Montag, 23. November 2015

Musitipps November 2015

 

Köster & Hocker – Rest Of – 1 & 2

 

Foto: Rootdown Promotions
Foto: Rootdown Promotions

 

Nach ihrem Album „Kumm jangk“ 2014, bringen Köster & Hocker gleich zwei Alben raus, die sich als Zusammenstellung von Live-Mitschnitten und rarer Songs von 1990 – aus der Zeit von ‚The Piano Has Been Drinking‘ – bis zum letzten Album präsentieren. Keiner der Live-Mitschnitte auf den Alben, die zum Teil vor bis zu 100.000 Menschen aufgeführt wurden, sind nachbearbeitet oder ausgebessert worden und wurden hier größtenteils zum ersten Mal veröffentlicht. So ist „Rest of“ nicht nur eine Zusammenstellung der beliebtesten Songs, sondern bringt gleichzeitig den Geist der damaligen Auftritte zurück – vom verrauchten Club bis zur Philharmonie. Kösters raue und doch gefühlvolle Stimme lässt dabei nicht selten ein wehmütiges Gefühl aufkommen, um dann im nächsten Song wieder der Lebensfreude zu huldigen.

„Rest of 1 und 2“ sind seit dem 11. September 2015 über GMO – The Label erhältlich. Bis Ende Dezember hat mal noch die Gelegenheit die zwei Urgesteine Kölscher Mundart live zu erleben.

 

www.gerd-koester.de

Foto: Rootdown Promotions

 

 

 

VA – 10 Years Eastblok Music

 

Foto: Uta Bresch Communications
Foto: Uta Bresch Communications

 

Osteuropäische Partyhits und -Sounds sind aus der deutschen Partyszene nicht mehr wegzudenken. Doch jede Musikrichtung kommt nur schwer voran, wenn sie keine Heimat in Form von Labels und engagierten A&R Agenten findet, die die Künstler auf dem Musikmarkt platzieren. Musik aus Osteuropa hat diese Heimat bei Eastblok Music gefunden. Die Firma ist seit jeher auf Interpreten aus Ost- und Südosteuropa spezialisiert. Zahlreiche Sampler aus russischem Elektro-Pop, Balkanbeats, Folk-Rock und Gypsy-Sounds später, feiert Eastblok Music sein zehnjähriges Bestehen und hat dafür einen Jubiläums-Sampler zusammengestellt, der es in sich hat.

Die erste CD besteht aus einem Best Of der letzten zehn Jahre mit Künstlern wie Shukar Collective (Rumänien), Haydamaky (Ukraine), Little Cow (Ungarn) oder  La Minor (Russland). Die zweite CD bietet jede Menge neue und exklusive Tracks der Künstler sowie die Ergebnisse diverser Nebenprojekte. „10 Years Eastblok Music“ wurde am 09. Oktober 2015 bei Eastblok Music veröffentlicht.

 

www.eastblok.de

Foto: Uta Bresch Communications

 

 

VA – Feeling Nice Vol. 3

 

Foto: Tramp Records
Foto: Tramp Records

 

Tramp Records hat sich wieder einmal auf die Suche nach ausgesprochenen Raritäten begeben. Zwei Jahre hat es gedauert bis die 16 Songs auf der dritten „Feeling Nice“ Compilation zusammengesucht waren. Geboten wird feinster Funk der späten 60er und frühen 70er Jahre, der herrlich ‚ursprünglich‘ und ’natürlich‘ klingt und den man in Zeiten digitaler Glattbügelung einfach nicht mehr findet. Die Songs stammen von weitgehend unbekannten Interpreten, die zum Großteil aus den USA, aber auch aus Kanada (Saint John) und Jamaika (Oladepo Ogomodede) stammen.

„Feeling Nice Vol. 3“ ist am 02. Oktober 2015 bei Tramp Records veröffentlicht worden und als CD, digital oder als Doppel-LP erhältlich. Im umfangreichen Booklet gibt es neben den Line Notes diverse unveröffentlichte Fotos der Musiker. Viele der Songs wurden hier zum ersten Mal auf einer Compilation herausgebracht und waren vorher nur auf Vinyl zu erwerben. Ein Umstand, der besonders Sammler und Liebhaber beglücken dürfte.

 

www.tramprecords.com

Foto: Tramp Records

 

 

 

Girls In Airports – Fables

 

Foto: Uwe Kerkau Promotion
Foto: Uwe Kerkau Promotion

 

Ganz gleich welche Assoziationen der Name „Girls In Airports“ auch immer auslösen mag, das reale Aussehen der fünf Männer aus Dänemark dürfte weit davon abweichen. Das Kopenhagner Kollektiv begann im Freundeskreis Musik zu machen, bis Auftritte in kleineren Clubs folgten und sie schließlich ohne Vertrag und Management zu einer Tour nach China, Südkorea, Deutschland, Portugal und New York aufbrachen.

Nun erscheint ihr viertes Studioalbum, auf dem traditionelle Instrumente, wie Klavier und Saxophon zusammen mit allerlei Schlagwerk ein Klangbild erzeugen, das sich zwischen Euphorie und Melancholie bewegt. Die Lieder des Albums erzählen eine, einer Fabel gleichen, Geschichten, die die Hörer mit auf eine Reise mit unbekanntem Ziel nehmen. Unaufgeregt und kontinuierlich entfaltet sich das Spektrum der Melodien. „Fabels“ ist am 18. September 2015 bei Edition Records erschienen. Bis Mitte November sind Girls In Airports noch auf Tour und machen auch in einigen deutschen Städten halt.

 

www.girlsinairports.net

Foto: Uwe Kerkau Promotion

 

 

 

Feindrehstar – Love & Hoppiness

 

Foto: Ballyhoo Media
Foto: Ballyhoo Media

 

Feindrehstar selbst haben für ihre Musik die Bezeichnung ‚Krautclub‘ gewählt. Diesen Stil zu beschreiben, fällt nicht leicht, sind die Einflüsse doch zahlreich. Da wird Jazz, Funk, Hip Hop, Afrobeat oder Weltmusik mit elektronischen Samples von House bis Techno gemischt. Auf dem neuen Album gibt es dazu sogar noch ein paar Vocals von den Interpreten Dave Aju, Tina Keserovic und dem ghanaischen Musiker Ebo Taylor.

Die siebenköpfige Band stammt aus Jena und hat bereits vor fünf Jahren das Album „Vulgarian Knights“ veröffentlicht. Vor allem live hat sich die Band durch ihre intensiven Jamsessions einen Namen gemacht. Dabei sind sie für alle Einflüsse offen geblieben. „Love & Hoppiness“ wurde am 16. Oktober 2015 von Musik Krause herausgebracht. Das Album nimmt einen mit auf eine musikalische Reise über die Kontinente und lässt die Hörer auch nach vielen Hörwiederholungen immer neue Klangkniffe entdecken, während derer sich Instrumente und elektronische Sounds gekonnt die Waage halten.

 

www.feindrehstar.de

Foto: Ballyhoo Media

 

 

 

Der Asiate – Kätzchenfleisch

 

Foto: Ballyhoo Media
Foto: Ballyhoo Media

 

Die geschmackvollste Zubereitung von Katzenfleisch, Bartwuchs oder Ansagen im Schwimmbad sind erwiesener Maßen keine klassischen Themen, mit denen sich die meisten Rapper auseinandersetzen. Nun ist Der Asiate nicht wie die meisten Rapper. Aufgewachsen in der Nähe des ostdeutschen Bautzen bekam er als einziger Ausländer den Namen ‚Der Asiate‘ verpasst. Seitdem greift er sämtliche Vorurteile auf und kontert mit Witz und Selbstironie. Diese finden sich auch in seinen Texten wieder. Er spielt mit Stereotypen und überzieht jedes Klischee, anstatt in traditioneller Hip Hop Manier den Harten zu markieren. Dies tut er auf überaus unterhaltsame und wortgewandte Weise. Eine Strategie die ihm seit 2008 über 250.000 Facebook Fans eingebracht hat. Am 06. November erscheint nun sein Debütalbum „Kätzchenfleisch“ bei Bassukah. Den ganzen November über tourt Der Asiate durch Deutschland und macht zudem in Wien Halt. Hoffentlich ohne Katzenfleisch im Gepäck aber dafür mit jeder Menge Unterhaltung.

 

www.facebook.com/DerAsiate

Foto: Ballyhoo Media

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.