Donnerstag, 10. Januar 2019

Mehr Wall Street Analytiker beobachten das Geschäft mit Cannabis

Nach Cowen nun auch Piper Jaffray.

Foto: Susanne Winter/Archiv


Auch wenn das Geschäft mit Cannabis selbst in den liberalen Bundesstaaten der USA noch mit vielen Hürden versehen ist und sich besonders der Finanzsektor dem regen Treiben öffnen muss, so sind doch mittlerweile einige Unternehmen aus der Marihuanabranche so hoch angesehen, dass selbst ein Gang an die New Yorker Börse nicht mehr ausgeschlossen ist. Da auch schon Deals zwischen eingesessenen Konzernen und aufkeimenden Cannabis-Start-ups fast schon zur Gewohnheit geworden sind, ist es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sich Unternehmen aus der Finanzbranche trauen, den Grenzüberschritt zu wagen und das Milliarden schwere Geschäftsfeld ernsthafter zu betrachten. Immer mehr Wall Street Analytiker beobachten das Geschäft mit Cannabis fortan, da Investoren wohl auch immer weniger Hemmungen besitzen in den wachstumsstarken Sektor mit harter Währung zu investieren.

Während in der Vergangenheit meist nur auf den Cannabissektor spezialisierte Unternehmen Hochrechnungen und Analysen über den Status der wirtschaftlichen Kraft eines Grasproduzenten wagten, traute sich bislang einzig fast nur die für das große Finanzunternehmen Cowen arbeitende Vivien Azer an offizielle Wirtschaftsstatements, die das legale Geschäftsfeld Marihuana betreffen. Nun hat sich erstmalig ein anderer Finanzspezialist auf das Parkett gewagt und einige Aussagen über Wettbewerbsteilnehmer und den gesamten Markt getätigt. Der von dem Unternehmen Piper Jaffray engagierte Analytiker Michael Lavery nahm sich im Auftrag seines Arbeitgebers die Cannabisproduzenten Tilray und Canopy Growth vor die Lupe und machte Aussagen bezüglich der prognostizierbaren Wachstumsverhältnisse des gesamten globalen Cannabismarktes. Dabei kommt der professionelle Betrachter zu dem Schluss, dass zum einen die bereits etablierten Unternehmen aus der Branche sehr vielversprechende Geldanlageoptionen böten und zum anderen, dass der Wandel in rechtlichen Fragen immer schneller vonstattengehe, während es dabei jedoch schwierig zu prognostizieren sei, genaue Termine für stattfindende Umwälzungen festzulegen. Die Geldsumme, welche der kanadische Markt, der europäische Medizinalhanfsektor und der Markt für amerikanische CBD-Produkte derzeit wert sei, befände sich nach Schätzungen des Piper-Jaffray-Analytikers in den Mengenverhältnissen zwischen 15 und 50 Milliarden US-Dollar. In Zukunft könne der gesamte globale Sektor des legalen Cannabis eine Höhe von 250 bis 500 Milliarden Dollar in seinem Marktvolumen erreichen, wenn mehr als die bislang 25 aufgeschlossenen Länder den Zugang zu Marihuana in irgendeiner Weise erlaubten. Sollten bis 2020 daher nicht auch in den Vereinigten Staaten von Amerika Staaten übergreifende Gesetze in Kraft gesetzt worden sein, welche Cannabis im gesamten Land erlaubten, dürfte das Thema spätestens bei den kommenden Präsidentschaftswahlen ein noch größeres Gewicht erhalten. Resultieren würde dann nach einer Freigabe von Marihuana in den kompletten USA natürlich, dass wieder mehr Geld mit dem grünen Kraut umgesetzt werden könne, was die wirtschaftliche Präsenz selbstverständlich noch einmal verstärken würde.
Die zuvor erwähnte Cannabisspezialistin des Finanzunternehmens Cowen, Vivien Azer, veröffentlichte erst am Dienstag ihre Prognosen für das Jahr 2019, in welchen sie den Marktwert des gesamten aktuellen Bereichs in den USA – inklusive Schwarzmarkthandel – auf 40 bis 50 Milliarden Dollar schätzt. 2030 könne das dann wohl vornehmlich legale Cannabusiness in Amerika gleich ganze 80 Milliarden US-Dollar umwälzen.

In der deutschen Oberlausitz machen mit Ernteresten dealende Erwachsene dagegen nicht einmal genügend Umsatz, um wärmende Hosen oder modische Ohrringe in einem Supermarkt einkaufen zu können, weshalb sich die bedürftigen Personen auch wissentlich der drohenden Gefahr aussetzen, beim Diebstahl der benötigten Kleidungsstücke von der Polizei erwischt und kontrolliert zu werden.

5 Antworten auf „Mehr Wall Street Analytiker beobachten das Geschäft mit Cannabis

  1. Harald

    Es ist die gleiche Geschichte wie bei der Dieselaffäre, wenn das Kapital ruft stehen die Berliner Arschkriecher stramm und warten darauf ihre Befehle empfangen zu dürfen. Im Augenblick beginnt das Kapital in den USA nach Legalisierung zu rufen. Die haben begriffen was dieses Geschäft bedeutet. Der Speichel tropft aus den gierig sabbernden Mundwinkeln. Da die Industrie in Deutschland zu blöd und zu verbrecherisch gestrickt ist, (siehe Autoentwicklung, das Festhalten an schmutzigen Verbrennern, (scheiß auf die Gesundheit der Menschen und Tiere, es geht um Kohle) um die Verbraucher bei den Folgekosten (Werkstatt etc.) so richtig schön ausnehmen zu können ) und von den Berliner Speichelleckern volle Rückendeckung erhält, egal was sie anrichten, geht diese Entwicklung auch wieder an uns vorbei. In einigen Jahren hat die deutsche Autoindustrie nichts mehr zu melden, weil sie die Entwicklung, mit krimineller Energie und der Hilfe korrupter Politiker, verpennt haben. Das gleiche passiert in der Cannabisindustrie. Das Dumme ist nur, dass die Bevölkerung die Opfer stellt, und sich die Herrn Politiker und Witschaftsverbrecher, mit ihrem ergaunerten Geld, verpissen. Und solche Leute wollen die Kriminalität bekämpfen. Was für ein Scherz. Sie sind die Kriminalität!!!!!

  2. R. Maestro

    Wann hört dieser diktatorisch anmutende Mist bei uns auf.
    Die wahren Argumente sind genauso verächtlich, als zu Anslingers Zeiten.
    Die stockkonservativen sind heute noch genauso blöd, wie es Anslinger war.
    Bzw., kleiner Fehler. Die, welche dieses Unrechtsgesetz heute noch aufrecht erhalten, wissen genau, was sie tun. Es ist ja nicht Unwissenheit, sondern Gier.
    Und dies ist endverwerflich! Aber (l)egal und sogar durch unsere Legislative abgesegnet.
    Und wie sich unsere Politik aktuell verhält, @Harald, eben der Diesel, es verschafft Einblicke, wie es in vielen anderen Bereichen gehandhabt wird.
    Allein das Beispiel Diesel, haarsträubend der ganze Ablauf bisher.
    Das „Sahnehäubchen“, dass sich die Politik einschaltet.

    Wann wachen die Prohibitionisten auf, nicht nur beim Diesel werden die Menschen hier komplett verarscht!

    Jaaaaaaa, sonst sind wir ein unabhängiger, souveräner Staat. (Sarkasmus) 🙂 🙂 🙂

  3. Rainer Sikora

    Brave Obrigkeitshörige Lemminge,die der Staat, erzeugt auch mit Propaganda und diversen Erziehungsmethoden,will man nicht missen.Es geht dem Staat aber immer nur um Geld und Macht dabei.Legales Cannabis würde vieles verändern,und es müßte auch umstrukturiert werden,weil auch der Trend der Interessen sich Wandeln würde.(Karneval Oktoberfest Assige Partys Schützenvereine usw.)

  4. Der Realist ohne Kraut

    Erst mit aller Macht sich dagegen stämmen und dann wieder aufs dicke Geld hoffen. Typisch…

  5. Ralf

    @Der Realist ohne Kraut
    „Erst mit aller Macht sich dagegen stämmen und dann wieder aufs dicke Geld hoffen. Typisch…“

    Das können die weil wir die Verbrecher nicht beim Namen nennen, Anslinger war es nicht alleine.
    Der Hanfjournal Herausgeber betreibt noch eine andere Seite die heißt VICE. Dort behauptet er, daß es niemals eine Hanf-Verschwörung(alles nur Verschwörungstheorie das Totschlagargument überhaupt) gegeben hat, da es auch keine geheimen Absprachen gab. Der Hanfjournal-Herausgeber macht also mit bei der Vertuschung, denn woher will der Hellseher denn wissen daß es die nie gab, WENN SIE GEHEIM WAR!?
    Sie ist im höchsten Falle nicht beweisbar, so viele fast unzählige Indizien würden aber jedem Gericht ausreichen um einen kleinen Eierdieb jederzeit zu verurteilen und in den Knast zu schicken, nicht aber reiche und mächtige Verschwörer. Es gibt keinen Beweis der stark genug wäre um das zu erzwingen.
    Die können sogar vor den Augen der Welt drei Wolkenkratzer in Luft sprengen ohne daß die Mehrheit das Offensichtliche schnallt. Die meisten sind halt dumm wie Ochsen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.