Samstag, 12. Mai 2018

Rekordniveau bei der Kifferjagd erreicht

 

Kriminalstatistik 2017 verrät Instrumentalisierung des Cannabisverbotes.

 

Archiv/ Su

 

Die Konzentration auf Betäubungsmittelverstöße bereitet der Polizei schon seit Längerem gute Werte in den jährlich veröffentlichten Kriminalstatistiken. Nicht nur in Thüringen lässt man Cannabiskonsumenten als Strohpuppen tanzen, damit die Quote aufgeklärter Verbrechen steigt. Die am 08.05.2018 herausgegebene Kriminalstatistik 2017 verrät erneut die Instrumentalisierung des Betäubungsmittelgesetzes, durch welches friedliche Nutzer von Marihuana in scheinbare Aufklärungserfolge umgewandelt werden können. Im vergangenen Jahr wurde das bisherige Rekordniveau bei der Kifferjagd erreicht, was somit zur höchsten Quote in der Verbrechensaufklärung seit 2005 geführt hat.

 

Hans Cousto hat sich intensiv mit den kürzlich veröffentlichten Werten der Kriminalstatistik 2017 auseinandergesetzt und bereits ein eindeutiges Bild der Situation der in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Cannabiskonsumenten aufzeichnen können. Kiffer sind das Fahndungsziel übertüchtiger Polizeibeamter, welche mit den sofort aufgeklärten Kontrolldelikten im Handumdrehen für einhundert Prozent polizeiliche Erfolge Sorge tragen. Die Anzahl der BtMG-Delikte, welche bei der Polizei registriert wurden, steigerte sich insgesamt um 9,2 Prozent. Im Bezug auf Cannabis erhöhte sich die Zahl um 11,5 Prozent. Und bei den allgemeinen Verstößen, die auf bloßen Cannabiskonsum bezogenen waren, stieg der erreichte Wert um ganze 13,9 Prozent. Hans Cousto schreibt daher in seiner Analyse: „Der Anstieg ist deutlich stärker ausgefallen im Vergleich zum Vorjahr. Von allen registrierten Delikten im Jahr 2017 in Bezug auf Cannabis entfielen 81,7 Prozent auf den Konsum bezogene Delikte. Noch nie war dieser Anteil so hoch, dass heißt, noch nie zuvor wurden Kiffer so intensiv von der Polizei verfolgt wie im letzten Jahr.

 

Da ein gewisser Teil aller tatkräftigen Polizisten von den nicht ganz koscheren Strategien der weniger tatkräftigen Kollegen informiert ist und auch aus diesem Grund eine schnelle Behebung der unzähligen Prohibitionsfehler wünscht, wäre eine veränderte Arbeitsmoral bei vielen Beamten in Zeiten einer stattfindenden Legalisierung allein aus Selbsterhaltungstrieben angebracht. Eine Regulierung von Cannabis verringert schließlich die Aktivitäten organisierter Kriminalität und schafft neben einer niedrigen Verbrechensrate etwas mehr Glaubwürdigkeit bei einem in Verruf geratenem Berufsstamm, der immer öfter mit immer stärker gezinkten Erfolgen prahlt.

 

(München, Münster, Freiburg, Dortmund und Ulm laden heute noch zum Verändern der schändlichen Situation ein – besucht daher schnell die GMMs am zweiten Maiwochenende und berichtet auch den vor Ort anwesenden Beamten von der Alternative zum Krieg gegen Cannabis und dessen Konsumenten!)

23 Antworten auf „Rekordniveau bei der Kifferjagd erreicht

  1. Lotus

    Zitat: „in Bezug auf Cannabis entfielen 81,7 Prozent auf den Konsum bezogene Delikte“

    Wow Respekt,die Sherriffs im Town haben alles im Griff,
    während dessen die Cops einen Kiffer wegen ein paar Gramm festnehmen,
    fährt ein Auto mit Mafioso vorbei mit Kiloweise Koks oder ner Leiche im Kofferraum…
    sagen wir so für einen Polizisten ist es wahrscheinlich immer einfacher auf den Armen wehrlosen friedlichen Kiffer einzuknüppeln ,als da ran zu gehen wo es wirklich zu Sache geht…
    solange das als Aushängeschlid für die Stärke der Polizei steht,
    ist es ein Armutszeugniss…
    außerdem sollte man sich die Frage stellen bei so einem hohen Prozentsatz,
    wo kommen all die Kiffer her ??? ich dachte wir wären „nur“ ca 4 Millionen,
    wie kann man soviele Menschen nur der Kriminalität überlassen…(Verantwortungslos)
    Aber ich denke die oben werden dann sagen,
    „es sind deutliche Problem mit Cannabis in unserer Gesellschaft,
    wir müßen es jetzt noch mehr bekämpfen „,
    dabei bekämpft man im WAR OF DRUGS nicht direkt die Droge,sondern in erster Linie den Konsumenten bzw. Nutzer,
    sprich Menschen und da sind wir wieder bei den Menschenrechten,
    die hier leider mit Füßen getreten werden,wovon diese Statiskik deutlich zeugt…

    Peacezeichengruß

  2. Lotus

    Zusatz:
    Wir haben hier Rockerclubs,Mafiöse Strukturen ,Menschenhandel,harte Drogen bis hin zum
    Terrorismus alles dabei,
    und wir haben hier keinen größeren Probleme als die Kiffer???
    WOW was hätte man diese Polizeikraft sinnvoll nutzen können,
    in wirklichen Problematischen bereichen,
    aber eine Statisik zu schönigen und Lobbyarbeit ist da wohl wichtiger,
    Alkohol und Pharma Lobby werden sich über solche Nachrichten freuen…
    in Deutschland darf ein Mensch seinen Körper legal verkaufen,
    aber kein Gramm echten Cannabis ,
    geschweige denn bestizen,
    das zeigt ja leider deutlich wieviel der Mensch hier Wert ist,
    Willkommen im Schlarraffenland…

  3. Fred

    @Lotus

    bis zu den Menschenrechten und deren Verletzungen braucht man gar nicht zu gehen.

    Nötigung reicht schon aus. Wenn ich durch irgendwen von einer nichtstrafbaren also erlaubten Handlung abgehalten werde, ist genau das, also eine Nötigung, vollzogen.

    Der Konsum von Drogen ist nicht strafbar. Dann kann nach meinem Rechtsempfinden der Weg zu diesem erlaubten Handeln auch nicht bestraft werden. Der Erwerb einer Tüte Gras beim Dealer z.b, könnte maximal ein Steuerstrafverfahren nach sich ziehen. Ähnlich dem Kauf unverzollter und unversteuerter Zigaretten. Völlig straffrei wäre demnach der Kauf von Samen in Ländern, die regulär mit Samen handeln dürfen. Und in der Folge auch der Eigenanbau von Hanfpflanzen zum Eigenbedarf. Denn der führt lediglich zur erlaubten Handlung des Konsums. Und ein Gesetz dagegen ist eben Nötigung.

    Genau genommen kann es also den Tatbestand Kaufen, Besitzen und Anbau nicht geben. Hier wird nach meinem Rechtsempfinden als Nichtjurist, Recht schlicht verbogen. Eine Rechtfertigung dafür suche ich seit Wochen. Ich habe es inzwischen aufgegeben. Das ganze Vorgehen erinnert ein wenig an die in den 60er Jahren verabschiedeten Notstandsgesetze. Die im Kriegsfall greifen und Rechte der Bürger einschränken bzw aufheben. Ne Tüte Gras wird in den Notstandsgesetzen allerdings nicht erwähnt.

    Aber vielleicht kann ein Jurist der hier mitliest, mal eine qualifizierte Begründung liefern.

  4. Lotus

    @Fred
    Zitat: „Recht schlicht verbogen“
    da geb ich dir leider Recht…
    wie will man auch sonst geltentes Menschenrecht zum gunsten der Groß-Lobbys auslegen,
    nüchtern betrachtet ist Cannabis ja nichts weiter als eine Pflanze,
    die Menschen Wohlstand und Medizin bringt,
    die rein theoretisch für sehr wenig Geld produziert werden kann,
    somit wäre Cannabis für sogut wie alle frei nutzbar in unbegrenzter Menge,frei nach Bedarf,
    warum sollte die Menschen sich dagegen wehren,
    wenn man mal von dem Horror der Prohibition absieht,
    gibt es nicht viel negatives an Cannabis auszusetzen,
    aber dies würde zu Einbrüchen vieler großer momentan gut laufender Geschäfte führen,
    wie z.B. die schon bereits oft erwähnten Lobbys Alkohol ,Tabak und Pharma…
    es geht schlichtweck ums Geld bzw. um Macht,
    weswegen unsere Gegner auch alles nur Menschenmögliche tun,
    um Cannabis als Rauschmittel und Medizin einzudämmen,
    nur so kann man sich (glaube ich) diesen Wahnsin erklären…

    Peacezeichengruß 🙂

  5. Fred

    @Lotus

    du hast ja völlig recht, das Gesetz ist absolut unnötig. Und selbstverständlich ist das Ganze lobbygesteuert. Wie nahezu alles im Land. Da wäre es ja schon ein Wunder, wenn beim Hanf nicht Interessen Dritter die Richtung der Politik bestimmen. Das Wissen bringt uns aber nicht weiter.
    Wir kommen der Sache wahrscheinlich eher nahe, wenn wir uns um die Gesetze kümmern. Wie oben beschrieben, passt dieses Gesetz nicht so ganz zu unseren anderen. Die Widersprüche sollten von interessierter und fachkundiger Seite mal näher unter die Lupe genommen werden.

    Als Beispiel mal die Sache mit den Steuer CD’s. Die wurden in der Schweiz geklaut, und vom deutschen Staat dem Dieb abgekauft. Also, ist es wohl kein Landesverrat, wenn ich behaupte, ein Hehler ist nicht vom deutschen Staat zu unterscheiden. Gerechtfertigt wurde das damals mit dem öffentlichen Interesse, hinterzogene Steuergelder dem Fiskus zugänglich zu machen, und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Man führte also einen rechtschaffenden Umstand vor, eine Straftat ( Hehlerei ) zu rechtfertigen.

    Beim Besitz, Anbau und Erwerb von Drogen sehe ich das ähnlich. Fakt ist, das ich durch Gesetze genötigt werde, einer erlaubten Handlung nicht nachgehen zu können. Und wo ist da der rechtschaffende Umstand ? Wie kann man diese mögliche Straftat rechtfertigen ? Wahrscheinlich mit dem Schutzbedürfnis der Bürger. Man wertet also die Gefahren durch Drogen so hoch, das es gerechtfertigt scheint, selbst vor Rechtsbrüchen nicht halt zu machen um das Ziel zu erreichen.

    Und da gibt es m.Mn Ansatzpunkte, per Klage oder öffentlicher Diskussion einzuhaken. Beim Hanf zumindest sehe ich nach Recherche der med. Wirklichkeit keinen Anlass für ein solches Vorgehen.
    Bei den CD’s hat übrigens eine öffentlich geführte Diskussion dazugeführt, das keine CD’s mehr angekauft werden.

  6. Irgendwer

    Ja … „Der Konsum von Drogen ist nicht strafbar.“
    aber nur für Opfer, die unwissentlich konsumiert haben und dann auch gern durch die Medien geschleift werden. Und wer wissentlich konsumiert wird auch Opfer

  7. Rainer Sikora

    Der gemeine Polizist ist der natürliche Feind des Kiffers.Zu der eigenen Sicherheit und zum Schutze der anderen.Das dient dem Kampf gegen alles Gefährliche.Es läßt sich beliebig begründen und Uniformen haben sowieso recht.

  8. Patrick

    Mir macht Sorgen das die sich für sowas selbst feiern als wenn’s kein morgen gibt. Der harmlose kleine kiffende , arbeitende,steuerzahlende und meist hochgradig freundliche und hilfsbereite Bürger ist einfach leichter dingfest zu machen als bewaffnete Rocker und Terroristen. Mit den Rechten die unsere Polizisten haben würde ich auch eher Kiffer jagen bevor der Terrorist mich verklagt und ich meinen Job los bin.

  9. Irgendwer

    1.) Cannabisverbot = Irrtum !
    2.) Irrtum klarstellen !
    3.) StGB § 17
    Satz 1 gilt solange wie es keiner begreift !
    Satz 2 könnte gefährlich werden !
    Mit speziell drauf angeschärftem Anwalt drohen !

  10. Fred

    @Irgendwer
    Du liegst nicht so ganz richtig. Wegen dem Konsum von Drogen ist hier im Land noch niemand verurteilt worden. Wenn du beim Konsum erwischt wirst, wirst du wegen Besitz, Erwerb oder, falls nachweisbar, wegen Anbau verurteilt. Nicht wegen Konsum. Das ist keine Straftat.

    Der Besitz wird allerdings beim Konsum immer unterstellt. Einer Verurteilung entkommst du nur, wenn du beweisen kannst, das dir jemand Drogen unters Wurstbrot gemischt hat. ( Sinnbildlich gesprochen ) Also, wenn du keine Kenntnis davon hattest, das du im Besitz von Drogen bist, wirst du auch nicht bestraft.

    Und wer es nicht glaubt, kann sich ja mal das Btmg durchlesen. Alles mögliche wird aufgeführt und unter Strafe gestellt…. der Konsum nicht.

  11. Ralf

    @Lotus
    „…dabei bekämpft man im WAR OF DRUGS nicht direkt die Droge,sondern in erster Linie den Konsumenten bzw. Nutzer,sprich Menschen und da sind wir wieder bei den Menschenrechten,…“
    Die Sache ist viel einfacher, nur durch einfache Logik, und ganz ohne sich auf Menschenrechte zu berufen, zu klären, denn wie kann ich denn jemanden, den ich vorgebe schützen zu wollen, der selbst nchweislich nicht agressiv und für die Allgemeinheit gefährlich ist, gleichzeitig so extrem, durch Waffengewalt und Freiheitsentzug, bedrohen? Das geht nur ganz ohne Logik, durch den Irrsin eines, von kranker Ideolodie geprägten denkens, und das nicht zum ersten Mal in der Geschichte!

  12. Ralf

    @Lotus@Fred
    Gesetze sind immer nur so gut wie die Menschen, die sie vertreten. An Gesetzestexten rumzubasteln bringt garnix (außer Jobs für, seit dieser Legislaturperiode 700 statt vorher 600 unnötiger Bundestagsschmarotzer) so lange diejenigen die sie vertreten, damit machen können was sie wollen. Wenn also ein Staatsanwalt eine offensichtliche Urkundenfälschung (und mir danach von den Bullen untergeschobenes Dokument) nicht zur Anklage bringt mit der lapidaren Begründung „kein öffentliches Interesse“, oder noch schlimmer, ein Mensch von einem fanatischen Bullen von hinten hingerichtet wurde, ohne daß irgendetwas passiert, was man wenigstens als den Versuch von Gerechtigkeit deuten könnte, ein Gustl Mollat wegen einer Justitzintriege 7 Jahre in der Psychiartrie verrottet, dann liegt das Problem eben nicht an den Gesetzen, sondern an denjenigen die die(bewaffnete) Macht dazu haben, sie als ihr persönliches Eigentum zu betrachten und je nach Bedarf aus der Spielkiste zu holen oder nicht. Was bei uns auf Polizeien und Gerichten rum hüpft ist gelinde gesagt absolut unfähig (ich hätte noch ein paar andere Ausdrücke dafür) diesen Job zu bekleiden und gehört schon seit der NS-Zeit zu 80% entsorgt, und durch die Verstärkung der als Sozialisten getarnten uniformierten DDR Nazis, hat es nicht besser gemacht!
    Aus bösen Wurzeln kann nichts gutes wachsen und nichts hat üblere Wurzeln als unser Militär,Polizei und Justitzapparat wobei die Medizin, auch ein williger Handlanger war und auch immer noch ist.

  13. Fred

    @Ralf
    Erstmal : Repekt ! Du hast dich gewehrt und den Polizisten angezeigt ! Und das hätte ich dir, wenn ich an unsere Diskussionen von früher denke, nicht zugetraut.
    Das er verurteilt wird, oder auch nur ermittelt wird… damit wirst du ernsthaft nicht gerechnet haben. Und trotzdem ist die Anzeige ein voller Erfolg. Das Ding hat der Kerl in seiner Akte. Und eine zweite oder dritte Anzeige wird sicher zumindest mal zu einem sehr unangenehmen Gespräch mit seinem Vorgesetzten führen ! Und das wird ihn vorsichtig machen.

    Das ist genau der richtige Weg. Nickelig müssen wir werden. Macht jemand einen Fehler, sofort ein Fass aufmachen. Nach Lücken suchen, wie etwa meine Konsumgeschichte. Anprangern, Finger in die Wunde legen, Diskutieren. Und wenn sich die Gelegenheit ergibt vor Gericht ziehen.
    Und das gilt nicht nur für diese verkommene Gesetzgebung in Sachen Drogen. Ob das VW betrifft oder das neue Polizeigesetz in Bayern, der Deutsche nimmt es einfach hin. Und dann ist man auch selber schuld, wenn in diesem Land die Wirtschaftverbände die Gesetze schreiben, oder in Bayer ein paar wild gewordene Politiker die freiheitliche Grundordnung aushebeln.

  14. Peter

    Cannabiskonsum ist erlaubt — richtig.
    Anbau, Besitz, Handel ist verboten — merkwürdig, aber auch richtig.
    81,7% konsumbezogene Delikte — pervers!

    Viele junge Menschen, welche sich entschlossen haben den Polizeiberuf zu wählen, haben das aus durchaus edlen Beweggründen getan. Sie haben ein großes Gerechtigkeitsbedürfnis und wollen ihren Teil dazu beitragen, daß unser Land ein sicheres Land ist, wo man keine Angst zu haben braucht. Wer also aus edlen Motiven heraus eine Polizeilaufbahn in Erwägung zieht, lernt schon recht früh, dass dieses Berufsziel nicht möglich ist, sollte er beim Drogenkonsum erwischt werden. Dann ist Ende Gelände. Drogenscreenings werden schon bei der Bewerbung verlangt. So wird eine ablehnende Grundhaltung gegenüber Drogen geschaffen und eine Elite ausgewählt, welche noch nie was mit Drogen am Hut hatte. Dann kommt die Ausbildung. Dort lernen die zukünftigen Polizisten, woran man einen Cannabiskonsumenten erkennen kann. Sie bekommen genaue Instuktionen wie sie mit einem mutmaßlichen Konsumenten umzugehen haben und üben das immer wieder. (Dafür ist unsere Regierung verantwortlich, vertreten durch den Innenminister. Und der heißt jetzt Seehofer. Ein ganz scharfer Hund).

    Später handeln die ausgebildeten Polizisten so, wie sie das in ihrer Ausbildung gelernt haben. Sie hinterfragen nach der Gehirnwäsche Ausbildung nichts mehr. Sie wundern sich nicht, daß jemand seinen Führerschein verliert, obwohl er gar keine Fahrauffälligkeiten gezeigt hat, usw. Sie sind jetzt zu Qualitätswerkzeugen unserer faschistischen Regierung geworden und auch nicht besser als diejenigen, welche vor gar nicht allzu langer Zeit geholfen haben, unschuldige Juden zu deportieren. Ein Polizist soll nicht großartig nachdenken, sondern funktionieren. Er wird gebraucht um politische Ziele durchzusetzten. Es geht nicht um Gerechtigkeit. Dazu kommt der Erfolgsdruck. Ein Polizist muß auch eine Leistung bringen, damit es beruflich voran geht. Die Kiffer laufen bei uns so zahlreich rum wie die Rehe im Wald. Und es gibt keine Abschußbegrenzung. Halali!

    Peter

  15. Irgendwer

    „nein sie wollen keine unangenehmen Fragen beantworten“

    …und das Mortler jammernt über die ach so fies argumentierende Cannabislobby…

    Keinerlei Schuldbewußtsein, wie die Judenerschießungskommandos, die sich auch nur über Blutspritzer geekelt haben.
    Lieber freiwillig Juden abmurksen als selber an der Front was zu riskieren.

    Mortler als Vertretung von Merkel usw. jammert und erwartet noch Mitleid dafür !?

    Mortler bzw. CSU usw. warten nur darauf, daß sie physisch angegriffen werden, um dann Mitleid zu ernten und Polizeiterror daraufhin noch weiter zu verschärfen.
    Die [b]verbalen[/b] Granaten müssen durch das Mortler durchschlagen bis in’s Merkel und ihre Komplizen !

  16. Irgendwer

    Ach… was war eigentlich mit der Meldung, daß in Israel bedenken bestehen med. Cannabis nach D zu liefern ?

  17. Fred

    Junge Junge, jetzt nehmt aber mal den Fuß vom Gas. Bevor hier der eine oder andere in den grünen Krieg zieht, und im Häuserkampf sein Recht erstreitet, sollte man pragmatisch denken.

    @Otto Normal. In einem hast du Recht. Wir sind viele und wir sind beschissen organisiert. Wenn alle an dem Thema interessierten nen 10ner aus der Tasche kramen, hat man eine prall gefüllte „Kriegskasse „, mit der man den Ungereimtheiten im Gesetz zu Leibe rücken kann.

    Und zwar mit rechtstaatlichen Mitteln. Eine Klage nach der anderen. Bis eine mal sitzt.
    Und wenn das auch nicht zum Erfolg führt, nehmen wir uns den Juso Vorsitzenden mit seiner Anti Groko Aktion zum Beispiel. In Massen treten wir den Grünen als möglichem Partner der Union bei. ( Stand heute ) Die haben 42000 Mitglieder und da sollte es möglich sein, die Mehrheit zu übernehmen. Und dann gibt es bei der nächsten Wahl keine Zustimmung zu einer Regierungsbeteiligung in der Mitgliederbefragung, wenn sich die Drogenpoltik nicht um 180 Grad dreht. Das muss man nur machen. Aber ich befürchte, das wir sowas einfach nicht hinkriegen. Quasi ein Kifferklischee erfüllen. Dann darf man sich allerdings auch nicht wundern, wenn die anderen sich totlachen über die Cannabisbewegung und einfach so weiter machen wie bisher.

  18. Peter

    @Fred, da bin ich ganz auf Deiner Seite. Ich bin Pazifist und gehe jeder gewaltsamen Auseinandersetzung aus dem Weg, so gut ich kann. Ich bin auch der Meinung, dass die Gesetzeslage es hergibt, dass Klagen gute Erfolgsaussichten haben könnten.

    Vor 2 Jahren hatte ich eine sehr unangenehme Begegnung mit 2 Polizisten. Diese hatten ihre Kompetenzen bei weitem überschritten und ihr Amt missbraucht. Seit mir das passiert ist, befasse ich mich intensiv mit dem Führerscheinrecht. Würde der Grenzwert für das Trennen von Cannabiskonsum und der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr auf 3 ng, oder noch besser auf 5 ng THC pro ml Blut angehoben werden, dann würde das Ersatzstrafrecht über die Führerscheinstellen zusammenbrechen. Das würde den Weg zur Legalisierung ebnen. Ich habe nach monatelangen Recherchen einen Artikel geschrieben und auf der Forumseite des Hanfverbandes bei Arikel schreiben & Übersetzungen eingestellt. Obwohl ich mit ganz sachlichen Argumenten einen Vorschlag mache, wie gerichtlich eine Änderung der FEV erzwungen werden könnte, stößt das dort auf keine Resonanz. Deshalb fände ich es gut, wenn eine Zeitung meinen Artikel verbreitet und evtl. sogar die notwendigen Schritte unternimmt, damit die ganze Sache ins Rollen kommt. Man muss die Ignoranten die für die FEV zuständig sind zwingen, damit sie sich mit der Thematik auseinandersetzen.

    Mein Artikel hat die Überschrift:
    „An die neue Regierung: Die FEV muss sofort geändert werden!“
    Peter

  19. Fred

    @Peter

    – Würde der Grenzwert für das Trennen von Cannabiskonsum und der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr auf 3 ng, oder noch besser auf 5 ng THC pro ml Blut angehoben werden, dann würde das Ersatzstrafrecht über die Führerscheinstellen zusammenbrechen-.

    Peter, genau das will man ja verhindern. Das ist sozusagen das Kernstück der Prohibition. Jedem denkenden Menschen ist klar, das ein festgestellter THC Wert von 2 ng nichts ist, da ein Rausch erst jenseits von 100 ng entsteht. Oder ein eingeräumter zweimaliger Konsum nie im Leben auf ein Suchtverhalten hinweist. Und doch hast du dann als Betroffener schon verloren. Man steckt dich oben in den Fleischwolf und unten kommst du schön kleingehackt wieder raus.

    Realität zählt dann nicht. Der Zweck heiligt die Mittel. Und dann hat man u.U einen Menschen völlig platt gemacht hat, er verliert durch den Führerscheinverlust seinen Job, seine Frau sucht das Weite … und im gesamten ist er mit dieser Gesellschaft fertig. Das ignoriert man und rechtfertigt das ganze mit den Gesundheitsgefahren und dem Schutz der Bevölkerung eben vor diesen Gefahren.

    Und wenn man sich dann mit den Gesundheitsgefahren beschäftigt – ich habe es getan – kann man es kaum glauben. Diese Horrorgeschichten von überfüllten Kliniken und Warteschlangen die immer grösser werden…. halten keiner Überprüfung aufgrund von im Netz frei verfügbaren Zahlen fest. Um es kurz zu machen : Wer einen verantwortungsvollen Konsum von Cannabis pflegt, hat kaum „Chancen “ sich in einem Krankenhaus wiederzufinden. Jedenfalls nicht wegen Cannabiskonsum.
    Und warum das ganze ? Keine Ahnung, wahrscheinlich fressen die ständig die falschen Pilze. Oder es stecken doch wirtschaftliche Interessen dahinter.

  20. Peter

    Hallo @Fred,

    wenn man ein Ziel erreichen will, muss man strategisch vorgehen. Deshalb muss man die Schwachstellen des Gegners ausloten und dort seine Nadelstiche setzen. Die Schwachstelle der Prohibitionisten ist zweifellos der Grenzwert für THC im Straßenverkehr. Dieser niedrige Grenzwert von 1 ng ist wissenschaftlich gesehen nicht haltbar. Alle Fakten (Empfehlung der Grenzwertkommission und vom Verkehrsgerichtstag, wissenschaftliche Studien, Meinungen von Professoren, Wissenschaftlern und Sachverständigen, Handhabung im Ausland, Medien) werden aber seitens des BMVI ignoriert.

    Genau an diesem Punkt muss angesetzt werden. Es ist völlig egal, ob THC nun legal ist oder nicht. Der Grenzwert muss wissenschaftlichen Fakten genügen. Anstelle eine Legalisierung zu fordern, oder eine Regulierung, sollte der Grenzwert im Fokus stehen. Es regt mich immer wieder auf, wenn ich Diskussionen über die Cannabislegalisierung sehe und das Grenzwertproblem wird überhaupt nicht angesprochen. Dieses Thema muss an erster Stelle stehen. Immer!

    Solange nur empfohlen, geschrieben, festgestellt und diskutiert wird, ändert sich gar nichts. Die Verantwortlichen für die FEV haben nämlich keinen Grund zu reagieren und halten die Füße still. Sie müssen gezwungen werden, damit sie den Arsch hochkriegen und dann müssen die schon aufpassen, dass sie sich nicht lächerlich machen. Die Argumente gegen den aktuellen Grenzwert sind vernichtend.

    Deshalb wäre es notwendig, dass wir uns organisieren und unsere Aktionen gezielt darauf richten, dass der Grenzwert deutlich angehoben wird. Etwa Gründung eines Vereins für einen gerechten THC-Grenzwert im Straßenverkehr. Dieser Verein reicht dann eine Untätigkeitsklage gegen das BMVI ein und sorgt dafür, dass das auch in den Medien präsent ist. Genau so, könnten gleichzeitig Zeitungen, TV-Sender, Radiosender und YouTube Kanäle und Privatpersonen solche Untätigkeitsklagen anstreben. Dann kommen die beim BMVI ganz schön ins Schwitzen.

    Peter

  21. Fred

    Hallo Peter,

    Dein Satz : Der Grenzwert muss wissenschaftlichen Fakten genügen.

    Ich fürchte, genau das ist das Problem. Ob Grenzwertkommision oder sonstwer. Es handelt sich immer nur um Empfehlungen, die sich auf ein noch vertretbares Maß an Beeinflussung durch einen Wirkstoff begründen. Was dann auch weniger mit einem Gesetz zu tun hat ( mir ist keines bekannt, das Höchstwerte festschreibt ) , sondern mit der allgemeinen Rechtsprechung. Es liegt somit beim Richter, einer neuen Empfehlung zu folgen oder eben nicht.

    Klagen wird da nichts bringen.

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