Sonntag, 24. März 2019

CannaTrade 2019

Promotion – Die älteste noch existierende Hanfmesse der Welt lädt erneut in die schöne Schweiz ein.


Seit 2001 darf man sich als interessierter europäischer Hanfbefürworter in der Schweiz zuhause fühlen. Nachdem man in dem liberalen Land zuvor nur in kleinerem Kreis die Schweizer Hanftage zelebrierte, führte man in dem genannten Jahr dann erstmalig eine professionalisierte Veranstaltung in den Hallen der BEA Expo in Bern durch, die sich bis heute etablieren konnte und mittlerweile unzählige Personen und Firmen aus der gesamten Welt zu den verschiedenen Standorten der CannaTrade einlud.

Nun ist Cannabis in aller Munde und somit locken viele Veranstaltung mit demselben Hintergrund Menschen zu einer Teilnahme, doch die älteste Hanfmesse Europas behält stets ihren Sonderstatus aufgrund des langjährigen Bestehens. Schon 1998 formierte sich in der Schweiz schließlich auch der Verein CannaSwiss Cup, der wegen des zeitweise erlaubten Cannabiskonsums sogleich im selben Jahr einen ersten Cannabiscup organisierte. Noch heute sind CannaTrade und der Verein eng miteinander verbunden, sodass selbst im Jahr 2019 – nach über einer Dekade Zwangspause – wieder während der Messeveranstaltung auf die Suche nach dem besten Gras der Schweiz gegangen werden kann. Somit lohnt sich ein Besuch aller deutsch, französisch und italienisch sprechender Gäste im grenznahen Gebiet von Zürich doppelt, um unter den besten Bedingungen zusammenzukommen und sich über die neusten Entwicklungen der Hanfbranche zu informieren und zeitgleich herauszubekommen, wer das perfekte CBD-Cannabis im Land produziert. Während die Teilnahme am Cup als Jurymitglied leider nur erwachsenen Bewohnern der Schweiz vorbehalten bleibt, öffnet die CannaTrade ab dem 17. Mai allen aufgeschlossenen wie zweifelnden Besuchern die Tore, welche bis zum 19. Mai zur fachgerechten Informationsbeschaffung nicht mehr geschlossen werden. Volljährige Freunde von Hanf können sich somit bis zu drei Tage lang in den von über einhundert Ausstellern mitgebrachten Produkten verlieren und über die vielen innovativen Entwicklungen des wachsenden Marktes ins Staunen geraten


Noch nicht völlig überzeugte Interessierte werden dazu auf der ältesten noch existierenden Hanfmesse der Welt genügend praktische und theoretische Argumente in Empfang nehmen können, welche die letzten Zweifel über die Jahrtausende alte Nutz-, Rausch- und Heilpflanze aus dem Weg räumen sollten. Neben dem großen Ausstellerbereich, auf welchem sich große Namen wie Carbon Active, Plagron oder natürlich auch das Hanf Journal die Ehre geben, finden freilich auch Informationsveranstaltungen von Vereinen, Verbänden und verschiedenen Plattformen statt, die Genaueres über den aktuellen Stand der Wissenschaft und politischen Lage vermitteln versuchen werden. Ebenso bietet ein ausgiebiger Außenbereich viel Platz zum Kommunizieren und Entspannen, sodass auch genügend frischer Gesprächsstoff bei dem Schnappen von frischer Luft gewährleistet werden wird. Dem geografischen Gebiet entsprechend dürfen extra angereiste Personen aus dem Ausland selbstverständlich dazu eine ganze Menge schweizerischer CBD-Hersteller erwarten, die mit ihren geprüften Pflanzenprodukten auf sich aufmerksam machen und mit diesen natürlich auch alle Messetouristen überzeugen wollen.

Wie überzeugend sich die unterschiedlichen Auftritte der verschiedenen Teilnehmer gestalten, wird am Ende der Messe überprüft, sodass auch 2019 damit gerechnet werden kann, einige CannaTrade-Awards in den unterschiedlichen Bereichen verteilt zu sehen. Von Growing-Equipment über Pflanzenvarietäten hin zu Paraphernalien und Essen – alle einzigartigen Sparten der vielseitigen Branche werden dank einer speziellen Prämierung anschließend bestimmen können, wer seinen Auftritt in der Schweiz am besten für das Publikum gestaltet hat und somit einen begehrten Award in Empfang nehmen durfte. Der Eingangs erwähnte CannabisSwissCup hingegen lässt 2019 zwischen den besten 15 Indoor-Sorten, den besten 12 Outdoor-Sorten und den besten 8 Treibhaus-Sorten der Schweiz den Wettkampf entscheiden und gibt die Gewinner in der jeweiligen Kategorie bereits am Abend des 18. Mai während einer eigenen Awardshow auf dem Messegelände bekannt. Schon in der Vorentscheidung konnte der Cup dabei aufzeigen, wie wichtig derartige Überprüfungen des konsumierbaren Handelsgutes sind, da herausgefunden werden konnte, dass von den ungefähr 50 eingereichten CBD-Sorten gleich fünf Varietäten ausgeschlossen werden mussten, da sich Rückstände von Pestiziden nachweisen ließen.

Derartige Pionierarbeit – genauso wie die vor gut zwanzig Jahren – sollte von der Szene unbedingt wahrgenommen und unterstützt werden, weshalb sich alleine auch aus diesem Grund eine Anreise nach Zürich zwischen dem 17. und 19. Mai besonders lohnt, was zeitgleich einige vielversprechende Erinnerungen und Erlebnisse auf der CannaTrade 2019 garantiert. Tickets kosten an den Messetagen zwischen 16 (Freitag) und 19 (Samstag und Sonntag) Schweizer Franken – ein Dreitagespass ist auf der Hanfveranstaltung für 39 CHF zu erwerben. Um die Anreise und das passende Hotel sollten sich anreisende Gäste im Vorfeld am besten selbst bemühen, wobei die CannaTrade auf ihrer Webseite auch einige hilfreiche Tipps für passende Unterkünfte parat halt. Ebenso sind dort dazu die speziellen Programmpunkte der Cannabisveranstaltung aufgelistet, die die Entscheidungsfindung erleichtern sollten, sollte man nur einen einzigen Tag auf der ältesten noch existierenden Hanfmesse der Welt verbringen können. Koffer packen und los!

Cannatrade 2019

Vom 17. bis 19. Mai 2019

In der Halle 622 in Zürich
Therese-Giehse-Strasse 10
8050 Zürich-Oerlikon – Switzerland


www.cannatrade.ch

Eine Antwort auf „CannaTrade 2019

  1. Magda Sebelka Unterstützer

    https://www.facebook.com/1747913805220948/photos/a.1750883174924011/2490628884282766/?type=3&tn=-y.g
    Warum für viele Inhaber der alten Ausnahmegenehmigungen der Eigenanbau die einzig verbleibende Alternative ist.

    Seit dem 07.März 2017 gibt es keine Möglichkeit mehr, von der Bundesopiumstelle (BfArm) eine Ausnahmegenehmigung zum Erwerb von #Cannabis aus der Apotheke zu erhalten. Alle vorher ausgestellten Genehmigungen wurden ungültig.
    Das BfArm hat jedoch keinen Grund die Erlaubnisse einzuziehen. Eine #Ausnahmegenehmigung war nicht an das Vorliegen von Evidenz gebunden, man erhielt sie, wenn ein Arzt für den ganz speziellen Fall nachweisen konnte, dass nur Cannabis hilft.
    Nach dem Cannabis als Medizin Gesetz sind aber sowohl #Ärzte als auch #Krankenkassen an das Vorliegen von #Evidenz gebunden, das behaupten sie.
    Regelmäßig höre ich von Ärzten, dass Cannabis bei #Epilepsie nicht indiziert sei, was zwar nicht mal stimmt, es gibt für Epilepsie Studien, aber die Ärzte berufen sich darauf, sie wollen eine Studie ihres Lieblings Pharma-Konzerns. Auf der anderen Seite hörte man bei der Anhörung zu Cannabis als Medizin im Bundestag vor kurzem, von Ärzten die versuchen Studien zur Wirksamkeit von Cannabis durchzuführen, dass es sehr schwer ist dafür Geld aufzutreiben. Das stellt diejenigen vor ein Problem, vorher eine Ausnahmegenehmigung hatten, weil sie an einer Krankheit leiden für die es keine Evidenz gibt, dass irgendein Medikament hilft. Oder Menschen wie mich, die Mehrfachdiagnosen haben und die Standard Medikamente wegen der Wechselwirkungen nicht nehmen können. Für die Wechselwirkungen die zwischen #Medikamenten auftreten gibt es keine Studien, somit ist jede Standartmedikation auch nicht evidenzbasiert im eigentlichen Sinn, wenn man verschiedene Medikamente gegen verschiedene Krankheiten einnimmt. Die Evidenz für Cannabis ist besser, als die Evidenz bei Wechselwirkungen von Pharma-Medikamenten und sehr viele Menschen können, so wie ich, durch Cannabis sämtliche anderen Medikamente absetzen und sind somit das Problem der komplett unerforschten Wechselwirkungen los.
    Durch die Beschränkung auf „Regelfälle“, mit bestimmten Diagnosen und das Binden, der Kostenerstattung für Cannabis und des Verschreibens von Cannabis, an Evidenz wird den ehemaligen Ausnahmegenehmigungsinhabern in vielen Fällen die Therapie entzogen. Deswegen war das Wort „Ausnahme“ auf den Erlaubnissen!
    Auch die Krankenkasse argumentierte im Sozialgerichtsverfahren, das bis vor das Landessozialgericht ging und das die DAK letzten Endes verloren hat immer damit, dass Cannabis nicht indiziert sei und dass sie deswegen die Kosten nicht tragen wolle.
    Die meisten Ausnahmegenehmigungsinhaber mussten, um eine Kostenzusage zu erhalten, wie ich, in Gerichtsverfahren erneut aufwendig nachweisen, warum genau Cannabis bei ihnen hilft und nichts anderes, obwohl sie das schon machen mussten um die Erlaubnis vom BfArm zu bekommen. Der MDK der Krankenkassen gibt in der Regel sehr wenig auf die „begründete Einschätzung des behandelnden Arztes“, wie sie das Gesetz verlangt, sondern legt eigene Maßstäbe an und verlangt sehr oft „Evidenz“ durch Studien.
    Doch nach gewonnenem Sozialgerichtsverfahren hören die Probleme nicht auf!
    Selbst wenn die Kasse bezahlt, bei Krankheiten ohne Indikation hat man weiterhin Probleme Ärzte zu finden, die die Rezepte ausstellen, weil dann der behandelnde Arzt einem nicht geringen Regressrisiko ausgesetzt ist und somit in der Regel Cannabis nicht aufschreiben will.
    Ärzte sind zudem in im stärker werdendem Maße Repressalien ausgesetzt und es ist absehbar, dass die Bereitschaft Cannabis zu verordnen, speziell wenn es sich um Patienten mit seltenen Erkrankungen, bei denen keine Evidenz vorliegt, weiter abnimmt.
    Deswegen müssen die Ausnahmegenehmigungen weiter ihre Gültigkeit behalten und bei Bedarf (wenn die finanzielle Situation den Erwerb nicht erlaubt) umgewandelt werden von Ausnahmegenehmigungen zum „Erwerb“- zu solchen zum „Anbau“ von Cannabis.

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