Montag, 9. Dezember 2019

Cannabis-Razzia bei Münchener Konzert der „187-Strassenbande“

Erneut stürmen Kampfeinheiten der Polizei den Backstage-Bereich der Rapper RAF Camora und Bonez MC

 

 

Am Freitag war mal wieder Anti-Cannabis-Großkampftag der bayerischen Strafverfolgungsbehörden. Zur Strecke gebracht werden sollten möglichst viele kleine Cannabis-Konsumenten, die sich am Freitagabend zu einem Rap-Konzert in der Münchener Olympiahalle versammelten und friedlich miteinander feiern wollten. Im Einsatz waren etwa 170 Polizeibeamte, darunter Einheiten der Münchner Einsatzhundertschaft und des Unterstützungskommandos (USK), sowie speziell geschulte Beamte zur Verfolgung von Kraftfahrern, die unter Drogen- bzw. Cannabis-Einfluss stehen. Ein Großteil der Einsatzkräfte war laut Polizei zur Gewährleistung eines friedlichen und sicheren Ablaufs der Veranstaltung eingesetzt.

Die Razzia der Münchener Polizei gegen die„187-Strassenbande“ ist bereits die zweite in diesem Jahr.  

 

Im Laufe des Abends gelang es der Polizei, 22 Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und anderer Straftaten wie Diebstahl oder Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte einzuleiten. Zusätzlich verbuchte die Polizei 31 Rauschfahrten.

 

Wie es sich für Genießer gehört, kam das Beste zum Schluss. Bei Konzertende stürmten die Freunde und Helfer im Laufschritt den Backstage-Bereich. Begründet wurde der martialische Polizeiauftritt mit richterlichen Beschlüssen, die gegen zwei Rapper zu vollstrecken waren. Die Namen der Festgenommenen gab der Sprecher der Münchener Polizei nicht preis.

Am Samstag postete dann der 33-jährige Bonez MC ein Video auf Instagram, das ihn dabei zeigt, wie er von zwei Beamten abgeführt wird. Bei dem zweiten Festgenommenen soll es sich um den 187-Rapper Maxwell handeln, berichtet die Bildzeitung. Bei einem der beiden will die Polizei ein Druckverschlusstütchen mit Suchtgift gefunden haben. Ob es sich dabei um Cannabis oder eine andere verbotene Substanz handelt, wurde bislang nicht mitgeteilt.

 

Infolge der Festnahme entlud sich vor allem auf dem Instagram-Account der Münchner Polizei wütender Protest seitens der Fancommunity. Neben Beschimpfungen soll es auch zu verbalen Entgleisungen gekommen sein. Ein Polizeisprecher sagte am Sonntag, dass Sätze wie ‚Wir stechen euch ab, ihr Scheißbullen‘ gepostet worden seien. Alle Äußerungen sollen nun strafrechtlich geprüft und die Urheber konsequent anzeigt werden.

Um den Shitstorm abzuwürgen, hat die Münchner Polizei die Kommentarfunktion in ihren sozialen Netzwerken abgeschaltet.

 

 

8 Antworten auf „Cannabis-Razzia bei Münchener Konzert der „187-Strassenbande“

  1. Rainer Sikora

    Diese Veranstaltung entsprach nicht den bayerischen Vorstellungen von einem Oktoberfest,und mußte deswegen verunstaltet werden.Ohne die Polizei,hätte es keine Aufregung und auch keine Straftaten gegeben.Es wäre fröhlich und friedlich geblieben.Die Polizei gehört in manchen Fällen selber zu den Unruhestiftern und Terroristen.Von mir aus gehören solche Staatsbedienstete verboten oder abgeschafft.

  2. Fangmeyer

    Das die Polizei einen schlechten Ruf hat wundert kaum. Wer Menschen verfolgt die niemanden gefährden oder schädigen verliert zu recht seinen Respekt. Nieder mit der CSU für ein faires Bayern.

  3. robin Pfeiffer

    Traurig das es ist wie es ist, besser wird es durch die straffverfolgung sicherlich nicht, den shitstorm auf der Seite der Polizei kein Wunder…..

    Wundere mich nur warum kein Polizist angegriffen wurde…. Aber da säuft ja keiner alle kiffen nur 😉
    Lg Robin

  4. Ralf Med

    @ Hans Söllner „Ob das nun mit der Messerattacke am Münchner Hbf zusammenhängt..?“

    Vermutlich ja ! Die Lorbeeren werden gebraucht, um das Gefühl zu haben etwas getan(GUT?) zu haben. Bei den friedlichen Bürgern, in dem Fall wohl Kiffer, wissen sie, das kaum Gegenwehr besteht, und geben richtig Gas ! Widerlich, alle drei Gewalten sind damit gemeint, Legislativ, Judikativ, Exekutiv, !!!

Schreibe einen Kommentar

Schnelles Login:



Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.