Mittwoch, 18. November 2015

Mortler völlig planlos

 

Grüne Bundestagsabgeordnete kritisiert Vogel-Strauß Haltung der Drogenbeauftragten zu Crystal

 

Foto: freeimages / adamci
 Den  Kopf in den Sand und den Rüssel ins Pulver?  Foto: freeimages / adamci

 

 

Die diesjährige Jahrestagung der Drogenbeauftragten fand unter dem Arbeitstitel „Methamphetaminkonsum – Seine Folgen und Antworten für die Praxis“ statt. Die versprochenen Antworten ist Frau Mortler jedoch schuldig geblieben, obwohl zahlreiche Experten aus Suchthilfe und Prävention vor Ort waren, die über ausreichend Fachwissen zum Umgang mit problematischen Konsummustern verfügen.

 

Die Grüne Bundestagsabgeordnete Elisabeth Scharfenberg kritisiert, Frau Mortler sei unvorbereitet zur Tagung erschienen und habe überhaupt kein Konzept zur Behandlung von Abhängigen aufweisen können, also gar keine Antworten liefern können. Auch über die Folgen wusste ihr Haus wenig, wird doch Methamphetamin bei den Drogenfunden gar nicht separat, sondern zusammen mit anderen Amphetaminen, erfasst. Erst jetzt, nachdem sie bereits eine Fachtagung ins Leben gerufen und Antworten angekündigt hatte, hat Frau Mortler versprochen, zukünftig wenigstens die statistische Erfassung zu verbessern, um überhaupt verlässliche Zahlen liefern zu können.

 

„Um die Frage beantworten zu können, welche Behandlung die Richtige ist, muss man also mehr über die Konsumenten wissen. Dass es daran hapert ist seit langem bekannt. Dennoch bleibt es bei Ankündigungen seitens der Drogenbeauftragten.[…] „, kommentiert Scharfenberg die fehlenden Ergebnisse der Tagung.

 

8 Antworten auf „Mortler völlig planlos

  1. Lars Rogg

    Eigentlich bin ich fassungslos, dass es noch Menschen gibt die von der ollen Mortler noch irgendwas sinnvolles erwarten. Man braucht sich doch nur ihre bisherige Leistung ansehen. Nichts, Dämonisierung von Hanf, Bier anpreisen, nichts, Rauchwerbung nicht verbannen, nichts, Kiffer schlecht machen, auf peinliche Symposien zu gehen, nichts, nur aus Zwang Medizinalhanf langsam (sehr langsam) auf den weg bringen, nichts und nochmal nichts. Soooo arm…

  2. Camarolude

    Nochmals: Schludert eure Artikel nicht so lieblos hin, da muss doch mindestens einmal Korrektur gelesen werden! Ihr wollt mit eurem Anliegen Ernst genommen werden, also kniet Euch rein, gebt Euch etwas Mühe und lasst eine halbe Stunde, bevor ihr den Artikel verfasst, die Finger vom Bong.
    Ich nehme mein Lamentieren natürlich zurück, wenn ihr mir nachweisen könnt, das Frau Mortler sich in Zukunft tatsächlich um die „statische“ Erhebung von Daten kümmern möchte.

  3. greenness

    Wo wir gerade beim Thema statistische Erhebung sind:

    Um bestimmte Gefahren und deren Auswirkungen auf Konsumenten besser verstehen zu können, wäre es sinnvoll, in der Einteilung „Cannabinoide“ stärker zu differenzieren. Man könnte beispielsweise eine Einteilung in synthetische Cannabinoide (NPS, „Spice“ etc.) und natürliches Cannabis vornehmen. Das würde, neben dem zusätzlichen Erkenntnisgewinn, auch die Glaubwürdigkeit der veröffentlichenden Stellen enorm steigern.

  4. Alois Pichler

    Ich verstehe gar nicht was ihr gegen unsere Marlene habt. Für eine Meisterin der häuslichen Landwirtschaft, die eigtl. Agrarpolitik machen wollte und dann in diesen ungeliebten Job abgeschoben wurde, macht sie ihre Sache doch gut…und wer von uns würde die satten Diäten für’s nichtstun ablehnen?
    Zudem ist der Herbst ja bekanntlich Erntezeit. Da hat die Marlene auf dem familiären Bauernhof sicher wichtigeres zu tun als sich um ein paar Meth-User zu kümmern. Der Hopfen für unser flüssiges Brot erntet sich nämlich nicht von alleine!

  5. Surak

    Nichts über die Konsumenten zu wissen ist eben die logische und vorhersehbare Folge einer rein quantitativ arbeitenden Suchtpolitik. Ob es aber an engagierten Forschern aus den Reihen der Sozialwissenschaftler, Psychologen, Pädagogen usw. fehlt? Ich wage das zu bezweifeln. Klar ist jedoch, daß eine massiv repressiv ausgerichtete Verbotsideologie in Bezug auf qualitative Forschung über alle Maßen kontraproduktiv ist und bleibt; unabhängig davon, wie oft die illegitimen Rechtfertigungen für die angebliche Notwendigkeit solcher Repression gebetsmühlenartig heruntergeleiert werden. In der Politik scheint es ähnlich zu sein wie in vielen anderen Gesellschaftskontexten auch: Man macht so lange Karriere, bis man einen Posten ergattert hat der so überfordernd ist, daß man seine Aufgaben nicht mehr erfüllen kann. Die Folge davon ist ein Netzwerk aus leider hochgradig inkompetenten Entscheidungsträgern, welche das Geschick unseres Landes in sinnvolle Bahnen leiten sollen. Aber kann denn ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide gemeinsam in eine Grube fallen? 😕

  6. benjone

    Über 10.000 Menschen hatten für den Rücktritt der Marlene Mortler eine Petition unterzeichnet, das wurde vom Staat einfach unterm Tisch gekehrt! Da sieht man mal, wie wichtig Suchkranke Menschen in dieser Gesellschaft sind. Lieber Stigmatisierung und Kriminalisierung als Hilfe!

  7. X-KIFFER

    Es würde sich einiges tun wenn es eine „Legalisierungspartei“ gäbe die man anonym und ohne Repressalien befürchten zu müssen einfach wählen könnte. Denn wenn erstmal die Stimmen wegfallen bewegen sich die Politiker dann doch. Die brauchen eben ständig einen Tritt in ihren faulen Arsch und eine ordentliche Klatsche aufs verlogene Maul vom Wähler.

  8. Lochimbein8

    Wählt DIE PARTEI!
    Eine Gruppierung unsereigen anonymer, satirisch wie ironisch, fehleraufzigender Besserwisser die wissen wie man es besser weiß! Sobald jeder von uns weiß wer wir sind, sind wir stark und schaffen es auf den Weg heraus aus dieser Sklaverei erstanden aus dieser Kriminalität…beim Rauchen einer Pflanze

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