Samstag, 28. Januar 2017

Kascha Januar 2017

 

DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL – Erste Hilfe für Kiffer

 

 

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

 

René (20) aus Aachen fragt:

 

„Hi Kascha,

ein Freund von mir war im Urlaub in Thailand und hat mir erzählt, dass die Mücken dort breit werden, wenn sie Kiffer stechen. Er glaubt, dass das daran liegt, dass sie mehr Blut trinken und deshalb mehr THC abbekommen als die Mücken in Deutschland. Und sie sind ganz anders geflogen als hier und immer zu den Kiffern gekommen. Kann das sein? Ich glaube, ich habe vor ein paar Monaten im Hanfjournal gelesen, dass Mücken nicht breit werden können.“

 

 

Kascha antwortet:

 

 

„Hi René,

du hast Recht, Mücken können nicht breit werden. Dafür fehlen ihnen einfach die THC-Rezeptoren im Gehirn: Der Wirkstoff aus der Cannabisblüte ist quasi baugleich mit einem körpereigenen Botenstoff, dem Anandamid, für das es bei Wirbeltieren an verschiedenen Stellen im Körper, nicht nur im Gehirn, sondern auch im Darm, gibt. Die Mücken könnten möglicherweise betrunken werden, wenn sie stark alkoholhaltiges Blut trinken, da Alkohol durch eine Vergiftung wirkt, die auch bei Mücken meines Wissens theoretisch möglich ist. Wenn man allerdings zum Beispiel 2 Promille Blutalkohol hat, also sehr betrunken ist, sind das immer noch nur 0,2 % Alkohol im Blut, so viel Alkohol ist beispielsweise in Apfelsaft naturgemäß enthalten und davon wird auch eine Mücke nicht betrunken. Ähnlich würde es sich wahrscheinlich auch mit THC verhalten, vorausgesetzt, dass eine Mücke damit überhaupt etwas anfangen könnte. Warum die Mücken zu den Kiffern gekommen sind, erklärt sich vielleicht anders: Es gibt eine Theorie, wonach Mücken sich insbesondere vom käsigen Geruch schweißiger Füße angezogen fühlen. Jemand, der im tropischen Thailand den ganzen Tag in einer Kifferbar sitzt und raucht, ist da sicher attraktiver als jemand, der zum Beispiel am Strand liegt, wo es ohnehin schon weniger Mücken gibt, und regelmäßig ins Wasser geht. Eine andere mögliche Erklärung ist, dass ihm das einfach nur so vorkam, weil Mücken ja recht klein sind und man sie eigentlich nur um sich herum wirklich wahrnimmt.“

 

 

Lennie (24) aus Hamburg fragt:

 

 

„High Kascha,

ich habe mir fürs neue Jahr vorgenommen, mit dem Rauchen aufzuhören, und will deshalb auch beim Gras rauchen keinen Tabak mehr benutzen. Ich dachte erst, dass das kein Problem ist, weil ich sowieso Bong rauche und das ja einfacher geht ohne Tabak als Joints bauen. Ich musste aber feststellen, dass das, vor allem wenn ich richtig gutes Haze habe, doch ziemlich zieht im Hals. Kann man da irgendwas anderes machen als Tabak beimischen?“

 

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Lennie,

das ist wohl bei den meisten Konsumformen so, wenn man pur raucht, kratzt es mehr. Ein Trick kann hier sein, den Rauch stärker zu kühlen. Da kann man bei einer Bong einiges machen: Du kannst zum Beispiel auf ein Chyllumrohr mit einem kleineren Durchmesser umsteigen. Dann zieht der Rauch in kleineren Blasen durch das Wasser und wird effektiver gekühlt. Noch kleinere Blasen erhältst du, wenn du ein Chyllum verwendest, das am unteren Ende statt einem großen Ausgang mehrere kleine Löcher hat – das macht den Rauch in der Regel sehr sanft. Alternativ oder zusätzlich kannst du die Kühlung durch Einsatz von Eis verstärken: Wenn du eine Eisbong hast, kannst du ja ganz einfach Eiswürfel einfüllen, die den Rauch kühlen. Ein weiterer Trick betrifft die Rauchtechnik. Je heftiger du an der Bong ziehst, desto dichter und heißer wird der Rauch. Bis zu einem gewissen Punkt ist das oft gewünscht und starke Bongraucher haben sich oft auch einen ziemlichen Zug angewöhnt. Wenn man plötzlich die Mischung ändert, sollte man sich noch mal neu an die Zugstärke herantasten. Ein dritter Trick wäre, mit anderen Beimischungen zu experimentieren. Verschiedene Tees und Kräuter sind geeignet, zu den beliebtesten zählen wohl Damiana und Pfefferminze. Solche Beimischungen haben aber natürlich auch ihren eigenen Geschmack, so dass hier für das perfekte Ergebnis wohl auch einiges Probieren erforderlich ist.“

 

 

 

Patricia (22) aus München fragt:

 

 

„Hallo Kascha,

ich würde gerne mal mit Cannabis kochen, aber für die meisten Rezepte, die ich finde, muss man Cannabisbutter herstellen. Ich bin laktoseintolerant und kein großer Fan von Margarine, kann ich da auch einfach Olivenöl benutzen? Das stelle ich mir, wenn es geht, auch ganz cool vor: Bruschetta mit Cannabis-Olivenöl, Pasta mit Cannabis-Olivenöl und so weiter. Und mit Chili geht das ja auch, wenn man das in Öl tut?“

 

 

Kascha antwortet:

 

 

„Hi Patricia,

da hast du völlig recht, das funktioniert auch und die Herstellung ist sogar recht einfach, ähnlich wie bei Cannabisbutter. Die meisten Hanfköche mischen dabei das Gras – das man, wie bei Cannabisbutter, vorher im Ofen für eine Stunde bei etwas mehr als 100°C decarboxylieren kann, um das THC in eine für den Körper verwendbare Form umzuwandeln, – in einem Topf mit Olivenöl und erhitzen diesen dann vorsichtig über mehrere Stunden im Wasserbad. Wichtig ist dabei, dass das Olivenöl nicht anbrennt – dafür das Wasserbad –, da es dann bitter werden würde. Während des Erhitzungsvorgangs kann man auch hin und wieder vorsichtig umrühren. Anschließend wird die Öl-Cannabis-Mischung durch ein feines Sieb gegossen, um die Pflanzenteile auszusieben, und abgekühlt. So vorbereitet, lässt sich das Öl in einer gut verschlossenen Flasche über mehrere Wochen aufheben und für kalte und warme Speisen verwenden. Da das THC bereits decarboxyliert ist, also in seiner psychoaktiven Form vorliegt, ist ein erneutes Erhitzen nicht mehr erforderlich. Das Öl ist also nicht nur für italienische Nudelgerichte geeignet, sondern auch für die Bruschetta, die du dir überlegt hast, oder für Smoothies. Empfehlenswert ist aber, wie übrigens auch bei Cannabisbutter, vorher vorsichtig zu probieren, wie stark das Öl geraten ist. Dann weißt du, ob du es vorsichtig mit einem Teelöffel über das Essen geben solltest oder das Öl ordentlich schütten kannst, ohne dich für Stunden völlig zu verballern – die Wirkung setzt schließlich erst nach etwa 30 Minuten bis einer Stunde ein.“

6 Antworten auf „Kascha Januar 2017

  1. Jemand

    Butterschmalz (also Butterreinfett) gillt als laktosefrei das wäre auch mal einen Versuch wert! Es lässt sich auch viel besser erhitzen als Olivenöl!

  2. alexander

    @ Jemand: ich persönlich finde olivenöl besser, wegen dem geschmack. ausserdem sollte mann das gras nicht zu sehr erhitzen! Der Rauchpunkt von Olivenöl liegt höher als die erforderliche Temperatur. Liebe Grüße

  3. Jemand

    @Alexander Stimmt da hast du natürlich auch wieder recht! Wollte nur eine mögliche Alternative aufzeigen da der Geschmack des Olivenöls nicht für jedes Rezept geeignet ist (meiner Meinung nach)! Aber wie so oft ist das sicherlich Geschmackssache

  4. B.B. King

    Hallo Kascha, habe da mal eine Frage zu. Ich habe nirgendwo herausfinden können, welcher Arzt denn jetzt befugt ist das zu verschreiben. Kann das auch der normale Hausarzt oder Allgemeinmediziner? Oder muss er da irgendwie zertifiziert sein? Muss es jemand sein, der den Patienten schon lange kennt um zu beurteilen, ob dieser austerapiert ist? Liebe Grüße, B.B. King

  5. Jemand

    @B.B. King Ja jeder Arzt ist dazu befugt ein BtM Tezept auszustellen! Aberr leider will das nicht jeder (gerade eben bei Cannabis)!
    Bloss nicht aufgeben früher oder später findet sich ein Arztder bereit ist zu helfen! Der Acm kann hierbei auch Infos liefern bezüglich Ärzten die bekannt sind Cannabis gegenüber eine positive Einstellung zu haben! Einfach mal ne Email schreiben! (Auch allgemein bei Fragen zum Thema)

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