Donnerstag, 27. September 2018

Mehr Verhaftungen aufgrund von Cannabisbesitz als wegen Gewaltverbrechen in den USA

 

Trotz zehn Bundesstaaten mit legalem Zugang zu Weed.

 

Polizeieinsatz
Illu: marker/Hanf Journal

 

Nur weil sich in den USA in den meisten Teilen eine medizinische Versorgung mit Cannabis etablierte und in zehn Bundesstaaten Marihuana zu Genusszwecken an Erwachsene verkauft werden darf, sind die Vereinigten Staaten noch nicht mit dem Krieg gegen Weed beim Ende angelangt. Neuste Erhebungen des FBI beweisen, dass eine regelrechte Kifferhatz noch weiterhin betrieben wird, die zu mehr Verhaftungen aufgrund von Cannabisbesitz als wegen Gewaltverbrechen führte.

 

Ähnlich wie in Deutschland zeigen die Zahlen der Verhaftungen gewöhnlicher Marihuanakonsumenten auch in Amerika die unfairen und kontraproduktiven Methoden der gemeinen Prohibition auf. NORML berichtet von den im zweiten Jahr rapide gestiegenen Festnahmen mit Bezug zu Cannabisdelikten, welche trotz der Legalität von Marihuana in aktuell zehn Bundesstaaten noch im Jahr 2017 aufgezeichnet wurden. Dabei sollen laut veröffentlichter FBI Kriminalstatistik ganze 659,700 Verhaftungen aufgrund mit Hanf in Verbindung stehender Vergehen stattgefunden haben, wobei sich kapp 91 Prozent der durchgeführten Strafverfolgungen auf den gewöhnlichen Konsum bezogen. Im Gegensatz zu diesen Zahlen stehen dabei die Festnahmen von Gewaltverbrechern, deren Gesamtsumme sich mit 518,617 Verhaftungen ganze 21 Prozent unter derer der amerikanischen Kiffer befindet. In der Vergangenheit sanken die Strafverfolgungen gegenüber der konsumierenden Bevölkerung knapp eine Dekade lang, doch ausgerechnet in Zeiten, in denen die Legalisierung von Cannabis in zehn Bundesstaaten Realität wurde, ist ein Wachstum auf dieser Ebene zwei Jahre hintereinander festzustellen. Obwohl also wesentlich weniger Menschen in den USA einen Gesetzesbruch beim Gebrauch von Cannabisprodukten begehen, wurde eine höhere Erfolgsquote bei der Polizei erreicht, was eindeutige Hinweise auf die Prioritätensetzung gibt.
Die Aktionen der Gesetzeshüter laufen gegenteilig zu der gesellschaftlichen Einstellung sowie der grundlegenden Moral“, sagt Justin Strekal von NORML zu den erschreckenden Ergebnissen. „In Zeiten, in denen zwanzig Prozent der Bevölkerung in Staaten lebt, die legalisierten oder zumindest gewisse Sicherheiten für den medizinischen Einsatz bieten, ist es für die Gesetzgeber Zeit, diese sinnlose und brutale Prohibition zu beenden, die ansonsten nur weitere Leben zerstört.
Der Kollege Don Murphy vom Marijuana Policy Project hat ähnliche Hinweise zu der Situation parat: „In Zeiten, in denen wir über 100 Tote durch Opioidüberdosen täglich verzeichnen müssen, ist es äußerst dämlich, die begrenzt vorhandenen Ressourcen unserer Einsatzkräfte auf eine Droge zu konzentrieren, die wortwörtlich niemanden umbringen kann.

 

Alle 48 Sekunden findet laut FBI eine Verhaftung aufgrund von Cannabis in den Vereinigten Staaten statt.

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R. Maestro
R. Maestro
3 Jahre zuvor

Es wird in Deutschland vermutlich kaum besser laufen, im Falle einer Legalisierung.
Was ist denn leichter: Einen bewaffneten richtigen Straftäter zu stellen, oder jemandem die
Zukunft zu versauen, wegen Cannabis, wenn es auch nur Mikroben dessen sind?
Einer Profilierungssucht sind Tür und Tor geöffnet.
An diesem Punkt haben wir bereits eine Headlinerin.
Schäm Dich. Klar, Jugend- und Gesundheitsschutz!
Scheisse, nichts von beidem.

Otto Normal
Otto Normal
3 Jahre zuvor

Ist ja nicht alles schlimm. Im Moment haben wir einen prall gefüllten Schwarzmarkt. Ich kenne mehr als einen Dealer und die wissen alle nicht wohin mit dem Zeugs. Die Qualitäten – zumindest hier in meiner Region 1a! Gibt meist mehrere Sorten aber eine riecht leckerer als die andere. Auch die Preise purzeln. Gras hat manchmal noch einen etwas höheren Preis aber Dope kriegt man mittlerweile spotbillig und in quasi unbegrenzten Mengen. Früher hieß es solange der Vorrat reicht, heute kann man den Dealer gar nimmer leerkaufen da heißt es solange das Portemonai reicht. Wenn man die Kinder holen schickt kriegen die bei manchen Dealern Süßigkeiten geschenkt manchmal sogar eine ganze Tafel Schokolade. Die sind dann immer ganz begeistert. Viele meiner… Weiterlesen »

Harald
Harald
3 Jahre zuvor

Das Problem ist, dass in den USA die Knäste privat sind und die Cops Provisionen für deren Füllung kassieren. Die Menschen sowie deren Zukunft, sind den Cops, den Richtern und dem Gesetzgeber doch scheißegal, Hauptsache die Kasse stimmt. Ein weiterer Punkt ist die enorme Menge an Schwarzgeld, die mit Drogen verdient wird. Offiziell heißt es, Kampf dem Schwarzgeld, Wenn aber die Drogen legal wären, würde so mancher Staat schwer ins Straucheln kommen, wenn das Schwarzgeld zum “Überleben” fehlt. Ein Freund hat mir vor vielen Jahren einen guten Satz gesagt. Er meinte ” Mit einem Kilo, bist du ein Eierdieb. Mit zehn Kilo bist du kriminell und mit einer Tonne bist du gesellschaftsfähig. Wie recht er doch hatte!!! In Deutschland wird… Weiterlesen »

Rainer Sikora
Rainer Sikora
3 Jahre zuvor

Regierung und Medien müssen uns weiterhin für dumm verkaufen können,sonst funktioniert die Propaganda nicht mehr.Deshalb darf es hier keine niederländischen Verhältnisse geben.

Krake
Krake
3 Jahre zuvor

Genau so sieht es aus, Rainer, danke!!

Albert Streichmeister
3 Jahre zuvor

https://www.facebook.com/hanfxbar/videos/vb.513425335488531/243521889669566/?type=2&theater Marcel befindet sich nun in Untersuchungshaft.
Dieser Amtsmissbrauch muss gestoppt werden!
Hier der Link zur Petition: https://weact.campact.de/petitions/nutzhanf-fur-den-deutschen-markt

#wirsindhanfbar #freecbd #freemarcel #freehanfbar #hanfbar – entschlossen.

Irgendwer
Irgendwer
3 Jahre zuvor

Keine Argumente gegen das irre BtMG, sondern in den Produktanpreisungen -beruhigend- und -gegen Stress- usw. Das suggeriert doch BETÄUBUNG und
damit stellt die Hanfbar sich für die perverse Staatsanwaltschaft doch als “lauwarme Kartoffel zum Frühstück” dar.