Dienstag, 9. Juli 2019

Weniger kiffende Kinder dank Cannabis-Legalisierung

USA: Anteil jugendlicher Cannabis-Konsumenten in den Legalisierungs-Staaten gesunken

Cannabis

 

 

Das aus der Luft gegriffene Angstszenario der Cannabis-Prohibitionisten, dass eine Legalisierung des Heilkrauts zu mehr „kiffenden Kindern“ führt, hat sich in Luft aufgelöst. Eine neue Studie, die am Montag in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „JAMA Pediatrics“ veröffentlicht wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass in den US-Bundesstaaten, die Cannabis zu Genusszwecken freigegeben haben, weniger Jugendliche zum Joint greifen. Die kontrollierte Abgabe über lizenzierte Marijuana Dispensaries hat offenbar zu einem Dealersterben geführt, so dass es für Teenager schwieriger wird, an die Rauchware zu kommen. Ganz anders sieht es in den Bundesstaaten aus, die Marihuana nur zu medizinischen Verwendung zugelassen haben: Ein Abnahme jugendlicher Kiffer war nicht zu verzeichnen.

„Nach der Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken war kein Effekt eines Rückgang des Gebrauchs von Teenagern zu erkennen, wohl aber nach der Legalisierung zu Genusszwecken“, sagte Mark Anderson, Professor an der Montana State University in Bozeman. „Wir betrachten unsere Schätzungen als die glaubwürdigsten in der wissenschaftlichen Literatur.“

 

Die Studie analysierte die Umfragedaten von etwa 1,4 Millionen Oberschülern aus den Jahren 1993 bis 2017. Insgesamt machten 28 Bundesstaaten Angaben über den Cannabis-Konsum von Teenagern vor und nach der Zulassung von Medizinalhanf. Sieben von aktuell elf Bundesstaaten, die Cannabis zu Genusszwecken freigegeben haben, lieferten Daten vor und nach der Legalisierung. Die Auswertung der Datensätze ergab, dass sich in den Legalisierungsstaaten der Anteil der kiffenden Schüler, die angaben, in den letzten 30 Tagen mindestens einmal Cannabis konsumiert zu haben, um acht Prozent verringerte. Der Rückgang bei Jugendlichen, die im gleichen Zeitraum mindestens zehnmal Marihuana genossen haben, liegt sogar bei neun Prozent.

„Da die Gesetze für legalen Genusshanf erst kürzlich verabschiedet wurden, liegen uns nur begrenzte Daten zur Auswertung vor“, sagte Anderson. „In ein paar Jahren wäre es sinnvoll, unsere Schätzungen zu aktualisieren, wenn mehr Daten verfügbar sind.“

 

Allerdings steht die neue Studie im Widerspruch zu anderen staatlichen Studien, die keine Veränderung im Konsumverhalten bei Jugendlichen sehen oder sehen wollen, wenn Cannabis in legalen Verkaufstellen erhältlich ist. Laut eines Berichts der Colorado Division of Criminal Justice Office of Research and Statistics soll der Anteil der Oberschüler im Legalisierungsstaat, die jemals in ihrem Leben oder in den letzten 30 Tagen Marihuana konsumiert haben, von 2005 bis 2017 statistisch unverändert geblieben sein.

Anlass zur Sorge gibt dieser Befund jedoch nicht: Der Anstieg jugendlicher Kiffer in Colorado ist seit der Legalisierung 2014 in jedem Fall gestoppt. Die Konsumentenzahlen explodierten während der Prohibition: Landesweit wuchs der Anteil jugendlicher Konsumenten von 0,6 Prozent im Jahr 1991 auf 6,3 Prozent im Jahr 2017. Laut einer Statistik des National Institute on Drug Abuse, die letzten Mittwoch im American Journal of Public Health veröffentlicht wurde, erreichte im Jahr 2016 der Prozentsatz der Acht- und Zehntklässler, die im Vorjahr mindestens einmal Marihuana geraucht haben, den niedrigsten Wert seit zwei Jahrzehnten. Die Konsumentenrate blieb zwischen 2016 und 2018 in etwa gleich.

 

Ungeachtet des Zahlen-Wirrwarrs der Statistiken und Studien, ist der Trend zur Cannabis-Legalisierung in den USA ungebrochen. 61 Prozent der erwachsenen Amerikaner sprachen sich in einer 2018 durchgeführten Sozialumfrage für eine Legalisierung der Heiligen Pflanze aus.

 

 

11 Antworten auf „Weniger kiffende Kinder dank Cannabis-Legalisierung

  1. Krake

    …..ich sachet ja nu seit Jahren. Siehste Marlenche, et is jaaaahhhhr nich so schlimm wie de immer sachs!!
    Alles ich so schlimm, mit der heiligen Pflanze, woll???
    Tschö

  2. Der Realist ohne Kraut

    Vorsicht! Daraus wird am Ende wieder ein weiteres Horrorszenario gestrickt. Daten, Fakten und Studien, die eindeutig zeigen, wie der Hase läuft, werden direkt mit der Büchse erledigt!

    Aber allen anderen ist es auch ohne Studien klar, dass Jugendliche deutlich schwieriger ans Kraut kommen und gleichzeitig dem Schwarzmarkt ordentlich entgegengewirkt wird. Das erschließt sich bereits, wenn man’s mit klarem Verstand betrachtet.

    Dennoch ist’s mal schön zu lesen, dass es fast nicht mehr eindeutiger für legales Hanf geht…

    @ Krake
    Dat Marlenchen deit dat all nor met singem jode Jewisse. Dat es en Wief, wat jenau weiß, wat jod för et Völkche is! Janz jenau, wat jod för de Pänz jod is. Mir sinn Minsche, ever dat is dem Wief drissejal.

    Liebe Grüße aus dem Rheinland. 🙂

  3. Otto Normal

    „In ein paar Jahren wäre es sinnvoll, unsere Schätzungen zu aktualisieren, wenn mehr Daten verfügbar sind.“

    Da haben wir es ja schon!
    Das ist alles noch nicht gesichert, ne Frau Mortler?
    Da müssen noch viele Jahre geforscht werden!
    In ca. 30-50 Jahren wissen wir mehr, oder Frau Mortler was meinen Sie?
    OK Sie nicht, weil sie und Merkel dann schon längst im Grab verfaulen, aber Ihre Nachfolgerin, wir können uns auf die neue Marionette doch voll verlassen ja?
    Daß sie sich für den Schutz unserer Kinder einsetzt so selbstlos wie Sie es taten, evtl hat die dann gar keinen Sohn der ihr in den Rücken fallen kann, indem er sich mit Cannabis erwischen läßt (wie bei Ihnen geschehen), wer weiß?
    Also dauert leider noch etwas mit der Legalisierung!
    Bis dahin haben die Prohibitionsverbrecher „neue“ Argumente, also nicht wirklich, nur halt die alten Argumente neu verpackt.
    Tut mir leid Leute, zu früh gefreut, ätsch
    langeNaseZeig+wegrenn

  4. horst

    haschisch ist und bleibt was für laschige pappnasen und alteingesessene fans, es ist und bleibt eine party droge und das ist gut so

  5. Rainer Sikora

    Kiffende Jugendliche sind unerträglich und zwingen zum handeln. Auch eine Form von Protest und Demonstration.Ich glaube aber nicht,daß jemand kifft weil es verboten ist.Es paßt nicht in die deutsche Lebensart und ist unkonventionell, geht gar net.Immer reden,handeln und denken wie die Experten es vorgeben, und die Welt stimmt wieder.Die Abgase,die wir einatmen,bezahlen wir demnächst mit co2-Steuern und haben so auch für Stoff bezahlt.

  6. Squall

    Alkohol war immer und wird wohl immer legal bleiben. Dabei sind letzte erkentnisse nach der prohibition rausgekommen.
    Und zieht es mal rein man darf sich legal vergiften

  7. Harald

    Das solch sich unsere Politik mal reinziehen, anstatt das Koks auf den Toiletten des Reichstages!!!!!!!!!

  8. Der Realist ohne Kraut

    @ Squall

    Natürlich bleibt Alkohol für immer legal. Es bleibt an fast jeder Ecke erhältlich. Natürlich an Tankstellen und Kiosks. Wir reden hier nicht von einer ‚Droge‘, ähnlich dem Tabak, sondern von Kultur- und Volksgüter.

    Die zig Tausenden Toten jährlich alleine in Dödel-Deutschland jucken da keinen.

    Eine lächerliche Altersprüfung an Kassen, die immerhin noch kontrollieren, bewirken da nichts. Ein 14-jähriger kann so gut wie ohne Probleme an Alkoholisches kommen. In bspw. Kiosks legt darauf so gut wie niemand Wert. Da muss die Kasse klingeln!

    Eine Mortler, Merkel und die anderen unwissenden, kurrupten Nichtskönner/innen sind da einfach zu blind (gemacht worden).

    Hauptsache die kiffende Minderheit kann von allen Seiten bestraft, gejagt und verglimpft. So haben viele Politiker ein reines Gewissen und machen einfach damit weiter, was sie sonst auch taten und tuen – nichts Gescheites…

  9. Der Realist ohne Kraut

    @ Harald

    Echt jetzt? Politiker nehmen keine Drogen. Koks schon mal gar nicht. Wie ich’s schon mal schrieb, sind’s die Putzkräfte, die für 6 €/h dort im wahren Sinne des Wortes die Scheiße wegschaffen.

    Alles andere ist doch sicher nur Fake. Ein Trump dient hier sicher als bestes Vorbild. Er sollte aber besser Drogen nehmen, und falls er’s bereits macht, soll er die doppelte Menge einnehmen.

    Du bist sicher schon sehr lange auf dem richtigen Wege, aber mit exakten Argumenten kann man den Politikern, Richtern und Polizei eh nicht kommen.
    Koks aufs WCs im Bundestag. Lachhaft. Die Kiffer sind leichter abzustrafen!!! Was macht da schon das ‚bisschen‘ Koks da? Nichts. Wir sind wie immer die Dummen.

  10. Ralf

    Oh, die armen Kinder, ich kann nur hoffen, daß diejenigen die jetzt nicht mehr kiffen dann nicht anfangen sich hemmungslos tot zu saufen oder tödliche Pillen zu schlucken, das ist eine sehr gefährliche Entwicklung und DAS FALSCHE SIGNAL!
    Viele, am Alkohol grausam verreckte Menschen(an Leberzirrhose zu krepieren ist einer der schmerzhaftesten Tode überhaupt) wären noch am Leben, wenn sie als Jugendliche statt zu saufen, gekifft hätten!

  11. Ralf

    Übrigens hat sich unser Hauptfeind F.J.Strauß auf diese Weise mit etwas über 60 J. in`s Grab gequält. Ich gönne ihm jede selbst verursachte und verdiente Sekunde seiner Qual! Manchmal, leider sehr selten, gibt es doch so etwas wie GERECHTIGKEIT!

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