Dienstag, 26. September 2017

Gipfelstürmer rauchen Cannabis und sind zu breit für den Abstieg

 

Vier bekiffte Bergwanderer auf dem Scafell Pike fast ums Leben gekommen

 

 

Cannabis
Grafik: Lukas Tkotz

 

 

Ganz im Norden Englands gibt es so etwas wie ein „Hochgebirge“, das ideal für Bergsteiger ist, die gerne in Sandaletten und kurzen Hosen zum Gipfelsturm ansetzen und ohne Seil, Pickel und Steigeisen auskommen. Der Scafell Pike ist mit 987 Metern der höchste Berg Englands und überragt das höchste Gebäude der Welt in Dubai um sage und schreibe 159 Meter.

 

Dieser alpinen Herausforderung stellten sich am vergangenen Samstag vier Bergwanderer, die den Scafell Pike im malerisch gelegenen Lake District Nationalpark bezwingen wollten. Der unkomplizierte Aufstieg zum Gipfelkreuz war dann auch keine große Sache für die Spaziergänger, und alle freuten sich mächtig gewaltig, Englands Fast-Eintausender bezwungen zu haben.

Doch statt sich an die gute alte Bergsteigertradition zu halten und die Erstürmung des Gipfels mit einem kräftigen Schluck aus der Schnapsflasche zu feiern, kamen die vier „Alpinisten“ auf die Schnapsidee, ersatzweise ein bisschen Cannabis zu verbrennen und sich dabei in der Zeit zu verlieren.

 

Doch als zu fortgeschrittener Stunde der Abstieg mahnte, stellten die vier Bergwanderer fest, dass sie viel zu high waren, um wieder herunterzukommen – vom Hügel. Und so kamen die vier Hanffreunde zu dem Schluss, dass sie sich in Bergnot befinden und ihr Leben am seidenen Faden hängt. Ein mehrstündiger Spaziergang bergab ins Tal schien unmöglich, und alle waren überzeugt, dass sie beim Abstieg unweigerlich den Bergsteigertod erleiden würden.

 

Zum Glück gab es auf dem Gipfel ein Mobilfunknetz, und so funkten die Bergsportfreunde kurzerhand SOS und lösten damit eine dreistündige Rettungsaktion aus, an der sich Bergwacht, Luftrettungsdienst und Dutzende Freiwillige des „Wasdale Mountain Rescue Teams“ unter Einsatz ihres Lebens beteiligten.

 

Die hightere Posse des Kiffer-Quartetts machte postwendend in den sozialen Netzwerken die Runde und sorgte für ordentlich Hohn und Spott. Nachdem der Rettungshubschrauber die Cannabis-Genießer sicher „heruntergebracht“ hatte, erwartet diese nun eine saftige Rechnung für den Einsatz. Inwieweit sich die Quarzköppe wirklich in Gefahr befanden, lässt sich schwer beurteilen. Vielleicht waren sie auch nur zu lauffaul und dachten sich, dass das Beförderungsentgelt für ein Lufttaxi der Bergwacht durch vier geteilt erschwinglich ist und ein kurzer Rundflug über den Nationalpark allemal mehr Bequemlichkeit verspricht, als stundenlang mit breitem Schädel durch die Pampa zu latschen.

 

5 Antworten auf „Gipfelstürmer rauchen Cannabis und sind zu breit für den Abstieg

  1. COSMO

    Eigentlich ne witzige story. Vier Potheads auf ne Hügel. Wäre was für Hollywood. Macht man Refer Madness 2 draus. Und im Fressflash wird noch einer der Jungs von den anderen Verspeist…

  2. X-KIFFER

    Fast 1.000 Meter Höhenunterschied ist schon ziemlich anstrengend. Muß ein tolles Gefühl sein da oben zu sitzen und sich eine Tüte reinzuziehen. Aber leider wird die Wirkung des Krauts immer wieder unterschätzt, allerdings wären die mit Alkohol auch nicht wieder von alleine abgestiegen. Mit einem Bergsteigerzelt hätte man den Rausch in Ruhe ausschlafen und am nächsten Morgen dann den Abstieg ohne fremde Hilfe bewältigen können. Es liegt also nicht an dem Kraut sondern an der Unvernunft der Konsumenten. Wenn das jedoch mit Alkohol anstatt mit Cannabis passiert wäre hätte es nicht Eingang in die Medien gefunden.
    Trotzdem eine sehr lustige Story.

  3. gitfreak

    Ja man kann sich jetzt aufregen, Image hin Image her. Ich fand es lustig es mir bildlich vorzustellen, vor allem mit der Prise Sarkasmus vom Verfasser…“Alpinisten“ …. :-). Verstehe nicht weshalb sich manche aufregen, im bekifften Zustand ist man halt manchmal bala bala in der Birne, daher kommen ja auch die Lachflashs. Leute, bitte nicht immer so ernst sein, dieses Beispiel ist mit Sicherheit nicht entscheidend für eine Legalisierung. Cheech & Chong waren genauso bescheuert, die Welt hat darüber gelacht und in den USA ist die Bewegung um einiges voran geschritten. Keep calm and be peaceful 🙂

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