Mittwoch, 29. Juni 2016

Marihuanalegalisierung wird in Kalifornien eine Option

 

Genügend Stimmen für die Novemberwahlen.

 

Bild: eSheep / freeimages
Bild: eSheep / freeimages

 

Am gestrigen Dienstag bestätigte der Staatssekretär Alex Padilla, dass genügend Stimmen für die Einbringung der Cannabis-Legalisierungs-Frage für die kommenden Novemberabstimmungen eingegangen sind. Die Marihuanalegalisierung wird in Kalifornien eine Option. Die Bürger Kaliforniens erhalten damit die Freiheit, am 08.11.2016 über den kommenden Umgang mit der auf dem Vormarsch befindlichen Hanfpflanze abzustimmen.

 

In der Control, Regulate and Tax Adult Use of Marijuana Initiative (#15-0103) wird die Frage beantwortet werden können, ob Kalifornien Cannabis zukünftig zu Genusszwecken erlauben will. 366,000 Stimmen waren für die Einbringung der Frage in die kommende Novemberabstimmung nötig gewesen – über 606,000 Unterzeichner hat man nun auf Papier.

 

Sollte das Ergebnis der Wahl für einen regulierten Cannabismarkt in Kalifornien sprechen – der neben medizinischem Marihuana auch Gras zu Genusszwecken für über 21-Jährige erlauben würde – würde damit jeder sechste Amerikaner freien Zugang zu Cannabis erhalten.
Die Abstimmung sei nach Aussage des Kampagnenvertreters Jason Kinney ein neuer Start für Kalifornien, mit dem sich ein kostspieliges und ineffizientes System der Prohibition abschaffen ließe, um es gegen ein sicheres, legales und verantwortungsvolles Modell für Erwachsene auszutauschen.
Dieses würde sich wirtschaftlich selbst tragen und circa eine Milliarde Dollar jährlich generieren. Viele Millionen Dollar würden auch durch Einsparungen im Strafvollzug und der Verbrechensbekämpfung eingespart. Sollte die Abstimmung mit einer einfachen Mehrheit beendet werden, bekämen die Bewohner Kaliforniens die Möglichkeiten, bis zu einer Unze Marihuana bei Fachhändlern einzukaufen und sechs Hanfgewächse für den Eigenbedarf in den eigenen vier Wänden anzupflanzen. Ab 21 Jahren.

 

Vorteile werden auch im Jugendschutz gesehen, da sich die Polizei auf die austrocknenden Schwarzmärkte konzentrieren könnte, auf denen bislang keine Ausweiskontrollen durchgeführt werden. Nach Colorado, Washington, Alaska und Oregon wäre Kalifornien der fünfte Bundesstaat der USA, der einen regulierten Markt von Cannabis einer gescheiterten Prohibition vorziehen könnte. Auch Maine und Nevada werden über diese alternative Option der Drogenpolitik noch im kommenden November abstimmen.

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