Sonntag, 15. Juli 2018

Oh wie schön ist Kanada

 

Die Legalisierung von Cannabis am 17.10.2018 lädt zum Auswandern ein.

 

 

Eines der beliebtesten deutschen Kinderbücher beginnt mit dem Fund einer wohlriechenden Holzkiste, die aus einem fernen Land über das Meer angespült wurde. Der Duft der Fremde regt die beiden befreundeten Finder dermaßen stark an, dass sie sich auf den Weg machen, dieses Land persönlich zu bereisen und dort ein besseres Leben zu beginnen. „Oh wie schön ist Kanada“, müsste in Zukunft das bekannte Werk wohl für alle Konsumenten von berauschenden Hanfgütern heißen, da die Gegebenheiten und Unterschiede in der deutschen Heimat in dieser Thematik ein Niveau beibehalten, welches in Zeiten stattfindender Cannabislegalisierung nur noch zum Auswandern einladen kann.

 

Der Duft von unterschiedlichsten grünen Gräsern und frischgebackenen Haschplätzchen kommt nämlich über den großen Teich geschwebt und animiert mittlerweile unzählige Bürger und Personen sich über die tatsächlichen Gründe des Hanfverbotes schlauzumachen und nach anschließender Analyse der Situation einen sinngerechten Umschwung auch hierzulande einzufordern. Die Legalisierung in Kanada ist für alle Aktivisten und Befürworter der Cannabisfreigabe der zündende Funken, der die global geltenden Mauern der Prohibition zum Einsturz bringen wird und endlich das Ende der Verfolgung von friedliebenden Konsumenten mit sich bringt.

 

Auch wenn versteinerte Politiker noch immer nicht den Zahn der Zeit erkennen und weiterhin durch die neunzig Jahre alte Sackgasse der Strafverfolgung flitzen wollen, so werden diese Arbeitstiere schon in naher Zukunft keines ihrer Argumente mehr gegen eine Beendigung des Hanfverbotes aussprechen können, ohne von schallendem Gelächter aus allen gesellschaftlichen Reihen unterbrochen zu werden. Wenn in Kanada ab dem 17.10.2018 die ersten Cannabisprodukte mit berauschender Wirkung legal an volljährige Kanadier verkauft werden, wird das fortschrittlichste aller westlichen Industrieländer nicht nur das Gegenteil der stets heraufbeschworenen Horrorszenarien kreieren können, sondern zeitgleich als erste Nation einen finanziell vielversprechenden Geschäftszweig erschließen, der unzähligen Menschen neue Möglichkeiten bietet, sich beruflich weiter zu entwickeln.

 

Während hierzulande die nächsten vier Jahre kontinuierlich mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird, kriminelle Strukturen den Nährboden nicht entzogen bekommen und Jugendliche den ungehinderten Zugang zum Schwarzmarkt behalten, wird sich in Kanada eine Milliarden schwere Industrie auftun, welche diesem Szenario entgegenwirkt, während sie Steuergelder generiert anstatt sie unnütz zu verbrennen. Ähnlich wie in dem eingangs erwähnten Kinderbuch müsste die Legalisierung von Cannabis in Kanada daher einen Effekt auf die Wahrnehmung der Beobachter ausüben, der sich nicht mehr umkehren lässt. Einmal den Duft der Legalisierung geschnuppert, dürften schnell alle Befürworter, Unentschlossene, Zweifler – und sogar ehrliche Prohibitionisten – zwingend den Weg in Richtung „Kontrollierte Hanffreigabe“ einschlagen wollen, an dessen Ende die vielen positiven Effekte für die gesamte Gesellschaft eindeutig überwiegen. Da Kanada aus logischen Gründen diesen Weg nun im Alleingang unter den Augen der Welt vorgeht, wird dort das Ziel aber bereits erreicht sein, wenn der Rest sich erst entschließt, doch noch hinterherzurennen.

 

Kanada 2018  –  Germany 202?

 

7 Antworten auf „Oh wie schön ist Kanada

  1. U-G

    Hoffe Rick Simpson profitiert davon auch auf eine Rueckkehr ohne Verfolgung als freier Mensch und als nicht krimineller angesehen wird.

    Vorbildstaat 2018 und als „Weltmeister Cannabis is Free Cannabis is Legal“ am 17.10.2018 erklaert.

    Niemand ist illegal.

  2. Fred

    Das dauert bei uns keine 4 Jahre mehr ! Die Legalisierung in Kanada gleicht einem Dammbruch.
    Ich bin fest davon überzeugt, das hier zu Lande bereits an einer Exitstrategie gearbeitet wird. Und dabei geht es nur noch darum, ohne Gesichtsverlust aus dem argumentativen Abseits rauszukommen.

    Dürfte wohl nicht so leicht fallen. Aber mein Mitleid hält sich in Grenzen.

  3. Freedom

    schon echt traurig wenn man bedenkt wieviele leute in D kiffen und es doch nicht schaffen dies aufzugeben, als eürde cannabis süchtiger machen wie nikotin. ich kiffe seit 13jahren und liebe es mehr wie sex. ich verstehe die deutschen, die es nicht zu schätzen wissen einfach nicht. wie kann man dieses kraut nicht lieb haben? und sich gar lustig machen über seine friedlichen mitmenschen?

  4. Peter

    Seit es Länder gibt, wo Cannabis vollständig legalisiert ist, beschäftigt mich eine Frage. Wäre es möglich in einem solchen Land Asyl zu beantragen, weil ich im eigenen Land verfolgt werde und unangemessene Strafen drohen?

  5. Otto Normal

    @Peter
    Asyl gibt es nur bei politischer Verfolgung nicht jedoch bei Strafverfolgung.
    Kiffen ist in D illegal weil durch Gesetz verboten. Also keine politische Verfolgung, rein formal. Wir alle wissen natürlich das die Verfolgung von Cannabiskonsumenten eine politische ist die dazu auch noch gegen die Menschenrechte verstößt.
    Innerhalb der EU – z.B. falls jemand auf den Gedanken käme in den Niederlanden oder in Spanien Asyl zu beantragen – wird das sofort abgelehnt weil ALLE EU-Staaten als „sichere Staaten“ im Sinne des Asylrechts gelten.
    Man kann sagen das die EU-Staaten, mit einem miesen Winkelzug, das Asylrecht für EU-Bürger innerhalb der EU komplett abgeschafft haben. Man müßte also Europa schon verlassen.
    Davon abgesehen traut sich kein EU-Staat auch nur ansatzweise etwas gegen das übermächtige Deutschland zu unternehmen, schließlich sind wir die Zahlmeister der EU und wer zahlt bestellt bekanntlich auch die Musik. Jeder Asylsuchende würde deshalb sofort, auch unter den noch so fadenscheinigsten Gründen, nach D ausgeliefert werden wo ihm dann ordentlich der Prozeß gemacht würde.
    Wenn Du also vorhast auszuwandern kannst Du das innerhalb der EU auch ohne Asyl. Es gilt Freizügigkeit innerhalb der EU, man kann z.B. in die Niederland einfach so übersiedeln, genauso einfach als würde man von München nach Köln umziehen. Es genügt bereits wenn man nach NL direkt hinter die Grenze zieht (z.B. Maastricht) denn dort sprechen fast alle Menschen neben Niederländisch und Französisch auch Deutsch. Gutes Grass und Dope gibt es in NL überall.
    Ich empfehle jedem Cannabiskonsument das in Erwägung zu ziehen denn ich sehe keinen Grund das in D legalisiert wird nur weil das in Kanada – also am anderen Ende der Welt – geschieht. Selbst wenn die gesamte EU legalisiert würde das auf D keinen Eindruck machen. Als das Familienrecht in der gesamten EU reformiert wurde haben die Deutschen die entspr. EU-Richtlinie – deren Umsetzung ZWINGEND für jeden Mitgliedsstaat war – 4 Jahre lang einfach ignoriert. Erst die Androhung der EU von 40 Milliarden € (Sic!) Strafe für D hat dann dafür gesorgt das D endlich seinen fetten Arsch bewegt hat.
    D war immer schon der Elefant im europäischen Porzelanladen und wird es auch immer bleiben. Ich hasse meinen Staat!
    Wenn jetzt jemand denkt: ja Mensch dann hau doch ab…. ok…. genau das habe ich vor, ich verlasse diesen Nazistaat sobald ich kann. Die Vorbereitungen für meine Auswanderung laufen bereits. Ich bewundere Ralf der da schon weiter, weil älter ist als ich.
    Sobald ich in einem sicheren Staat bin und wieder anfange Cannabis zu konsumieren werde ich Euch ein Foto mit meinem ersten Joint schicken!

  6. Alexander Müller

    JETZT Unterschriften für die Petition Strafverfolgung von Cannabis-Patienten beenden sammeln! Damit sich jeder selbst helfen darf! https://www.petition.cannabis-med.org/

    Den Bundesregierung plante von Anfang an nur 2,5% der Patienten zu versorgen und damit den medizinischen Notstand der Patienten:
    Israel hatte 2016 bereits 25000 kranke
    Menschen mit Hanf behandelt bei einer Bevölkerung von 8.3Millionen
    Einwohner .

    Deutschland will 2022 laut Zahlen der
    Bundesregierung im Jahr 2022 gerade mal 5500 Patienten versorgen bei
    9,8mal höherer Bevölkerung. Somit wird die Bundesregierung nach
    Israel Patienten Zahlen auf Deutschland umgerechnet, gerade mal 2,5%
    der Patienten in Deutschland versorgen.

    Daran sieht man jeder dem es helfen
    kann sollte

    Zahlen der Bundesregierung dem Spiegel:

    http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/cannabis-auf-rezept-grosse-erwartungen-viele-offene-fragen-a-1150237.html

    Quelle Patienten zahl Israel
    Deutschlandfunk:

    http://www.deutschlandfunkkultur.de/marihuana-cannabis-fuer-kranke-israel-ist-der-vorreiter.1079.de.html?dram:article_id=356092)

  7. Ralf

    …….ehrliche Prohibitionisten – zwingend den Weg in Richtung „Kontrollierte Hanffreigabe“ einschlagen wollen……….
    Es gibt keine ehrlichen Prohibitionisten. Sie sind per se unehrlich weil sie zu mindest leichtfertig Gewalt ausübem lassen und zur Rechtfertigung daß sie harmlosen Menschen die Schergen in ihre Häuser schicken vorgeben wissenschaftlich fundierte Gründe zu haben.
    Alle, die Hitler gewählt haben waren schuldige Nazis(Die Informationen waren damals genau so einsehbar wie heute) und Alle die heute die etablierten Parteien wählen und damit unschuldigen Menschen das antun was sie heutzutage tun, sind es auch. Ich verabscheue sie alle!!!

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