn sie es nicht packen sollte… wer bietet sich als Alternative an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.