Samstag, 16. Mai 2015

Kascha Mai 2015

DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL – Erste Hilfe für Kiffer

 

 

Hanfberatung

 

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

 

Mike (24) aus Duisburg fragt:

 

„Hallo Kascha,

ich habe kleine Pflänzchen auf dem Fensterbrett stehen, die aber in den letzten Tagen (sie haben ziemliche Blätter bekommen) sehr den Kopf hängen lassen. Ich glaube nicht, dass ich falsch gegossen habe: Der Boden ist nur mäßig feucht und an den Wurzeln sieht alles gut aus. Kann so etwas vom Gewicht der Blätter kommen? Was kann ich da tun?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Mike,

ja, das kann passieren – in der Regel richten sich die Pflänzchen allerdings von selbst wieder auf, sobald der Stamm stärker geworden ist. Du kannst sie natürlich auch, ganz vorsichtig, stützen, damit sie gerade wachsen. Geeignet ist zum Beispiel ein gebogenes Stück Draht oder ein Zahnstocher und ein Bindfaden, man sollte die Vorrichtung vor allem anbringen und später wieder entfernen können, ohne die Pflanze, vor allem die Wurzeln, zu beschädigen. Viele Grower schütteln das angebundene kleine Pflänzchen dann noch regelmäßig ein kleines bisschen, damit sich dann nicht wegen der Stütze ein schwächerer Stamm entwickelt, der die Pflanze nicht tragen kann. In der freien Natur sind die Pflanzen ja ohnehin Wind und Wetter ausgesetzt, normalerweise können sie ein wenig Schieflage vertragen. Ein anderer Grund fürs Kopf-hängen-lassen, den du ja für dich schon ausschließen konntest, ist eine Überwässerung: Stehen die Pflanzen quasi im Matsch, dann faulen sie schnell an den noch sehr empfindlichen Wurzeln ab. Der Stamm wird unten am Boden dünn und braun und die Pflanze kippt um und ist nicht mehr zu retten. Um das zu vermeiden sollte man gerade im jungen Pflanzenstadium sehr vorsichtig gießen und auf eine ausreichende Belüftung des Bodens achten. Stehende Nässe und auch sehr nasser Boden sind in der Regel ungeeignet, allerdings dürfen die Pflänzchen auch auf keinen Fall vertrocknen.“

 

 

Rene (22) aus Bielefeld fragt:

 

„Hallo Kascha,

mein Kaninchen hat neulich etwas von meinem Gras angeknabbert. Ich habe es zum Glück rechtzeitig bemerkt, und habe ihm die Knolle wieder abgenommen, aber ich glaube er hat etwas geschluckt. Eigentlich ging es ihm gut und er hat sich nicht viel anders verhalten, ist immer sehr gechillt. Aber kann so etwas gefährlich sein und kann er da längerfristige Schäden haben? Manchmal reagieren ja Tiere auch anders, manche dürfen ja keine Schokolade essen?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hallo Rene,

es ist gut, dass du so besorgt um dein Haustier bist. Tatsächlich können ja manche Dinge, die für uns ganz normal sind, zum Beispiel Schokolade, Weintrauben oder Avocado, für andere Tiere wie Hunde oder Katzen giftig sein. Mir ist nicht bekannt, dass Kaninchen kein Gras vertragen. Es gibt sogar vereinzelt Berichte von z.B. Seniorinnen, die ihr Kaninchen mit Hanfblättern füttern, die nahe legen, dass Kaninchen sich für Cannabis interessieren. Das gilt ja für einige Tiere, erst vor kurzer Zeit ging ein Bericht um, dass ein Reh sich auf einer Hanfplantage bedient hat – wie glaubhaft so etwas auch immer sein mag. Ich nehme also an, so lange so etwas nicht regelmäßig passiert oder das Kaninchen eine große Menge frisst (du wiegst etwa 60–70 Mal so viel wie ein Kaninchen, wenn das Kaninchen also z.B. 1 Gramm frisst, entspricht das der Wirkung wie wenn du 60-70 Gramm isst), sollte das keine dauerhaften Schäden am Kaninchen zur Folge haben. Da aber der Abbau möglicherweise anders funktioniert als bei uns Menschen, würde ich auf jeden Fall vorsichtig sein, falls du den Eindruck hast, dass dein Karnickel regelmäßig nascht. Säugetiere haben ansonsten alle ziemlich ähnliche THC-Rezeptoren, so dass es wahrscheinlich auch nur eine entspannende Wirkung wahrgenommen hat – Überdosierungen werden aber sicherlich von Tieren genauso unangenehm wahrgenommen wie von uns.“

 

 

Julia (20) aus München fragt:

 

„Hallo Kascha,

ich habe schon alle möglichen Rezepte zum Thema Kochen und Backen mit Gras gelesen. Was ich mich aber immer gefragt habe: Ist es möglich, auch Fertiggerichte mit Gras „anzureichern“? Man hat ja nicht immer die Zeit, Kekse zu backen, wenn man sich mal für einen langen Videoabend etwas anheitern möchte und ich rauche eigentlich ungern.“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Julia,

für Menschen mit spontanem Wunsch nach oralem Cannabiskonsum empfiehlt es sich, einen Vorrat an Grasbutter herzustellen, der sich im Kühlschrank bis zu zwei Wochen halten dürfte – im Tiefkühlschrank sogar noch deutlich länger. Hierzu gibt es verschiedene Methoden, die du detailliert im Internet finden kannst – in der Regel erhitzt man ein Stück Butter im Wasserbad und lässt dann sehr fein geschnittenes Gras darin einige Zeit einweichen, damit das THC ins Fett der Butter übergeht. Dann wird das Gras ausgefiltert – je nach Geschmack kann man es natürlich auch drin lassen. Die fertige Grasbutter kann dann erkaltet und portioniert werden und in den Tiefkühlschrank. So kann man sich dann allerhand verschiedene Gerichte, von den Tütenspaghetti  über einen Doseneintopf bis zur Pizza vom Lieferdienst, mit der Grasbutter ganz spontan nach Belieben würzen. Es erfordert allerdings möglicherweise ein wenig Übung, die perfekte Dosierung herauszufinden. Möchte man beispielsweise ½ g Gras pro Portion haben und aus ½ Pfund Butter (250 g) zehn 25-g-Portionen bekommen, muss man 5 g Gras in die Ausgangsmischung tun – möchte man kleinere Portionen, also weniger Butter, muss man die Grasmenge in der Ausgangsmischung entsprechend erhöhen. Hier lohnt es sich, vorher genau zu planen, bevor man sich am Ende 80 g Butter auf die Pizza schmieren muss, um das gewünschte Resultat zu erreichen. Dies gilt insbesondere, da bei gegessenem Cannabis die Wirkung ja stark verzögert auftritt. Insgesamt lässt sich noch sagen, dass für eine optimale Aufnahme eine nicht allzu große Portionsgröße ideal ist: Je mehr weitere Nahrung zu verarbeiten ist, desto langsamer kann das THC im Darm aufgenommen werden. Bei großen Mahlzeiten empfiehlt es sich also, eher die Vorspeise zu „würzen“.“

 

6 Antworten auf „Kascha Mai 2015

  1. Jemand

    Dem Kaninchen geht es ja scheinbar gut also keine Sorge! Manche Tiere geraten durch den unerwartet veränderten Zustand in Panik (eine unserer Katzen zb) auch dann besteht kein wirklicher Grund zur Sorge aber man sollte dem Tier diese Ängste ersparen indem man Gras sehr weit von ihm fernhällt!
    Andere Tiere geniessen diesen Zustand regelrecht und suchen diesen Zustand sogar regelrecht… Sollte dem so sein lass es ruig zu aber berausche dein Tier bitte nicht zwangsweise egal ob es das mag oder nicht (das kann durchaus auch zu negativen Reaktionen führen auch wenn das jeweilige Tier das „high“ sein sonst mag)

    Allgenein halten sich viele Gerüchte Tiere könnten THC nicht abbauen…das ist nicht korrekt! Da die meisten Tiere über ein Endocannabinoidsysthem verfügen kann ihr Körper auch damit umgehen Thc zu verarbeiten und abzubauen!

  2. Mörnest

    Wenn das Weed nicht erhitzt wurde, wird das Kaninchen nichts spüren. Es gibt einen Grund warum man Grass erhitzen muss bevor man es einnimmt, im frischen Material befindet sich kein aktives THC sondern lediglich die Vorstufe in Säureform und das hat kaum bis keine Wirkung Ja es stimmt Kühe Rehe, Schweine und ab und zujauchzt Katzen, füttern gerne Hanf, aber eben frischen und da turnt nix. Probiert es selber aus.

  3. Sebastian

    Wenn man Gras essen will, sollte man vorher aber darauf achten, dass es decarboxyliert ist. Im Prinzip ist es das gleiche Problem was Mörnest beschreibt, bloß halt umgekehrt. Frisches Gras enthält kein THC, sondern THCa es wird erst durch kontakt mit Sauerstoff zu THC umgewandelt (erhitzen beschleunigt den Prozess).
    Am besten je nach Menga ca. eine halbe stunde fein gegrindedes Gras in den Ofen bei ~120 bis 150 °C.

  4. Jemand

    Soweit ich das verstanden habe ist auch in Rohzustand bereits THC vorhanden (der sich zB durch Fermentation erhöhen lässt)…nur eben bei weitem nicht so viel wie wenn man es erhitzt!
    Für ein Kaninchen könnte das durchaus schon reichen um etwas zu „spüren“…aber an sich hast du natürlich Recht!
    Mir ging es in meinem Kommentar auch eher allgemein um die Sorgen die manche haben wenn es allgemein um Tiere und Cannabis angeht!
    Es ist sehr verantwortungsvoll sich um solche Dinge Gedanken zu machen!

  5. honza

    mit dem suchbegriff decarboxylation weed in der bilder suche lassen sich anschauliche grafiken finden. die kurve von zeit und temperatur zeigt gut den prozess der beim erhitzen stattfindet.

    und es gibt auch genaue informationen über die einzelnen Cannabinoide, Terpene und Flavonoide und deren verdampfungspunkte.

    ..und im rohen ausgangsmaterial ist schon aktives THc…
    aber schaut selber gern mal zb: hier …http://www.marijuanagrowershq.com/decarboxylating-cannabis-turning-thca-into-thc/

  6. Mörnest

    Da hast du absolut recht. Es ist super wenn man sich Gedanken um seine Mitbewohner macht. Ich könnte jeden eine Pfeffern der sein Haustier mit Bongrauch anpustet, oder Jointrauch etc… Die Tiere können sich ja nicht wehren und auch nicht mitteilen ob es gefällt oder nicht. Ausnahme sind hier die Haustiere die extra ankommen und sich in die Nähe des Konsumenten legen. Mein Kater ( leider mittlerweile an Krebs verstorben) kam immer sofort angelaufen wenn mein Vaporiser Dampf in den Ballon pustete und hat sich so hingelegt, das er ein klein wenig von meinem Ausatmen abbekommen hat. Ein paar Mal stand er auch am Vaporizer und hat an dem Schlauch geschnuppert, an dem noch restdampf raus gekommen ist. Anfangs versucht ich noch ihn zu verscheuchen, aber anscheinend hat es ihm gut getan.

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