Mittwoch, 19. Juni 2019

Universität Hohenheim konzentriert sich auf Marihuana

Wissenslücken in der Cannabisforschung sollen geschlossen werden


Dass es in Deutschland bezüglich Hanf und dessen Eigenschaften noch große Lücken gibt, wird spätestens beim Belauschen von Gesprächen offensichtlich, in die die derzeit noch im Amt sitzende Drogenbeauftragte verwickelt ist. Doch auch Politiker ohne diesen speziellen Titel beweisen in trauriger Regelmäßigkeit, dass moderne Forschungsergebnisse und aktuelle Erkenntnisse bei dieser Thematik hierzulande lieber überhört als wahrgenommen werden. Selbst Ärzte haben oft keinen blassen Schimmer, dass die auch als Rauschmittel einsetzbaren Produkte von Cannabis ohne große Nebenwirkungen medizinisch eingesetzt werden können und Patienten oftmals viel Leid ersparen. Um die bestehenden Wissenslücken zu schließen, will nun eine Universität bei Stuttgart die Forschung intensivieren und in Kooperation mit Unternehmen sowie kanadischen Kollegen mehr Licht ins Dunkel bringen. Die Universität Hohenheim konzentriert sich auf Marihuana.

Bereits im April gründete man das Netzwerk „Medizinisch phytocannabinoid-reiches (PCR) Cannabis“, das sich gestern am 18.06.2019 zu einem ersten Kick-off-Meeting im Beisein von Pressevertreter zu einer Konferenz versammelte. Schon vorab ließ man aber die Bestrebungen verlauten, die man mit der Gründung des MPC-Netzwerkes verfolgen wolle. Laut Prof. Dr. Simone Graeff-Hönninger – einer Agrarforscherin, die die Projektleitung übernommen hat – bestünden aufgrund des jahrzehntelangen Cannabisverbotes große Wissenslücken, da die Pflanze über einen äußerst langen Zeitraum nicht erforscht worden ist. „Es fehlt an Wissen etwa darüber, welche Genetiken für verschiedene medizinische Endprodukte geeignet sind, wie diese zur Erzielung stabiler Cannabinoidgehalte angebaut werden können oder welche Techniken für die Weiterverarbeitung und Aufbereitung geeignet sind“, wird die Professorin der Universität Hohenheim in der Presseeinladung zum Kick-off-Event zitiert.

Aufgrund der nun vereinbarten Zusammenarbeit, mit den den Markt dominierenden kanadischen Unternehmen und den bereits damit vertrauten Wissenschaftlern aus Kanada, erhofft man sich von den dort in Erfahrung gebrachten Details über Anbau, Weiterverarbeitung sowie der Herstellung hierzulande etwas profitieren zu können. Während acht der zehn größten Cannabisproduzenten aus Kanada stammen, müssten in Deutschland erst Grundlagen geschaffen werden, damit sich ein derartiger Markt auch in unseren Gefilden etablieren könne. Nur so könne man dazu beitragen, dass die Verfügbarkeit von Cannabis für medizinische Zwecke in reproduzierbarer Qualität nach arzneimittelrechtlichen Vorgaben abzusichern sei, sagte Prof. Dr. Simone Graeff-Hönninger gegenüber dem Ärzteblatt. Phytocannabinoidreiches Cannabis genauer zu untersuchen läge im Interesse des Netzwerkes „Medizinisch phytocannabinoid-reiches (PCR) Cannabis“, da sich diese Sorten eben nicht nur als Rauschmittel, sondern auch gut als Ausgangsstoffe für Medizin, Ernährung und Körperpflege verwenden ließe. Das Projekt, welches derzeit auf eine 18-monatige Laufzeit beschränkt sein soll, wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Dass der Rest des Regierungsapparates von Cannabis und dessen Befürwortern recht wenig wissen möchte, zeigt dagegen die schriftliche Aufforderung des Geschäftsführers des Deutschen Hanfverbandes, der nach einem Jahr Stillstand den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages daran erinnern muss, dass die erfolgreichste Petition des Jahres 2017 endlich einer Abstimmung ausgesetzt gehöre. 500 Strafverfahren aufgrund konsumbezogener Delikte – täglich – verlangten nach einer schnellen Entscheidung – trotz möglicherweise weiterhin bestehender Wissenslücken aufseiten der Mitglieder des Petitionsausschusses.

12 Antworten auf „Universität Hohenheim konzentriert sich auf Marihuana

  1. Jo

    Bitte fangt mal an die Ärzte aufzuklären, denn diese verschreiben lieber Hochgefährliche Pharmamedizin, anstatt ihren Patienten einfach mal zu zuhören, wenn diese sagen das ihnen Hanf hilft. Ich finde es eine Sauerei, das ahnungslose hilfebedürftige Menschen mit mitteln wie Sertralin, Venlafaxin, oder Duloxetin usw.. behandelt werden. Wegen solcher Medikamente haben Menschen schon selbstmord begangen. Würde man dort auch endlich anfangen Hanf einzusetzen, könnte das Leben retten. Bitte klärt diese Ärzte bitte auf, denn es ist lebensgefährlich was diese tun. Denn von Hanf haben die Ärzte keinerlei Ahnung und denken, das Hanf gefährlich wäre. Gefährlicher als solche Mittel. Ärzte ihr liegt falsch! Informiert euch bitte! Hanf rettet Leben. Legalisierung jetzt. Es geht um Menschen, wie kann man da gegenteilig handeln. Helft endlich den Menschen die um Hilfe bitten, und versucht nicht immer alles in bezug auf Hanf umzudrehen und diesen als gefärlich zu betrachten. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal dem Patienten zuhören.

  2. R. Maestro

    Warum immer wieder solch‘ halbherzigen Anfragen?
    Will man Bürgernähe vortäuschen?
    Eine (erwartete) Absage reicht um es ad acta zu legen. Die Kommunen wollen definitiv nicht!
    Ein Zusammenschluß aller hätte weitaus mehr Chancen und Gewicht. Eine geschlossene Forderung, mit den juristischen Kenntnissen von LEAP, dann hätte es bedeutend mehr Aussicht auf Erfolg.
    Vorausgesetzt, man würde es wirklich wollen.
    Wo ein Wille …..
    Aber dieser fehlt halt, also wieder mal nur Heuchlerei.

  3. Otto Normal

    … und wenn sie nicht gestorben sind dann forschen sie noch immer… kennt man doch aus der Kindheit wenn einem Oma die Grimms Märchen vorgelesen hat.

    Täuschland wird immer noch „forschen“, selbst im 100 Jahren noch wenn die restliche Welt längst legalisiert hat.

  4. what

    20 years ago, I known the same as now about medical use of weed. but this should be progress? This is hard to slow.
    Weed where used for thousands of years medical. thousand of years the humans know. but not all humans. the ignorant germans say they dont know. what liars

  5. R. Maestro

    Was auch immer dabei heraus kommen wird. Die Cops ficken weiter Unschuldige!
    Drechicke Hurenbeförterte Scheisse.

  6. Killuminaute

    „Bitte fangt mal an die Ärzte aufzuklären“
    Das ist sinnlos da der Arzt Aufklärung nach dem Tod bekommt und hoffentlich in die Hölle wandert. Wer möchte mit so einem verlogenen Freak im Himmel sein.
    Kann man 1000 leben retten und 500 sterben lassen vorsätzlich. Diese Fragen wird dir Gott beantworten Arzt! Es is entsetzlich was für ein Klumpen die Menschheit ist und jedem ist es egal. Heute geht’s dir gut und in den der Hölle bettelst du Gott an damit er dich befreit.
    Diese verlogene und missratene Welt wird sich nie ändern.
    Hoffen wir das Gottes Strafe den Erdling für immer erlöst und das dieser Planet in den Händen der Außerirdischen und der Tiere eine schönere und gerechtere Welt wird.

  7. R. Maestro

    Man muss es nicht erforschen. Tausende Jahre haben es erforscht.
    Aber Ärsche wollen es kaputt reden! Seitens der Pharmaindustrie, u. a.
    Die Pharma scheisse hat mehr Menschen dahin gerafftt, als es THC jenals könnte.

    schöne neue Welt, unsre Feinde sind wir selbst, …………..
    …so sterben Träume ……
    onkelz.

  8. Mensch

    Anscheinend ist es nicht Jedem egal, denn immer mehr Menschen äußern sich dazu und verstehen. Und ich hoffe das sich dadurch bald was ändert. Ich will mich nicht mehr verstecken. Ich mache nichts falsches, obwohl es immer wieder aus Unwissenheit behauptet wird. Hört auf mir vorzuschreiben was gut, oder schlecht für mich ist. Ich bin ein selbstständig denkendes Wesen. Ich kann darüber selbst bestimmen. Ich weiß was ich tue. Aber ich glaube viele haben Angst vorm denken. Hanf wird schon auf Sumerischen Tafeln
    mit Rezepten zur Medizinischen Nutzung erwähnt. Literaturhinweise. Wenn ich nicht lache. Forschung, weil man nichts nie weiß. Lachhaft

  9. Der Realist ohne Kraut

    Forschung? Schon wieder?

    Und das Ergebnis juckt keinen vom Alt-Gesocks. Selbst wenn herauskäme, dass sich 1g Grass zu 1g Gold umwandeln lässt, würden die ‚kleinen‘ Spenden der Industrie und Co. immer noch viel mehr in die Parteikassen und -taschen einbringen…

    Es juckt also so oder so niemanden, denn kiffen ist gefährlich, Marihuana ist illegal, Kiffer sind doof oder verblöden zunehmend und helfen tut’s keinem Patienten. Die Ansichten sind so dermaßen in den Hirnen des Alt-Gesocks eingemeißelt, dass sich nichts mit und bei denen ändern wird. Und falls doch, fließen schnell noch bisschen mehr Gelder…

    Wünsche euch viel Spaß beim Träumen. Die Realität holt euch/uns täglich ein, wenn die Marionetten in Blau mal wieder eine ‚allg. (Ausweis)Kontrolle‘ durchführen.

  10. Hm

    Was ich auch als besonders bedenklich ansehe ist, dass mittlerweile ständig jegliche Schulkinder auf dem nach Hause Weg von den Polizisten angehalten werden um Taschenkontrollen wegen Cannabis durchzuführen. Das ist eine Sauerei, schon die Jugend so zu drangsalieren. Machst du was, was wir nicht wollen, Ficken wir, dich immer wieder und so lange bis du aufgibst. Schon Jugendliche zu kriminalisieren und diesen die ganze Zukunft zu verbauen, das ist das allerletzte. Erst wenn diese Greise weg sind, besteht der Hauch einer Chance, das sich was zum Positiven ändert. Jetzt wird von diesen Lügnern alles dafür getan, dass Ausländische Firmen bevorteiligt werden. Und trotz Rezo Video machen diese Asso Parteien einfach weiter und fordern noch mehr Kontrolle und Überwachung. Merken die Deutschen eigendlich irgend was?

  11. join

    Margot Honecker lässt grüßen…hahaha
    soviel zum Thema Volksbildung…hahaha
    daumen runter für das ganze oberste 10000 gesocks…
    kohle wo kohle ist und die dummheit bleibt beim kleinen Mann…
    was du nicht weiß dagegen kann man nix machen… weil legalisieren geht irgendwie anders…und das weiß ich durch canada…daumen hoch..
    da kann ich auch die bild lesen…hahaha

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