Freitag, 25. September 2015

Adé Hamburger Cannabis-Modellprojekt

 

Inkompetentes Labern über „Kiffen als Ordnungswidrigkeit“ statt ernsthafte Prävention

 

ein Kommentar von Michael Knodt

 

 

Die heutigen Theorien zur Entstehung bestimmter Tinnitus- Formen passen sehr gut zu einer therapeutischen Wirksamkeit von THC
Keiner kann’s mehr hören: „[…] immer mehr Jugendliche [….] ist eigentlich der Bund zuständig [..] und wollen Konsumenten entkriminalisieren […]“  Bild: freeimages / StillSearc

 

 

 

Da hatten es Grünen gerade mal so geschafft, die SPD im Koalitionsvertrag wenigstens dazu zu bewegen, über ein Cannabis-Modellprojekt zu reden-und dann das. Die Hamburger SPD lässt wie erwartet nicht mit sich reden, sie ist mehrheitlich dagegen. Um ihr Gesicht nicht zu verlieren, schiebt die Hamburger Regierungskoalition den Schwarzen Coffeeshop-Peter wieder dem Bund zu. in Hamburg bleibt in Sachen Hanf alles beim Alten. Eine einzige Experten- und Diskussionsrunde hat offensichtlich gereicht, um die Fronten zu klären.

 

Leider nicht möglich: Die Idee mit der Ordnungswidrigkeit

 

Statt eines wissenschaftlich evaluierten Modellprojekts wolle man lieber drüber nachdenken, den Konsum und den Besitz Geringer Mengen zur Ordnungswidrigkeit herabzustufen. Das jedoch kann der Hamburger Senat noch weniger beschließen als das just begrabene Modellprojekt. Denn das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) sieht zwar Ausnahmen vor, die auch ein Modellprojekt beinhalten könnten. Allerdings bietet es weder der Hamburger Polizei noch dem Senat die Option, eine Straftat zur Ordnungswidrigkeit herabzustufen. Um nicht ganz ohne Ergebnis dazustehen, werden noch ein paar juristisch fragwürdige Nebelkerzen geworfen. Wohl in der Hoffnung, niemand möge so genau hinterfragen, wie  das mit der Ordnungswidrigkeit aussehen soll. Denn ohne Änderung des BtMG auf Bundesebene ist zur Zeit ist auch Eigenbedarf eine Straftat, die nicht mit einem Knöllchen bestraft werden darf, selbst wenn so mancher Polizist das vorzöge. Das sollte der Grüne Justizsenator und gelernte Jurist Till Steffen eigentlich ganz genau wissen. Entweder will Steffen blenden, um vom gescheiterten Modellprojekt abzulenken, oder er hat keine Ahnung vom BtMG.

 

Die  Cannabispolitik der Rot-Grünen Koalition in Hamburg ist somit endgültig in der Sackgasse, zumindest auf Landesebene wird nicht mehr viel passieren. Die SPD hat mal kurz drüber geredet, mehr ist in der aktuellen Legislaturperiode kaum zu erwarten.

27 Antworten auf „Adé Hamburger Cannabis-Modellprojekt

  1. High Ben

    War doch klar! Die Politik hat momentan schließlich wichtigeres zu tun. Jetzt müssen erst einmal Deutsche aus ihren Wohnungen vertrieben werden.
    „Winter is coming!“
    -Eddard Stark

  2. Lars Rogg

    @High Ben
    klär mich mal auf, was meinst Du mit:“Deutsche aus ihren Wohnungen vertrieben werden“ ??

    Allgemein hat ja wohl kein denkender Kiffer, von dieser SPD oder dem Durchsetzungsvermögen der Grünen, etwas erwartet, oder?? Egal ob auf Landes- oder auf Bundesebene. Politiker sind feige und charakterlos. Nach vielen Jahrzehnten der verfehlten Drogenpolitik und zigtausenden an unnötigen Opfern unter Drogenkonsumenten, haben die immer noch nix dazu gelernt. Spätestens nach der Lektüre des Buches von Andreas Müller , kann man eigentlich gar nicht anders, als sich für die Legalisierung einzusetzen. Wenn da nicht die Charakterlosigkeit im Weg stünde…

  3. Selina

    Würde mich auch mal interessieren, was mit dem Kommentar gemeint ist, dass „die Deutschen aus ihren Wohnungen vertrieben werden“?
    Müssen die Hamburger Hanfisten fürchten, dass sie wegen ihres Hobbys ihr Wohnrecht verlieren?
    Sollte der Hambruger Senat dieses beschlossen haben, wäre das grundgesetzwidrig, würe ich mal meinen.

  4. Lars Rogg

    @ Selina
    Leider gibt es ein Urteil, dass Hanfanbauern, die ihr Hobby in der Mietwohnung betreiben und erwischt werden, zurecht gekündigt werden dürfen (ist schon einige Jahre her). Kiffen allein genügt, zum Glück, nicht für eine Kündigung. Da die meisten aber einen zeitlich begrenzten Mietvertag haben, würde ich meine Kifferei nicht an die große Glocke hängen. Es sei denn ich will sowieso umziehen und hab nix mehr zu verlieren…

    Da High Ben aber die „Deutschen“ herausgekehrt hat, vermute ich einen weniger sympathischen Hintergrund. Offenbar macht es einen Unterschied ob ein Deutscher Obdachlos ist oder ein anderer Mitmensch. Leider musste ich bei der Aussage sofort an die zurückgebliebenen „Elitemenschen“ von Pegida und AfD denken. Bitte um Korrektur, falls ich mich irre…

  5. Lars Rogg

    @muellerfan
    die Sache mit der Pegidavermutung hat sich auf die peinliche Deutschtümelei bezogen.
    Das es eine Unverschämtheit ist, Menschen aus ihrer Wohnung zu drängen um andere da rein zu setzen, steht ausser Frage. Doch daran haben, wie immer, unfähige Politiker Schuld. Hab nur noch nicht kapiert, was das obdachlos machen von langjährigen Mietern mit dem eierlosen Verhalten der SPD, aus dem obigen Artikel zu tun hat.

  6. Dr.D

    Ich frag mich immer warum etwas diskutiert wird, bei dem von Anfang an klar ist, dass es gar nicht funktionieren kann bzw. auch Gesetzlich einfach nicht möglich ist. Und wieso gebt ihr als Magazin diesen Leuten/Politikern dann noch Publicity. Wäre doch hier viel sinnvoller solche Aktion einfach direkt zu ignorieren, oder eben bei den Politikern die da beteiligt ordentlich zu befragen damit denen ihr eigener Mist vielleicht selber auffällt.
    Und wenn man es mal ganz nüchtern Betrachet will wohl oder übel KEINE PARTEI!!!!! die Legalisierung von Cannabis. Man muss sich nur mal den Antrag anschaun den die Piraten vor kurzem in NRW eingereicht haben. Sowas unfähiges und undurchdachtes habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen. Wie wäre es denn wenn sich mal tatsächliche Experten (aus Medizin, Politik, Recht…) mal zusammensetzen würden und da was ausarbeiten, dass einen wirklichen Erfolg haben könnte. Diese Ausarbeitug könnte man dann den Parteien zur Verfügung stellen. Wäre doch mal eine Aufgabe für unseren Hanfverband.

  7. greenness

    Irgendwie ist alles sch…., gell? Am besten nicht drüber reden und nicht drüber diskutieren!?

    Die Pauschalisierungen in Richtung ‚diese und jene Partei‘ und fundamentale Erkenntnisse wie ‚das war doch klar‘ finde ich nicht übermässig geistreich.

    In den Parteien sind viele Menschen mit den unterschiedlichsten Meinungen und Einstellungen organisiert. Im Falle der angestrebten Cannabis-Regulierung gibt es in allen(!) Parteien Gegner und Befürworter mit dem gesamten Spektrum von völliger Freigabe bis hin zu ’noch härter draufhauen‘. Die Parteien unterscheiden sich in der Verteilung der verschiedenen Standpunkte. Bei einigen Parteien unterscheidet sich dazuhin noch die Meinung von Basis und den „Oberen“. Am stärksten ist der letzte Punkt mMn in der SPD ausgeprägt.

    Mein Fazit: Weiterreden, Diskutieren und Ausschüsse zelebrieren. Der Irrsinn der aktuellen Drogenpolitik kann der Bevölkerung nur durch Information und Schaffung von Öffentlichkeit aufgezeigt werden.

  8. Lars Rogg

    @Dr.D
    ach entspann Dich…dieser Laden informiert, und wir kotzen ab. Viel Diskussion ist da nicht, da wir praktisch alle die selbe Meinung zum Thema haben. Es kotzt uns an !!! Das Schöne an diesem Laden ist, dass man etwas Frust ablassen kann und auch die eine oder andere verbale Entgleisung nicht sanktioniert wird. Vor allem dann, wenn niemand beleidigt wird. Das hilft Frust ab zu bauen. Verglichen mit einem besch… schweizer Forum, bei dem ich mich kürzlich abgemeldet habe, ist dieser Laden echt Gold wert. In dem schweizer Müllforum, werden schon realistische Vergleiche zwischen der Bestrafung von Kinderschändern und Kiffern sanktioniert. Da lernt man das Hanfjournal
    echt schätzen…
    Über die Piraten oder irgendeine andere Spartenpartei braucht man sich gar nicht aufregen. Keine kleine Partei wird jemals die großen Parteien derart beeinflussen können, dass die sich Kifferfreundlich verhalten werden, oder sogar legalisieren. In 7-10 Jahren werden das die Lobbyisten machen, egal wer an der Macht ist.

  9. MSBanana

    Ich finde auch, genau wie Dr. D., dass der Deutsche Hanfverband mal endlich Gas geben sollte, bzw. muß! Vor zwei Wochen war ich in Düsseldorf. Als ich mit der Rolltreppe aus der U -Bahn in der Heinrich Heine Allee hochfuhr, sah ich nen Stand vom DHV. Bin sofort hin, aber außer nem Flyer von der Dampfparade und ein paar Aufklebern mit, Schluß mi Krimi – Cannabis normal und zwei Zwanzigjährige Jüngelchen, die sich nach hinten ins Zelt verdrückten – NIX !
    Da wurde nicht die Werbekeule geschwungen, nix. Da gehören auch Frauen hin,(an so nen Stand) am besten noch mit nem Kind auf dem Rücken. Da gehört einer Raus, vor den Stand, der Grüne Gummibärchen mit Hanfblattverpackung an die Leute verschenkt, da muß auf das Produkt aufmerksam gemacht werden und und und. Aber dort passierte nix, hielt auch so gut wie keiner an, am Stand dort. Alles so wischi waschi, genau wie oben im Bericht beschrieben, bei diesen charakterlosen Politikern

  10. MSBanana

    Leute macht euch doch nix vor. Schaut sie euch doch an diese fetten Doppelkinn – Hälse.
    In der Deutschen Diktatur wird es niemals eine Cannabis Legalisierung geben, niemals!!!

  11. wibbel

    Niemand wird aus seinem Haus vertrieben. Es geht um leerstehende Gewerbe-Immobilien die nutzbar gemacht werden sollen für Flüchtlinge. In anbetracht dessen, dass der Winter auf uns zukommt ist das eine gute Idee. Allerdings muss man sagen, dass die Bundesregierung all die Jahre die Flüchtlingsproblematik die ausgelöst wurde durch den Syrien-Krieg ignoriert und auf die Schwellenländer wie die Türkei und Griechenland abgeschoben hat. Tja, alles hat seinen Preis.

    Und wenn wir die Wirtschaft von Afrika weiterhin mit dem umstrittenen Freihandelsabkommen EPA schwächen, ist die nächste Flüchtlingswelle eine Frage der Zeit.

    Kam letztens im Kabarett (Die Anstalt) :

    Wenn Afrika mit einem flächendeckenden System für Bewässerung in Wert von 250 Milliarden ausgestattet wäre, würde dies die Zahl der Hungernden um 50% vermindern.

    Nebenbei bemerkt, werde ich die SPD bei den nächsten Wahlen für das Verhalten in Hamburg abstrafen. Hoffentlich, dümpeln sie weiter auf ihren 25% rum…

  12. Lars Rogg

    @Wibbel
    da hast Du offensichtlich andere Infos. In dem link steht nix von Gewerbe-Immobilien. Wohngebäude mit Mieterin im Erdgeschoss. Wegen Eigenbedarf zu kündigen ist faktisch unverschämt. Er will nicht selber da rein ziehen, sondern sucht eine einfache Lösung für persönliches Versagen. Ob der Eigenbedarf so auszulegen ist, ist mehr als fraglich. Im übrigen verstehe ich nicht, warum die Frau nicht einfach da wohnen bleiben kann. Eine Wohnung macht nun wirklich den Kohl nicht fett. Der Bürgermeister tut aber so, als wäre das Flüchtlingsproblem damit gelöst. Er spielt die einen gegen die anderen aus. Da braucht er sich nicht über negative Resonanz wundern. Niemand wäre erfreut für andere Platz zu machen, weil die Politik mal wieder versagt hat. Das schürrt Ängste und Fremdenhass- völlig unnötig !!

  13. wibbel

    @LarsRogg

    eigentlich bezog ich mich auf das erste Post von HighBen, wo Du treffend erkannt hast, dass ein deutschtümlerischer Pegida-Unterton mitschwang. Den Fall mit der Frau habe ich nicht gemeint.
    Ist aber bedauerlich mit der Frau, sowas darf nicht sein, zumal solche eine Aktion Wasser auf die Mühlen der widerlichen pegidisten ist.

    Die Information mit den Gewerbe-Immobilien, die umgebaut und für Flüchtlinge als Obdacht dienen sollen habe ich aus Spiegel-Online. Das ist aber ok.

  14. alex

    War ja leider absehbar das es so kommen musste. Nach anfänglicher Euphorie, wahrscheinlich durch die Cannabis legalisierungen in Amerika, scheint wohl jetzt ein Modellprojekt nach dem anderen zu scheitern. Doch immerhin spricht man jetzt schon in der Öffentlichkeit über die legalisierung. Auch wenn es noch nicht viel bringt.

  15. High Ben

    Weder bin ich ein Pegidist, noch ein Rechter, oder Linker, oder sonst jemand, der sich für politische Ziele des Regimes intstrumentalisieren lässt. Mit meinem Kommentar wollte ich eine Diskussion über die aktuelle Politik anregen, die sich in fast jeder Beziehung nur durch unglaublich dreiste Lügen rechtfertigen lässt. Die Cannabis-Legalisierung zeigt ganz deutlich mit welchen Mitteln Politik gemacht wird. Da wird gelogen und es werden Ängste geschürt, dass sich die Balken biegen. Ob es sich nun um Aussen-, Innen-, Umwelt-, Energie- oder eben um Drogenpolitik dreht. Unseren Volksverrätern ist jedes Mittel recht und billig die Bevölkerung zu manipulieren. Das merkt der Michel aber erst, wenn er die Propaganda-Medien (Heute, Tagesschau, Spiegel, FAZ, Welt, TAZ, BILD und wie sie sonst noch alle heissen) boykottiert und sich über seriösere Quellen informiert. Ich bin von Natur aus ein kritischer Mensch und glaube nicht sofort alles, was mir vorgegaukelt wird. Und ich denke, dass jeder normale Mensch diese Zweifel in sich trägt. Sie wurden den meisten Menschen einfach nur weg konditioniert. Sonst lässt sich eine solche Scharade der Politik nicht erklären. In Wahrheit bin ich der Meinung, dass sich die Bevölkerung der Erde – seien es nun Moslems, Christen, Hinduisten, Buddhisten, Linke, Rechte, Pegidisten, Flüchtlinge oder in welche Schublade man Menschen noch stecken kann – vereinigen müssen, um gegen das Politiker-Pack in der gesamten westlichen Welt auf zu begehren. Denn das Ziel dieser Psychopathen bringt für uns nichts Gutes…
    Eine Krise jagt die nächste, das Volk klärt sich alternativ auf, die Unzufriedenheit wird immer grösser. Das hatten wir alles schon einmal. Damals ging es allerdings für die meisten die Psychos nicht gut aus. Das kleine Licht am Horizont ist die Hoffnung!

  16. Lars Rogg

    @High Ben
    Dann hab ich es in den falschen Hals bekommen und überreagiert, sorry !! Nix für ungut 🙂
    Dein Kommentar trifft es ziemlich genau. Der standard Bürger lässt sich mit Brot und Spielen, sowie gleichgeschalteten Medien ins Bochshorn jagen. Blos nicht aufbegehren und auffallen. Im Falle Cannabis wäre das, bei der gängigen Rechtsauffassung, auch sehr gefährlich. Wir leben in einem pseudo Rechtsstaat, geführt von unwilligen und unfähigen, lobbygeilen Politikern. Legitimiert von gleich geschaltetem Wahlvieh ohne eigene Meinung, oder einer, die von der Boulevardpresse übernommen wurde. Scheiß Spiel…

  17. tuhula

    @Lars Rogg:
    All das, was du anprangerst, bist du ein stückweit selbst. Das ist unsere Kultur, seit Jahrhunderten erprobt, geprüft und für gut befunden. Money makes the world go around! Der Kapitalismus ist unsere Religion. Wer das ändern will, muss sich zum internationalen Sozialismus bekennen und danach handeln.

  18. Lars Rogg

    @tuhula
    willkommen im Club. Du gehörst, wie wir alle, zu dieser Gesellschaft. Ich bin aber gerne informiert und prangere, die aus meiner Sicht, falschen Verhältnisse an. Das heisst nicht das ich alleine was dagegen tun kann. Was machst Du denn?? Ich kann nur versuchen Augen zu öffnen. Ist das Kritikwürdig?? Ich denke nicht. Ausserdem hab ich mich ja nicht als Mesias geadelt, sondern motze halt gerne über die bestehenden falschen Verhältnisse. Mehr als andere zum selbständigen Denken zu animieren, bzw richtig zu wählen oder sich gegen falsche Gesetze aufzulehnen, kann ich aber auch nicht. Das überlass ich dann Dir 🙂 Ich wusste gar nicht, dass es den Kapitalismus seit Jahrhunderten gibt und sich die Menschen seit Jahrhunderten durch ihn knechten lassen müssen. Da muss ich wohl noch dazulernen. Das Geld die Welt regiert, würde sich durch die Abschaffung des Kapitalismus auch nicht ändern. Was wäre Dir lieber ?? Tauschwirtschaft ?? Herrje, wieviele Rüben willst Du denn gegen ein Haus eintauschen??
    Aus dem Kapitalismus hab ich mich schon vor einiger Zeit ausgeklingt, als ich einen gut bezahlten Job aufgegeben habe, um meine demente Mutter zu pflegen. Ich arbeite 12-16 Stunden am Tag und das ohne Wochenenden oder Pausen- seit 8 Jahren. Dadurch bin ich ein gesellschaftlich verhasster Hartz4 ler geworden. Die Entlohnung für meine Pflegedienste belaufen sich also auf knapp 300,- Euro im Monat. Was für ein Kapitalist ich doch bin.
    Deine Sozialismus Utopie hat ja sooo toll funktioniert. Soweit ich weiss ist die Sowietunion daran zugrunde gegangen. Nordkorea und Kuba gehts auch blendend (Ironie aus). Sozialismus, wie wir ihn kennen gelernt haben, ist kaum der richtige Weg, oder ?? Mal davon abgesehen das der Sozialismus auch nicht ohne Geld funktioniert. Nicht umsonst musste sich die DDR in ihren letzten Jahren vom Strauss Geld leihen.
    Wir sind in dieses System hineingeboren. Sobald man erkannt hat, dass es nicht vernünftig oder Menschenfreundlich abläuft, kann man aufbegehren und versuchen eine Verbesserung herbei zu führen. D.h. mit demokratischen Mitteln sich angagieren.
    Ich kann es nicht ändern, dass unsere saubere Regierungen (von rot grün bis schwarz-gelb war alles dabei) sich mehr der Hochfinanz und dem Menschen verachtendem Kapitalismus verschrieben hat. Die Beispiel dafür sind jedem bekannt. Da sich aber die meisten Menschen über die Bild o.ä. bilden und gar kein Interesse haben die Wahrheit über die aktuellen verhältnisse zu erfahren, kann dieser fehlgeleitete Form des Kapitalismus weiter Blüten treiben- leider keine Hanfblüten. Also versuch ich mein großes Maul aufzureissen und ein paar wenigen Menschen die Augen zu öffnen. Mehr ist nicht drin, bitte entschuldige 🙂

  19. High Ben

    Seht ihr, genau das meine ich. Nur ein falsches Wort und schon gehen wir, wenn auch nur verbal, aufeinander los…wann begreifen wir endlich, dass wir alle in einem Boot sitzen? Und das im wahrsten Sinne des Wortes! Der Wahnsinn, der schon seit geraumer Zeit losgetreten wird betrifft uns alle! Jeden Einzelnen!

  20. tuhula

    Wie du sicher mitbekommen hast, Lars Rogg, standen die ersten Gehversuche des Sozialismus in Konkurrenz zum Kapitalismus, der seit Jahrhunderten die Ärmsten der Armen ausbeutet. Kuba z.B. wurde über fast sechs Jahrzehnte mit einem Handelsboykott im Dreck gehalten. Dennoch hat es diese kleine Land geschafft, dass am Flughafen keine barfüßigen Kinder mit Wasserbauch die weißen Touristen anbetteln, wie es in der benachbarten Dominikanischen Republik landestypische Folklore ist. Das Gesundheitssystem auf Kuba funktioniert, es gibt kaum Straßenkriminalität und die Kinder lernen Lesen und Schreiben.

    Wir sehen, Sozialismus kann selbst auf ganz niedrigem Wohlstandsniveau funktionieren. Nur leider widerstrebt das den Interessen der Imperialisten und Kapitalisten, die die Welt unter sich aufteilen wollen. Diesen Verbrechern ist es egal, ob auf Kuba die Kinder wieder hungern, barfuß herumlaufen und vorzeitig krepieren. Wichtig ist nur, dass die in der Dritten Welt produzierten Leichenberge Rendite abwerfen.

    Aber gut, vielleicht bin ich ja nur ein bisschen doof im Kopp. Wenn die Menscheit mittlerweile so weit fortgeschritten ist, dass es kein Zurück mehr gibt, muss ich passen. Mein Traum ist und bleibt ein anderer, und das ist der eines friedlichen Zusammenlebens in einer sozialistischen Welt.

  21. Lars Rogg

    @tuhula
    die Sache mit dem friedliche Zusammenleben kann ich unterschreiben. Auch das das kubanische, sozialistische System, nur wenig Opfer hinterläß, ist nicht von der Hand zu weissen. Aber echte Veränderungen in Kuba, die die Menschen etwas freier agieren und atmen lassen, sind erst seit ein paar Jahren im Gange. Aber OK, Punkt für Dich…
    Das Problem von jedem von Menschen erdachten Systemen ist aber leider der Mensch selbst. Ich gebe Dir zum Teil recht. Die Idee eines demokratischen Sozialismus würde wohl funktionieren, wenn Menschen nicht korrumpierbar wären. Das ist auch das Hauptproblem in unserem beschissenen, möchtegern „demokratischen Rechtsstaat“. Gäbe es keine Lobbyisten und würden Politiker nach Leistung und Fähigkeit bezahlt, würde jedes System funktionieren. Bei offensichtlicher Korruptheit bzw eklatanter Leistungsverweigerung würden diese Arsc…. ohne Entlohnung auf die Müllhalde der Gechichte geworfen. Das würde aber ein echtes Interesse der Gesellschaft an Gestaltung, sowie eine objektive Medienlandschaft bedingen. Wenn ich an die Wahlbeteiligung in Deutschland denke, könnte ich kotzen. Die Deutschen können zwar meckern aber nicht aktiv was verändern- und sei es, in dem man mal eine paar andere Politiker an die Macht wählt. Ich wähle seit Jahren links- leider bin ich einer der wenigen. Aber nein, die Deutschen wählen sich in den Untergang. Man muss sich das mal vorstellen, es gibt Menschen die FDP, CDU/CSU, SPD, Die Grünen oder die AfD wählen- ich kapiers nicht !! Und das bei den Erfahrungen, die wir mit diesen Gestalten gemacht haben. Ich kapiers nicht. Politik ist inzwischen der Inbegriff von faulen kompromissen und politischer Korrektheit. Darin inbegriffen die USA hörigkeit, Massentierhaltung, das Vertuschen und aussitzen von Skandalen, Waffenverkäufe an „befreundete Schurkenstaaten“ und sonstige Schweinereien jeglicher Art. Doch die Bürger scheinen sich selbst komplett entmündigt zu haben. Egal was für ein Dreck diese Politikerkaste sich ausdenkt, wir lassen es uns gefallen. Alles im Sinne der Industrie und deren Lobbyisten. Kein Aufstand, kein Aufschrei, nix !! Unsere Gesellschaft würde sich erst dann beschweren, wenn man Smartphones, Autos oder Fussball verbieten würde. Freiwillige Sklaverei nenne ich das. Umsonst sämtliche Daten, ja das komplette eigene Leben Facebook und Konsorten anzuvertrauen, sich dann aber über die NSA und deren Verhalten zu beschweren, passt einfach nicht zusammen. Typisch gleichgeschaltete, obrigkeitshörige Kriecher ohne Sinn oder echtes Interesse für die Realität. Seit wieviel Jahrzehnten wird unser geliebter Hanf dämonisiert. ?? Selbst jetzt, wo sämtliche Fakten um die Ungefährlichkeit, oder den medizinischen Nutzen des Hanfes bekannt ist, tun Gottve…. Arsc…. wie Merkel, Seehofer, Mortler, Gröhe, Vogelsang sowie Thomasius und Holm Hadulla so, als würde die Hölle über uns einbrechen, wenn man den souveränen Menschen in diesem Staat endlich selbst entscheiden lassen würde, wie er sich therapiert oder entspannt.
    Ich verstehe das da so mancher resigniert und das Vertrauen in die Politik und Gesellschaft verloren hat. Zum Teil gehöre ich dazu. Allein meine Naivität läßt mich noch auf eine vernünftige Entwicklung der Zukunft hoffen. Aber, wie gesagt, ich bin auch sehr naiv… Nix für ungut. 🙂

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