Donnerstag, 16. Juni 2016

Ratchet & Clank

 

Science Fiction

 

Grafik: Sony
Grafik: Sony

 

Autor: mze

 

Obwohl Sony mal wieder nicht in der Lage war, uns Zeitnah mit einem Promomuster auszustatten, darf eine der ersten großen Veröffentlichungen einer eigenen Marke auf Playstation4 – zweieinhalb Jahre nach Geräte-Release – nicht gleich böswillig übersehen werden. Wenn es sich dabei auch wieder um ein Remake bereits bekannter Software handelt, ein Grund mehr dem vor Kurzem erhältlich gemachten Videospiel auf den Grund zu gehen. Ein Maskottchen-Game erscheint auf genannter Kiste schließlich auch nicht mehr alle Tage.

 

Mit Ratchet & Clank ändert sich das glücklicherweise und die Videospielgemeinschaft dankt. Das Duo aus den Werkstätten von Insomniac Games bereiste bereits verschiedene Sony-Systeme seit Beginn des 21. Jahrhunderts und bekam sogar schon ein HD-Update des Erstlings auf Playstation3 spendiert. Nun machte man aus den Helden richtige Filmstars und schob das passende Game auf Playstation4 hinterher. Da nun jedoch einmal wirklich von Grund auf ganz von vorne begonnen wurde, kann sich das bunte Action-Abenteuer auf der aktuellen Maschine auch tatsächlich sehen lassen.

 

Ratchet träumt von einer Karriere als Space-Kadett, was ihm zu Spielbeginn verwehrt bleibt. In einer kleinen Phase von Selbstzweifel macht er jedoch die Bekanntschaft mit dem Roboter Clank, der auch einige Defizite vorzuweisen hat und nur knapp seiner Zerstörung entkam. Zusammen entwickeln die beiden Helden dafür Fähigkeiten, die ihnen bei der Rettung des Universums behilflich sind und den heimlichen Traum Ratchets wahr werden lassen können. Erzählt wird die Sicence Fiction Story von dem Oberhaupt der Space-Kadetten Cpt. Qwark, der sich mit einigen Lücken an die ersten Abenteuer des freundlichen Helden-Teams erinnert und so manches etwas verändert wiedergibt, als es tatsächlich stattgefunden hat.

 

Spielerisch erinnert Ratchet & Clank an gute alte Plattformer, bei denen Erkundungsmomente mit Hüpfpassagen gekreuzt werden. Da der Lombax Ratchet aber auch zur Waffengewalt bereit ist, dürfen unterschiedliche Ballermänner erworben und in typischer Third-Person-View gegen aggressive Aliens eingesetzt werden. Mit einer Discoballkanone lässt man Gegner dagegen tanzen, Mr.Zurkon unterhält mit Raketenfeuer und ganz übler Laune. Roboter Clank, der sich regulär auf dem Rücken von Ratchet befindet, kann dafür mit praktischen Programmierkünsten und Propellerhut aufwarten.

Gesammelt werden vom Duo alle mechanischen Einzelteile der ausgeschalteten Gegner, die an Shop-Terminals in Verbesserungen oder neue Ausrüstungsgegenstände investiert werden können.

 

Das mit vielen Gadgets gefüllte Alien-Abenteuer erstrahlt dank neuer Gestaltung in wahrer grafischer Pracht und macht auch aufgrund einer fehlerfreien Darstellung vieles richtig.

Die geschliffenen Level führen den Spieler recht gradlinig durch die teils offenen Areale, unterschiedliche Gameplay-Momente lockern den Spielverlauf angemessen auf. So gibt es Schlidderpartien auf Gleitstiefeln und Raumschiffschlachten am belebten Highway-Himmel.

Auch wenn der Charmefaktor der Charaktere nur bedingt in luftige Höhen gelangt, so sind alle auftretenden Figuren ordentlich gestaltet und führen alt wie jung freundlich durch das circa zwölf stündige Spiel. Da für diese begrenzte Menge Unterhaltung ein angemessener Preis verlangt wird, ist Ratchet & Clank PS4-Einzelspielern absolut empfohlen.

Let’s do the Time Warp again.

 

Ratchet & Clank

Fotos: Sony

USK 12

Circa 44€

(PS4 – ASIN: B01AHYSNAC)

 

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