Sonntag, 1. April 2018

The Bennies – Natural Born Chillers on Tour

 

Ein Interview mit Schlagzeuger Dave „Bowie“ Beaumont

 

 

THE BENNIES sind eine der angesagtesten Punk-Ska-Bands aus Down Under. Ihr neues Album mit dem klingenden Namen „Natural Born Chillers“ ist im Februar 2018 erschienen. Ende April kommt die Band nun für eine vierwöchige Tour nach Europa. Grund genug für unsere Redaktion den Jungs mal ein paar Fragen zu stellen. Schlagzeuger Dave „Bowie“ Beaumont stand uns – typisch für die Band – mit ordentlichem Augenzwinkern Rede und Antwort zum Thema Weed.

 

In wieweit hat Weed einen Einfluss auf Euch, als Band betrachtet, und welchen Raum nimmt es im täglichen Leben ein?

 

Weed ist für uns wie die Luft zum Atmen. Wir inhalieren es wie Kinder Frischluft. In dieser wilden Realität – die das Leben darstellt – angemessen bekifft zu sein, ist der Zustand, den wir anstreben, um lustige Situationen noch lustiger zu machen und schlechte Momente weniger schlimm zu erleben. Unser Respekt für „Mother Ganja“ darf nicht unterbewertet werden. Wir respektieren den Lifestyle, den Weed uns in Australien gewährt zutiefst. Jeden Tag rauchen wir die feinsten Blüten, die Australiens Klima hervorzubringen vermag. Dermaßen bekifft gelingt es uns, unser akustisches Potenzial als musikalische Hexenmeister vollkommen auszuschöpfen.

 

 

Was hat es mit dem Social-Media-Phänomen Photobong/Photobonging auf sich? Ich bin mir ziemlich sicher, das kennt hierzulande noch keiner, ha ha.

 

Eines Tages, nachdem wir die ungenutzten 420% unserer Gehirne aktiviert hatten, haben wir das Photobong-Phänomen erfunden. Es benötigte die neuesten Technologien gepaart mit unserer Stonergenialität, um das etwas lahme Konzept des Photobombings in eine poetische Form des stummen Protests zu verwandeln, indem wir eine Bong wirkungsvoll in die Bilder einschmuggeln. Dies offenbart einen ehrlichen Blick auf ein Element des täglichen Lebens – das Bongrauchen – in einer Gesellschaft, in der dies immer noch als illegal erachtet wird. Durch das Photobonging wird diese Tatsache viral in die Welt getragen und so haben The Bennies den Ausdruck „going viral“ mitgeprägt. Photobonging wurde zu einer weltweiten Sensation, da Weed-Pioniere und Stoner beide ein gemeinsames Mantra teilen: schau zu, dass du breit wirst, und zeig es denen da oben. Fragt Euch selbst – wollt ihr in einer Welt ohne Photobonging leben? Wollt ihr hinter verschlossenen Türen sitzen und über eure Lebensentscheidungen lamentieren, oder wollt ihr euer euch zustehendes Recht zum „Blazen“ zelebrieren?

 

 

Inwieweit hat Weed einen Einfluss auf Euch, wenn ihr eure Songs schreibt, zum Beispiel „Legalise (But Don’t Tax)“ auf Eurem letzten Album?

 

Wir hatten da nie so bewusst drüber nachgedacht, wir haben daher erst kürzlich einen superkomplexen Algorithmus entwickelt, um den Einfluss von Weed auf unsere Kunst zu beziffern. Wie eine Lasagne, so hat auch unsere Kunst offensichtlich viele verschiedene Schichten. Die Basisschicht, wie jede auf Pot basierende Architektur, muss natürlich aus Weed gemacht sein – fluffiges Gras bietet die stabilste Basis.

Der Titelsong unseres brandneuen Albums „Natural Born Chillers“ entstand während einer Smokingsession, in der wir eine unglaubliche Menge AK-47 weg geraucht haben. Dazu haben wir dann noch genug Gras gegessen, um auch die Gehirne in unseren Mägen zu befriedigen. Das führte zu der bahnbrechenden Erkenntnis, dass wir als Natural Born Chillers auf die Welt gekommen sind; diese musikalische Idee entströmte uns. Man kann unserer Band das Weed wegnehmen, aber das Weed in unserem Inneren – an das kommt keiner ran!

 

 

Wie sieht es mit dem Weed auf euren Touren aus, im Vergleich Australien – Europa beziehungsweise Deutschland?

 

Australien macht kleine Schritte hin zu einer offeneren Gesellschaft, aber Weed ist hier eigentlich immer noch illegal. Aber trotz dieser Limitierungen schaffen wir es eine stetige Versorgung mit saftigen Buds für unseren unersättlichen Appetit sicherzustellen. Während wir in Europa und speziell in Deutschland auf Tour waren, stellten wir fest, dass das Weed von höchster Qualität war, allerdings aber auch nur in geringsten Mengen erhältlich.

Das beste Kompliment, das man uns als Band machen kann, ist, wenn Leute ihren persönlichen Vorrat mit uns teilen, sozusagen ein positives Weed-Feedback.

Manchmal, wenn Leute uns zu einem Smokingcontest herausfordern, verlieren wir vielleicht zeitweise einen Teil unserer Barmherzigkeit, aber dafür gewinnen wir meistens. Und wenn es um Weed geht, sind ja schließlich alle Gewinner.

Wie in alten Zeiten, als Käse noch gegen Zwiebeln getauscht wurde, so sind Weed und Musik heute globale Währungen.

Durch unsere Reisen haben wir ein globales Netzwerk Cannabis konsumierender Menschen aufgedeckt, das den fast schon heiligen Gedanken des Weed-Tauschgeschäftes teilt.

Wenn wir insgesamt etwas gelernt haben, dann das: Solange dein Herz grün leuchtet, hat Weed die glückliche Eigenschaft irgendwie immer im Schoss zu landen, oder sozusagen gleich in deiner Bong.

 

 

Danke für das kurze und weedige Interview!

Alle Tour-Daten und Infos zur Band gibt es hier: www.thebennies.com.au/

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