Sonntag, 14. Juni 2015

Auf den Hanf gekommen – Teil 2

 kimo_blüte

Text und Bilder: Kimo

Cannabis als Medizin war noch vor 15 Jahren so gut wie vergessen“

Nicht nur Tod- oder Schwerstkranke nutzen Cannabis als Medizin, sondern auch ganz normale Menschen, die an chronischen Krankheiten leiden. So wie Highno*, der seit seinem fünften Lebensjahr an Migräne leidet. Hier nun der zweite Teil unseres Interviews mit Highno* und seinem Medical Grow, den er einer Ausnahmegenehmigung noch immer vorzieht.

 

 

Erzähl mal ein wenig über „Dein Kraut“!

 

Kurz nach dem Unfall habe ich gemerkt, wie teuer die Medizin auch auf dem Schwarzmarkt ist. Vor dem Malheur habe ich nicht oft was gebraucht, kurz danach hatte ich meine erste Lampe. Der nächste Growshop war nicht weit und mein erster Kauf war ein Buch von Ed Rosenthal. Nach den ersten beiden Kapiteln war ich zurück im Laden und habe mir eine 400-Watt Natriumdampflampe, Lüfter, Filter, Erde, Dünger, Töpfe und ein wenig Kleinkram für insgesamt 250 Euro besorgt.

Für meinen ersten Grow hatte ich mir noch Samen aus Amsterdam geholt. Doch ich hatte damals schon vor, mir aus den mitgebrachten Sorten auch eine Mutterpflanze zu selektieren. Als Lokalität hatte ich dazu die ungenutzte Ecke hinter der Toilette meiner Altbauwohnung gewählt. Eine Homebox kam für mich nicht in Frage, weil meine Wohnung einfach keine Ecke für so ein auffälliges Möbelstück bietet. Hinter dem Klo war noch ein guter Meter Platz, außerdem gab es ein Mini-Fenster für die Frischluftzufuhr, das aufgrund seiner Größe einfach zu tarnen war. Ich hatte also bereits drei Wände, so dass ich die ganze Box mit einer einfachen Rigipsplatte lichtdicht bekommen habe. Ich habe von Anfang an auf mein schlaues Buch gehört und meine Mini-Grows so eingerichtet, dass sie weder gestunken noch Lärm verursacht haben oder gar für Uneingeweihte sichtbar waren. Vielleicht ist das auch einer der Gründe, weshalb ich das jetzt schon seit einer Weile mache, ohne dass es je ein Besucher mitbekommen hat oder gar Schlimmeres. Meine allererste Ernte aus Samen war spitze und ich meinte, das geht jetzt immer so weiter. Pustekuchen, denn mit dem Einrichten meiner kleinen, vegetativen Kammer ging es erst richtig los. Ich hatte erst Probleme mit dem Schneiden der Stecklinge, Schädlinge und sowieso nicht die richtige Mutter für meine Bedürfnisse selektiert. Die war zwar fett, aber einfach zu groß für meine kleine Box. Die nächsten Ernten waren dann eher bescheiden, aber nach vielen Monaten hatte ich die Anlaufschwierigkeiten in der  Mutterkammer im Griff sowie eine Mutter selektiert, mit der ich wirklich zufrieden war. Endlich hatte ich eine kerngesunde, ertragreiche „Red Cherry Berry“-Mutti. Mit der war ich wieder auf dem Niveau meiner allerersten Ernte. Außerdem habe ich dabei auch gemerkt, dass eine Mutti-Kammer viel mehr Arbeit macht als eine Blühkammer, auch wenn sie viel kleiner ist. Dort habe ich natürlich trotz meines schlauen Buches den ein oder anderen Fehler gemacht und dafür bezahlt: Vor Dingen wie Überdüngung, Unterdüngung, Schädlingsbefall in allen Varianten, kaputter Zeitschaltuhr und damit verbundener Irritation der Pflanzen, Filterausfall, Geilwuchs, nicht identifizierten Männchen beim Selektieren schützt kein Buch, nur Erfahrung und das damit verbundene geschulte Auge vermeiden Fehler und die mit ihnen verbundenen Schäden früh genug. Die „Red-Cherry Berry“ begleitet mich bis heute, sie ist sozusagen meine Basis. Außerdem habe ich immer mal eine kleine Mutti einer Sorte, die ich austesten will. Zurzeit steht eine „Chemdog“  zur Probe in der Blütekammer und als Kopie daneben in der vegetativen Zone meiner Grow-Ecke. Für mich ist die tägliche Versorgung wie für andere ihre Modelleisenbahn, ein schönes Ritual, ein lieb gewonnenes Hobby. Außerdem kommt noch was sehr Nützliches raus, als Patient eine runde Sache, wenn es nicht immer noch verboten wäre.
Hast Du die aus regulären oder feminisierten Samen selektiert?

 

Leider aus feminisierten, weil beide Sorten von Breedern stammen, die keine regulären Samen mehr verkaufen. Aber die „Red Cherry Berry“ ist seit langer Zeit stabil und mit der „Chemdog“ hatte ich bisher auch noch keine Probleme.  Das ist jetzt mein zweiter Grow mit den edlen Senoritás, die wirklich steinharte, kompakte Buds produzieren. Die „Red Cherry Berry“ ist „meine“ Sorte. Zumindest ist sie für mich von allen Strains, die ich ausprobiert habe, bislang der, der mir am besten zusagt. Sie vereint Sativa-Eigenschaften mit denen einer Indica und schmeckt, als hätte sie mindestens 70 Tage gestanden. Dabei ist sie nach 60 Tagen fix und fertig und fast so weiß wie meine erste „White Widdow“, die leider zu groß für meine niedrige Box war. Der Wuchs ist schön verzweigt, trotzdem ist der Top-Bud extrem fett ausgebildet. Ich musste die Tops schon in der vierten Blütewoche mit einem Netz stützen, weil sich die Stiele schon nach der Hälfte des Blütezyklus unter deren Gewicht nach unten gebogen haben. Ich habe von Anfang an einen Cooltube benutzt, den ich nach der Lektüre eines Artikels im Hanf Journal mit einem Adjust-a-Wings Reflektor aufgetuned habe. Ich kann hier mit der 400er Leuchte sage und schreibe bis 20 Zentimeter an die Pflanzenspitzen rangehen, ohne dass die verbrennen. Den Spreader nutze ich gar nicht, weil es mit dem Cooltube auch keinen echten Hotspot gibt. Daneben haben der Kauf einer Osmoseanlage, genaues Messen der relevanten Werte sowie eine wirklich regelmäßige Schädlingsprophylaxe mit Neem-und Rizinus Öl wirklich messbare Verbesserungen, im Vergleich zu meinem Anfangs Set-Up, zur Folge gehabt. Ich halte viel von guter Technik, dafür wenig von so genannten Düngerfetischisten.

 

 

Welchen Dünger und welches Equipment nutzt Du?

 

Ich habe eine schallgedämmte 240m³/h Isobox als Abluft, einen ultraleichten Filter und als Beleuchtung ein elektronisches, regelbares 400 Watt Vorschaltgerät mit Super-Lumen Stufe, die ich ab der vierten Blütewoche auch nutze. Dann habe ich zehn Prozent mehr Licht für die Buds, allerdings verbraucht das Gerät dann auch 440 Watt. Aber ich finde, das ist es wert. Als Medium nutze ich Bio-Erde aus dem Growshop in 7,5 Liter großen Smart-Pots. Gedüngt wird mit einem zwei Komponenten Bio-Dünger, Zusätze habe ich schon verschiedenste ausprobiert. Bei der aktuellen Ernte habe ich Start- und Blütebooster sowie Enzyme und Huminsäure in der Endblüte gegeben. Das sind allesamt keine mineralischen Zusätze, sondern rein organische, die keine Salze enthalten und den Ec-Wert nicht ändern. Die „Red Cherry Berry“ vertragen ganz ordentlich Dünger, mehr als viele andere Sativa-lastige Strains, die “Chemdog“ dafür nicht. Leider habe ich die nicht extra gedüngt und deshalb haben sie ein wenig zu viel Nahrung abbekommen. Ich fange bei ihnen mit 1,2mS in der ersten Blütewoche an und gehe dann langsam bis auf 2,1mS in der fünften Blütewoche hoch. Danach senke ich den EC-Wert wieder sukzessive bis auf 1,6mS. In den letzten 10 Tagen gibt es nur noch klares Wasser und Huminsäure mit einem 5,5er pH-Wert. Sonst liegt der pH-Wert bei 6,0. Anfangs gieße ich alle zwei Tage ungefähr einen halben Liter pro Pflanze, bis zum Blüteende steigert sich das auf das Zweieinhalbfache. Beim gießen „lese“ ich jede Pflanze individuell. Ich sehen, wie viel sie trinkt, ob sie unten eventuell Blätter verliert, schaue nach Schädlingen oder drehe sie auch mal ins Licht, wenn andere Pflanzen den zarten Trieben die Sonne nehmen. Den Gießzeitpunkt lege ich fest, indem ich den Topf kurz anhebe. Ich habe früher den Finger in den Topf gesteckt, um zu fühlen, ob ich gießen muss. Mit den Jahren habe ich gemerkt, dass es beim Indoor-Anbau im unteren Bereich der Topf aber oft noch sehr nass ist, während im oberen Drittel schon ziemliche Trockenheit herrscht. Deshalb hebe ich lieber an, anstatt zu fühlen.

 

 

Ist die „Red Cherry Berry“ eigentlich eine „schwierige“ Sorte? Wie sieht es mit dem Ertrag aus?

 

Ich kann ja mal von Anfang an erzählen. Eine Woche nach dem Umtopfen waren sie ungefähr 25 cm hoch und ich habe mich entschlossen, den Lichtrhythmus auf 12/12 Stunden umzustellen, um die Blüte einzuleiten. Die „Red Cherry Berry“ werden in der Blüte ungefähr viermal so groß wie zu Blütebeginn und sind bei einem Meter Endhöhe optimal für meine insgesamt nur 1,60 hohe, selbst gezimmerte Box. Sobald ich die Beleuchtungszeit umgestellt hatte, haben die neun Mädels erheblich an Tempo zugelegt und waren Ende der zweiten Woche schon 60 Zentimeter hoch. Zu diesem Zeitpunkt haben sich die ersten Blüten entwickelt, woraufhin ich das blaue Leuchtmittel gegen eine rot leuchtende Natrium-Dampflampe getauscht habe. In der vierten Woche waren die Blüten bereits so gut entwickelt, dass ich ein Pflanzennetz zum Stützen gespannt habe.

Die Internodien waren schön kurz und nach fünf Wochen waren Länge und Form der Topbuds bereits absehbar, auch die Seitentriebe waren wie bei einer Sativa üblich bestens ausgeprägt. Die Blüteentwicklung hat, ganz Sativa-like, erst in der dritten Woche richtig angefangen und ist extrem schnell fortgeschritten, gegen Ende der sechsten Woche ist dann noch was Seltsames passiert: Innerhalb von drei Tagen hat der Topbud eine schneeweiße Spitze ausgebildet. Diese Spitze ist mittlerweile, also heute am 58. Tag, auch voller Harz und ich habe gestern mit dem Mikroskop geschaut: Die Harztropfen werden schon milchig, die Blätter haben auch kaum noch Nährstoffe. Ich denke, in zwei bis drei Tagen kann ich mit der Ernte anfangen. Die Topbuds sind allesamt Unterarm lang, nur die leicht überdüngte Chemdog hat keine „Keule“ entwickelt. Dafür sind ihre Buds extrem hart und kompakt. Aber ich denke, ich schicke die Kopie bald auch in die Blüte, ohne aus dem Strain eine Mutter zu machen. Mal sehen, was ich mir als nächsten Zweit-Strain zulege. Insgesamt ist die „Red Cherry Berry“ ziemlich einfach anzubauen, auch die Mutter ist nicht anfällig und die Stecklinge wurzeln schnell und haben eine sehr geringe Ausfallquote. Sie braucht allerdings Platz und ein paar Tage zum Vorwachsen. Ob sie für einen „Sea of Green“ geeignet wäre, bezweifle ich. Ihre Seitenäste machen trotz der fetten Tops fast 50 Prozent des Ertrags, bei einem „Sea of Green“ müsste man zu viele Seitenäste abnehmen, damit sich die Ladys nicht gegenseitig das Licht klauen. Neun Pflanzen sind auf der kleinen Fläche von 90×70 cm voll ausreichend. Der Typ im Shop meinte mal, er würde 15 Pflanzen unter die 400er stellen und sie schon bei 15 Zentimeter Größe blühen lassen. Aber ich glaube, der wollte mir nur mehr Töpfe und Erde verkaufen.

 

 

Was für einen Ertrag erwartest Du?

 

Ich wiege meine Ernten nie. Weil ich sie ja nicht weitergebe, aber ich würde sagen, ihr Ertrag liegt im oberen Mittelfeld. Für eine Edelsorte finde ich sie sogar extrem ertragreich. Beim letzten Mal hatte ich ungefähr 35 Gramm an einer Pflanze ich denke diesmal sind es noch ein paar mehr. Rechnet selber, Hauptsache es reicht für meine Schulter, ein paar schöne Stunden und den Wochenend-Joint mit meiner Süßen.

 

 

Wo trocknest Du?

 

Ich hänge die getrimmten Pflanzen am Stück kopfüber in meine Box – Licht aus, Lüfter an.  Dann trocknen die Pflanzen sieben bis zehn Tage auf der Leine, bevor ich sie in lebensmittelechte Behälter verpacke. Die werden täglich ein paar Stunden gelüftet, bis ich keinen Grinder mehr zum Zerkleinern brauche, das Gras aber noch eine ganz geringe Restfeuchtigkeit hat. So kommt es fest verschlossen in den Kühlschrank, wird mit der Zeit sogar noch leckerer und bleibt lange frisch. Mit Ausnahme der Sommermonate geht es, wenn ich die Box nicht mehr zum Trocknen brauche, meistens wieder von vorne los. So schaffe ich es, mit drei Ernten pro Jahr meine Versorgung mit Medizinal-Hanfblüten autark zu sichern. Im Prinzip bin ich mit der Situation ganz zufrieden, aber nach fast zwanzig Jahren Illegalität habe ich immer noch die Hoffnung, mein erworbenes Wissen und meine Erfahrungen eines Tages offen und legal teilen zu können, um damit anderen chronisch Kranken zu helfen. Ich kann gar nicht glauben, welch einen Affentanz die Politik aufführt, wenn es um den Eigenanbau von Patienten geht. Hanfanbau ist auch unter Kunstlicht keine Hexerei, auch wenn Hanfanbauende heute, ähnlich wie Hexen im Mittelalter, verfolgt werden. Der Verzicht auf meine Medizin wäre für mich schlimmer als die zu erwartende Strafverfolgung. Leider sehen das nicht alle Patienten so, einige stellen das BtMG über ihre eigene Gesundheit. Das muss leider noch jede/r für sich selbst abwägen. Ich sehe das so: Würden sie mich heute erwischen, stünden morgen die nächsten Pflanzen da. So lange, bis sie mich in den Knast schicken. Da bezahlt dann hoffentlich die Kasse bald meine Medizin.“

 

 

Dem können wir uns leider nicht anschließen, denn unsere Leser/innen dürfen nicht zuschauen, nicht selbst anbauen oder Deine Worte gar als Aufforderung zum illegalen Hanfanbau verstehen. Wir danken Dir für das Gespräch, Highno. Bis zum nächsten Mal.

 

Ich danke Euch. Bis demnächst. Grüße an alle Selbstversorger.

 

 

* Name von der Redaktion geändert

 

5 Antworten auf „Auf den Hanf gekommen – Teil 2

  1. Die Schattenmacht bei ARTE

    Hanf ist (nicht nur!) Medizin! 🙂 🙂 🙂

    Danke für diese umfangreichen Informationen. 😉

    Information und Aufklärung sind, meiner Meinung nach, die besten „Waffen“, um der „Schattenmacht“ den Hanf zu entziehen und diese wunderbare Heil- und Nutzpflanze wieder allen Menschen zugute kommen zu lassen.

    Weitere Infos hier: http://www.arte.tv/guide/de/sendungen/TH-012189/die-schattenmacht und hier: Thesen zum „System Prohibition“ – http://workupload.com/file/MLe4gWCe

    Hängt euch rein! 🙂 Nehmt Kontakt auf … mit den Machern der Dokus! 🙂 Arbeitet zusammen! 😉 Verbreitet dieses Wissen! 🙂

    Intensivkurs für die Debattenprofis 😉 hier 🙂 🙂 🙂 http://www.larsschall.com/2011/09/03/hinter-dem-lenkrad/
    [ … Kaum eine andere ernsthafte Gesellschaftsplage ist mit so viel Heuchelei und fehlerhaften Annahmen verbunden wie das Drogengeschäft. Also sprach Lars Schall mit Catherine Austin Fitts, die den wahren Sachverhalt erklärt: “Es ist ein sehr altes Geschäft. Es geht zurück auf die Frage, wie man das meiste Territorium mit den wenigsten Akteuren als möglich kontrolliert.” …]

    Lasst uns den Hanf zurück erobern! 🙂 Rettet die Wüste. Save the desert! 🙂

    More comming soon 🙂

  2. Hero Lucky Unchanged

    Kämpft für die Freigabe von Cannabis. Das ist und war unser Ding. Das lassen wir uns auch von den Anzugsträgern nicht mehr nehmen.
    Und Pharmaindustrie: Finger weg von Cannabis. Das ist nicht mehr euer Medikament und schon gar nicht euer Geld! Es reicht!! Medizinische Forschung und Pionierarbeit haben wir geleistet, wir die Kiffer. Und dafür will ich jetzt meinen Anteil.
    Forschung und Wahrheit ist doch angeblich unser höchstes Gut. Cannabis verhindert Schlaganfall, Diabetes, Herzinfarkt, Alzheimer,… und trotzdem werden wir Medizinpioniere dafür in kleine betonierte Räume jahrelang eingesperrt. Wer entschädigt uns jetzt?

  3. egofreund

    JA!
    Wir brauchen genau diese Aufklärung.
    Wir müssen uns nur vernetzen.
    Wenn wir mit einer „Stimme“ sprechen können,
    werden wir gehört und können diese Hanf-Vorurteile aufklären.
    Die Hanf-Kultur ist das, was wesentlich besser zu uns Menschen passt,
    als dieses auf Alkohol und Kapitalismus basierende Angst-Denken.
    OH MAN, gebt den Hanf frei !!

    Freiheit, Frieden, Hanf !!!
    Ich werde nie aufhören, diesen Traum zu träumen.
    Wir können es echt schaffen.
    Los Leute, schiebt das Ding mit an!

    …..LEGALIZE HEMP !!!

  4. j.s

    ch wollte mal meine Erkentnisse zum Thema Streckmittel mit euch teilen, weil ich glaube das es vielleicht wichtig ist das andere bescheid wissen, vielleicht ist das was ich zu erzählen habe ja auch nichts neues…

    Mann wird es wohl kaum glauben, aber Fakt ist das dass meiste Gras Heute, ich würde auf ca. 90-95% tippen, mit Brix ähnlichen Stoffen gestreckt ist. Diese werden immer weiter entwickelt und als Blütebooster vertrieben. Diejenigen die das Marihuana anbauen haben meist selbst gar keine Ahnung das sie mit diesen Mitteln ihr Gras strecken, sind ja meist selbst keine Konsumenten, sondern bauen Marihuana nur aus finanziellem Zweck an. Da verlässt Mann sich eben auf die netten Herren im Growshop, die mit den verkauften Boostern ordentlich Profit machen, 1L kostet 50 Euro. Die Growshops verkaufen diese Booster als Teil von Düngeschemen und die Leute benutzten es weil mit diesen Zusatzstoffen so gut wie jede Ernte gut gelingt, kein Schimmel, Immer Kompakte harzige Buds und guter Ertrag. Das dies aber durch wachstumsregulierende Hormone, Aromastoffe und andere teils giftige Chemikalien erreicht wird, ist davon dringend abzuraten. Das Problem sind in diesem Fall nicht diejenigen die das Gras anbauen, sondern in erster Linie die Skrupellosen Düngemittelhändler und Hersteller, die mit Ihren Produkten auf Legale Art und Weise an der Schattenwirtschaft mitverdienen. Auf Kosten des Konsumenten.

    Ich bin auch davon überzeugt das es eine gewisse Grundzusammensetzung bei diesen Boostern gibt. Habe bei Herstellern wie Canna, Atami, Hesi etc. pp. immer ähnliche Merkmale gesehen, wobei die Unterschiede meist im Geruch und im Aussehen zu erkennen sind. Jedoch riecht das mit dem jeweiligen Booster behandelte Produkt immer gleich, daher ist davon auszugehen das Aromastoffe enthalten sind.
    Bei zumindest zwei Zusatzstoffen bin ich mir sogar sicher das sie immer enthalten sind:

    Kohlenhydrate (die Zusammensetzung macht hier glaube ich auch Unterschiede)
    Triacontanol (Wachstumsregulierendes Hormon für Pflanzen)

    außerdem bin ich mir fast sicher das auch meistens ein Polymer enthalten ist.

    Was die Vermutung angeht das die Holländer ihr abgeskufftes Dope nochmal in diese Giftbrühe eintunken muss ich sagen das ich davon ausgehe das es zwar vorkommt aber meistens nicht so ist. Hab mich selbst schon mit ein paar ‚Bauern‘ unterhalten als mir aufgefallen ist das ihr Gras gestreckt ist, und die meisten wussten nicht das sie mit den Boostern ihr Gras versauen.

    Ich habe mich auch in verschiedenen Growshops mit den Inhabern unterhalten, war ihnen vollstens bewusst was sie da verkaufen und was enthalten ist. Bei der Frage wie sie das Moralisch verantworten können wurde mir zb. gesagt: „Die Welt geht ja eh vor die Hunde“.

    Lg 
    saintsomeone

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