Samstag, 18. März 2017

Saatgut aus Spanien

 

Spanisches Feuer

 

 

Autor: der Budler

 

In den letzten Jahren hat sich Spanien immer mehr zu einem Eldorado für Cannabisten entwickelt. Mittlerweile befinden sich in Barcelona fast so viele Cannabis Social Clubsmwie Coffeeshops in Amsterdam. Und auch in der Breederszene hat sich in Spanien so einiges getan. Firmen wie Sweetseeds und Dinafem sind, wie viele andere spanische Samenfirmen, nicht mehr vom Markt wegzudenken. Aber wie gut sind deren Strains?

 

Dem möchte ich auf den Grund gehen. Also versuche ich jemand zu finden, der bereits Erfahrungen mit Saatgut aus Spanien gemacht hat. Nach Durchforstung etlicher Foren und dem wochenlangen Kontaktaufbau per Internet, ist es mir gelungen ein Treffen mit Juan zu organisieren. Er hat schon zahlreiche spanische Samen zum Leben erweckt und möchte mir davon berichten.

 

Juan äußert sich durchweg positiv über die Strains, die vergleichbare Resultate liefern wie Samen aus niederländischer Herkunft. Die spanischen Pflanzen seien recht homogen in Wachstum, Blüte und Struktur, ob bei Sweetseeds, Dinafem, Ripperseeds oder Delicatessen (kleine Firma). Die Problematik mit Zwitterpflanzen haben fast alle Firmen halbwegs in den Griff bekommen, sowohl in den Niederlanden als auch in Spanien.

 

Aus unseren Gesprächen geht hervor, dass er von dem Genpool von „Dinafem Seeds“ schwer begeistert ist, wobei er auch Sweetseeds und Medical Seeds durchaus empfehlen kann.

 

Zuletzt testete Juan 6 Sorten à 5 Samen von Dinafem und war durchaus zufrieden. Zwitter traten nur bei 2 von 30 Pflanzen auf, wovon eine Critical Kush und eine Moby Dick betroffen waren. Bei den Sorten Deepcheese Dinachem und Og Kush traten keinerlei Probleme auf. Die Buds von Juan trieften vor Harz und glitzerten im Sonnenlicht, zudem verbreiteten sie ein intensives Aroma. Juan schwärmt zudem von der wirksamen und wohltuenden medizinischen Wirkung und stellt mir sein Critical Kush und Critical Jack für einen Test zur Verfügung. Beide Sorten beinhalten Critical+, dieser Strain ist unter anderem aus der Critical Bilbo entstanden. Generell ist Critical eine Kreuzung aus einer Afghani und einer Skunk, in diesem Fall eine Kreuzung aus Bigbud (Afghani) und einer Skunk (unbekannt), also eher eine Indica dominante Genetik. Bei der Critical+ ist das Verhältnis jedoch 50/50.

 

Critical Kush

 

Die Critical Kush vereint das Spanische Feuer (Critical+) mit einem Emerald OG Kush Klon, der ein bedeutender Meilenstein aus Amerika ist. In Emerald (Stadt in Kalifornien) findet jährlich einer der ersten organic Outdoorcups statt, was die Emerald Og zu einem ganz besonderen Kush Klon macht. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen und auch schmecken lassen. Nach 54-60 Blütetagen (hier 57) ist die Critical Kush bereit für die Ernte. Juan berichtet, dass 3 Phänotypen von der Kush bei ihm zum Vorschein kamen, von denen alle durchaus interessant waren. Aber Juan musste sich aus Platz gründen von einem Kush Phänotypen trennen, er behielt die Phänotypen mit dem Kushigsten-Flavour.

 

Die Critical Kush besitzt ein ausgewogenes Verhältnis von 50% Sativa und 50% Indica. Der Geschmack ist typisch für eine Kush. Geraucht entfaltet sich eine feine Mischung aus Erde, Nadelwald und ein wenig Zitrone im Abgang. Der Geruch ist zum dahinschmelzen. Die Aromen reichen von Anis über Moschus bis hin zu Zitrone, was durch die spezielle Kreuzung zum Vorschein kommt. Die Wirkung ist stark körperbezogen und tritt unmittelbar in Kraft. Die Critical Kush ist gut gegen Übelkeit und Schmerzen und kann durch aus auch bei Schlafstörungen kurz vor dem zu Bett gehen helfen. Mit ihrem vielseitigen Medizinischen Potential gehört die Critical Kush für mich zu einer Topsorte.

 

Critical Jack
Critical Jack

 

Die Critical Jack vereint das Flaggschiff von Dinafem Seeds (Critical+) mit niederländischer Leidenschaft: Jack Herer, einer Sorte die von Ben Dronkers (Gründer von Sensi Seeds) für seinen sehr  guten Freund Jack Herer (Aktivist und Buchautor) gezüchtet wurde. Sie ist eine legendäre Sorte, die noch heute bei vielen Ganjagourmets und Patienten hoch im Kurs steht. Dinafem hat mit ihrer Critical Jack ganze Arbeit geleistet, mit 8-9 Wochen (hier 57 Tage)  Blütezeit zählt sie noch zu den schnelleren Sorten. Bei dieser Sorte hat Juan sehr identische Pflanzen und nur minimale Unterschiede was Reife, Geschmack, Ertrag und Wachstum anbelangt. Das Verhältnis von Indica zu Sativa ist genau wie bei der Critical Kush 50/50.

 

Der Geruch ist eine Mischung aus Weihrauch und etwas säuerlich (chemisch) scharfem (Pfeffer), der auf jeden Fall Lust macht, diese Terpene geladene Schönheit zu probieren. Geschmacklich überwiegt definitiv die Weihrauchnote, die zugegeben milder ist als bei der reinen Jack Herer, aber immer noch stark ausgeprägt und vollmundig erscheint. Der Rauch der Critical Jack füllt mit seinem schweren Oldschool Haze Aroma jeden Raum, der dank ihr nach kürzester Zeit wie eine katholische Kirche duftet. Die Wirkung spielt sich eher im Kopf ab und kann als Stimmungsaufheller oder gegen Depressionen wirksam sein. Aber auch bei Schmerzen kann sie ganze Arbeit leisten, also könnte die Critical Jack sich auch durchaus einen Platz im Medizinschrank sichern.

 

Im Großen und Ganzen kann man sicherlich behaupten, dass die spanischen Samen ganz klar mit niederländischen Samen vergleichbar sind. Die Szene in Europa wächst stetig, ob in Tschechien mit Top Tao Seeds oder in Frankreich mit French Touch Seeds. Sogar Roor ist mittlerweile auf dem Samenmarkt vertreten, eine bunte Vielfalt macht sich breit.

 

Dieser Artikel dient lediglich zu Aufklärungs- und Informationszwecken. Cannabis ist in den meisten Europäischen Ländern verboten.

 

Alles Gute.

Der Budler

2 Antworten auf „Saatgut aus Spanien

  1. Petersen

    Bei ‚Bigbud (Afghani) und einer Skunk (unbekannt) & Emerald (Stadt in Kalifornien)‘ schwebt mir ein großes Fragezeichen vor den Augen. Ist es so schwer sich ein bisschen zu informieren, bevor man etwas schreibt? Mal davon abgesehen, dass das der Artikel reine Werbung ist…
    Sorry Hanfjournal, aber das war’s. Wieder einen Leser verloren.

  2. U-G

    Ich fand das war schön zu lesen was die Spanier so Anbauen.
    Übrigens habe ich mir diesmal auch was kommen lassen aus Spanien von Linda Seeds.
    Was Werbung angeht lebt doch das Hanfjournal, na und!!!
    Wenn ich mir die Werbung im Alltäglichen anschaue, dann sauf doch wie ich Alkohol @Peterson. Heute ist wieder Schalke-Bier angesagt. Nix für ungut.

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