Freitag, 6. Mai 2016

Quantum Break

 

 

Beautiful Jack

 

Foto: Microsoft
Foto: Microsoft

 

Autor: mze

 

Auf Max Payne folgte Alan Wake, auf Alan Wake nun Quantum Break. Remedy Entertainment hat sich offensichtlich auf männliche Protagonisten eingeschossen, die immer eine Menge einige Probleme herumtragen. Charaktere die eine Geschichte erzählen, während sie im Spielverlauf möglichst spektakulär mit Blei herumspritzen. So war es bei Max Payne, so lief es bei Alan Wake und so ist es auch jetzt bei Quantum Break, das auf Konsolen exklusiv für Microsofts Xbox One erschienen ist.

 

In dem neusten Werk der finnischen Entwickler wurde neben einem Videospiel aber auch eine Live-Action-Serie verbaut, die mit bekannten Schauspielern besetzt wurde und für ein tieferes Eintauchen in die Geschehnisse sorgen soll.

 

Der Protagonist Jack Joyce – gespielt von X-Men Iceman Shawn Ashmore – wird von seinem Freund Paul Serene auf ein Universitätsgelände eingeladen, um bei einem Zeitreise-Experiment Zeuge zu werden. Mittels einer gewaltigen Maschine reist genannter Kumpane in die Zukunft und sorgt bei seiner Rückkehr für eine herbe Überraschung. Da durch diesen Trip ein Stillstand der Zeit ausgelöst worden scheint, versucht der Verursacher die Lage zu bereinigen. Mittels einer in der Vergangenheit gegründeten Sondereinheit wird in der neu gestalteten Gegenwart martialisch vorgegangen, um einen Teil der Menschheit vor dem absehbaren Ende zu schützen. Da Jacks Bruder jedoch zur allgemeinen Rettung Gegenmaßnahmen einleitete und der eigene Spielcharakter von den Zeitexperimenten beeinflusst wurde, gibt es eine wirkliche Chance, sich gegen das unerbittliche Regime von Paul Serene zu widersetzen und die Zukunft umzudrehen.

 

Spielabschnitte wechseln sich dabei mit Filmsequenzen ab. Wie bei Remedy Entertainment üblich, bekommt man bei Ersterem einen typischen Third-Person-Shooter vorgesetzt, der mit Besonderheiten in der Darstellung und Spielbarkeit punkten möchte.

Anstatt wie von Remedy gewohnt, eine allgemeingültige Zeitlupe auszulösen, hat Jack Joyce die Fähigkeiten nur Teile der Umgebung zu beeinflussen. So können Gegner in einer Zeitblase verlangsamt werden, eine schützende Zeitkuppel verhindert das Durchdringen von gegnerischen Projektilen und ein flottes Angriffsmanöver lasst den gesteuerten Charakter in Windeseile auf Gegner lospreschen.

 

Insgesamt bekommt Jack sechs verschiedene Fähigkeiten zur Auswahl, die sich in der Regel auf den zeitlichen Ablauf eines gewissen Areals in der Umgebung auswirken. Wird dann mit den vorher eingesammelten Schusswaffen auf diese kurz andauernden Phänomene geballert, verstärkt das die Durchschlagskraft der flitzenden Kugeln immens. Optisch ist das bunte Feuerwerk dann besonders zu genießen, da durch die Zeitspielereien auch umliegende Objekte beeinflusst werden. So zieht sich beim Ausstoß einer Energiewelle ein waberndes Gitter über die gesamte Umgebung, das die Physik verbiegt; ein in einer Zeitblase gefangener Ölkanister explodiert auch besonders anschaulich verlangsamt.

 

Alles in Allem ist Quantum Break hübsch anzuschauen und durchzuspielen, die einzelnen Abschnitte bieten toll gestaltete Areale und Liebe zum Detail. Dennoch scheint die Mixtur aus Spiel, Serie und Interactive-Movie auf dem halben Weg stehen geblieben.

Da der spielerische Inhalt zwar spaßig ist, jedoch nur geringfügig verbaut wurde, lässt einen der große Aufwand, der in die anderen Teile von Quantum Break gesteckt wurde, eher etwas verwundert zurück. Kein Kreis schließt sich. Übrig bleibt ein multimediales Experiment.

 

Eine unterhaltsame Show.

 

 

Quantum-Break-Packshot-USK

 

Quantum Break

Fotos: Microsoft

USK 16

Circa 59€

Xbox One – ASIN: B00CUI2AOY  (Alan Wake kostenlos inklusive.)

PC via Windows Store

 

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