Samstag, 17. Juni 2023

Arzt gibt Cannabis, Ecstasy und LSD an Patienten

Foto:Su/Archiv

Arzt gibt Cannabis, Ecstasy und LSD an Patienten. Jetzt wurde der Arzt festgenommen und inhaftiert. 

Ein Arzt in Mannheim (Baden-Württemberg) soll Cannabis an Patienten abgegeben haben. In mindestens 5 Fällen soll der Arzt dem Patienten Cannabis ohne medizinische Indikation verordnet haben. Dies berichtet das Ärzteblatt. Der Arzt hat das Cannabis lediglich auf den Wunsch der Patienten verschrieben ohne dabei auf eine klare medizinische Indikation zu achten, berichteten die Polizei und Staatsanwaltschaft.

Dafür soll der Arzt mindestens 1.500€ pro Patient bekommen haben. Ebenfalls soll der Arzt dabei angeblich billigend in Kauf genommen haben, dass das Cannabis weiterverkauft wird. Dies ist eine absurde Behauptung, die sich nicht halten kann. Auf welcher Grundlage wird davon ausgegangen, dass das Cannabis weiterverkauft wird? Die Menge? Anzahl an Verschreibungen? Der Patient sieht aus wie ein Dealer? Nach dieser Logik müsste jeder Arzt, der einem Schmerzpatienten Oxycodon (ein starkes Opioid, auch Betäubungsmittel) verschreibt, auch billigend in Kauf nehmen, dass diese Pillen weiterverkauft werden. Da gibt es schließlich 100 Pillen in der Packung. 

Der Mann wurde am Montag in seiner Praxis festgenommen. In seinen Privaträumen wurden 49 Gramm Ecstasy (MDMA) sowie 500 LSD-Blotter gefunden. Der Arzt hat wohl versucht, Patienten auf innovative Art zu helfen. LSD hat eine lange Liste an psychischen Erkrankungen, bei denen es helfen kann.  Ähnliches gilt auch für Ecstasy. In Deutschland sind wir noch nicht so weit, dass wir das Potenzial dieser Medikamente erkannt haben. Dem Arzt wurde nun die Approbation entzogen und er sieht sich einem Strafverfahren entgegen. 

Ein Beitrag von Simon Hanf

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8 Kommentare
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trec.
9 Monate zuvor

Hi,

Alles kann helfen wenn es richtig angewandt und und Menschenrechtskonform ist.

Das Streben nach Glückseeligkeit ist ein Menschenrecht.

Auch mit Lügen kann Glückseeligkeit erreicht werden, aber nur für die Lügner und Lügnerinnen oder andere wie Institutionen erinnerinnen.

Glückseeligkeit darf nie auf dem Leid Anderer gründen und beruhen

Zuletzt bearbeitet 9 Monate zuvor von Trec 0.1
trec.
9 Monate zuvor

Zuletzt bearbeitet 9 Monate zuvor von Trec 0.1
Rogg
9 Monate zuvor

Friede seiner Asche…R.I.P…..

Rainer
9 Monate zuvor

Für echte Patienten legal.Koffein für die Haare,und nur für die Haare.

Caki
9 Monate zuvor

Was ist denn nun mit Legalisierung????
‍♀️

Haschberg
9 Monate zuvor

Dieser Mediziner ist wenigstens mal `ne echte Alternative zu den ewig gestrigen Pharmaärzten, denen außer gefährliche Ibuprophen-Pillen zu verschreiben nicht viel Vernünftiges einfällt.
Es ist wirklich an der Zeit, endlich mal sinnvolle Alternativen auszuprobieren, so wie es dieser Arzt versucht hat.
Allerdings gerade mal so 1500 Euro dafür zu verlangen (für welchen Behandlungszeitraum eigentlich), halte ich jedoch nicht unbedingt für fair.

Qi San
9 Monate zuvor

Timothy Leary (Set und Setting) war ein amerikanischer Psychologe, Autor/Guru/Hohepriester/Prophet der Hippie-Bewegung und des LSD. Leary propagierte den freien und allgemeinen Zugang zu psychedelischen Drogen wie LSD, Mescalin oder Psilocybin. Richard Nixon erklärte ihn zu einem der gefährlichsten Männer der Welt und zum gefährlichsten Mann Amerikas. Er wurde verfolgt und eingebuchtet …

Am 21.04.1997 wurden 7 Gramm seiner Asche sowie von 24 weiteren Persönlichkeiten,
(z.B. Gene Roddenberry) mit einer Pegasus-Trägerrakete in den Weltraum geschossen.

Zuletzt bearbeitet 9 Monate zuvor von QiSan
Stiller Mitleser
9 Monate zuvor

Recht progressiv der Gute Ich hatte auch mal wieder die leidige Erkenntnis wie borniert, rückständig und ideologisiert viele Ärzte doch sind. Ich hatte während der Sprechstunde Cannabis wegen meinen chronischen Tinnitus nur kurz erwähnt, das mir das hilft zum Abend in sehr geringer Dosis…. da steigerte sich der werte ländliche Kleinstadt Arzt in eine Tirade ala „ Cannabis macht die Birne dumm, die Jugendlichen und auch Erwachsenen bekommen Psychosen, es macht stark süchtig, das Gehirn verändert sich und zudem wäre ja alles noch gaaaar nicht erforscht“ Bei ihm gäbe es ganz sicher nix auf Rezept. Das war je eh nicht meine Intention. Es ging mir nur um die Krankmeldung Aber gegen meinen Tinnitus um „Abends besser zur Ruhe zu kommen“… Weiterlesen »

Zuletzt bearbeitet 9 Monate zuvor von Stiller Mitleser