Samstag, 11. Juli 2015

Summer in the City

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Bild: schmiddie

 

Sadhu van Hemp

 

 

Immer dieselbe Benachteiligung, wenn die Urlaubsliste rumgeht und ich mal wieder auf die verheirateten Kollegen Rücksicht nehmen muss. Dass auch ich eine kleine Familie habe, mit der ich einmal in meinem Leben zur Sommersonnenwende nach Patagonien reisen will, interessiert nicht die Bohne. Homo-Ehen zählen nicht in Schland, auch nicht unsere zwei in Pflege genommenen Ziehsöhne, weil die keine leiblichen und nur Kinder vom Bahnhof Zoo sind, die die Schule schwänzen und deshalb jederzeit außerhalb der Ferien verreisen können.

 

„Einer muss doch Dienst schieben und die Versorgung sichern! Wenn jeder urlauben würde, wie er will, wäre Berlin im Sommer ein Notstandsgebiet.“ Recht haben sie, meine Kollegen, leider, schließlich halten Polizisten und Feuerwehrleute, Hartzis und Pfandflaschensammler auch die Stellung; selbst auf dem Straßenstrich und in den Spielotheken gibt’s einen Feriennotdienst. Und Not besteht, wenn sich so gut wie jeder arbeitstaugliche Berliner mit Mutti, Kind und Spaten zum freiwilligen Arbeitsdienst an die Wasserkante abmeldet und dort die deutsche Außengrenze mit dem Bau von Sandburgen absichert. Frei nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“ überlassen die Berliner die Partystadt sich selbst und fremden Partyvölkern – und das zur Hochsaison, wenn jede helfende Hand gebraucht wird. Ob Rikschafahrer oder Schuhputzer, Hütchenspieler oder Zuhälter, wer im Sommer die öffentliche Daseinsvorsorge Berlins aufrecht erhält, schuftet für zwei – in meinem Gewerbe sogar für drei. Und das ist gar nicht gut so, denn so viel Haschgift kann ich gar nicht in den Görlitzer Park karren, wie ich den Berlin-Touris in den Sommerferien verhökern könnte.

 

Deshalb fordere ich vom Deutschen Hanfverband, sofort und unverzüglich für die Sommermonate eine generelle Urlaubssperre für alle Berliner Hasch- und Grasdealer anzuordnen – wie bei den Bierbrauern.

 

5 Antworten auf „Summer in the City

  1. neubau

    moinsen, (ot)
    eine Sache ärgert mich: Ihr kennt sicher die Wissenschaftszeitung SPEKTRUM. Die haben auch einen blog, wo die ganzen Autoren vertreten sind. u.a. ist das ein gewisser Markus Dahlem, der zum Thema Migräne schreibt. Unglaublich: wenn man dort in den Kommentaren das Medikament Cannabis erwähnt, wird der Beitrag gelöscht! Probiert es selber!
    http://www.scilogs.de/graue-substanz/

    ein anderer blog zum Thema Agrar. Wer glaubt dort auch nur einen einzigen Artikel zum Hanf zu finden, irrt. Seltsam oder? Vielleicht könnt ihr ja mal was dazu schreiben, vielleicht reagieren die dann
    http://www.scilogs.de/vom-hai-gebissen/

  2. Thomas

    Hallo Neuau
    Schön, das man hier auch Migräne geplagte findet. In anderen Migräne Foren wird das Thema Cannabis relativ offen mit umgegangen. Aber größtenteils nur per PN, oder versteckter Zonenbereich.

    Find ich aber schade, da ich heute erst seinen Interview mir angehört habe von Markus Dahlem.

    Jetzt ist die Person wohl auch mit auf meiner Ignorier Liste.

  3. 175

    Schön?
    Ja, schön wärs, wenn da mal einer mit ner ordentlichen ladung vorbeikäme! Wird nämlich nur die letzte Wixxe verkauft wegen der hohen Nachfrage. Total ätzend da zu kaufen.

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