Freitag, 26. Oktober 2018

Lebermoos Radula soll Cannabis im medizinischen Nutzen überlegen sein

 

Studie aus der Schweiz bescheinigt stark entzündungshemmende Wirkung.

 

 

Nicht nur Hanf besitzt berauschende Eigenschaften, auch viele andere Gewächse aus dem Pflanzenreich bieten ihren Konsumenten einen Geistes- oder Gemütszustand verändernden Effekt. Die Besonderheit von Cannabis liegt daher in erster Linie in dem nicht toxischen Wirken sowie dem großen medizinischen Nutzen, der den natürlichen THC- und CBD-Bestandteilen geschuldet scheint. Nun haben Forscher aus Bern und Zürich ein seltenes Lebermoos untersucht, das nur in Japan, Costa Rica und Neuseeland wächst, und dabei herausgefunden, dass ein noch effektiverer Schmerz- und Entzündungsstiller der recht unbekannten Pflanze innewohnt, welcher aber weniger stark berauscht. Das Lebermoos Radula soll Cannabis im medizinischen Nutzen überlegen sein.

 

1994 erst wurde durch den japanischen Pflanzenchemiker Yo- shinori Asakakawa der anschließend auf den Namen Perrottetinen getaufte Stoff aus dem Lebermoos wissenschaftlich eine Nähe zu THC nachgewiesen, sodass die vergleichbare chemische Substanz auch erst ab diesem Zeitpunkt an öffentlichem Interesse gewann. Jürg Gertsch vom Institut für Biochemie und Molekulare Medizin der Universität Bern sowie Erick Carreira von der ETH Zürich haben Perrottetinen nun mit THC auf biochemischem und pharmakologischem Weg verglichen und unter anderem durch Versuche an Ratten herausgefunden, wie ähnlich die unterschiedlichen Substanzen wirken. So gelangt der aus dem Lebermoos gewonnene Wirkstoff ähnlich schnell und unkompliziert in das Gehirn und soll dort sogar einen stärkeren entzündungshemmenden Effekt aufzeigen, als die Substanzen aus Marihuana vorweisen können. Zusätzlich hielten sich die psychoaktiven Auswirkungen bei den Versuchstieren in Grenzen, wobei schon ein leichterer Zustand ähnlich des gemäßigten Cannabiskonsums feststellbar gewesen sein soll.
Genau aus diesen Gründen könnte das Lebermoos Radula perrottetii auch für den medizinischen Einsatz noch besser zu gebrauchen sein als medizinisches Marihuana, doch selbst die beteiligten Forscher räumen ein, dass das wesentlich unbekanntere Gewächs aus der Familie der Moose noch viele weitere Untersuchungen an sich ergehen lassen muss, bevor eine Unbedenklichkeit betreffend der Nebenwirkungen und Wirkungsweisen bescheinigt werden könne.

 

Hanf hat diesen Einsatztest hingegen vor Tausenden von Jahren bereits positiv bescheinigt hinter sich gelassen …

2 Antworten auf „Lebermoos Radula soll Cannabis im medizinischen Nutzen überlegen sein

  1. Alexander

    Einen schönen guten Tag!

    ich hätte mir ein bild von diesem „moos“ gewunschen, das auf den bild kenn die leser sowieso.
    Aber ok, google ist (manchmal) dein freund.

    Zum letzten satz: in meinen ohren irgend wie nach „ätschi bätschi“ (österr. ausdruck). das hätte man(n auch frau) sachlicher/besser formulieren können.
    nicht unerwähnt von mir sollte folgendes bleiben: ich schätze eure arbeit sehr.

  2. Björn Fakename

    „Das Lebermoos Radula soll Cannabis im medizinischen Nutzen überlegen sein.“
    Im Bezug auf Schmerzlinderung? Oder auch Bei MS Patienten, Depressionen, Neurodermitis etc?

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