Donnerstag, 12. Juli 2018

Die Polizei findet einfach immer Cannabis

 

Das alte Lied vom Drogenkrieg.

 

Bild: Freeimages / Christian Kitazume
Bild: Freeimages / Christian Kitazume

 

Dass die Drogenpolitik gescheitert ist, wissen alle sich ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzenden Menschen. Trotz auf diesen Sektor konzentrierter Polizeimannschaften und einer gestiegenen Kifferjagd bleiben die Zahlen jugendlicher Konsumenten konsequent am Steigen und beweisen damit die kontraproduktive Strategie. Dennoch halten gewisse Kräfte an dieser unerwünschten Situation fest und sorgen durch einen unveränderten Gang für unveränderte Schlagzeilen. Da keine Reglementierungen auf staatlicher Ebene erzwungen werden, ist Marihuana einfach überall erhältlich, wie Kriminalfälle der letzten Tage erneut aufzeigen. Die Polizei findet einfach immer Cannabis, sobald sie danach etwas sucht, oder sich ein bisschen Mühe bei der täglichen Arbeit gibt.

 

Auch im österreichischen Tirol sorgen Großdealer für fette Überschriften, werden die kriminell agierenden Personen per Zufall auffällig und anschließend von der Staatsmacht überrumpelt. Mehr als 150.000 Euro sollen in Kirchdorf durch den Verkauf illegaler Pflanzensubstanzen erwirtschaftet worden sein, wobei es sich selbstverständlich um einen Drogenring handeln soll, der durch ausländische Hand geführt worden ist. Zwei afghanische Asylbewerber im Alter von 19 und 24 Jahren wurden als Köpfe der Bande ausgemacht, 25 Kunden unterschiedlichsten Alters und unterschiedlicher Herkunft wären bereits ebenso von der Polizei identifiziert. Ganze 16,5 Kilogramm Marihuana wurden von allen Beteiligten in der Vergangenheit über Schwarzmarktwege gehandelt, sodass der Straßenverkaufswert von 150.000 Euro ermittelt werden konnte, den die offensichtlich dreiköpfige Bande als Umsatz gemacht haben müsste. Das dritte Mitglied der illegalen Cannabishändler – ein 31 jähriger Mann – befände sich derzeit noch auf der Flucht, würde aber per Festnahmeanordnung in ganz Österreich gesucht.

 

Vergangenen Sonntag gab es dafür in Essen einen großen Fund, der einen 47-Jährigen in Bredouille bringt. Drei Kilogramm Cannabis sind hier aufgrund einer eingegangenen Meldung von Polizisten nachträglich aufgefunden worden, nachdem bei der angeschwärzten Person nur eine kleine Tüte mit Marihuana, Bargeld sowie etwas Amphetamine sichergestellt werden konnten. Da jedoch noch ein weiteres Familienmitglied im betreffenden Haus wohnhaft war, schnitt man schnurstracks dessen Matratze auf und wurde daraufhin – wie im Vorfeld angekündigt – fündig. Dass aber nicht einmal Denunzianten benötigt werden, sondern Beamte auch auf weiter Flur den richtigen Riecher besitzen, um gemeine Cannabiskonsumenten ausfindig zu machen, bewiesen Polizisten am Montag auf einer Frankfurter Tankstelle, wo ein Pärchen aufgrund von nervösem Verhalten in die daraufhin angesetzte Kontrolle geriet. Rund 2, 1 Kilogramm Cannabis sollen die zwei zankenden Fahrzeuginsassen in einem Auto mit sich geführt haben, als sie wegen ihrer verunsichert wirkenden Art von den Beamten etwas näher begutachtet wurden. 21000 Euro Wert besäße das sichergestellte Gut, das den beiden Personen nun nach der direkten Festnahme ein ernst zu nehmendes Strafverfahren einbringen wird.

 

Auch nur einen Tag zuvor wurden zwei „Burschen“ in ihrem Auto kontrolliert, wobei die sich um nichts Wichtigeres kümmern könnende Polizei eine geringe Menge Crystal und etwas Marihuana in einer Tüte Gummibärchen sicherstellen konnte. Die stolzen Schleierfahnder ließen sich dann auch selbst nicht von der Aussage des Beifahrers beeindrucken – es handle sich einzig um seine persönlichen Angelegenheiten – sondern forderten auch den Fahrer zur Teilnahme an einem Bluttest, worauf dieser sich ebenfalls als Konsument von illegalen Substanzen zu erkennen gab. Nur das Auto der beiden Personen durfte dann an Ort und Stelle bleiben, was den gesamten Erfolg der fachmännisch durchgeführten Polizeiarbeit in Deutschland im schon sehr lange andauernden Drogenkrieg nahezu perfekt auf den Punkt zu bringen vermag.

 

Obwohl Altersklassen, Lebensumstände und Gewinnmargen täglich zum Umstimmen einladen, heißt es von Staatsmachtseite einfach weiterhin nur: „Stehenbleiben – Cannabis!“

13 Antworten auf „Die Polizei findet einfach immer Cannabis

  1. Rainer Sikora

    Man müßte eine lebenslange Gehirnwäsche der Massen entlarven,um eine Änderung zu erreichen.

  2. Irgendwer

    Den Massen wurde in’s Gehirn geschissen und das heißt, Hirnverschmutzung liegt vor. Hirnwäsche ist aber auch schon im Gange.

  3. Fred

    Vielleicht bereitet sich Frau Mortler schon mal auf ihren neuen Job vor. Mein Gott, die armen Tiere !

  4. R. Maestro

    Ein angemessener Job wäre Bananenbieger(-in), oder Brezensalzer(-in).
    Aber in diesem Bereich holt man sich lieber ….. .

    Es ist besser, wenn ich jetzt mein Maul halte!

  5. R. Maestro

    Weil die Polizei ja so toll ist, können wir Rauschgift(-mittel)spürhunde ja abschaffen.
    Ein Polizeihund kostete damals ca. 10000 DM.
    Heute vermutlich 10000 Euro.
    Oder wäre der Erfolg dann nicht mehr gesichert?
    Angeblich steht der Mensch vor dem Tier. Aber ohne diese feine Nase,
    auch nur looser auf diesem Gebiet.

  6. Angelo Dörr

    Liebe Cannabis Community,
    normalerweise mache ich keine Werbung, aber momentan gibt es ein Projekt welches die Akzeptanz, die Umgänglichkeit, und den Komfort von Cannabispatienten sowie Konsumenten extrem steigern kann. Es werden diverse Probleme gelöst und auch große Partner wie der DHV und Jelly Joker unterstützen das Projekt. Es ist in meinen Augen wichtig das Projekt zu unterstützen, falls ich euer Interesse geweckt habe schaut mal vorbei:

  7. R. Maestro

    In Bayern wird auch gefoltert. Mit dem Segen der Rechtmäßigkeit.
    Erfahrungsgemäss. Die foltern!!!
    Ich habe Beweise! Amtliche Beweise.
    Unsere Exekutive, wir töten vermeintliche Konsumenten oder vermeintliche Händler.
    Mexiko halllo.
    Für Verhältnisse wie in Mexiko, kann man dem Bullen danken, welcher vermeintliche Händler/Konsumenten in Bayern erschiesst.
    Das was die Prohibiten nicht wollen,
    in Mexiko werden Menschen getötet. Hier auch! Für Ideologien!!

  8. wibbbel

    Richtige Polizisten jagen richtige Verbrecher.
    Diejenigen Polizisten, die kleine Kiffer jagen
    sind armselige Häscher, und sozusagen die
    Versager unter den Bullen.

  9. R. Maestro

    Wer nicht in unser System passt, wird passend gemacht.

    Oder vernichtet, ruiniert, zu einem angeblich, menschlichen Arschloch erklärt!

    Alles Auslegungssache.

    Wie im dritten Reich.

  10. Der Typ

    Die Polizei (Der Staat) VS Die Bürger von Deutschland.
    Und die Politiker lachen sich kaputt. Parallel dazu saufen sich dieses Wochenende wieder alle die Birne und den Körper weg und das interessiert keine Sau. Ich habe nichts gegen Drogen, wie Alkohol, aber ich hab was gegen die Gleichberechtigung der Drogenverbote und der nur finanziellen Sicht der Politiker, die diese Drogenpolitik unterstützen. Schande über Deutschland, ihre eigenen Bürger bewusst zu diskriminieren.
    Um ehrlich zu sein, hab ich generell was gegen Drogen-Verbote, jeder soll zu sich nehmen was er möchte.

  11. Ego Lego

    Der einzelne Polizeibeamte ist besonderen Gruppendynamischen Prozessen ausgesetzt ,die seine Individuelle Entscheidungs und Handlungfähigkeit stark einschränken . Schon geringe Mengen Alkohol begünstigen eine Alkoholhaluzinose .

  12. golem

    10 kleine Staatsanwälte hatten eine Polizei ,doch 7 machen Justizskandal, da warens nur noch 3 .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.